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Die USA und NATO-Verbündete haben einen begrenzten (symbolischen) Angriff auf das Assad-Regime in Syrien durchgeführt. Russland kündigte unspezifische Konsequenzen an. Eine riesige Strike Group der US-Marine ist zum Mittelmeer unterwegs.

14. April 2018

  • Ich hatte ja vor langer Zeit schon angekündigt, dass Leute sich werden entscheiden müssen zwischen Loyalität ggü. Trump oder Putin. Jetzt sahen wir folgendes:

  • Was wird die US-Marine im Mittelmeer tun, wenn die Strike Group dort eintrifft? Das nächste Kapitel in dieser Saga wird wohl noch viel dramatischer werden.
  • Moskau kündigte selbstverständlich Reaktionen an, ohne dabei jedoch irgendwie konkret zu sein. Die Frage ist, welche Reaktionen sich Russland überhaupt leisten kann. Russland wirkt wie eine wackelige Schutzmacht, die außer einem Atomwaffenarsenal nicht viel zu bieten hat. Putin braucht dringend einen Sieg und eine Machtdemonstration. Und die russische Wirtschaft geht baden wegen den westlichen Sanktionen.
  • In den letzten Stunden haben die USA, Großbritannien und Frankreich tatsächlich Ziele beschossen in Syrien. Es soll sich dabei NICHT um Top-Ziele handeln, über die im Vorfeld gemutmaßt worden ist. Mehrere wichtige militärische Einrichtungen in Syrien waren evakuiert worden, weil man die Drohung offenbar erst nahm. Nur drei Ziele sind laut US-Verteidigungsminister James Mattis nun bombardiert worden, es scheint sich dabei um leere Lagerhallen zu handeln und niemand ist dabei umgekommen. Die letzte solche Bombardierung durch die USA war ein reines Symbol (ein paar Löcher im Asphalt) und auch dieses Mal hat es eher Symbolcharakter. Dennoch ist eine erhebliche Seestreitmacht der USA in die Region unterwegs und auch die Franzosen und Briten haben Kräfte dort.

13. April 2018

  • Der Defence-Blog meldete bereits am 9. April, dass es erhebliche Truppenaktivitäten im westlichen Russland gab. Die Russen müssten in einer Blitzaktion sowohl Syrien besetzen als auch die gesamte Ukraine. Vielleicht auch das Baltikum (NATO) und (Polen) und Nordeuropa, denn die EU/NATO würde sich danach einmauern und Russland könnte keine weiteren Gebiete dazugewinnen. Eventuell ist das an der Spitze der NATO auch die Absicht: Russland anzutreiben.
  • Die wirtschaftlichen Sanktionen treffen Russland weit härter, als der Syrienkonflikt: Das Handelsblatt hat eine umfassende Aufstellung. Selbst wenn die NATO sich also militärisch zurückhält in Syrien, krachen in Russland die Aktienkurse ein, der Rubel schmiert ab etc. Das erhöht wiederum den Druck auf Moskau, irgendwelche dramatischen Aktionen durchzuführen wie etwa eine Besatzung Syriens und der gesamten Ukraine. Putin braucht Siege, kann nicht einfach einen Atomkrieg anfangen, braucht frische Leute in seinem Empire und eine Ausweitung der russischen Planwirtschaft. Bisher waren Syrien und die Ostukraine/Krim nur ein Geldgrab für Moskau.
  • Truppenbewegungen: Großbritannien aktiviert Streitkräfte und spricht von einer koordinierten Aktion gegen Syrien zusammen mit Frankreich und den USA. Die Russen bewegen ihre Schiffe aus ihrem Hafenstützpunkt in Syrien heraus, wahrscheinlich um die NATO-Boote zu konfrontieren. Man kann nicht davon ausgehen, dass die NATO die russische Basis angreifen würde. Experten zerbrechen sich den Kopf, wie man NATO-Raketenangriffe durchführen kann, bei denen keine Russen (oder syrische Zivilisten) aus Versehen umkommen. Die NATO würde kurz vor einer Bombardierung den Russen sagen, was die Ziele sind. Damit keine Russen getroffen werden.

