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Mit diesem Manöver machten ausländische Geheimdienste Kleinholz aus Deutschland

Der zweimalige Gewinner des Pulitzer-Preises Louis Kilzer veröffentlichte im Jahr 1994 in dem Großverlag Simon&Schuster das erstaunliche Buch „Churchill’s Deception“, in dem die verheerenden strategischen Täuschungsmanöver Großbritanniens erläutert werden, die die Nazis hinhielten und jenen vorgaukelten, dass ein britisch-deutscher Deal angestrebt werde, der Hitler freie Bahn gegeben hätte, Osteuropa und Russland anzugreifen.

Die britischen Geheimstrukturen schufen die Illusion, es existiere auf der Insel eine „Friedenspartei“, ein inoffizieller Zusammenschluss des ehemaligen King George, diverser Adeliger und anderer einflussreicher Briten, die den Deutschen wohlgesonnen seien. In vielen geheimen Meetings in Italien, der Schweiz oder Portugal wurden eine sinnvolle Diplomatie untergraben und klare Verhältnisse unmöglich gemacht.

Generaloberst Franz Halder erklärte den Amerikanern später, dass Hitler wirklich geglaubt hätte, er könne Polen relativ gefahrlos überfallen, weil die Sicherheitsgarantien der Franzosen und Briten nur heiße Luft seien. Zwar kam tatsächlich niemand den Polen zu Hilfe, aber es erfolgte die Kriegserklärung der Briten und Franzosen gegen Deutschland.

Louis Kilzer vermeidet in „Churchill’s Deception“ die Frage, ob Hitler und andere Nazi-Größen Agenten ausländischer Mächte waren und vermeidet zudem eine Darstellung darüber, in welchem Umfang die angloamerikanische Industrie vor dem Krieg auf den deutschen Markt drängte und Kapazitäten schuf, die militärische Bedeutung hatten. Kilzer hätte sich wohl einen anderen Verlag suchen müssen für sein Buch, wenn er eine umfassendere Betrachtung vorgenommen hätte. Trotz mindestens 10 Auflagen ist „Churchill’s Deception“ nie in deutscher Sprache erschienen. In “Hitler’s Traitor: Martin Bormann and the Defeat of the Reich” bei dem deutlich kleineren Verlag Presidio Press widmete er sich dann schließlich (begrenzt) der Frage nach Top-Spionen im Dritten Reich.

Die britischen Täuschungsmanöver mit der fiktiven „Friedenspartei“ zielten längst nicht nur auf Hitler ab, sondern sollten möglichst alle Führungsfiguren der NSDAP und des deutschen Militärs überzeugen. Je mehr Agenten Britannien in der Führungsebene Deutschlands platzieren konnte, umso größer waren die Erfolgsaussichten dieses Unterfangens.

Nach der erfolgreichen Eroberung Polens verbreiteten Hitler und seine getreuen Ja-Sager in Berlin den Irrglauben, der Krieg könne nun bald beendet werden, da man sich über inoffizielle Kanäle mit den Briten einigen werde.

Weder verfügte Deutschland über bedeutende Agenten in Großbritannien oder Russland, noch war die Bildung der Nazi-Führung über das Ausland ausreichend. Demzufolge wurde das Theater der Friedenspartei nicht von vorneherein als durchsichtiger Blödsinn verworfen und man begnügte sich mit Worten an Stelle von Taten. Deutschland hätte einfach auf die verdeckten Avancen der Briten antworten können, dass man nichts außer konkrete, nachvollziehbare Angebote in Betracht ziehen werde.

Eine Schlüsselfigur in dem britischen Theater war der Duke of Hamilton, der in den Kaderschmieden Eton und Oxford seine Bildung und wahrscheinlich seine Geheimdienstkontakte erhalten hatte. Der größte Prominente aber war der Duke of Windsor, ehemals King Edward VIII. von dem Clan Sachsen-Coburg und Gotha, der den Thron an seinen jüngeren Bruder George VI. abtreten musste, um eine Amerikanerin heiraten zu dürfen. Er wurde zu einer der wichtigsten Karotten, die man den Nazis vor die Nase hängte.

Ein gut gepflegtes Geheimnis war selbstverständlich die wahre Beziehung zwischen Großbritannien und den USA und der deutsche Generalstab hätte wohl völlig anders reagiert, wenn man durchschaut hätte, dass es sich in Wirklichkeit um ein monolithisches angloamerikanisches Imperium handelte. Zusätzlich basierte die Rüstung der Sowjetunion zu geschätzten 95% auf Technologie der Angloamerikaner. Der US-Präsident täuschte vor, kein Interesse zu haben an einer Einmischung in Europa und Hitler beschwor gegenüber seinen Vertrauten, dass die Yankees keine fähigen Soldaten seien und sich nie wieder in Europa involvieren würden.

Sogar die Personen, die für Hitler Kontakte im Ausland knüpften, waren suspekt, wie etwa der berüchtigte Ernst Hanfstaengl, der sich angefreundet hatte mit Winston Churchills Sohn Randolph und jenen ein- oder zweimal mitnahm in Hitlers Flugzeug während dem Wahlkampf in Deutschland.

Hanfstaengl hatte an der amerikanischen Eliteuniversität Harvard studiert und dort den späteren US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt kennengelernt, dessen Familie seit Generationen für die angloamerikanische Elite arbeitet. Für die Nazis schaffte er Spenden heran und galt als Kenner des Auslands, wobei er von Anfang an belastendes Material sammelte und letzten Endes auch Hitler erpressen wollte. Die Einladung der Churchills an Hanfstaengl und Hitler zum gemeinsamen Dinner wurde vom Führer aus unerfindlichen Gründen abgelehnt. Nur Hanfstaengl ging hin und wurde beim Trinken und Rauchen von Winston Churchill gefragt, was Hitler denn von der Idee einer Allianz zwischen Deutschland, Frankreich und England halte.

Ein weiterer nachrichtendienstlicher Reinfall für die Deutschen war der preußisch-stämmige Brite William de Ropp. Hitler, Heß und Rosenberg dachten, sie hätten mit de Ropp einen formidablen Agenten, um in Großbritannien Sympathisanten an Land zu ziehen, aber de Ropp war ein britischer Spion und schleppte den Nazis weitere britische Spione an wie etwa Frederick Winterbotham. Dieser gab sich als hoher Luftwaffenoffizier aus und verschwieg, dass er bei der Abteilung für den Luftraum beim Geheimdienst MI6 arbeitete und den Geheimdienst der Royal Air Force aufgebaut hatte. Später leitete er sogar die Entschlüsselung des deutschen Funkverkehrs durch die Codebrecher in Bletchley Park (Ultra-Projekt). Getarnt als Sympathisant reiste er mitten in den 1930er Jahren nach Deutschland für Meetings mit Hitler, Rosenberg, Heß und diversen deutschen Militärführern. Hitler log, dass er nach der Bezwingung der Sowjets eine ewige Allianz mit den Briten anstrebe, während Winterbotham große Sympathie für Nazideutschland heuchelte. Von dem deutschen General Walter von Reichenau und von Eric Koch bekam Winterbotham sogar die Details über die Angriffspläne der Wehrmacht gegen die Sowjetunion präsentiert, denn mit dieser Prahlerei wollte man genügend Eindruck schinden und auch den Freunden von Winterbotham zeigen, dass man es ernst meinte.

Winterbothams Spione hatten bereits frühzeitig herausgefunden, dass Deutschland vorbei am Versailler Vertrag Kampfpiloten in der Sowjetunion ausbilden ließ und seine Kollegen kannten auch längst alle möglichen anderen Geheimnisse Hitlers.

Lord Londonderry, ein Cousin von Winston Churchill und Minister für die britische Luftwaffe, besuchte mehrmals Hitler, Heß, Ribbentrop, Himmler sowie Hermann Görings kitschiges Haus Karinhall außerhalb von Berlin. Göring war nur ein Hauptmann in der Reichswehr gewesen und durfte wegen seiner Beziehung zu Hitler fünf Ränge auf einmal überspringen und General werden; während Londonderry persönlich Innovationen voranbrachte wie die Flugzeuge Hurricane und Spitfire oder das Radar. Von König Edward VII war er einst auserkoren worden für eine geheime diplomatische Mission und erhielt seinen Adelstitel im Royal Victorian Order. Man kann davon ausgehen, dass auch er die Nazis nur an der Nase herumführte. Es war extra eine Organisation namens „Anglo-German Fellowship“ geschaffen worden mit einflussreichen Figuren wie dem Chef der Bank of England, Vertreter von Privatbanken wie Barclays und diversen Adeligen, während in Deutschland Ribbentrop die Schwesterorganisation namens „Deutsch-Englische Gesellschaft“ führte, wo sich auch Gäste blicken ließen wie „Carl Eduard Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha“. Letzterer heiratete Prinzessin Viktoria Adelheid von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und stieg in Deutschland auf zum Chef des Roten Kreuzes und Obergruppenführer der SA. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste er nur 5000 Mark Strafe zahlen. Die Anglo-German Fellowship hatte Beziehungen zu den wichtigen Appeasement-Politikern wie Chamberlain, Halifax und Hoare (die sogenannte Cliveden Set), die wiederum mit dem amerikanischen Botschafter Joseph P. Kennedy arbeiteten, dem Vater des Späteren US-Präsidenten John F. Kennedy. Das angloamerikanische Establishment war immer bestens im Bilde und konnte auf der amerikanischen Seite jahrelang den Eindruck erwecken, sich nie wieder in europäische Kriege einmischen zu wollen.

