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Habeck will “neue Grundsicherung” und 4 Millionen neue Haushalte als Sozialgeld-Empfänger

Kommentar

Wer einem Bürger Cash zahlt, um dessen Wählerstimme zu kaufen, ist ein Kriminelle. Wer als Politiker Umverteilung an seine Wähler verspricht, bleibt hingegen legal.

Habeck von den Grünen, der vor der Kamera einen für grüne Verhältnisse slicken Eindruck macht, redet nun von dem Ende von Hatz 4 und einer neuen Grundsicherung ohne Arbeitszwang. Freifahrtscheine und Freibier für alle also? Obwohl nicht mal Geld da ist für Renten und Beamtenpensionen? Die neue Grundsicherung soll höher ausfallen als Hartz4 und nicht an “Zwang zur Arbeitsaufnahme” gebunden sein, aber dennoch müsse eine “Bedürftigkeit” bei dem Empfänger gegeben sein.

Häh?

Wenn jemand also seinen Job kündigt und keinen Bock mehr auf Arbeit hat, dann ist er ja automatisch bedürftig geworden und könnte das Geld beziehen. Niemand könnte denjenigen mehr zur Arbeit zwingen. Weitere vier Millionen weitere Haushalte (!) hätten laut Schätzung künftig Anspruch auf free money. Wo soll das Geld herkommen? Die einzige Möglichkeit, den Sozialstaat an sich überhaupt noch zu halten, wäre es, den Sozial-Bürokratieapparat drastisch zu verkleinern um die eingesparten Summen zu verteilen an Leistungsempfänger. Aber dann würden viele ihre Sozial-/Padagogen-Jobs verlieren und das sind Grünen-Wähler. Die wollen nicht umsteigen von ihrem Netto auf die neue Grundsicherung.

Wie viele von den Leistungsempfängern werden Migranten sein bzw. (oberflächlich geprüfte) Flüchtlinge? Wo bleibt der Druck zur Integration, zum Deutsch-Lernen und zum arbeiten? Einfach nur rumsitzen und Kinder in die Welt setzen wird subventioniert.

Deutschland ist pleite und diese Erkenntnis sollte auch die Grünen-Wähler verstehen. Wer den Sozialstaat weiter aufbläht, macht ihn kaputt. Am Ende gibt es doch Arbeitspflicht wie in der DDR.

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11 comments

Maria 18. November 2018 at 16:44

Wäre schön wenn Alex auch mal eine ganze Sendung über Naomi Klein/James Rickards/und auch BlackRock machen würde!

Vor allem BlackRock/iShares ist interessant.

Frage: Ist das Investieren in Aktien und ETF´s sicher? Mein Mann hat ETF´s und Einzelaktien und Alex hat darüber auch mal eine Sendung gemacht…..

Reply
Maria 18. November 2018 at 16:39

Die Zusammenhänge zwischen Klimaveränderung, SDRs, dem IWF, der Weltbank und der Notwendigkeit für globale Koordination könnten kaum expliziter sein.

Auf dem Weg in diese neue, auf digitalem Wohlstand und Weltgeld – statt auf staatlicher Souveränität nach dem Muster des Westfälischen Friedens – beruhende Weltordnung gibt es einige Hindernisse. Wichtige Länder wie Russland und der Iran sind dem Westen aktiv feindlich gesinnt. Zwischen den Vereinigten Staaten und China steigen die Spannungen. »Schurkenstaaten« wie Nordkorea und gescheiterte Staaten wie Venezuela bleiben vom Plan der Eliten ausgenommen.

Aus Sicht dieser »Schurkenstaaten« und auf Konfrontation ausgerichteten Länder ermöglicht die Dominanz des digitalen US-Dollars eine inakzeptable Hegemonie der USA. Unter der Führung von China entwickeln die Schwellenländer alternative digitale Zahlungssysteme, um eine Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu vermeiden. Außerdem sind sie dabei, Tausende Tonnen von physischem Gold zu erwerben – ein nicht-digitales Asset, das die Vereinigten Staaten weder durch Hacker-Angriffe vernichten noch einfrieren können. Diese rivalisierenden Goldbestände umfassen heute weniger als 10000 Tonnen, können sich also bis jetzt noch nicht mit den 22000 Tonnen messen, die gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Europa und IWF gehalten werden. Gold wird auch in den kommenden Jahren seine Wanderung von West nach Ost fortsetzen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Es könnte sich eine bipolare Finanzwelt entwickeln, in der Asien, Afrika und Südamerika – unter der Führung von China und Russland und unterstützt vom Iran und der Türkei – das eine digitale Zahlungssystem einsetzen, während die Vereinigten Staaten, Europa und die früheren Commonwealth-Länder ein anderes verwenden. Jedes dieser Systeme würde durch etwa 20000 Tonnen Gold gestützt werden – eine beklemmende Erinnerung an den Rüstungswettlauf im Kalten Krieg und noch frühere Kämpfe um das Gleichgewicht der Mächte.

Aus dem Buch

Aber…… Seltsam ist das Buch schon….. Genauso wie die Bücher von Naomi Klein….

Keine Ahnung ob James Rickards und Naomi Klein Desinformation verbreiten oder die Wahrheit schreiben.