12. April 2018

  • Infowars.com bringt einfach nur eine russische Propagandameldung von Sputnik statt einem eigenen Artikel. Im Prinzip haben sich 99% aller sogenannten “alternativen” Medien in den letzten Jahren komplett überflüssig gemacht. Warum soll jemand noch eine “alternative” Seite anklicken, wenn es dort eh nur abgeschriebene Russenpropaganda gibt oder aus Faulheit einfach Meldungen von RT und Sputnik laufen? Auch die COMPACT konkurriert letztendlich mit Sputnik und RT.
  • Falls der Konflikt eskaliert, wird die Russenpropaganda im Westen vielleicht umschwenken auf eine Querfront aus Linken, Rechten, Mitte und Muslimen gegen die NATO. Dann würden die ganzen Schreihälse auf einmal aufhören, 90% ihrer Berichterstattung auf Angriffe gegen Linke und Moslems zu konzentrieren. Niemand würde sich ohnehin mehr für Muslime und Migranten interessieren. Die Propagandisten würden auf einmal ihre (Schein-)Sympathien entdecken für Linke und Muslime; natürlich unter der Voraussetzung dass Moskaus Wünschen entsprochen wird. Falls der Konflikt eskaliert, wird aber im Westen knallhart gegen Russenpropaganda vorgegangen werden. Da sind dann viele Karrieren über Nacht ruiniert.
  • Angeblich räumen Truppen von Syriens Präsident Assad große Flugplätze und Stützpunkte. Die USA hatten noch nicht signalisiert, dass sie solche Top-Ziele in Syrien bombardieren wollen. Das letzte Mal wurden nur ein paar Löcher in den syrischen Asphalt gebombt. Und nun sollen Top-Ziele angegriffen werden? Da die Russen sowieso seit einer ganzen Weile das syrische Militär am Leben erhalten, würden solche Bombardements Russlands Geldbeutel treffen. Vielleicht ist die Erwartung im Pentagon, dass Russland keine andere Wahl mehr sieht, als hunderttausende russische Truppen nach Syrien zu schicken und die Besatzung endlich offen zuzugeben.
  • Kanzlerin Merkel hat noch keine Statements abgegeben, ob sie sich Angriffen der USA oder Frankreich anschließen würde und in welcher Form. Ohne eine eindeutige Untersuchung in Syrien über mögliches Giftgas sollte sie auch tunlichst vermeiden, Deutschland in den irrsinnigen Ost-West-Konflikt weiter reinzuziehen. Unter Merkel kaufte Deutschland übrigens Milliarden an Russengas und wichtige Technologie floss von Deutschland nach Russland, darunter auch ein Rüstungszentrum von Rheinmetall. Da hatten aber die Amis vor wenigen Jahren noch nichts zu meckern, obwohl durch die deutschen Deals Russlands Kriegskasse gefüllt wurde.
  • Russenpropagandisten faseln über vermeintliche Wunderwaffen wie zum Beispiel EMP (alter Kaffee) oder die S400-Flugabwehr. Die Amerikaner lassen sich immer ungern in die Karten schauen, täuschen vor einem großen Konflikt gerne Schwäche vor, haben zig mal mehr Geld und viel mehr Technologie.
  • Der Flugzeugträger USS Harry S. Truman und eine Strike Group tuckern nun von Norfolk, Virginia nach Europa. Mit dabei ist eine deutsche Frigatte namens FGS Hessen (spezialisiert auf Luftabwehr).
  • Trump tweetet im Ernst die folgenden Worte: ‘Russia vows to shoot down any and all missiles fired at Syria. Get ready Russia, because they will be coming, nice and new and “smart!” You shouldn’t be partners with a Gas Killing Animal who kills his people and enjoys it!’ Auch ein solcher Tweet ist mit Sicherheit abgesprochen mit dem Pentagon. Man ist diesen Tonfall Trumps gewohnt aus dem Konflikt mit Nordkorea oder der US-Innenpolitik. Hinter dem pompösen Gepolter laufen natürlich professionelle Verhandlungen ab.
  • Beim letzten begrenzten Raketenangriff der USA gegen Syrien waren die Russlandpropagandisten völlig baff. Sie wechselten von ihrem bisherigen Trump-Lob über zu Hasstiraden. Dann ließen sie sich einreden, Trump hätte nur einen symbolischen Angriff durchführen lassen, um dem “deep state” einen Knochen hinzuwerfen und um die Russen nicht wirklich zu vergrätzen. Mal sehen, was dieses Mal die Russenpropagandisten sagen werden.