Lord Londonderry wurde von Hitler sogar schon 1936 in die geheimen Pläne eingeweiht für die Angriffe gegen Polen und die Tschechoslowakei und gab diese Information prompt weiter an die britische Regierung. Dieses scheinbar kleine Detail stellt die gesamte Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs auf den Kopf, denn es wäre für die Briten außerordentlich leicht gewesen, die Polen, Tschechen und Slowaken entsprechend vorzuwarnen und danach den Nazis deutlich zu machen, dass man diese Eroberung von „Lebensraum“ nicht dulden werde. Das deutsche Militär war 1936 noch meilenweit entfernt von der Fähigkeit, Krieg zu führen.

David Lloyd George, ehemaliger Premierminister Großbritanniens während dem Ersten Weltkrieg, traf 1936 zum ersten Mal Hitler an dessen Berghof und die beiden umschmeichelten sich gegenseitig mit Lobhudeleien. An Schmalz kaum zu überbieten war die Art und Weise, wie Lloyd die stümperhafte nationalsozialistische Wirtschaftspolitik beglückwünschte und wie seine Tochter den Führer mit „Heil Hitler“ begrüßte. Sie war aber nicht die einzige, die man entsprechend dressiert hatte: Das Boulevardblatt “The Sun” veröffentlichte 2015 eine 17 Sekunden lange Filmaufnahme mit der siebenjährigen späteren Königin Elisabeth, mit ihrer Schwester Margaret, mit dem späteren König Edward VIII. und der Mutter Elisabeth, die die Hand zum Hitlergruß hebt und prompt von den anderen nachgeahmt wird. Die Sun schätzt, dass der Film 1933 oder 1934 auf Schloss Balmoral in Schottland entstanden war.

Der Duke of Windsor saß relativ kurze Zeit auf dem Thron als King Edward VIII und dankte dann ab, damit er die Amerikanerin Wallis Simpson heiraten konnte, die sich mehr oder minder bewusst an dem Täuschungsmanöver gegen Deutschland beteiligte. 1941 wurde sogar die amerikanische Bundespolizei FBI misstrauisch, weil die beiden Hitler am Berghof besucht hatten, Simpson möglicherweise eine Affäre hatte mit dem deutschen Außenminister Joachim von Ribbentrop und diesem vielleicht sogar geheime (falsche?) Informationen gab. Historiker hielten sie für eine Spionin für Deutschland, obwohl sie viel eher ein Vehikel war, über welches Desinformation an die Nazis lanciert werden konnte.

Nach 80 Jahren Geheimhaltung wurden 2017 Aufzeichnungen öffentlich, laut denen der Duke und seine Frau damals Druck ausgeübt hätten auf einflussreiche Amerikaner, damit jene wiederum Druck machten auf den US-Präsidenten Roosevelt, sich nicht in den Krieg in Europa einzumischen. Winston Churchill sei höchst ungehalten darüber gewesen und Historiker deuten gerne auf dessen breit angelegte Kampagne, um Amerika in den Krieg hineinzuziehen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass alles nur Teil einer Täuschungskampagne gegen die Deutschen gewesen war. Insbesondere die deutschen Generäle hatten große Bedenken über einen möglichen Kriegseintritt der USA und hätten wohl anders agiert, wenn Amerikas Regierung sich von Anfang an offen und ehrlich positioniert hätte als eingeschworener Partner Großbritanniens.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4395324/King-George-MI5-spy-brother-Edward.html

Die Zeitung Daily Mail, im Besitz von Lord Rothermere, veröffentlichte 1937 einen Brief Hitlers mit dem üblichen Gewäsch über eine Partnerschaft der beiden nordischen Völker. Rothermere diente einst als Präsident für die Luftwaffe in der Regierung von David Lloyd George, ein weiterer Verschwörer, der den Deutschen Freundschaft vorgaukelte und Hitler öffentlich den „großartigsten lebenden Deutschen“ nannte. Laut Dokumenten des Geheimdienstes MI5 zahlte er regelmäßig Geld an Stephanie von Hohenlohe, die unter dem Verdacht stand, eine deutsche Spionin zu sein, und wollte sie tiefer in die Kreise hoher Nazis einschleusen. Der MI6 zirkulierte die Behauptung, dass der französische Geheimdienst Dokumente aufgespürt hätte, in denen Stephanie ein Vermögen versprochen wurde, falls es ihr gelänge, den Medienmogul Lord Rothermere zu überzeugen, eine Kampagne zu starten für die Rückgabe polnischer Gebiete an Nazideutschland. Sie war auch instrumentell dabei gewesen, den Besuch des Duke of Windsor und Wallis Simpson in Deutschland zu organisieren und sie hatte eine Affäre mit dem persönlichen Assistenten Hitlers, Fritz Wiedemann, der in die USA versetzt wurde und den britischen Agenten Sir William Wiseman vergeblich vor Hitler warnte. Wiseman verdiente eine Menge Geld als Partner beim Bankhaus Kuhn, Loeb & Co. Für welche Seite Stephanie von Hohenlohe letztendlich gearbeitet hatte, ob es ihr nur ums Geld ging und wie weit sie das größere Spiel verstand, ist unklar. Nichtsdestotrotz tat sie ihren Teil, um die Illusion zu nähren von einem deutschfreundlichen Establishment in Britannien. Es erfolgte eine Einladung an Winston Churchill, nach Deutschland zu kommen, aber dieser war zu der Zeit nicht in einem Amt und lehnte ab, denn inzwischen spielte er die Rolle des harschen Nazi-Kritikers. Die Vorstellung, dass das britische Imperium Deutschland als expandierende eurasische Landmacht akzeptieren würde, war geradezu idiotisch und dennoch konnte man Hitler, seinen Nazi-Funktionären und sogar manchen seiner Generäle etwas vorgaukeln.

Churchill traf sich stattdessen mit Ribbentrop in der deutschen Botschaft in London und erklärte geradeheraus, dass England kein Interesse hätte an einem Deutschland, das auf die dreifache Größe anschwillt. Ribbentrop antwortete großspurig, dass Krieg unvermeidlich sei, falls Britannien sich quer stelle. Im November 1937 befahl Hitler schließlich seinen Generälen, sich auf einen Krieg vorzubereiten. Kritische Figuren hatten nun keinen Platz mehr: Am 4. Februar 1938 wurden 16 Generäle zwangspensioniert und 44 weitere versetzt. Aus dem Kriegsministerium machte man nun das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) unter Generalleutnant Wilhelm Keitel.

Das Oberkommando dachte bereits zu diesem Zeitpunkt daran, Hitler zu stürzen oder umzubringen und einen passenden Mythos darüber zu stricken, allerdings wollten die deutschen Generäle keinen solchen dramatischen Schritt unternehmen, ohne zuvor über geheime Kanäle mit den Briten zu verhandeln. Hier ergab sich die nächste Gelegenheit für Großbritannien, ohne große Mühe einen Kompromiss zu schließen, klare Ansagen zu machen und einen größeren Krieg zu vermeiden. Stattdessen vertrösteten die Briten nur die deutschen Generäle und es deutet zudem vieles darauf hin, dass man die diese Generäle auch noch an Hitler verriet. Neville Chamberlain, der unter einer Decke steckte mit den größten scheinbaren Deutschlandfreunden in Großbritannien, wurde Premierminister und praktizierte Appeasement gegenüber den Nazis zu genau dem Zeitpunkt, an dem Hitler diese Ermunterung brauchte, um seine äußerst skeptischen Generäle zu beruhigen. Nach dem Anschluss Österreichs erklärte sich Chamberlain einverstanden damit, dass das Sudetenland als nächstes Teil von Nazideutschland werden dürfe. Mit seiner Armada an falschen Freunden auf der britischen Insel im Rücken, holte Hitler sich auch noch den Rest der Tschechoslowakei, worauf Chamberlain die Phase des Appeasements für beendet erklärte und am 31. März 1939 die Integrität der polnischen Grenze garantierte.

Hitler wirkte plötzlich verwirrt und unentschlossen, denn die deutsche Marine war winzig, die Armee und Luftwaffe hatten keine Kriegserfahrung. Baron William de Ropp fütterte Alfred Rosenberg die Desinformation, dass hohe Offiziere in Britanniens Luftwaffe keine Lust hätten, wegen Polen einen Krieg gegen die Deutschen zu führen. Im Falle einer schnellen Eroberung von Polen würde die Welt vor vollendeten Tatsachen stehen und es gäbe Nachverhandlungen statt Krieg mit den Briten und Franzosen.

Hitler erzählte Generaloberst Franz Halder, die Franzosen und Briten würden garantiert nur bluffen und kämen den Polen nicht zu Hilfe. Erinnern wir uns daran, dass die britische Regierung bereits 1936 über ihren Agenten Lord Londonderry eingeweiht war in die Kriegspläne Hitlers.