Reply
Maria 18. November 2018 at 16:33

In seinem Buch Weltordnung liefert Henry Kissinger einen brillanten Überblick über diese geschichtlichen Entwicklungen.46 Kissingers Betrachtungen sind so umfassend, dass man sagen könnte, er habe einen Hang zur Ordnung erkannt, der die internationalen Beziehungen durchdringt und sich der Unordnung von Kriegen und Zerstörung entgegenstellt, die von so unterschiedlichen Figuren wie Napoleon oder Hitler heraufbeschworen wurden. Stark vereinfacht ausgedrückt erzeugen Eroberer Unordnung, während die Völker und die meisten Herrscher Ordnung bevorzugen. Der Antipol zur Unordnung ist eine wie auch immer geartete Ordnung, sei es in Form eines Reiches wie jenem der Römer oder Karolinger oder eines Staatensystems wie nach dem Westfälischen Frieden.

Ordnung setzt keineswegs Demokratie voraus. Ordnung ist ein Zustand, der sich mit diversen Wertesystemen verträgt. Demokratie und Freiheit sind wünschenswert und vertragen sich gut mit kapitalistischen Wirtschaftssystemen. Aber diese Werte werden nicht universell geschätzt. Interessanterweise sind die gescheiterten chinesischen und islamischen Weltordnungen im 21. Jahrhundert wieder aufgetaucht, Erstere in Form einer zentralisierten kommunistischen Bürokratie und Letztere in einer radikalen Form als eine dezentralisierte Schreckensherrschaft. Weder China noch der Islam fördern Demokratie oder Freiheit. Liberale Wertvorstellungen werden sich, sofern überhaupt möglich, durch Kultur und Bildung durchsetzen müssen, nicht notwendigerweise mit Unterstützung durch eine neue Weltordnung.

Unordnung hat sich stets kinetisch manifestiert. Der Preis der Unordnung ist Tod und Zerstörung. Schon als Bronze durch Stahl ersetzt wurde, als man Segel und Steigbügel erfand und das Schwert durch Schusswaffen abgelöst wurde, blieb eine Konstante im Kampf zwischen Ordnung und Unordnung stets dessen physische Form. Wohlstand als wichtiges Gegenstück zum Krieg existierte ebenfalls in physischer Form, und zwar als Edelmetall, Schmuck, Kunstwerke, Nutzvieh oder Eigentumsrechte an Grund und Boden.

Aber der Wettbewerb zwischen staatlichen und nicht staatlichen Akteuren spielt sich immer häufiger in digitalen Domänen ab, wenn zum Beispiel staatliche Cyber-Brigaden beziehungsweise kriminelle Banden in Computersysteme eindringen. Die Grenze zwischen angeheuerten Cyber-Kriegern und Kriminellen kann verwischt werden, um Racheakten vorzubeugen. Eine »Distributed denial of service«-Attacke (DdoS, Lahmlegen einer Website durch koordinierte Verarbeitungsanforderungen von zahlreichen Rechnern über das Netz) ist die harmloseste Form eines solchen Angriffs. Schwerwiegender ist es, wenn Hacker in Systeme eindringen und die Kontrolle über kritische Einrichtungen übernehmen, etwa in Staudämmen oder Elektrizitätsnetzen, sodass sie zu einem vorher bestimmten Zeitpunkt eine Überflutung oder einen Stromausfall in Gang setzen können.

Am bedrohlichsten sind schlafende Angriffsviren, die tief in die Betriebssysteme von Börsencomputern eingeschleust werden, wo sie dann darauf warten, als Bestandteil einer koordinierten Attacke aktiviert zu werden. Solche Schläfer-Viren können auch dazu dienen, das Land, in dem sich ein infiziertes System befindet, von einem Angriff abzuschrecken. Ein solcher von einem russischen Militärgeheimdienst eingeschleuster Angriffsvirus wurde im Jahr 2010 im Betriebssystem-Code von Rechnern der NASDAQ-Aktienbörse entdeckt.47 Dieser Virus konnte zwar unschädlich gemacht werden, aber niemand weiß, wie viele weitere unentdeckte Viren in Wartestellung lauern.

Viren können Kundenkonten spurlos löschen. Wenn sie offensiv eingesetzt werden, kann mit ihrer Hilfe eine unkontrollierbare Flut von Verkaufsorders für beliebte Aktien wie Apple oder Amazon erzeugt werden.

Die Militärdoktrin fordert, die Kräfte durch Nutzen von »force multipliers« zu verstärken. Zum Beispiel könnte ein Angreifer auf einen Tag warten, an dem der Aktienmarkt ohnehin schon um fünf Prozent gefallen ist, vielleicht um 900 Punkte im Dow Jones, und dann einen Angriff starten, um diese Abwärtsdynamik noch zu verstärken. Das könnte dazu führen, dass der Dow Jones an einem einzigen Tag um 5000 Punkte abstürzt und die New York Stock Exchange notgedrungen geschlossen wird. Dieser nahezu sofortige Verlust an Wohlstand wirkt auf die Zivilbevölkerung noch demoralisierender als eine konventionelle Bombardierung.

Freilich haben digitale Bedrohungen physische Gewaltanwendung keineswegs verdrängt. Die Ukraine, Syrien und Libyen zeigen, dass physische Zerstörung und entsetzliche Gewalt nach wie vor ein Mittel bleiben, um politische oder religiöse Ziele zu erreichen. Kissingers Mahnung, auf diplomatischem Weg nach Lösungen zu suchen und nur dann zu den Waffen zu greifen, wenn es absolut notwendig ist, ist immer noch aktuell.

Dennoch hat sich die virtuelle Kriegsführung – vor allem in der Finanzwelt – mit erschreckender Geschwindigkeit aus dem Reich der Fantasie in die überaus raffinierte Realität verlagert.

