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Wie durch 9/11 beinahe jemand aus meiner Familie umkam und ein Linker im Focus mich zum Radikalen stempelte

Mein Cousin John arbeitete lange Jahre für die New Yorker Feuerwehr bei der Tower Ladder 161 in Coney Island und wäre mit ein wenig Pech am 11. September 2001 gestorben. Nach dem verhängnisvollen Tag wurde er an Ground Zero eingesetzt und wurde von der extrem belasteten Luft krank, die von der Umweltschutzbehörde EPA für unbedenklich erklärt worden war.

Das Focus-Magazin veröffentlichte zum zehnjährigen Jahrestag von 9/11 den dreiseitigen Bericht „Geschäfte mit Gerüchten“ in Print und Online über ein „Netzwerk zwischen Islamisten, Rechts- und Linksextremisten“, das mit Verschwörungstheorien gegen die amerikanischen und israelischen Administrationen Kasse machen und immer mehr Gefährder um sich scharen soll. Unter anderem fällt mein Name.

Der Autor ist ausgerechnet Ivo Bozic von der linksradikalen Publikation Jungle World, die u.a. vom Verfassungsschutz des Landes Brandenburg im Jahr 2005 als eine der wichtigsten Publikationen der antideutschen Bewegung eingestuft wurde. Bozic räumt ein, dass ein signifikanter Anteil der deutschen Bevölkerung die Sichtweise der “extremen Verschwörungstheoretiker” teilen würde:

Einer Umfrage der “Zeit” zufolge hält jeder Dritte Deutsche unter 30 Jahren für möglich, dass die US-Regierung die Anschläge selbst inszeniert haben könnte.

Genau diese Deutschen hätten allerdings einen äußerst schlechten Moralkompass und bergen somit Gefährderpotential:

“Dazu passt eine im April veröffentlichte Studie der Forscher Karen Douglas und Robbie Sutton von der School of Psychology an der Universität in Kent. Sie fanden heraus: Verschwörungstheorien sind besonders bei jenen Menschen beliebt, die selbst bei einer Verschwörung mitmachen würden.”

Die Jungle World entwickelte sich aus einer journalistischen Säuberungsaktion heraus:

Die Zeitung Jungle World entstand 1997 als ablehnende Reaktion der meisten Redakteure der Jungen Welt (unter anderem Jürgen Elsässer, Klaus Behnken, Bernd Beier, Ivo Bozic, Andreas Dietl, Jürgen Kiontke, Martin Krauß, Stefan Ripplinger, Heike Runge, Heiko von Schrenk, Ralf Schröder, Wolf-Dieter Vogel, Beate Willms, Elke Wittich) gegenüber der Absetzung des Chefredakteurs Behnken durch Geschäftsführer Dietmar Koschmieder. Dieser wollte laut taz seine Redaktion „von linksradikalen Redakteuren säubern“. Fast alle damaligen Redakteure der jungen Welt besetzten die Redaktionsräume, aus der „Streikzeitung“ entstand die „Jungle World“.

– wikipedia

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