Die zu erwartenden Konsequenzen, so Hitlers Mantra, wären eine Seeblockade durch Großbritanniens Marine, wirtschaftliche Sanktionen und ein formeller Abbruch der gewöhnlichen diplomatischen Beziehungen. Als nächstes erfolgte ein geradezu idiotisch anmutender Schachzug, der wohl auf die geheimdienstliche Kampagne der Sowjets auf deutschem Boden zurückzuführen war: Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt inklusive der Teilung Polens und wirtschaftlicher Kooperation. Russland war ein denkbar schlechter Partner, da die Zaren im Ersten Weltkrieg bereits einen Pakt mit Frankreich und England gegen die Deutschen geschlossen hatten und Stalin keinen Grund sah, es sich mit den Angloamerikanern zu verscherzen. Zwischen 1917 und dem Zweiten Weltkrieg war die UdSSR enorm schwach und das angloamerikanische Imperium hätte jederzeit eingreifen können, auch militärisch, um Stalin loszuwerden. Stattdessen führte Stalins Machtübernahme nicht zu einem Abbruch der Verkäufe von essentieller Technologie von West nach Ost. Der Historiker Antony Sutton verbrachte Jahre damit, zu studieren, wie Stalins Rüstung zu 95% aus westlicher Technik bestand. Es scheint also, als sei Russland die ganze Zeit Teil einer Allianz gewesen mit den Angloamerikanern und dieses Bündnis besteht möglicherweise bis heute in der Ära Putin. Die Atomwaffen der Russen zementierten diese Situation und machten den sogenannten Kalten Krieg möglich, denn keiner hätte ohne Atomwaffen ein russisches Drohpotenzial ernstgenommen.

Im Endeffekt erhielt Hitler durch den Pakt mit den Russen nur die Ermutigung, weiter auf die Klippe zuzumarschieren. Als er die Übersetzungen der neuesten Parlamentsreden aus England erhielt und von einem schriftlichen Vertrag zwischen England und Polen erfuhr, wurde er sehr „nachdenklich“ und nervös. Auch der französische Botschafter Coulondre sicherte den Schutz Polens zu. Aus Italien kam eine Absage an Deutschland. Und so wurde die Invasion Polens vorerst verschoben. Die britischen Agenten und Diplomaten mussten ein gigantisches Schauspiel vollbringen, um Hitler und dessen Generäle dazu zu verleiten, Polen anzugreifen trotz der öffentlichen Warnungen Frankreichs und Großbritanniens.

In Deutschland entschied man sich, den Amateurdiplomaten und schwedischen Geschäftsmann Birger Dahlerus einzusetzen, um mit den (falschen) Freunden in Britannien geheime Verhandlungen zu führen. Was auch immer in den vielen verschiedenen Meetings erörtert wurde, war genug, damit Hitler seinem Militär befahl, den Sturm auf Polen für den 1. September 1939 vorzubereiten. Aus Sicht der Deutschen schien das Unternehmen erfolgsversprechend, da man mehrere falsche Grundannahmen glaubte:

  • Mächtige Briten würden Deutschland den Angriff auf Polen verzeihen
  • Die Franzosen würden ebenfalls passiv bleiben, wenn die hohe Geschwindigkeit des Polenfeldzugs die Welt vor vollendete Tatsachen stellt
  • Die Rückversicherung mit Russland würde genügend Eindruck schinden
  • Amerika würde sich permanent aus jedem Konflikt in Europa heraushalten

Generaloberst Jodl vom Oberkommando der Wehrmacht (OKW) sagte 1946 vor dem alliierten Tribunal in Nürnberg:

„Wir hätten einem gleichzeitigen Angriff der Alliierten nicht standhalten können. […] Daß wir während des polnischen Feldzuges nicht zusammenbrachen, ist der völligen Inaktivität von 110 französischen und britischen Divisionen zu verdanken, die unseren 23 Divisionen gegenüberstanden, die unsere Westfront hielten.“

Obwohl Britannien seit 1936 vorgewarnt gewesen war, schien die Warnung nicht weitergeleitet worden zu sein an Polen. Die Briten und Franzosen machten auch keinerlei Anstalten, rechtzeitig ihre Streitkräfte in Position zu bringen, um Polen zu verteidigen. Stattdessen erklärten sie formell Deutschland den Krieg.

Hitler schien bei der Nachricht wie versteinert und fragte ratlos seinen Außenminister Ribbentrop, was man denn jetzt machen solle. Zu Heß meinte er in einem seiner typischen Anflüge von Depressionen, sein gesamtes Lebenswerk würde nun zusammenbrechen. An offizielle Verhandlungen mit den Briten war nicht mehr zu denken und es blieb nur noch das Glatteis der inoffiziellen Kanäle für Geheimverhandlungen, wo die Briten sicherstellen konnten, dass nie etwas Konkretes auf Papier abgemacht wurde. Die deutschen Geheimdienste waren ein chaotischer Flickenteppich, unterwandert vom Gegner und unfähig, die Täuschungsmanöver zu durchschauen. Kurt Jahnke, der einen der deutschen Dienste betrieb für die NSDAP und für Heß persönlich, war aller Wahrscheinlichkeit nach ein britischer oder amerikanischer Agent.

Man muss unbedingt den doppelten Maßstab betrachten: Russland war ebenfalls in Polen einmarschiert, bekam aber keine Kriegserklärung von Frankreich und Großbritannien. Auch der Angriff gegen Finnland führte zu keinen ersten Konsequenzen für Moskau, obwohl Russland oberflächlich betrachtet ein viel ernsthafterer Konkurrent des britisch-amerikanischen Empires war. Wenn Stalin wirklich, wie die Verschwörungsliteratur annimmt, die Macht der „jüdischen Illuminati“ über die Sowjetunion gebrochen hätte, dann wäre von Großbritannien und den USA die Sowjetunion als Hauptfeind im Zweiten Weltkrieg bekämpft worden und nicht Deutschland.

Winston Churchill, dessen eigenen Sohn in Hitlers Flugzeug im Wahlkampf geflogen war, bekam wieder einen Posten in der britischen Regierung, es kam zu keinem Aufmarsch gegen die Deutschen und auch Frankreich hielt zunächst den Ball flach. Während dem Polenfeldzug ließ Hitler seinen Generälen noch weitestgehend freie Hand, die laut Generaloberst Franz Halder einen Krieg mit Franzosen und Briten unbedingt vermeiden wollten.

Die Beteuerungen des Führers, dass keine ernsten Vorbereitungen zu treffen seien, müssen wie blanker Hohn geklungen haben und den paar wenigen Divisionen im Westen wurde verboten, irgendwelche Kampfhandlungen durchzuführen. Bei dem Durchmarsch durch Polen war enorm viel Munition verbraucht worden, viele Panzer waren beschädigt und die Kriegsproduktion war nur langsam in Gang gekommen, was bedeutet, dass sich Deutschland in existenzieller Gefahr und zum zweiten Mal in einem Krieg befand gegen eine übermächtige Allianz aus USA, Britannien, Frankreich und Russland. Wieder schickte Hitler seinen Amateurdiplomaten Dahlerus und wieder kehrte jener mit leeren Händen zurück, obwohl man sich sogar bereit erklärte, Polen bis auf den Korridor zurückzugeben.

William Rhodes Davis, im Auftrag von US-Präsident Roosevelt, erklärte sich sogar mit der Idee einverstanden, dass Deutschland den Korridor behalten darf. Das Öl-Business von Davis beinhaltete nicht nur eine Raffinerie in Hamburg, sondern er verhandelte auch einen Deal, bei dem Deutschland und das faschistische Italien ihre Ölvorräte vor dem Krieg aufbauen konnten mit billigem Öl, das in Mexiko beschlagnahmt worden war. Die NY Times schätzte in einem Artikel, dass 12 Millionen Barrel an Hitler gingen und 8 Millionen an Mussolini.

http://query.nytimes.com/mem/archive/pdf?res=9803E5D61F3BE233A25751C0A96E9C946093D6CF

Als das Geschäft bereits gelaufen war und der Krieg begonnen hatte, stoppten die Briten natürlich weitere Lieferungen, wobei das natürlich nicht erklärt, weshalb man nicht vorher bereits eingeschritten war, denn immerhin wusste man ja seit 1936 Bescheid über Hitlers Kriegspläne.

Chamberlain spielte nicht mehr den Appeaser, sondern den Hardliner, lehnte in aller Öffentlichkeit Hitlers Vorschläge ab und forderte dessen Abdankung. Hier wäre erneut der passende Zeitpunkt gewesen, an dem die Briten sich mit den deutschen Generälen hätten absprechen können, um Hitler die Macht zu nehmen und eine Einigung zu finden, bevor alles eskaliert, aber wie üblich passierte nichts dergleichen. Schließlich kam der Führerbefehl zur Mobilisierung der deutschen Streitkräfte, gegen den Protest der Generäle.

Ein gewisser Dr. Franz Fischer, der gleichzeitig für den britischen SIS und die deutsche SS arbeitete, sabotierte die Gespräche zwischen den deutschen Generälen und den britischen Kontakten. Die gängige Betrachtungsweise ist, dass Fischer für die SS den SIS verriet. Genauso denkbar ist aber, dass er für den SIS die deutschen Generäle verriet, weil die britische Führung kein Interesse daran hatte, dass die vernünftigeren und kompetenten Generäle die Macht in Deutschland übernehmen.

Hitler, dessen Kenntnisse auf dem Gebiet der Spionage sich hauptsächlich aus Karl May-Romanen speisten, erhoffte sich, dass er durch die Überwachung der Kontakte zwischen seinen Generälen und den Briten herausfinden kann, wie die Briten wirklich dachten. Und so setzte er den erst 29-jährigen Walter Schellenberg auf die Sache an, schickte ihn zu hochriskanten Treffen, obwohl jener dabei hätte verhaftet werden und sein ganzes Wissen hätte preisgeben können. Die Briten stellten bei diesen Geheimtreffen (absichtlich) unrealistische Forderungen, wie etwa den Mord an Hitler und dessen engsten Vertrauten, die Rückgabe von Österreich, der Tschechoslowakei und Polen, sowie eine Abkehr von Deutschlands Wirtschaftspolitik. Also alles knapp unterhalb einer bedingungslosen Kapitulation.