Wie stehen im digitalen Zeitalter die Aussichten für Ordnung und Unordnung, für Krieg und Frieden?

Aus Sicht der Eliten erfordert die neue Realität eine neue Weltordnung, die post-staatlich und post-national ist. Diese Ordnung betrachtet souveräne Staatlichkeit und das Gleichgewicht der Mächte – das klassische Rahmenwerk nach dem Muster des Westfälischen Friedens – als überholt. Wenn die neue Weltordnung sich entwickelt, werden neue finanzielle Arrangements und neue Regierungsformen gebraucht werden, um sie zu unterstützen. Diese neue Weltordnung bildet den Rahmen, in dem Weltgeld und Weltbesteuerung umgesetzt werden können.

Klimaveränderung ist ein nützliches Steckenpferd für die Eliten, das sie reiten können, um die Umsetzung einer neuen Weltordnung voranzutreiben. Die wissenschaftliche Debatte zur Klimaveränderung tut nichts zur Sache; es gibt hitzige Ansichten auf beiden Seiten, manche wissenschaftlichen Erkenntnisse sind gesichert, andere dagegen nicht. Die globalen Eliten behandeln die Debatte, als sei sie beendet, um ein übergeordnetes Projekt zu verschleiern. Für die Eliten beschwört ein globales Problem, wenn es denn erst einmal definiert ist, eine globale Lösung herauf. Das Thema Klimaveränderung ist die perfekte Plattform, um ihre versteckte Agenda von Weltgeld und Weltbesteuerung umzusetzen.

Initiativen zur Klimaveränderung gehen zumeist von den Vereinten Nationen aus, vor allem von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen sowie von Protokollen, die aus dieser Konvention erwachsen. Für sich betrachtet scheint Klimaveränderung kaum etwas mit Weltgeld zu tun zu haben; tatsächlich sind die beiden jedoch im Rahmen der neuen Weltordnung eng miteinander verknüpft.

Selbes Buch….

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Maria 18. November 2018 at 14:52

Das Aureole ist ein elegantes Restaurant mit einem schicken, modernen Design und hohen Decken. Es befindet sich an der West 42nd Street in Manhattan zwischen dem von Touristen überlaufenen Times Square und dem Bryant Park, einer grünen Oase mitten in der Großstadt. Die neoklassizistische New York Public Library, deren Eingang von zwei marmornen Löwen namens »Patience« und »Fortitude« (»Geduld« und »Seelenstärke«) bewacht wird, liegt nicht weit entfernt.

An einem angenehmen Abend im Juni 2014 saß ich dort mit drei Gefährten an einem Fenstertisch. Wir hatten einen kurzen Spaziergang vom Hörsaal der Bibliothek, wo ich einen Vortrag über das internationale Finanzwesen gehalten hatte, ins Aureole gemacht.

Die Bibliothek gewährte kostenlosen Eintritt zu meinem Vortrag. Jedes kostenlos zugängliche Ereignis in New York City zieht ein eklektisches Publikum an, das wesentlich vielfältiger ist als bei einer meiner typischen Präsentationen in einer Institution. Ein Herr im Publikum trug einen orangefarbenen Anzug, Fliege, Sonnenbrille und einen leuchtend hellgrünen Derby-Hut. Er saß in der ersten Reihe. Seine Erscheinung erregte keinerlei Aufsehen.

Die New Yorker sind nicht nur in der Wahl ihrer Garderobe ausgesprochen kühn, sondern typischerweise auch ungewöhnlich clever. Als ich nach dem Vortrag Fragen aus dem Publikum beantwortete, hob ein Zuhörer die Hand und sagte: »Ich halte Ihre Warnungen vor systemischem Risiko für berechtigt, aber ich stecke in einem betrieblichen 401(k)-Pensionsplan fest. Was sollte ich tun?« Meine spontane Empfehlung war: »Kündigen Sie Ihren Job.«

Dann sagte ich: »Aber mal im Ernst: Schichten Sie die Hälfte Ihrer Anlagen von Aktien in Cash um. So haben Sie immer noch ein gewisses Gewinnpotenzial, aber mit weniger Volatilität, und Sie haben andere Optionen, wenn die Lage klarer wird.« Das war alles, was er tun konnte. Während ich ihm antwortete, wurde mir klar, dass Millionen von Amerikanern in der gleichen Aktienfalle sitzen.

Im Aureole war es Zeit für einen entspannten Abend. Das Publikum war die übliche Midtown-Mischung von Moguln und Models. Ich befand mich in Gesellschaft dreier brillanter Damen. Zu meiner Linken saß Christina Polischuk, eine frühere Top-Beraterin von Barclays Global Investors, die sich inzwischen zur Ruhe gesetzt hatte. Barclays Global Investors war eine der weltweit größten Vermögensverwaltungen, bis das Unternehmen 2009 von BlackRock übernommen wurde. Diese Akquisition beförderte BlackRock an die Spitze seiner Liga, mit fast fünf Billionen Dollar an Vermögenswerten (Assets) unter seiner Verwaltung – mehr als die Wirtschaftsleistung von Deutschland.