  • Bei dem letzten Beinahe-Zusammenstoß vor mehreren Monaten ließ das Weiße Haus unter Trump einen eher symbolischen Raketenangriff gegen Syrien durchführen, der keine bedeutenden Schäden zu Folge hatte. Momentan ist die Rede davon, dass “chemische Kapazitäten Syriens” angegriffen werden könnten. Was das genau bedeuten soll, ist unklar. Ob die USA die vermeibntlichen Produktionsstätten Assads für Giftgas überhaupt kennen, ist fraglich. Es könnte also wieder nur ein symbolischer Angriff passieren auf irgendwelche unbedeutenden Lagerhallen.
  • Die Supermächte werfen sich gegenseitig vor, einen syrischen Giftgasangriff erfunden bzw. ignoriert zu haben. Beiden Supermächten ist das Schicksal einzelner syrischer Bürger herzlich egal. Es ist offensichtlich, dass es um etwas ganz anderes geht. Die russische Propaganda erklärt ganz simpel, die irre amerikanische Führung wolle einfach so einen Krieg mit Russland anfangen und Russland sei defensiv und vernünftig. Solche Märchen und Übersimplifizierungen sind komplett inakzeptabel und irreführend. Russland kontrolliert das Rumpf-Syrien mit Assad an der Spitze fast komplett und will den Mittelmeerzugang. Die USA könnten beabsichtigen, dass Russland einfach offen die Besatzung Rumpf-Syriens durch massive neue Truppenverbände offenlegen muss. Russland müsste unter Druck in einer Blitzaktion mehrere militärische Ziele auf einmal erfüllen: Syrien komplett besetzen, die Ukraine komplett erobern und Truppen in Position bringen, um im nächsten Schritt auch das Baltikum zu holen und Finland/Schweden/Norwegen.
  • Der russische Botschafter Alexander Sasypkin sagte vor den Kameras des Hisbollah-Fernsehsenders al-Manar, dass im Ernstfall Abschussvorrichtungen amerikanischer Raketen angegriffen würden. Dies würde amerikanische Kriegsschiffe in der Region bedeuten, aber auch evtl. britische und französische Einheiten. Im Konfliktfall würde fast jeder Handel mit den Russen abgebrochen werden, was die russische Wirtschaft in größte Schwierigkeiten bringt.
  • Die US-Regierungen nutzten zwar in der Vergangenheit erfundene Gräueltaten, um beispielsweise den ersten Golfkrieg zu rechtfertigen, aber auch die russische Seite beherrscht das Spiel der Täuschung. 2013 machte ein Bericht der britischen Zeitung Daily Mail die Runde über eine angebliche Inszenierung von Giftgasangriffen in Syrien durch eine britische Sicherheitsfirma, für die dann das syrische Regime von Baschar al Assad verantwortlich gemacht werden sollte. Vor Gericht wurde jedoch bald darauf von der Daily Mail eingestanden, dass man sich auf gefälschte E-Mails verlassen hatte. Genau dieser widerlegte alte Bericht wurde aber nach US-Präsident Trumps letzten Luftschlägen gegen Assads Militärflugfeld wieder ausgegraben von pro-russischen Internetmedien. Auf GlobalResearch und vielen anderen Seiten wurden Kopien des inzwischen gelöschten Artikels der Daily Mail von 2013 über die Angelegenheit gepostet, um den Eindruck zu erwecken, als könnte man pauschal jeden Giftgaseinsatz in Syrien als Inszenierung der Amerikaner betrachten. Was die Russland-Freunde dabei unterschlagen, ist dass die Daily Mail vor Gericht eingestehen musste, dass der Bericht keine Substanz hatte. Eine Geldstrafe wurde gezahlt und man hielt fest, dass das Quellmaterial gefälscht war. Wer hinter dieser Desinformation steckt, ist unklar, aber den propagandistischen Nutzen davon im Jahr 2013 hatte Russland. In dem Bericht war die Rede gewesen von Emails, die angeblich von dem Rüstungskonzern Britam gestohlen wurden. In den Mails ging es um einem Plot, der von Washington grünes Licht und von Katar das nötigen Finanzmittel erhalten haben soll. Ein Einsatz chemischer Waffen sollte durchgeführt und dem Assad-Regime angelastet werden. Dadurch wäre die sogenannte “rote Linie” der Obama-Administration überschritten worden. Ein Hacker aus Malaysia veröffentlichte 2013 den Fake-Emailverkehr zwischen dem Britam Business Development Director David Goulding und dem Firmengründer Philip Doughty.