Es ist überliefert, dass Hitler ziemlich perplex war von den Entwicklungen und nur knapp überlebte er einen Bombenanschlag, hinter dem Himmler den britischen Geheimdienst vermutete. Da aber die Briten bis zu dem Zeitpunkt gezielt Hitler hereinlegten mit dem Theater um vermeintliche Sympathisanten in der britischen Oberschicht, und da man die Angebote der deutschen Generäle in den Wind schlug, scheint es unlogisch, dass Britannien Interesse am Tod des Führers hatte. Die schiere Anzahl der gescheiterten Attentatsversuche deutet darauf hin, dass die Briten und wahrscheinlich auch die russischen Agenten eher dabei mithalfen, Hitler am Leben zu halten.

Die deutschen Generäle hätten bei einem geglückten Attentat die Bevölkerung beruhigen können, dass das Leben weitergehen werde und man auch ganz gut ohne den Führer zurechtkommt. Vermeiden wollte man definitiv einen innerdeutschen Bürgerkrieg zwischen Anhängern der adeligen Offiziere und Anhängern von Hitlers Vertrauten.

Hitler erging sich in Wutausbrüchen und entließ beinahe Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch, den Oberbefehlshaber des Heeres. Wohlgemerkt, unterstellt schlechte rechtsrevisionistische Literatur bis heute, dass die Offiziere am laufenden Band versagt hätten und der Führer keine andere Wahl hatte, als sämtliche Kommandos an sich zu reißen, obwohl ihm jede fachliche Kompetenz dazu fehlte und Berge an Aufzeichnungen existieren, die Hitlers gravierende Fehlentscheidungen belegen. Im Geheimdienst „Abwehr“ verschworen sich Wilhelm Canaris und Hans Oster gegen den Führer. Nach dem Polenfeldzug meinte Canaris:

„Der Krieg ist verloren, ganz gleich, wie viel Siege wir noch machen; aber er ist verloren.“

Sie versuchten sogar, ihre Agenten zu Papst Pius XII. zu schicken, damit dieser als Mittelsmann fungiert zwischen der Abwehr und den Westmächten. Zwar nahm der Papst tatsächlich Kontakt auf zu der britischen Botschaft in Rom, allerdings zeigten die Briten wieder einmal nur die kalte Schulter. Ein weiterer Versuch lief über den US-Diplomaten George H. Earle in Istanbul, der den Präsidenten Roosevelt kannte und das Angebot des deutschen Widerstandes übermitteln sollte, dass Hitler getötet und sofort ein Waffenstillstand geschlossen wird. Hier wäre die ideale Gelegenheit gewesen, die USA aus dem Krieg herauszuhalten, das Problem in Europa zu lösen, ohne Millionen an Toten zu produzieren, und man hätte außerdem noch verhindert, dass die Sowjetunion sich gewaltsam in Richtung Westeuropa ausbreitet. Roosevelt konnte sich aber nicht einmal dazu bequemen, die ganzen sowjetischen Spione in seiner eigenen Regierung aufzuspüren.

Canaris gelang es sogar, Kontakt aufzunehmen mit dem Chef des amerikanischen Geheimdienstes OSS (Vorläufer der CIA), General William J. Donovan. Persönlich trafen sich die beiden in Spanien und brachten dabei auch den Direktor des britischen Geheimdienstes SIS, General Stuart Menzies, an den Tisch. Auch Allen Dulles, der spätere Boss bei der CIA, stand in Kontakt zu dem deutschen Widerstand, aber bei jeder dieser Gelegenheiten kam bei den Amerikanern und Briten der Befehl von ganz oben, die Sache fallen zu lassen und den Kontakt abzubrechen.

Dass die Amerikaner trotz ihrer gesetzlich festgelegten Neutralität die Briten über den Atlantik versorgen würden mit Kriegsgütern, war praktisch garantiert und Deutschland verfügte zunächst über keine bedeutende Marine und nur 57 U-Boote. Admiral Dönitz hatte 1938 und 1939 berechnet, dass man rund 300 U-Boote und eine verstärkte Luftaufklärung bräuchte, um Großbritannien abzuschneiden von den Nachschublieferungen aus den USA. Eine Weile lang konnte Deutschland erfolgreich die Konvois im Atlantik versenken, dann aber wurde das 9cm-Rundsicht-Radar bei den Alliierten serienreif, es gab mehr Schutzfahrzeuge und bessere Waffen gegen U-Boote. Ab 1941 war auch noch die Verschlüsselung der deutschen Marine gebrochen. Eigentlich wäre es selbstverständlich gewesen, bereits Jahre vor dem Kriegsausbruch die Produktion von U-Booten zu steigern, aber selbst 1938 versicherte Hitler noch, dass in den folgenden Jahren kein Krieg gegen die Briten kommen werde und lehnte den Bau einer Schlachtflotte ab. 1939 wurden nur 12 U-Boote hergestellt, im Folgejahr nur acht.

1943 sollte Erich Raeder, Oberkommandierender der Marine, alle schweren Schiffe abwracken und außer Dienst stellen. Er weigerte sich entsetzt und wurde daraufhin von Dönitz ersetzt. Die militärische Logik hatte geboten, eine Flotte aufzubauen für den Atlantik und Schiffe im Norden Norwegens zu stationieren, um auch die Sowjets von Nachschublieferungen abschneiden zu können. Aber Hitlers Sabotage war unerbittlich. Vielversprechende neue Düsentriebflugzeuge durften nicht in Serie gehen und erst 1942 konnte die Me262 von Messerschmitt gebaut werden, ein extrem schneller und tödlicher Jäger. 1939 erfolgte auch eine lange Unterbrechung bei der Entwicklung von Raketen. Unter diesen unnötig erschwerten Bedingungen mussten drei essentielle Aufgaben gelöst werden:

  • Öl-Lieferungen aus Rumänien absichern
  • Den Nachschub von Stahl aus Schweden sichern
  • Die deutsche Industrie im Ruhrgebiet schützen

Mussolini ließ sich hinreißen zu einer Zusage, die Deutschen zu unterstützen, auch wenn der Wert des italienischen Militärs als sehr gering eingeschätzt wurde. Ein hochriskanter Blitzangriff, bei dem die gesamte deutsche Flotte hätte zerstört werden können, ermöglichte für die Deutschen die Besetzung von Häfen in Norwegen und die Sicherung der Versorgung mit Stahl aus Schweden. Die britische Spionage hatte fast garantiert frühzeitig Wind von der Sache bekommen und ein Einsatz der mächtigen britischen Flotte wäre ein Leichtes gewesen, aber es heißt offiziell, man habe die Sache komplett verschlafen. Den Erfolg rechnete sich Hitler persönlich an, ohne natürlich Ahnung von der Marine zu haben, und versuchte hinterrücks, den erlangten Vorteil wieder abzuschwächen: Die Briten näherten sich mit einem Verband an Zerstörern dem Fjord von Narvik und zerschossen dort die deutschen Zerstörer. Hitler gab seinem Oberkommandierenden in Nordnorwegen, Generalmajor Dietl, den hirnverbrannten Befehl, Narvik zu räumen, was eine unnötige weitere Front eröffnet und die Stahlversorgung Deutschlands riskiert hätte. Ein Offizier im OKW war von Hitlers Anweisung dermaßen entsetzt, dass er sie nicht weiterreichte. Von Brauchitsch teilte Dietl eine Beförderung per Funk mit und befahl, Narvik auf alle Fälle zu verteidigen. Oberstleutnant von Loßberg wird mit den Worten von 1940 zitiert, es sei

„unverständlich, daß ohne Zwang jetzt gerade dort schlappgemacht würde. Der Chef WFA [Wehrmachtsführungsamt, gemeint ist Jodl] wirft hingegen ein, daß es persönlicher Wille des Führers sei, der nicht mit sich reden lasse. Es sei ganz unnötig gewesen, Andalsnes als wichtigste Aufgabe zu bezeichnen. Dort sei z.Z. nicht viel los, in Narvik liege der Schwerpunkt.“

Unnötige Einzelbefehle von Hitler hätten nur Verwirrung gestiftet, hieß es, und der Führer würde ständig bei seiner Pfuscherei auch noch auf schnellste Umsetzung der Befehle pochen. Beim Polenfeldzug hatte Hitler noch seine Generäle ihre Arbeit machen lassen, aber sobald es gegen Norwegen und die Westmächte ging, machte er sich zum alleinigen Entscheider, mischte sich ein und verhunzte so viel er konnte. Dass der Stahl für Deutschland nun gesichert war, stimmte die Generäle wie Fromm und Halder wieder optimistischer. Allerdings hätte klar sein müssen, dass Großbritannien nicht von den USA zu trennen war und die Angloamerikaner mit einer beispiellosen Industrieproduktion und mit massenhaft Bodenschätzen aufwarten konnten. Gegen Ende des Krieges produzierten die USA mehr Kriegsgerät als alle anderen Kriegsteilnehmer zusammen; eine Materialschlacht, die für Deutschland von vorneherein nicht zu gewinnen war. Der Führer konnte wegen den anhaltenden Kontakten zur den scheinbar deutschfreundlichen Eliten in Großbritannien seinen Zweckoptimismus verbreiten, dass die britischen Regierungspolitiker sehr bald durch angenehmere Gestalten ersetzt werden würden, was eine gravierende Unkenntnis des britischen Systems der Scheindemokratie verrät. Die nächste unmittelbare Herausforderung war der Kampf gegen Frankreich und gegen die britischen Truppen, die aufs Festland gestoßen waren. Hitlers Idee war im Prinzip, den alten Schlieffen-Plan zu wiederholen, sich festzufahren und sich in einem Stellungskrieg abzunutzen, also genau die Erwartungen des Gegners zu erfüllen.