Mir gegenüber saß meine Tochter Ali. Sie hatte sich gerade selbstständig gemacht als Beraterin für digitale Medien, nachdem sie vier Jahre lang Hollywoodstars der ersten Liga beraten hatte. Zu meiner Rechten saß eine der mächtigsten, aber öffentlich kaum bekannten Frauen der Finanzwelt, nämlich die Consigliere von Larry Fink, dem CEO von BlackRock. Sie war BlackRocks Ansprechpartnerin für die Regierung, die sich nach dem Zusammenbruch von 2008 bemühte, das Finanzsystem an die Kandare zu nehmen. Als die Regierung an BlackRocks Tür klopfte, war sie es, die öffnete.

Bei einer Flasche Weißburgunder unterhielten wir uns über alte Zeiten, gemeinsame Freunde und das Publikum bei meinem Vortrag. Dabei hatte ich auch über die Komplexitätstheorie und zuverlässige Daten gesprochen, die zeigten, dass das Finanzsystem auf einen Zusammenbruch zusteuerte. Meine Gesprächspartnerin zur Rechten brauchte keine Vorträge über systemisches Risiko; in ihrer Rolle bei BlackRock stand sie dort, wo die Ansteckungsgefahren am größten waren.

Unter Larry Finks Führung hat sich BlackRock in den vorangegangenen 25 Jahren zum mächtigsten Unternehmen unter den Vermögensverwaltungen entwickelt. BlackRock verwaltet separate Konten für die größten Geldinstitute der Welt sowie Investmentfonds und andere Investitionsinstrumente für Investoren aller Größen. BlackRock sponsert milliardenschwere ETFs (»Exchange Traded Funds«, börsengehandelte Fonds) über seine iShares-Plattform.9

Von Fink eingefädelte Akquisitionen, darunter State Street Research, Merrill Lynch Investment Management und Barclays Global Investors, in Verbindung mit internem Wachstum und neuen Produkten haben BlackRock an die Spitze der Vermögensverwaltungen befördert. BlackRocks fünf Billionen Dollar an verwalteten Assets sind auf Aktien, festverzinsliche Anlagen, Rohstoffe, Devisen und Derivate verteilt, über Märkte auf fünf Kontinenten. Keine andere Vermögensverwaltung hat diese enorme Größe und Breite. BlackRock ist der neue Leviathan an den Finanzmärkten.

Fink wird zwanghaft getrieben von seinem Streben nach Asset-Wachstum und der damit einhergehenden finanziellen Macht. In der Regel steht er früh auf, saugt die Nachrichten auf, arbeitet seinen äußerst aufreibenden Terminplan ab, der nur von Power-Lunches und -Dinners aufgelockert wird, und geht abends um halb elf Uhr schlafen, um fit zu sein für den nächsten Tag, an dem das ganze Spiel von Neuem beginnt. Wenn er nicht zwischen seiner Wohnung in East Side Manhattan und seinem Büro in Midtown pendelt, ist er auf dem Parcours der globalen Machteliten anzutreffen, zum Beispiel in Davos im Januar, auf IWF-Meetings im April, zu »Weißen Nächten« im Juni in St. Petersburg und so weiter, rund ums Jahr und rund um den Globus, bei Meetings mit Kunden, Staatsoberhäuptern, Zentralbankiers und anderen weniger bekannten, aber dennoch auffällig mächtigen Zeitgenossen.

Eine solche Machtfülle bleibt in Washington nicht unbemerkt. Die US-Regierung operiert wie die Black Hand, ein Vorgänger der Mafia, die in dem Film Der Pate – Teil II dargestellt wird. Wenn Sie Schutzgeld in Form von Wahlkampfspenden zahlen, an die richtigen Stiftungen spenden, die richtigen Berater, Anwälte und Lobbyisten engagieren und sich der Regierungsagenda nicht widersetzen, werden Sie in Ruhe gelassen, um Ihren Geschäften nachzugehen.

Wenn Sie allerdings kein Schutzgeld zahlen, wird Washington Ihre Fenster einschlagen, um Sie zu warnen. In den Vereinigten Staaten des 21. Jahrhunderts schlägt die Regierung Ihre Fenster ein, indem sie Sie mit politisch motivierten Anschuldigungen wegen Steuervergehen, Betrug oder Kartellabsprachen überzieht. Sollte auch das Sie immer noch nicht zur Räson bringen, wird die Regierung Ihnen einen weiteren Besuch abstatten, um Ihren Laden niederzubrennen.

Die Obama-Regierung trieb die Kunst der politisch motivierten Strafverfolgung auf Höhen, die seit 1934 nicht mehr erreicht wurden. Damals betrieb die Roosevelt-Administration eine Anklage gegen Andrew Mellon, einen angesehenen ehemaligen Finanzminister. Mellons einzige Vergehen bestanden darin, dass er reich war und ein lautstarker Widersacher von Franklin Delano Roosevelt (FDR). Letztlich wurden sämtliche Anschuldigungen gegen ihn fallen gelassen, aber dennoch kam die politisch motivierte Strafverfolgung beim linken Flügel der Roosevelt-Kohorte gut an.

Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase, lernte diese Lektion auf die harte Tour, als er 2012 Obamas Bankenregulierungspolitik öffentlich kritisierte. Im Laufe der darauffolgenden zwei Jahre zahlte JPMorgan über 30 Milliarden Dollar an Geldstrafen und Compliance-Kosten, um eine Vielzahl von straf- und zivilrechtlichen Verfahren wegen Betrugs beizulegen, die vom Obama-Justizministerium und diversen Aufsichtsbehörden angestrengt worden waren. Die Obama-Administration wusste, dass es viel lukrativer ist, Großbanken in die Zange zu nehmen statt Einzelpersonen, wie Roosevelt es getan hatte. Unter dem Regime dieser neuen Schwarzen Hand zahlten Aktionäre die Kosten und CEOs konnten ihre Jobs behalten, wenn sie denn den Mund hielten.

