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Himmlers Tochter arbeitete für den Bundesnachrichtendienst (BND)

Die Tochter von Heinrich Himmler arbeitete für den Bundesnachrichtendienst (BND), wie man posthum erfahren konnte.

Gudrun galt als Star der rechtsextremen Szene, machte bei Aufmärschen mit und unterstützte Gruppen wie die in den 1990er Jahren schließlich verbotene „Wiking Jugend“. Der BND hält sich bedeckt und spricht von wenigen Jahren an Tätigkeit bis 1963, wonach sie dann entlassen worden sei, da es einen “einsetzenden Wandel gab im Verständnis und im Umgang mit NS-belasteten Mitarbeitern”. Die BILD spekuliert, dass sie als Sekretärin beim BND in Pullach tätig war und fragt darüber gar nicht erst weiter hinaus.

Wir wissen nicht, ob sie für den BND bis 1963 Kaffee gekocht und Akten sortiert hatte, wichtige Kontakte vermittelte oder vielleicht gar als Spitzel und Provokateurin im Neonazi-Milieu tätig war.

Wir wissen auch nicht, ob sie nach 1963 an einen anderen (deutschen oder ausländischen) Dienst durchgereicht wurde. Prinzipiell ist die rechtsextreme Szene von Anfang an stark durch Dienste unterwandert gewesen und auch die Grundüberzeugungen und die Kern-Literatur der Szene sind vergiftet. Man vermischte begrenzte Kritik an England und den USA mit Nazi-Apologetik und Nazi-Verherrlichung, um die Leute der rechten Szene zu diskreditieren und rechtlich in gefährliche Gewässer zu schicken.

Bundesarchiv, Bild 146-1969-056-55 / CC-BY-SA 3.0

Gudrun nutzte ihren Prominenten-Status in rechten Kreisen für den Nazi-Verein „Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte“, der SS-Verbrecher unterstützte und international in der Szene der  Rechtsradikalen und Holocaust-Leugnern vernetzt war. Theoretisch wäre sie in der idealen Position gewesen, um für einen Geheimdienst wie den BND oder einen anderen Dienst aktiv Neonazis auszuspionieren oder sich an anderen Operationen zu beteiligen.

Der Ehemann von Gudrun war Funktionär in der NPD, die vor Jahren nicht verboten werden konnte, weil zu viele Informanten des Bundesamtes für Verfassungsschutz die provokante Linie der Partei aufrechterhalten hatten.

Der gängige internationale Rechtsrevisionismus wurde angeführt von angloamerikanischen Kreisen mit elitären Verbindungen. David Irvings Forschungspartner war der Schwager des vormaligen MI6-Geheimdienstchefs. Zu den wesentlichen Einflüssen auf Irvings Hitler-Biographie „Hitler’s war“ zählten Historiker und Holocaust-Leugner wie der Amerikaner Harry Elmer Barnes von der einflussreichen Columbia-Universität (gegründet vom britischen König), die Jahrzehnte vorher schon einen Journalisten trotz (oder wegen?) der Veröffentlichung der gefälschten Protokolle von Zion in Amerika mit einem hohen Posten bedacht hatte. 1955 war Barnes auf David Hoggan gestoßen, ein weiterer Holocaustleugner und bedeutender Einfluss auf Irving. Hoggan hatte seinen Doktortitel an der elitären Harvard-Universität gemacht und malte Hitler in äußerst positiven Farben. Der Urvater der Holocaust-Leugnung Paul Rassinier wurde vom französischen Widerstand entlarvt als jemand, dass er mit der britischen Special Operations Executive zusammengearbeitet hatte. Der als junger Erwachsener von Deutschland nach Kanada emigrierte Ernst Zündel war dem Neonazi Adrien Arcand („der kanadische Führer“) gefolgt, der u.a. die kanadischen Juden nach Hudson Bay deportieren wollte; eine Idee auf die ihn Henry Hamilton Beamish gebracht hatte, ein führender britischer Antisemit, der als Sekretär von Königin Victoria gearbeitet hatte und bei seiner Tour durch Deutschland. Joachim von Ribbentrop und Julius Streicher kennenlernte. Arcand erhielt heimlich Geld vom britischen Adeligen George Clarke, 1st Baron Sydenham of Combe, ein höchst einflussreicher Offizier und Gouverneur des australischen Bundesstaats Victoria sowie Gouverneur von Bombay. Einer der wichtigsten Figuren der rechten Szene war der britische Adelige Sir Oswald Mosley, dessen Vater der Cousin war des 14th Earl of Strathmore and Kinghorne, dessen Tochter Lady Elizabeth Bowes-Lyon wiederum Königin war neben King George VI.

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