Der Offizier Erich von Manstein entwarf stattdessen den Alternativplan, die Truppen eher nach Süden zu verlagern und überraschend mit Panzern durch die Ardennen durchzustoßen und hatte dafür die Unterstützung des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe Gerd von Rundstedt. Dadurch gelänge es, die alliierten Truppen im Norden einzukesseln. Generalstabschef Franz Halder war zunächst skeptisch, ob die Panzer wirklich durch das schwierige Gelände in angemessener Geschwindigkeit hindurchkämen. Als aber Major Helmut Reinberger mit seinem Flugzeug in Belgien notlanden musste und dort mit geheimen Kriegsplänen verhaftet wurde, war der konventionelle, Schlieffen-ähnliche Plan kein Geheimnis mehr. Dennoch ließ es das OKW so aussehen, als würde man nach dem Zwischenfall mit Reinberger nur Details abändern, während heimlich der alternative Manstein-Plan vorbereitet wurde. Dass Hitler sich dafür begeistern konnte, lag vielleicht daran, dass er nicht an das Gelingen glaubte und dass auch dieser Plan an die Franzosen bereits durchgesickert war. Was Hitler anscheinend nicht ahnte, war, dass die Franzosen den Manstein-Plan nur für ein Täuschungsmanöver hielten, das französische Kräfte nach Süden locken sollte. Heeres-Generalstabschef Halder notierte in seinem Kriegstagebuch, dass der Führer extrem nervös sei und den Truppen am liebsten befehlen würde, anzuhalten. Zudem gab Hitler wieder eine Reihe unsinniger Befehle, was erneut darauf hindeutet, dass Hitler unter dem Einfluss eines ausländischen Geheimdienstes agierte. Möglicherweise war ihm versprochen worden, dass ein neuer, begrenzter Stellungskrieg in absehbarer Zeit zu einem Waffenstillstand führen werde. Der nächste militärisch logische Schritt nach dem Durchbrechen in den Ardennen wäre gewesen, die wichtigsten Streitkräfte der Briten und Franzosen im Norden Frankreichs konsequent einzukesseln und gefangen zu nehmen. Aber Hitler trat auf die Bremse, zum Entsetzen von Halder. General von Rundstedt ließ mit einem Schulterzucken die Panzer stoppen und erwartete, dass nach dem Eintreffen von weiteren Infanteristen endlich der Befehl kommen würde, die britische Expeditionary Force einzukassieren. Der Sieg war zum Greifen nahe, aber Hitler befahl unmissverständlich, dass die deutschen Truppen warten müssen, und gab seinen Generälen dümmliche Ausreden wie zum Beispiel, dass die Gegend von Flandern sich nicht für Panzer eignen würde und die Luftwaffe das regeln solle, aber auch hier bremste Hitler und das Wetter passte nicht. Ab und an gab Hitler zu erkennen, dass er gemäß seinen Ideen aus „Mein Kampf“ keine Absichten hegte, das Britische Empire zu zerstören und zuzusehen, wie rassisch „mindere“ Nationen sich die britischen Kolonien unter den Nagel reißen. Aber selbst, wenn dies tatsächlich Hitlers Strategie war, so hätte man doch auf Nummer sichergehen und die britischen Truppen gefangen nehmen müssen. Es wäre einfach und billig gewesen, diese britischen Soldaten unter humanen Bedingungen zu internieren und sie im Falle eines Waffenstillstandes mit Großbritannien wieder freizulassen.

Hitler verschaffte den Briten durch seine (gespielte) Unentschlossenheit aber 50 Stunden Zeit, bevor er dann doch den Angriffsbefehl gab, sodass hunderttausende britische und über 130.000 französische Truppen entkommen konnten im sogenannten „Wunder von Dünkirchen“. Der Historiker Louis Kilzer schlussfolgert, dass es Hitlers Strategie gewesen sei, sich nur den britischen Respekt zu verschaffen, um letztendlich einen Deal mit den Briten zu bekommen, aber auch dies ändert nichts daran, dass man nach jeder militärischen und strategischen Logik die britische Expeditionary Force hätte gefangen nehmen müssen. Denn im nächsten Schritt hätte man androhen können, eine Invasion der britischen Inseln vorzunehmen, was wohl höchstwahrscheinlich zu einem Waffenstillstand und einem Abkommen geführt hätte. Das Vorgehen Hitlers war das schlechtmöglichste für Deutschland gewesen, weil die britischen Truppen entkamen und der begrenzte Beschuss aus der Luft gleichzeitig auch noch extreme Wut im britischen Volk auslöste. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Briten frühzeitig ihr Erpressungsmaterial gegen Hitler aus dem Hut zogen, welches nicht nur Hitler völlig diskreditiert, sondern ihn auch noch zum Abschuss freigegeben hätte. Diese Erpressung ließ sich problemlos kombinieren mit dem Lügengebilde, das die britischen Geheimdienste inszenierten, um Hitler und den anderen Mächtigen in Deutschland vorzugaukeln, es sei nur eine Frage der Zeit, bis deutschfreundliche Briten eine neue Regierung bilden würden.

Frankreich hatte unterdessen die Hälfte seiner Truppen und viele Gebiete verloren.

1940 wurde in einer weiteren absurden Entscheidung die Produktion der deutschen Luftwaffe auf die fünfte Dringlichkeitsstufe herabgesetzt. Erst 1944 erreichte man einen Höchststand, wobei aber die USA alleine bereits doppelt so viel produzierten. Wäre das Ziel gewesen, Britannien zu einer Einigung zu ermuntern, hätte die Kriegsproduktion auf vollen Touren und mit dem Fokus auf Effizienz laufen müssen. Dennoch durfte nach dem Willen des Führers Deutschland keine echte strategische Bomberflotte aufbauen, Panzerprojekte wurden verzögert, unsinnige Projekte verfolgt wie beispielsweise ein 170 Tonnen schwerer Panzer namens „Maus“ und schließlich beteiligte man sich nicht ernsthaft an dem Wettrennen um den Bau einer Atombombe. Heisenberg hatte zwar am Kaiser-Wilhelm-Institut einen Forschungsreaktor, um Plutonium herzustellen, aber letztendlich waren nur etwas über 100 Wissenschaftler darauf angesetzt, Einstein war längst getürmt und der äußerst wichtige Peter Debye hatte sich in die USA abgesetzt, um dort an der Cornell University zu arbeiten. Göring, Keitel, Himmler und Raeder zeigten wenige Interesse an den Ausführungen von Heisenberg, obwohl theoretisch klar war, dass eine Atombombe von der Größe einer Ananas eine ganze Stadt zerstören kann.

Generalfeldmarschall Milch lamentierte:

„Es waren sehr gute Ansätze da, aber man hatte diese Sache nicht ernstgenommen und nicht unterstützt.“

Albert Speer schätzte, dass unter großem Aufwand erst 1947 eine Bombe hätte hergestellt werden können, womit man zwar den Amerikanern hinterher, dafür aber den Russen weit voraus gewesen wäre. Je früher das Projekt begonnen und umso früher die Raketenforschung intensiviert worden wäre, umso mehr hätte man rechtzeitig ein Abschreckungsmittel besessen gegen die Allianz aus USA, Großbritannien und Russland. Mitte 1943 wurden die deutschen Bestände von 1200 Tonnen Uran der Herstellung von Hartkernmunition zugeteilt, was so ziemlich das Ende des Atomwaffenprojekts darstellte. Göring stoppte zusätzlich die Entwicklung des Düsentriebwerks Jumo 004 und der Zelle des Düsentriebjägers Me 262. Auch die Forschung an Flugabwehrraketen wurde gestrichen, die eine der wirkungsvollsten Defensivmaßnahmen der Welt gewesen wären. Auffällig ist auch die generell viel zu lasche Kriegsproduktion, die selbst 1940 nicht einmal 15% der gesamten Industrieproduktion ausmachte. Die britischen Politiker waren allesamt an einer recht kurzen Leine gehalten vom Adel und den Geheimdienstchefs, was sich insbesondere daran zeigte, dass der Premierminister Chamberlain nicht die geheimen Berichte aus Bletchley Park über entschlüsselte deutsche Enigma-Kommunikationen erhalten hatte, Churchill hingegen schon.