Fink spielte das politische Spiel wesentlich geschickter als Dimon. In einem Bericht der Wirtschaftszeitschrift Fortune heißt es: »Fink … ist ein überzeugtes Mitglied der Demokratischen Partei … dem häufig nachgesagt wird, er strebe ein hohes Regierungsamt an, zum Beispiel als Finanzminister.«10 Bis dahin war es Fink gelungen, die Angriffe zu vermeiden, denen seine Rivalen ausgesetzt waren.

Aber dann sah Fink sich mit einer Bedrohung konfrontiert, die massiver war als willkürliche Strafverfolgungen und Anfeindungen aus dem West Wing des Weißen Hauses. An dieser Bedrohung war zwar auch das Weiße Haus beteiligt, sie ging jedoch von den höchsten Ebenen des IWF und der G20 aus, dem Club der wichtigsten Wirtschaftsmächte. Sie ist unter der beruhigenden Bezeichnung »G-SIFI« bekannt, die Laien täuschen soll. Diese Abkürzung steht für »Globally Systemic Important Financial Institution« (»Global systemrelevante Finanzinstitution«). Eigentlich bedeutet G-SIFI nichts anderes als »Too big to fail«. Wenn ein Unternehmen auf der G-SIFI-Liste steht, wird es von der Regierung gestützt, weil sein Scheitern das globale Finanzsystem ins Wanken bringen würde. Auf dieser Liste stehen nicht nur große US-Banken, sondern eine ganze Reihe von riesigen Konzernen, welche die Finanzwelt dominieren. G-SIFI geht sogar über »Too big to fail« hinaus; auf dieser Liste stehen auch Organisationen, die zu groß sind, um in Ruhe gelassen zu werden. Die G20 und der IWF wollen die G-SIFIs nicht nur beobachten, sie wollen sie beherrschen.

Jedes größere Land hat seine eigene Liste von SIFIs und von »Systemically Important Banks« (SIBs), die ebenfalls »Too big to fail« sind. In den Vereinigten Staaten zählen JPMorgan und Citibank dazu sowie einige weniger bekannte Geldhäuser, etwa die Bank of New York, das Clearing-Nervenzentrum für den US-Staatsanleihen-Markt.

Mir waren diese Hintergründe bekannt, als ich mich an jenem Abend zum Dinner setzte. Die neueste Entwicklung war, dass Regierungen nicht nur Banken, sondern auch Finanzkonzerne, die keine Bank sind, in ihr Netz miteinbezogen.

Einige dieser Unternehmen waren leichte Beute, zum Beispiel der Versicherungsgigant AIG, der 2008 das Finanzsystem beinahe in den Abgrund gerissen hätte, und General Electric, dessen Kreditabteilung es während der Panik in jenem Jahr nicht gelungen war, ihre kurz laufenden Anleihen (Commercial Paper) umzuschulden. Weit mehr als das Versagen von Wall-Street-Banken versetzte das Einfrieren von General Electric den damaligen Fed-Chef Ben Bernanke am heftigsten in Panik. Der Zusammenbruch der General-Electric-Kreditabteilung zog sämtliche Konzerne in den USA in Mitleidenschaft, was direkt zu staatlichen Garantien für alle Bankeinlagen, Geldmarktfonds und kurzfristigen Unternehmensanleihen führte. Die Kernschmelze von General Electric war ein Moment allerhöchster Anspannung und alle Regierungen waren grimmig entschlossen, so etwas nie wieder zuzulassen.

Sobald GE und AIG gerettet worden waren, stellte sich die Frage, wie weit man das Netz für Nicht-Banken auswerfen sollte. Der Versicherungskonzern Prudential Insurance ging als Nächster ins Netz; etliche Regierungen versuchten, nicht nur die Banken und Großkonzerne zu kontrollieren, sondern auch die größten Vermögensverwalter der Welt. MetLife Insurance war das nächste Ziel auf der Abschussliste; BlackRock befand sich bereits im Fadenkreuz.

Ich fragte meine Tischnachbarin, »Wie läuft eigentlich diese ganze SIFI-Sache? Sie haben bestimmt eine Menge zu tun.«

Ihre Antwort erschreckte mich: »Es ist schlimmer, als Sie denken.«

Ich wusste, dass die Regierung versuchte, BlackRock der SIFI-Kategorie für Nicht-Banken zuzuweisen. Seit Monaten war hinter den Kulissen ein Kampf der BlackRock-Manager im Gange, diese Kategorisierung zu verhindern. Ihre Argumente waren ganz einfach: BlackRock sei ein Vermögensverwalter, keine Bank. Eine Vermögensverwaltung könne nicht pleitegehen; ihre Kunden dagegen schon.

BlackRock bestand darauf, dass Größe allein kein Problem sei. Die verwalteten Assets gehörten den Kunden, nicht BlackRock. Letztlich, so wurde argumentiert, sei BlackRock lediglich ein bezahlter Gehilfe für seine institutionellen Kunden und als solcher nicht wichtig.

Fink vertrat den Standpunkt, das systemische Risiko liege bei den Banken, nicht bei BlackRock. Banken leihen sich kurzfristig Geld von Einlegern und anderen Banken und verleihen dieses Geld dann langfristig als Hypotheken- oder Unternehmensdarlehen. Durch diesen Fristenkonflikt zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten wird die Bank anfällig für den Fall, dass kurzfristige Gläubiger in einer Panik ihr Geld zurückfordern. Langfristige Forderungen können nicht kurzfristig liquidiert werden, es sei denn durch einen Notverkauf.

