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Bekommt Deutschland nach den Ost-Freunden Merkel und Schröder wieder einen Atlantiker-Kanzler?

Ex-Bundeskanzler Schröder gilt als einer der deutlichsten Putin-Freunde, während Angela Merkel nie ihrer Vergangenheit und den Verdächtigungen entfliehen konnte. Bekommt Deutschland mit Jens Spahn oder Friedrich Merz als nächstes wieder einen klaren, unmissverständlichen Vertrauten des angloamerikanischen Empires? Und was bedeutet das für Deutschland und den Ost-West-Konflikt?

Der Wahlsieger Bolsonaro in Brasilien beispielsweise geht zurück auf CIA-treue Militärkreise aus dem Kalten Krieg und sieht sich als außerordentlich amerikatreu, was in einem derartig großen Land in Südamerika erhebliche Bedeutung hat.

Jens Spahn

Spahn absolvierte das „Young Leader Program“ des American Council on Germany, ein Partnerprojekt der deutschen Denkfabrik Atlantik-Brücke und des American Council on Germany (ACOG) Im Juni 2017 besuchte Spahn die Bilderberg-Konferenz in Chantilly im US-Bundesstaat Virginia. ACOG hängt zusammen mit dem einflussreichen Council on Foreign Relations. Zu den Gründern der Atlantik-Brücke zählt der Vorsitzende des Council on Foreign Relations John J. McCloy, der vor dem Zweiten Weltkrieg wichtige amerikanische Industrie an Nazideutschland vermitelt hatte, dann plötzlich als Geheimdienstexperte galt und sich an dem Kampf gegen Deutschland beteiligte. Später wurde er ein leitender Besatzungsverwalter und baute das politische System der Bundesrepublik auf. In ganz Europa wurde Politik mit Paketen an Dollar-Scheinen gemacht im Sinne von Onkel Sam.

Friedrich Merz

2009 wurde Merz zum Vorsitzenden der Atlantik-Brücke. Er sitzt in vielen Unternehmensvorständen, ist Mitglied der Trilateralen Kommission von Europa und Aufsichtsratschef für den deutschen Ableger des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock tätig. BlackRock entstand 1988 aus der Blackstone Group heraus und hält Beteiligungen an wichtigen deutschen und internationalen Unternehmen. Bestimmend für Blackstone ist Stephen A. Schwarzman, ein langjähriger Freund von Donald Trump. Er besuchte die Yale-Universität und er ist Mitglied der äußerst gruseligen Geheimgesellschaft Skull & Bones, die seit weit über 100 Jahren die Schaltstellen der Macht mit ihren Leuten besetzt hat. Bones war instrumentell im Aufbau der Sowjetunion durch Technologietransfers gewesen und dominierte gleichzeitig den Militärapparat und die Geheimdienste Amerikas. Schwarzman war interessanterweise 2011 Berater im “Russian Direct Investment Fund”, der von der russischen Regierung mit 10 Milliarden $ ausgestattet wurde und 30 Milliarden ausländisches Kapital zusätzlich anzog. Ein weiteres Betätigungsfeld von Skull & Bones war traditionell China. Schwarzmans Partner bei der Gründung von Blackstone war Peter George Peterson, ein ehemaliger Kollege bei dem Bankhaus “Lehman Brothers, Kuhn, Loeb Inc.”. 1969 wurde Peterson von zwei der gefährlichsten Männer Amerikas rekrutiert: John D. Rockefeller III und dem CFR-Vorsitzenden John J. McCloy. Trumps Finanzminister Steven Mnuchin ist ebenfalls ein Bonesman. Weitere wichtige Minister machten Karriere unter den Präsidenten Bush und Bush Sr. (beide Bones-Mitglieder).

Beeinflussen die USA den nächsten Kanzler?

Falls Spahn oder Merz Kanzler wird, muss man sich fragen, für welches Team derjenige dann eigentlich spielt und ob die USA eine konservative Phase für Deutschland bevorzugen. Zwar sind Spahn und Merz nicht mit Brasiliens aggressiv auftretenden Bolsonaro vergleichbar, aber im Zuge des sich verschärfenden Ost-West-Konflikts könnte eine konservativere CDU durch die USA gewünscht sein. Das wird so manchen deutschen Wähler zufriedenstellen, aber kommt durch dein Einfluss der USA mit erheblichen Risiken.

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