King George machte höchstpersönlich Churchill zum Premierminister mit diktatorischen Vollmachten und der SIS startete eine Kampagne zur Beeinflussung Amerikas, sich am Krieg zu beteiligen, worauf Hitler die Idee kam, 35 Divisionen (rund 1 Million Soldaten) aufzulösen. Die Generäle wie Milch, Keitel usw. wussten genau, dass man die britische Insel jetzt angreifen müsse. General Blumentritt bekam von Hitler den üblichen Vortrag gehalten, dass es nicht im deutschen Interesse läge, das britische Imperium zu zerstören. Lloyd George würde angeblich bald Churchill im Amt ersetzen, der Duke of Windsor wieder auf den Thron steigen. Angesichts des geschlagenen Frankreichs erzählte der Führer seinen Beratern, dass der Krieg nun im Großen und Ganzen so gut wie vorbei sei. Es würde lange Zeit dauern, um seine grandiosen Erfolge entsprechend abzusichern und sein Nachfolger werde sich wohl irgendwann mit dem Thema Russland befassen. Gleich ließ er mehrere Divisionen nach Osten verlegen als Absicherung gegen einen möglichen Vorstoß der Russen. Der britische Geheimdienstler Winterbotham hingegen wusste von seinen Quellen, dass Hitler im Jahr 1941 Russland angreifen würde, ohne vorher Britannien zu erobern; eine der militärisch unsinnigsten Entscheidungen in der Geschichte.

Den Generälen wurden zur Beruhigung halbherzige Maßnahmen erlaubt, um zumindest die britische Luftwaffe anzugreifen, wobei auch hier wieder nach Strich und Faden sabotiert wurde. Bereits nach 36 Tagen war eigentlich schon wieder Schluss und Winterbotham erfuhr, dass Hitler den Befehl an holländische Luftwaffe-Basen gegeben hatte, Ausrüstung zu demontieren, die für eine Invasion Großbritanniens notwendig gewesen wäre. Deutschland verlor wegen Sabotage bei der Rüstung und bei den Einsatzbefehlen fast 3000 Flugzeuge und fast genauso viele Piloten in der Luftschlacht um England, ohne signifikante Erfolge zu erringen. Die Briten hatten ihre Basen längst außer Reichweite nach Norden verlegt und bis Herbst 1940 eine wirksame Luftverteidigung aufgebaut. Erst 1942 war die Flugbombe V-1 mit Düsentriebwerk und einer Kapazität von 850 Kg Sprengstoff verfügbar; zwei Jahre Später dann die Flüssigtreibstoffrakete V-2 mit mäßiger Treffgenauigkeit.

Das militärische Kräfteverhältnis war inzwischen eine deutliche Übermacht von 5:1 gegen England, und dennoch erfolgte keine Invasion. Es gab auch andere Möglichkeiten, auf die Briten richtigen Druck auszuüben, wie etwa die Kontrolle über das Mittelmeer und vor allem Gibraltar. Aber Hitler stellte sich bei den Verhandlungen mit Spanien dumm und stur, sodass nichts dabei herauskam. Auch die offensichtliche Idee, Frankreich Basen in Nordafrika zu besetzen oder abzukaufen, wurde von Hitler abgelehnt. Die Kontrolle über das Mittelmeer hätte Deutschland genau den benötigten Einfluss gegeben, um mit Britannien einen tragfähigen Deal auszuhandeln. Die frühzeitige Eroberung Maltas wurde gegen jede militärische Logik abgelehnt und man überließ die Insel den Briten, die dort einen wichtigen Luftwaffenstützpunkt errichteten. All diese Sabotage besiegelte auch den Untergang von Rommels Afrikakorps. Bei der Schlacht von El Alamain gab es wieder einen der berüchtigten Haltebefehle von Hitler, ein geordneter Rückzug war nicht möglich und es resultierten entsprechende Verluste. Die Eroberung Ägyptens und der Ölfelder im Nahen Osten, von denen Großbritannien abhing, wurde abgewürgt, weil die Angelegenheit angeblich nicht wichtig genug war; zumindest weniger wichtig, als eine Invasion Russlands. Die Generäle, die eine derartige Invasion planen mussten, fühlten sich bewusst im Dunkeln gelassen von Hitler und wussten nicht, woher Hitler seine Informationen nahm.

Albrecht Haushofer, der Sohn von Hitlers Lehrmeister in Sachen Geopolitik und ein enger Vertrauter von Rudolf Heß, reiste häufig nach London und kultivierte eine möglicherweise romantische Beziehung zum Marquis of Clydesdale, was schnell die Grenze zum Verrat überschritt. Der Marquis wurde zum „Duke of Hamilton“ und spielte die Rolle des wichtigsten Vermittlers zum Dritten Reich. Es war dieser Hamilton gewesen, den Heß schließlich mit seinem berüchtigten Flug persönlich treffen wollte. Auch der Duke of Windsor machte wieder Theater und hielt die deutsche Spionage auf Trab mit der illusionären Aussicht, er könne wieder den britischen Thron besteigen. Monatelang wirkte Hitler auf seine Generäle ein, um jenen weiszumachen, dass ein Angriff auf Russland Sinn mache und man von den Briten keine großen Probleme zu erwarten hätte. Militärisch lief es eine Weile lang nicht gut für die Briten, denn die Ölquellen im Irak waren in Gefahr, während Rommel sich in dem traditionellen britischen Einflussgebiet herumtrieb und die britischen Truppen verjagte. Rudolf Heß, einer der wichtigsten Geheimnisträger des Reichs, setzte sich in sein für Langstreckenflüge modifiziertes Flugzeug, konnte weitestgehend ungehindert bis in den britischen Norden fliegen und erwartete, dort Hamilton zu treffen, wurde aber verhaftet und man ließ ihn verschwinden, ohne die Sache in der Öffentlichkeit propagandistisch auszuschlachten.

Stalins Befürchtungen, die Deutschen würden gemäß der offensichtlichen militärischen Logik den Irak, Syrien und Ägypten einnehmen und Britannien vom Öl abschneiden, waren unbegründet. Für den exzentrischen Führer war Nordafrika unwichtig und Rommel es nicht wert, mit ausreichend Treibstoff und Panzern versorgt zu werden. Da die Enigma-Verschlüsselung ohnehin gebrochen war, wurden Rommels Versorgungsschiffe regelmäßig versenkt.

Barbarossa

Heinz Guderian und seine Kollegen erstellten einen fachmännischen Plan zum Angriff gegen die Sowjetunion, bei dem zunächst die Schaltzentrale und das Industriezentrum Moskau bei warmem Wetter erstürmt werden sollte. Hitler lehnte dies ab und präsentiert einen lächerlichen Alternativplan, um Zeit zu gewinnen, kürzte die Herstellung von Munition und löste Divisionen an der Ostfront auf, weil der Sieg angeblich sehr schnell kommen würde. Was sagte aber die nachrichtendienstliche Aufklärung über Russlands Ausrüstungsstärke? Nicht viel, denn man wusste nur sehr wenig darüber. Auf Hitlers Wunsch hin war weder eine strategische Bomberflotte aufgebaut worden, noch hatte man Marinestützpunkte in Norwegen, die in der Lage gewesen wären, Nachschub für die Russen aus den USA aufzuhalten. Und natürlich war die U-Boot-Flotte viel zu klein, um den Atlantik zu blockieren. Die USA, mit ihren schier endlosen Bodenschätzen und Industriekapazitäten, weichten ihr Neutralitätsgesetz von 1939 auf, sodass „überschüssiges“ Kriegsgerät an Deutschlands Gegner exportiert werden durfte. Ohne eine richtige Koordination und ohne strategische Vorteile erfolgte dann eine deutsche Kriegserklärung an die USA.

Oberbefehlshaber Erich Raeder schlug vor, bei Suez zuzuschlagen, um Öl zu sichern für Deutschland und Japan, um Britannien abzuschneiden und die Türkei zu beruhigen. Der amerikanische Generalstabschef Marshall befürchtete genau diese nächsten Schritte, weil dies militärischer Logik entsprochen hätte. Aber auf die Sabotage Hitlers war erneut Verlass und die USA konnten weiter die Briten in Nordafrika versorgen. Der Pakt von 1939 zwischen Deutschland und der Sowjetunion war ein Schock gewesen für Japan und es wurde versäumt, einen gemeinsamen deutsch-japanischen Angriff gegen Stalin zu planen. Stattdessen rackerten sich die Japaner gegen die USA ab und Russland konnte alle möglichen Kräfte aus dem Osten nach Westen beordern. Entgegen den Behauptungen schlechter rechtsrevisionistischer Literatur gab es keine dringende Notwendigkeit, die Sowjetunion möglichst früh anzugreifen, um Stalin „zuvorzukommen“. Hitler wollte bereits im Herbst 1940 den Angriff wagen, ohne auch nur annähernd genügende Bereitschaft dazu zu haben, weshalb Keitel und Jodl deutlich auf die Bremse drückten. Den Fachmännern war klar, dass man sich auf einen Zweifrontenkrieg einlassen würde, bei dem nur dann Aussichten auf Erfolg bestünden, falls es gelänge, Russland innerhalb von Monaten niederzuringen. Dazu hätten aber unbedingt die fachmännischen Pläne umgesetzt werden müssen und nicht das Hitler’sche Himmelfahrtskommando. Hitler und nur Hitler traf die fatalen Entscheidungen, unter Bruch aller Verträge und allem internationalen Recht und mit der Vorab-Ankündigung, sich an keine moralischen Mindeststandards zu halten. Stalin war durch seine Spione natürlich gleich mehrfach vorgewarnt, unternahm aber zunächst keine klassischen Defensivhandlungen, obwohl dies die Deutschen abgeschreckt und den Tod vieler russischer Soldaten verhindert hätte. Die gewöhnliche Geschichtsschreibung versucht es mit der unlogischen Erklärung, dass defensive Vorbereitungen die Deutschen noch früher zum Angriff ermuntert hätten und Stalin einfach mehr Zeit gewinnen wollte. In der Nachbetrachtung erscheint Stalins Vorgehensweise insgesamt wie eine Wiederholung der Strategie, die gegen Napoleon im Jahr 1812 so erfolgreich war: Das Anlocken des Gegners in die Tiefen des russischen Raumes, das Zerfleddern der gegnerischen Kräfte und Angriffe gegen die ewig langen feindlichen Versorgungslinien. Die deutschen Generäle waren sich über diese Risiken im Klaren und wollten deshalb möglichst schnell Moskau einnehmen, mit Überraschungen arbeiten und Methoden des Blitzkriegs nutzen. Hitlers Plan beinhaltete ausschließlich tödliche Fehler, die Stalin in die Hände spielen würden, wobei Hitler diese ganzen Einzelheiten zwangsläufig von jemand anderem eingeflüstert wurden, da er selbst nicht die Ausbildung und Erfahrung besaß, einen detaillierten Plan zu erstellen, der genau das Falsche war für die Wehrmacht: Kein schnelles Einnehmen von Moskau, Angriffe gegen die Peripherie, maximales Zerfleddern der eigenen Streitkräfte, statische Kriegsführung statt Blitzkrieg-Techniken.