Die moderne Finanztechnologie verschlimmert dieses Problem noch, da Derivate die Möglichkeit schaffen, dass dieser Fristenkonflikt durch Hebelung noch verschärft und auf schwer nachvollziehbaren Wegen auf eine größere Zahl von Gegenparteien verteilt wird. Wenn eine Panik ausbricht, können selbst Zentralbanken, die bereit sind, als letztinstanzliche Kreditgeber einzuspringen, das Geflecht von Transaktionen nicht mehr rechtzeitig entwirren, um zu verhindern, dass wie bei einem Dominoeffekt eine Bank nach der anderen in den Abgrund gerissen wird. All das hat sich schon zur Genüge während der Panik von 2008 gezeigt und auch schon früher beim Zusammenbruch des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) im Jahr 1998.

BlackRock hat keines dieser Probleme. Das Unternehmen ist schlicht und ergreifend eine Vermögensverwaltung. Seine Kunden vertrauen ihm ihre Vermögenswerte an, um sie anzulegen. Auf der anderen Seite der Bilanz stehen keine Verbindlichkeiten. BlackRock braucht keine Einleger oder Geldmarktfonds, um seine Operationen zu finanzieren. BlackRock agiert nicht als Auftraggeber von exotischen außerbilanziellen Derivaten, um die Assets seiner Kunden zu hebeln.

Ein Kunde engagiert BlackRock, stellt ihm gemäß einem Beratungsvertrag Vermögenswerte zur Verfügung und zahlt ein Honorar für die Beratungsleistung. Theoretisch ist das Schlimmste, was dem Unternehmen passieren kann, dass es Kunden verlieren oder weniger Honorar einnehmen könnte. Sein Aktienkurs könnte fallen. Aber selbst dann kann BlackRock keinen klassischen Bankrun erleiden, weil es keine kurzfristige Finanzierung braucht, um sein Geschäft zu betreiben, und nicht hochgradig gehebelt ist. BlackRock ist anders als eine Bank und sicherer.

Ich sagte: »Nun, ich weiß, was die Regierung tut. Sie wissen, dass ihr keine Bank seid und kein Finanzierungsrisiko habt. Sie wollen einfach nur Informationen. Sie wollen euch auf die SIFI-Liste für Nicht-Banken setzen, damit sie zu euch kommen, herumschnüffeln, sich eure Investments ansehen und diese Informationen dann in einer Krise an das Finanzministerium weitergeben können. Und sie werden das mit Informationen aus anderen Quellen verknüpfen. Solche Informationen liefern ihnen das Gesamtbild, wenn sie eine Panik ersticken müssen. Es ist lästig und es kostet viel Geld, aber ihr könnt das machen. Es sind lediglich zusätzliche Compliance-Kosten.«

Meine Gesprächspartnerin beugte sich zu mir herüber, senkte die Stimme und sagte: »Nein, das ist nicht das Problem. Damit könnten wir leben. Sie wollen uns vorschreiben, dass wir nicht verkaufen dürfen.«

»Wie bitte?«, erwiderte ich. Ich hatte sie durchaus verstanden, aber die Bedeutung dessen, was sie gesagt hatte, war erschreckend.

»In einer Krise wollen sie uns anrufen und anordnen, dass wir keine Wertpapiere verkaufen dürfen. Sie wollen unseren Betrieb einfach einfrieren. Letzte Woche war ich deswegen in Washington und nächste Woche fahre ich wieder hin für weitere Meetings. Wissen Sie, eigentlich geht es nicht um uns, sondern um unsere Kunden.«

Ich war schockiert, hätte es aber nicht sein sollen. BlackRock war ganz offenkundig ein Nadelöhr im Labyrinth der weltweiten Kapitalflüsse. Der Umstand, dass Aufsichtsbehörden Banken anweisen können, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten, ist nicht weiter verwunderlich; die Bankenaufsicht kann eine Bank beinahe nach Belieben schließen. Ein Bankmanager weiß, dass seine Bank in einer Auseinandersetzung mit den Behörden stets den Kürzeren ziehen wird, also findet er sich mit den Anordnungen der Regierung ab. Aber der Staat hat keine offensichtliche rechtliche Macht über eine Vermögensverwaltung wie BlackRock.

Aber die täglichen Kapitalströme, die durch BlackRock hindurchfließen, sind gewaltig. BlackRock ist ein strategisches Nadelöhr wie die Straße von Hormus. Wenn die Öllieferungen durch die Straße von Hormus gestoppt werden, kommt die Weltwirtschaft zum Erliegen. Und in ganz ähnlicher Weise kommen die globalen Märkte zum Stillstand, wenn die Transaktionen bei BlackRock gestoppt werden.

In einer Finanzpanik will jeder sein Geld zurückhaben. Viele Anleger glauben, dass Aktien, Anleihen und Geldmarktfonds mit ein paar Mausklicks bei einem Online-Broker zu Geld gemacht werden können. In einer Panik wird das jedoch nicht immer möglich sein. Im besten Fall stürzen die Kurse ab und Ihr »Geld« verschwindet vor Ihren Augen. Im schlimmsten Fall setzen Fonds ihre Rückkäufe aus und Ihr Broker schaltet seine Systeme ab.