Rechtsrevisionisten wie David Irving lenkten später die Schuld auf Jodl, genauso wie Hitler immerzu seinen Generälen die Schuld in die Schuhe schob. Dabei brach der Führer mit den elementarsten Grundsätzen der Kriegsführung, die schon Clausewitz aufgestellt hatte über die Bedeutung von Rückzugsräumen und beweglicher Verteidigung. Halder notierte sogar schriftlich, dass für Hitler Moskau nicht wichtig sei. Russland konnte kurzfristig bis zu 10 Millionen Soldaten aufbieten, während die Deutschen für das Unterfangen nur drei Millionen Mann aufboten. Die Sowjets hatten zudem äußerst effektive Panzer, wie den T-28, T-34 und T-35, basierend auf Technologie aus Amerika und gefertigt in Produktionsanlagen, die von amerikanischen Firmen errichtet worden waren. In kürzester Zeit konnten die Sowjets zivile Fabriken für Automobile und Traktoren auf die Herstellung von Panzern umstellen. Der Historiker Antony Sutton listete in seinem Werk „National Suicide“ im Detail auf, wie die Sowjets in den 1920er und 1930er Jahren Prototypen aus verschiedenen Ländern kauften und diese Entwürfe weiterentwickelten. Der T-27 war ein knapp zwei Tonnen leichtes Fahrzeug mit einem Vierzylinder-Motor von Fords Automobil „Model T“. Der T-26 war ein Abklatsch vom britischen Vickers-Armstrong, der T-35 ähnelte stark dem „A-1 Vickers Independent“ und der berüchtigte T-34 basierte auf dem amerikanischen Christie-Fahrwerk, hatte schwedische Kugellager und wurde angetrieben durch einen von BMW entwickelten Dieselmotor mit 500 PS. Die Schweißarbeiten waren schlampig, aber der T-34 war schnell genug und hatte vor allem genügend Feuerkraft. Millionen Tonnen an Panzerplatten dafür waren in den 1930ern noch von den USA geliefert worden, die sich offiziell der Neutralität verschrieben hatten. Hätte die deutsche Auslandsspionage damals funktioniert, wäre man sich bewusstgeworden, dass die USA über Großbritannien bis hin nach Russland eine Art Weltregierung mit gemeinsamen militärischen Kapazitäten bildeten. Es wäre sinnvoll gewesen, den T-34 in Deutschland nachzubauen und bei anderen Entwicklungen Priorität auf Bewaffnung zu setzen, nicht auf Geschwindigkeit und Dicke der Panzerung. Hitler natürlich sorgte für Verwirrung und Unfug in der Panzerentwicklung, ohne dass er natürlich den Hauch einer Ahnung vom Ingenieurswesen oder jemals selbst mit Panzern zu tun gehabt hatte. Die berüchtigten deutschen Tiger-Panzer wurden zum Mythos stilisiert, waren aber störanfällig wegen den chaotischen Bedingungen bei der Entwicklung und Produktion und blieben häufiger wegen technischer Probleme liegen als wegen Feindbeschuss. Der amerikanische Sherman-Panzer war zwar eine simplere Konstruktion, dafür aber zuverlässiger und er wurde auch in deutlich höheren Stückzahlen produziert.

https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article135843307/Der-Mythos-vom-ueberlegenen-Tiger-Panzer.html

Rommel musste in Afrika seine Flugabwehrkanonen umfunktionieren, weil nur diese mit einem Kaliber von 8,8 cm genug Durchschlagskraft hatte, um die wichtigen britischen Panzer zu zerstören. Im Juni 1941 standen nur 3580 Panzer zur Verfügung, die Hälfte davon veraltet. Die Sowjets hatten wiederum ca. 20.000 und stellten pro Jahr 5000 weitere her. Die deutsche Produktion gab nur maximal 3000 mittelschwere Panzer pro Jahr her und erst 1942 gab es überhaupt einen schweren Panzer namens „Typ V Panther“. Bei der Luftwaffe gab es die gleiche Situation, bei der Deutschland eigentlich frühzeitig auf höchste Produktionskapazitäten hätte setzen müssen, um mit den Briten mitzuhalten und vor allem mit den Russen, deren Luftwaffe auf amerikanischer Technik basierte. Die kampferprobten deutschen Truppen konnten zwar im Russlandfeldzug Anfangserfolge erzielen, allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass Stalin vorbeugende Verteidigungsmaßnahmen verhindert hatte und die Deutschen bewusst in die Tiefen des russischen Raumes lockte. Hitlers Drosselung der Munitionsherstellung, die verlangsamte Rüstungsproduktion und das Fehlen von geeigneter Winterausrüstung wirkten sich erst etwas später aus. Die Offiziere beklagten einen Mangel an schweren Waffen, worauf ihnen erklärt wurde, dass Hitler Panzer zurückhalte für Operationen im Mittelmeerraum und Nahost, also genau die Gebiete, an denen er immer wieder sein Desinteresse demonstriert hatte. Die Sowjets erhielten durch Hitlers Entscheidungen äußerst wichtige Atempausen und keine Ausrede der Welt kann diesen Verrat schönreden; sogar Halder und von Brauchitsch wollten deswegen zurücktreten. Als die Panzer Leningrad erreichten, mussten sie auf Befehl eine Blockade errichten und die Zivilbevölkerung aushungern, anstatt einen gewöhnlichen Angriff durchzuführen und Hitler zog dann auch noch Panzer ab für einen verspäteten, schlecht geplanten Angriff auf Moskau mit geschwächten Kräften und schlechtem Wetter. Durch die Atempause konnte Stalin natürlich frische Truppen und Gerät herankarren, und sibirische Divisionen nach Süden schicken, weil ja von den Japanern kein Angriff zu erwarten war. Aus Schlamm wurde Frost mit Temperaturen von 30 Grad minus, die zu massenhaft Erfrierungen und Ausrüstungsproblemen führten. In der einzigen existierenden Tonbandaufnahme, in der Hitler mit seiner ganz normalen Stimme spricht, unterhält er sich 1942 mit Carl Mannerheim über die Unmöglichkeit, im Winter Krieg zu führen und wie verrückt hoch die sowjetische Panzerproduktion sei. Die Aufnahme war heimlich von einem Toningenieur angefertigt und versteckt worden: Der Führer gibt sich schockiert, wie stark die Sowjetunion bewaffnet war und dass man keinen blassen Schimmer hatte, wie zehntausende Arbeiter in gigantischen Fabriken dort rund um die Uhr Panzer bauten. Wenn er das gewusst hätte, so Hitler, dann hätte er dennoch die Sowjetunion überfallen, weil dieser Schritt alternativlos gewesen sei. Wie üblich gibt es kein Fehlereingeständnis über seine Entscheidungen, die er im Alleingang getroffen hatte trotz der Schwäche der deutschen Auslandsgeheimdienste und entgegen der Einschätzung aller seiner Generäle. Operation Barbarossa war alles andere als alternativlos, aber Hitler spricht von unmöglichen russischen Forderungen, die an Erpressung grenzten und von der Gefahr, dass Stalin einen Blitzangriff durchführen könnte auf die Ölfelder in Rumänien, die für Deutschland lebenswichtig waren. Zu dem Zeitpunkt hätte Deutschland aber längst Großbritannien erobern, sowie Nordafrika und den Mittleren Osten sichern können, ohne die Sowjetunion anzugreifen. Man merkt in der Tonaufnahme, wie effektiv und überzeugend Hitler Sachverhalte manipulativ darstellen konnte. Er spricht auch noch davon, dass die deutsche Ausrüstung für schönes Wetter entwickelt worden sei und nicht für den bitteren Winter. Warum er 1942 diesen Zustand beklagte und nicht schon Jahre vorher entsprechende Maßnahmen ergriffen hatte, sowohl was Winterjacken als auch winterfeste Panzer anbetrifft, beantwortete er nicht. Die sowjetische Gegenoffensive zwang schließlich die Deutschen zum Rückzug, aber der Führer gab einen seiner berüchtigten Haltebefehle, wodurch seine Truppen keine Rückzugsräume nutzen und die schon von Clausewitz gepredigte bewegliche Verteidigung praktizieren durften. Und erneut kamen die unsinnigen Einzelbefehle und die schlecht koordinierten Einzelschlachten, weshalb von Brauchitsch aus Protest zurücktrat (offiziell wegen seiner Gesundheit). Nach der desaströsen Winteroffensive waren eine Million deutsche Soldaten verloren, ein Drittel des Ostheeres. Weitere führende Offiziere traten zurück oder wurden vom Führer ersetzt, wie beispielsweise von Rundstedt, von Bock, von Leeb, oder Guderian. Sobald die Wehrmacht auf dem Weg tief nach Russland hinein über ein Gebiet hinweggefegt war, kamen die Sonder-Einsatzgruppen der SS und richteten absurde, völlig unnötige Massaker an der Zivilbevölkerung an, was jede Möglichkeit zerstörte, eroberte Bevölkerungen in das Deutsche Reich zu integrieren und deren Loyalität zu gewinnen. Hitler erklärte dem japanischen Botschafter im kleinen Gesprächskreis die Selbstverständlichkeit, dass die Russen bewegliche Verteidigung und Rückzugsräume nutzten; also genau das, was er seinen eigenen deutschen Truppen verboten hatte. Es wäre unendlich einfacher gewesen, die rumänischen Ölfelder zu verteidigen und neue Ölfelder zu erobern, als im fernen Russland zu versuchen, eine Frontlinie von 3000 Kilometern Länge zu halten. Die Russen hatten kurze Nachschubwege und erhielten zudem noch substanzielle Lieferungen von den Amerikanern, wogegen die Deutschen mit massiven Logistikproblemen zu kämpfen hatten. Mitte Oktober 1942 kam nur knapp ein Viertel bis die Hälfte der benötigten Züge mit Nachschub aus Deutschland nach Stalingrad an. Ende Oktober 1942 hätte der Rückzug begonnen werden müssen, aber der Führer befahl eiskalt die Fortsetzung der Angriffe. Einerseits spielt hier wieder sein Narzissmus eine Rolle und der Gedanke, mit genügend Willen sei alles möglich, aber in der Gesamtheit kann man nur von gezielter Sabotage sprechen.