Generell können Politiker auf zwei Arten reagieren, wenn alle ihr Geld zurückhaben wollen. Die erste ist, Geld im Überfluss bereitzustellen und so lange immer mehr davon zu drucken, bis die Nachfrage gedeckt ist. Dies ist die klassische Funktion einer Zentralbank als letztinstanzlicher Kreditgeber, die man eigentlich etwas treffender als »letztinstanzliche Notenpresse« bezeichnen sollte.

Der zweite Ansatz ist, ganz einfach »Nein« zu sagen, also das System stillzulegen oder einzufrieren. Bei einem solchen »Lockdown« werden Banken und Börsen geschlossen und Vermögensverwalter angewiesen, nichts zu verkaufen. Während der Panik von 2008 entschieden sich die Regierungen für die erste Option: Die Zentralbanken druckten Geld und brachten es in Umlauf, um die Märkte wieder mit Liquidität zu versorgen und die Asset-Preise zu stützen.

Und jetzt schien es so, als wollten die Regierungen sich für die nächste Panik rüsten, indem sie sich auf die zweite Option vorbereiteten. Das bedeutet, dass die Regierung bei der nächsten Panik sinngemäß sagen wird: »Nein, ihr könnt euer Geld nicht zurückhaben. Das System ist geschlossen. Lasst uns den Schlamassel in Ordnung bringen und dann melden wir uns wieder bei euch.«

Das Geld, das bei BlackRock eingefroren würde, gehört nicht dem Unternehmen, sondern dessen Kunden. BlackRock managt Fonds für die größten Finanzinstitutionen der Welt, zum Beispiel für CIC (»Chinese Investment Corporation«, chinesischer Staatsfonds) und CalPERS (»California Public Employees’ Retirement System«), dem Rentensystem für Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Kalifornien. Wenn BlackRock eingefroren wird, kommt das dem Einfrieren von Verkäufen durch China, Kalifornien und anderen Staaten und Organisationen in aller Welt gleich. Der US-Regierung steht es nicht zu, China zu verbieten, seine Wertpapiere zu verkaufen. Da China jedoch seine Vermögenswerte BlackRock anvertraut, würde die Regierung ihre Macht über BlackRock nutzen, um die chinesischen Wertpapiergeschäfte einzufrieren. Die Chinesen wären die Letzten, die davon erführen.

Indem die US-Regierung ein finanzielles Nadelöhr – nämlich BlackRock – kontrolliert, kann sie die Assets von großen Investoren kontrollieren, die normalerweise außerhalb ihrer Reichweite liegen. BlackRock einzufrieren ist ein unverfrorener Plan, über den die Regierung ganz offenkundig nicht öffentlich sprechen kann. Dank meiner Gesprächspartnerin beim Dinner im Aureole war dieser Plan deutlich zutage getreten.

Aus: Der Weg ins Verderben
Von: James Rickards

Reply
Maria 18. November 2018 at 14:32

Zu den Ökonomen der klassischen Denkschule zählen neben anderen Adam Smith, David Ricardo, John Stuart Mill und Jeremy Bentham. Sie finden auch deswegen so großen Anklang, weil keiner von ihnen einen Doktortitel trug. Sie waren Rechtsanwälte, Schriftsteller und Philosophen, die intensiv darüber nachdachten, was in den Wirtschaftssystemen von Ländern und Gesellschaften funktioniert und was nicht. Ihnen fehlten die modernen Rechenwerkzeuge, aber sie waren profunde Kenner des menschlichen Wesens.

Die Österreicher leisteten wertvolle Beiträge zur Erforschung von Entscheidungsprozessen und Märkten, aber ihre Betonung der erklärenden Macht des Geldes erscheint etwas eng. Geld ist wichtig, aber sich auf Kosten der Psychologie ausschließlich auf die Rolle des Geldes zu konzentrieren ist ein fataler Fehler.

Die keynesianische und die monetaristische Schule haben sich in der jüngeren Vergangenheit zum neoliberalen Konsens vereint, einer albtraumhaften Melange, die das Schlechteste aus beiden präsentiert.

Dieses Buch schreibe ich als Theoretiker, der Komplexitätstheorie, Bayes’sche Statistik und Verhaltenspsychologie anwendet, um Ökonomik zu studieren. Dieser Ansatz ist sehr ungewöhnlich und noch keine »Schule« des ökonomischen Denkens. In diesem Buch verwende ich darüber hinaus ein anderes Hilfsmittel, und zwar die Geschichte. Wenn ich gefragt werde, welche anerkannte ökonomische Denkschule ich am nützlichsten finde, antworte ich: »Die Historische Schule.«

Zu den bedeutenden Autoren der Historischen Schule der Nationalökonomie zählen der liberale Walter Bagehot, der Kommunist Karl Marx und der konservative österreichisch-katholische Joseph A. Schumpeter. Wenn man sich zur Historischen Schule bekennt, wird man dadurch nicht zu einem Liberalen, Kommunisten oder Anhänger der Österreichischen Schule. Vielmehr bedeutet es, dass man wirtschaftliche Aktivitäten für kulturell geprägtes menschliches Handeln hält.

In der natürlichen Welt gibt es den homo oeconomicus nicht. Es gibt Deutsche, Russen, Griechen, Amerikaner und Chinesen. Es gibt Reiche und Arme, die von Marx als »Bourgeoisie« und »Proletariat« bezeichnet wurden. Es gibt Vielfalt. US-Amerikaner haben eine Abneigung dagegen, über Klassenunterschiede zu sprechen, und über weich gespülte Konzepte wie Bourgeoisie und Proletariat. Dennoch ist es aufschlussreich, auch Klassenkultur in die Ökonomik miteinzubeziehen.

Dieses Buch wird diesen Themen – Komplexitätstheorie, Verhaltenspsychologie, kausale Inferenz und Geschichte – durch das dichte Gewebe der Kapitalmärkte des 21. Jahrhunderts folgen, in eine Zukunft, die anders sein wird als alles, was die Welt jemals gesehen hat.

James Rickards – Der Weg ins Verderben

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Marigny de Grilleau 17. November 2018 at 7:07

Wir hatten 1970 ca. 300.000 Arbeitslose – wenn dies allesamt Totalverweigerer waren, mit denen kann ich leben. Mit einem System welches !Arbeit! mittels Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit erpresst eben nicht. Man deportiert sie in die Demütigungsindustrie um Arbeit zu simulieren.

Darüber mal nachgedacht?

Ich verstehe auch überhaupt nicht ihre Angst – bei uns stehen doch sowieso die amerikanischen Verhältnisse vor der Haustür. Wie gesagt, keine Angst ihn wird schon nicht zu viel von ihrem hart verdienten Geld abgenommen. Übrigens Kosten uns die Arbeitslosen zur Zeit 5 % vom Sozialbudget. Die Demütigungsindustrie und mit allem, was darum verbunden ist, ein Vielfaches.

In dieser Hinsicht argumentieren sie genauso stümperhaft wie der politisch ungebildete der ihre Arbeit nicht zur Kenntnis nimmt. Auf demselben Niveau argumentieren Sie hier.

Um diese Lücke zu schließen, empfehle ich Holger Schatz zu studieren. Freiheit und Wahn deutscher Arbeit – Zur historischen Aktualität einer folgenreichen antisemitischen Projektion https://www.unrast-verlag.de/gesamtprogramm/reihen/rat-reihe-antifaschistischer-texte/freiheit-und-wahn-deutscher-arbeit-9-detail

Arbeit als Herrschaft: Die Krise des Leistungsprinzips und seine neoliberale Rekonstruktion https://www.amazon.de/Arbeit-als-Herrschaft-Leistungsprinzips-Rekonstruktion/dp/3897714299

Reply
death rides a horse 15. November 2018 at 0:03

also wenn die tatsächlich mit merz und lindner an die macht kommen dann kannst du wirklich ganz unbesorgt sein daß irgendwelche bedürftigen oder sog. sozialschwachen mehr kohle kriegen.

Reply
abgelehnt83 14. November 2018 at 19:11

Mal wieder eine neue “Lösung” aus dem Giftschrank der transarschlantischen Wertegaymeinschaft, wie Orendel es immer so schön genannt hat 😀 😀 😀 😀 😀 <3

Reply
Nefastus 14. November 2018 at 16:43

solange Mario Draghi jedes Monat offiziell 80Mrd per Tastatur drucken lassen darf, solange wir das bis zum nächstgroßen Krieg finanziert werden.

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KIDWITDEGUN 14. November 2018 at 15:09

Das gefährliche ist: der finanzielle Werteverlust schreitet durch das inflationäre Geldsystem mittlerweile dermaßen voran, dass alle wirtschaftspolitischen Korrekturen, die nicht an diesem Punkt ansetzen, kaum Auswirkungen haben. Seit Einführung des EURO sind die Güterpreise um 30% gestiegen, Immobilienpreise sogar 40%. (Und das alles wäre noch schlimmer, hätte nicht der technische Fortschritt einiges aufgefangen und würden nicht die Staatsschulden das wahre Ausmaß verbergen.)

Aber die Machtelite wird das Kontrollwerkzeug der inflationären Geldvermehrung nie aus den Händen geben wollen und die Fachidioten in Universitäten und mittlerem Management wissen nichts davon.

Soziales Netz schön und gut. Aber ohne große Korrekturen geht die Schuldenspirale nur weiter. Und mittlerweile ist keine große Korrektur mehr möglich, ohne einen Systemcrash zu verursachen, weil sich die faulen Kompromisse gegenseitig stützen.

Am ungefährlichsten wäre noch, die ungleiche Besteuerung von Konzernen zu beenden, die angeblich aus Sicherung der Arbeitsplätzen gilt. (Warum bitte zahlt Amazon oder IKEA 1% Steuern?) Auch könnten Subventionen und Patente abgeschafft und somit Ressourcenverschwendung beenden werden, was neue Kräfte freisetzte. Auch muss eindeutige Staatsverschwendung sofort beendet werden wie staatlich finanzierte Spielfilme und Sport. Überregulierung muss auch beendet werden. Alle diese Dinge schafften Arbeitsplätze und erhöhten das Steuereinkommen und man müsste nicht einmal Millionen von Beamten oder staatlichen Lehrern entlassen. Man stelle sich nur einmal vor, welche gewaltige Kräfte derzeit dadurch gebunden werden, dass gerade die Klugen und Fleißigen Anwälte oder Finanzprüfer werden und nur Paragrafen kontrollieren, anstatt Wohlstand zu schaffen.

Aber Politiker und Gewerkschaftler sitzen eben in den Konzernen mit drin und verdienen mehr, wenn diese Vorteile gegenüber dem Mittelstand haben.

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SVEN UNGLAUBE 14. November 2018 at 13:33

Die AfD will dass Auch BEZAHLEN !!!! und Die AfD wollte dass Auch schon VORHER BEZAHLEN !!!!

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