https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article170115075/Die-Stalingrad-Katastrophe-erwuchs-aus-einem-Logistik-Desaster.html

Die folgende Sommeroffensive wurde dann auch noch gründlich verkorkst, sodass bei Stalingrad die 6. Deutsche Armee und Teile der 4. Panzerarmee eingeschlossen wurden. Der einzige auch nur ansatzweise realistische Befehl wäre gewesen, so schnell wie möglich aus dem Kessel auszubrechen und zu verschwinden aber Hitler gab per Funkspruch die Order, um jeden Preis stehenzubleiben. Er hätte genauso gut befehlen können, dass sich die Männer selbst erschießen sollen. Trotz dieser absurden Sabotageakte in Serie riss der Führer immer mehr Befugnisse an sich und machte sich selbst zum alleinigen Entscheider bei den Heeresgruppen. Im Winter wurde auch noch die Heeresgruppe A eingekesselt, durfte aber auf Befehl Hitlers zunächst nicht zurückweichen, dann doch, aber auf eine ineffektive Weise. Auch in Extremsituationen sahen wir das Aufsplittern und Zerreiben, bis schließlich die 6. Armee kapitulierte. Das Magazin DER SPIEGEL, das sich in seinen Anfangsjahren auf höchst kontroverse Ex-Nazis als Informationsquellen verließ und den Reichstagsbrand verklärte, verbreitete unsinnige Schuldzuweisungen an die Generäle und klang dabei nicht viel anders als der Revisionist David Irving. Generaloberst Franz Halder hatte Hitler längst durchschaut und landete im KZ. Auch kam es zum Bruch mit Jodl und Keitel. Nach Oktober 1942 war Hitler der einzige gewesen, der für einen Gesamtkriegsplan zuständig war und dennoch strickte man nach dem Krieg neue Dolchstoßlegenden. Der Zusammenbruch kam als nächstes in Afrika, da ja von Hitler versäumt worden war, das Mittelmeer abzusichern und Rommel keinen Treibstoff mehr erhielt, und natürlich drohte die Gefahr einer Invasion durch die Alliierten in Europa. Die USA produzierten endlose Mengen an Kriegsgerät, das von den deutschen U-Booten im Atlantik längst nicht mehr effektiv versenkt werden konnte, die deutsche Verschlüsselung war komplett gebrochen, sodass die Briten alle Kommunikationen des OKW mitlesen konnten, die USA verfügten fast schon über die Atombombe und man hatte noch ein weiteres Ass im Ärmel, nämlich die biologischen Kampfstoffe, die in enger Zusammenarbeit entstanden im amerikanischen Zentrum Camp Detrick und im britischen Porton Down. Angeheizt von der glatten Lüge, die Deutschen würden ihre Rakete vom Typ V-1 mit Botulinustoxin auf London abfeuern wollen, bat Winston Churchill die Amerikaner, in „brüderlicher Hilfe“ eine halbe Million Milzbrand-Bomben herzustellen. Zwei Wochen nach der erfolgreichen Invasion in der Normandie forderte die US-Militärführung ihrerseits eine Million Milzbrandbomben an. Produktionsschwierigkeiten führten zu einiger Frustration, aber die Briten hatten ein einfacheres Alternativprogramm am Laufen zur Herstellung von fünf Millionen milzbrandverseuchter „Rinderkekse“ die über deutschem Gebiet hätten abgeworfen werden können (Operation Vegetarian). Nicht einmal als Abschreckungsmittel hatte Hitler ein Biowaffenprogramm zugelassen; nur hinter seinem Rücken gab es vereinzelte Forschungsprojekte wie das von Kurt Blome, um herauszufinden ob man aus U-Booten verseuchte Ratten auf die amerikanische Küste loslassen könnte. Der US-Geheimdienst OSS verbreitete das Märchen, dass die Nazis für solche Zwecke Millionen Nager aus dem Ausland beschaffen würden.

Alles war bereits aussichtslos.

1943 wartete Hitler noch extra lange, um eine neue Offensive zu starten, sodass die Russen ihre Schwachpunkte verstärken konnten. Es folgte die gigantische Schlacht von Kursk, bei der die Sowjets überlegen waren und die Deutschen heftige Verluste erlitten. Mit einer strategischen Langstrecken-Bomberflotte hätte man die Rüstungsproduktion der Sowjets aus der Luft zerstören können, aber selbst der erfolgreiche Angriff des Kampfgeschwaders 55 auf die Gorki-Panzerwerke bei Nowgorod (gebaut von der Ford Motor Company), bei dem auch 800 neue Panzer vom Typ T-34 zerstört wurden, war für Hitler kein Anlass, etwas an seiner Strategie zu ändern. Albert Speer und die hohen Offiziere hatten sogar schon einen ausgereiften Plan für die Luftwaffe, aber es durften nur ineffektive Angriffe auf die sowjetische Eisenbahn und Straßen durchgeführt werden. Am 10. Juli 1943 kam es zur Landung der Amerikaner in Italien und dem Sturz Mussolinis durch König Viktor Immanuel, der Verbindungen hatte zu den deutschen Adeligen, die Hitlers Aufstieg begünstigt hatten. Es waren keine Offensiven mehr möglich; nur noch ein geordneter Rückzug und eine diplomatische Lösung waren sinnvoll, was aber kategorisch von Hitler abgebügelt wurde. Es gab damals nur wenige, die einen Gesamtüberblick hatten, wer jahrelang welche Entscheidungen getroffen hatte. Hitler praktizierte eine perfide Strategie der Verwirrung, Ablenkung und der Beschuldigung anderer. Die Dreistigkeit vieler Revisionisten, die Tatsachen zu verdrehen und das Märchen zu propagieren, Hitler sei das pragmatische Genie mit den guten Absichten gewesen, während seine Offiziere ihn dauernd im Stich gelassen hätten, ist grenzenlos. Wo bereits Hitler Deutschlands Feinden in die Hände spielte, so nützen die schlechten Revisionisten seitdem letztendlich nur dem angloamerikanischen Empire.

Während den gewaltigen Bombardierungen der Alliierten 1944, wurde auf Hitlers Berghof mit Jahren an Verspätung darüber gesprochen, dass man doch nun wirklich eine starke Bomberflotte bauen müsse. Das revolutionäre Flugzeugmodell Me262 durfte trotzdem nicht als Jäger gebaut werden, wütete Hitler in einem seiner Anfälle, sondern nur als Bomber. Ende 1944, als eh nichts mehr geholfen hätte, kam doch noch die Serienproduktion der Me 262, aber nicht in ausreichenden Mengen und das Gerät wurde bei vielen Einsätzen vorenthalten. Die Me 262 war so überlegen, dass nur 80 Stück davon die alliierten Bomberflüge hätten stoppen können. Albert Speer meinte später dazu:

„Es war wiederum Hitler, der diejenigen Schachzüge machte, die der Luftoffensive der Gegner im Jahre 1944 zum Erfolg verhalfen.“

Die Offiziere umgingen inzwischen Hitlers selbstmörderische Haltebefehle, beschleunigten den unvermeidlichen Rückzug und wurden ihres Amtes enthoben, weil sie nicht die Sabotage und Ermordung deutscher Soldaten verantworten wollten. Die Sommeroffensive 1944 wurde zu einem epischen Desaster, weil Hitler Einkesselungen möglich gemacht hatte durch die Befehle, unrealistisch lange Frontlinien zu halten.

Die Landung der Alliierten in der Normandie und der Vorstoß der Roten Armee nahmen in der Folge jeden Spielraum für einen Waffenstillstand und so blieb nur noch die Kapitulation.

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