Das Thema Bewusstseinskontrolle ist aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden und nur noch Hollywood und ein paar wenige Verschwörungstheoretiker halten gelegentlich noch die Erinnerung daran wach.

Bei den letzten großen islamistischen Terroranschlägen lieferten Verschwörungsmedien meistens eine starre ideologische Interpretation darüber, was die Täter angetrieben hat: Der Koran und der IS.

Bei den letzten Amokläufen hingegen spekulierten Verschwörungsmedien meistens sofort und ohne konkrete Argumentation, dass der Täter in einer Art MK Ultra-Projekt gehirngewaschen und programmiert worden sein könnte.

Aktuelle Forschung legt nahe, dass es nicht unbedingt High Tech und filmreife Gehirnwäsche braucht, um aus einer labilen Person einen Serienkiller, Amokläufer oder Terroristen zu machen. Die Bewusstseinsmanipulation kann mit verblüffend einfachen Mitteln geschehen, was ein hohes Missbrauchspotenzial bietet. Darüber hinaus scheinen die Geheimdienste schon vor dem Kalten Krieg und den MK Ultra-Projekten fortschrittliches Wissen über das Böse besessen zu haben und waren dem Rest der Welt um Jahrzehnte voraus. Es erschließt sich daraus, dass die Geheimdienste seit sehr langer Zeit die Werkzeuge in der Hand halten, um die Welt zu einem friedlichen Ort zu machen. Mit den gleichen Werkzeugen kann man aber die Welt auch unsicher machen und im Elend halten.

Forschungen wie MK Ultra sind weit mehr als nur Relikte aus dem Kalten Krieg und ein paar schräge LSD-Experimente. Die neue TV-Show “Manhunt: Unabomber” zeigt, wie Ted Kaczynski als junger Mann an der Universität Harvard bei einer an MK Ultra angelehnten Versuchsreihe mental gebrochen wurde. Später zog er sich in eine Hinterwäldler-Hütte zurück, lötete Paketbomben zusammen und bewarb mit seiner Terrorkampagne ein ausführliches Manifest, in dem er seine Abneigung gegen die gesamte moderne Zivilisation erklärte.

Natürlich ergaben sich Fragen danach, inwiefern MK Ultra aus einem hochintelligenten Mathematiker wie Kaczynski einen zurückgezogenen Terroristen machte. Was wissen die Geheimdienste über die mentalen Prozesse, die jemanden zum Terroristen machen oder narzisstische, psychopathische Persönlichkeiten hervorbringen? Was ist mit den vielen islamistischen Terroristen heute? Und mit Amokläufern, die Kinos oder Schulen angreifen? Welchen Wissensvorsprung besitzen die Geheimdienste, ohne dieses Wissen mit dem Rest der Welt zu teilen?

In “Manhunt: Unabomber” sieht man den einsamen, aber hochintelligenten Ted Kaczynski, wie er mit 16 Jahren von dem schleimigen Professor Henry Murray umgarnt und dann in einer Versuchsreihe den übelsten Erniedrigungen  ausgesetzt wird. Murray arbeitete während dem Zweiten Weltkrieg beim Geheimdienst OSS, dem Vorläufer der CIA, und war maßgeblich beteiligt an der Erstellung des psychologischen Profils von Adolf Hitler mit dem Titel “Analysis of the Personality of Adolph Hitler” von 1943. Darin wird Hitler akkurat beschreiben als jemand mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, obwohl diese Diagnose damals in der gewöhnlichen Psychologie gar nicht existierte und erst in den 1980er Jahren (!) aufgenommen wurde in das Standard-Handbuch DSM für psychische Krankheiten. Man merkt, die Geheimdienste waren dem Rest der Welt weit voraus.

Bestimmte Ereignisse dienen als “Trigger”, als Auslöser, die Menschen mit Persönlichkeitsstörungen dazu bewegen, dramatische Schritte zu unternehmen und beispielsweise Anschläge zu begehen, Amokläufe zu verüben oder  sich einer radikalen Gruppierung anzuschließen. Es gibt sehr interessante Studien über das sogenannte “Activation Syndrome”. Hitler hatte in seiner Kindheit und im Ersten Weltkrieg eine Menge Trigger. Später kam noch Medikamentenmissbrauch dazu. Die Geheimdienste experimentierten wie wild mit verschiedensten Drogen und Substanzen und man es ist fast garantiert, dass genau untersucht wurde, wie beispielsweise eine narzisstische oder psychopathische Person reagiert auf bestimmte Drogen.

Der Unabomber Kaczynski hatte viele Trigger-Events in seinem Leben und verhielt sich narzisstisch. Der Vegas-Shooter hatte einen psychopathischen Vater und auch sein Bruder ist ein Krimineller, worauf bestimmte Gene einen Einfluss gehabt haben könnten. Der Vegas-Shooter zeigte manche Anzeichen für Narzissmus und missbrauchte Alkohol und Valium. Mehrere Amokläufer und Terroristen der letzten Jahre hatten sich in psychiatrischer Behandlung befunden und bekamen Psychopharmaka verschrieben wegen Depressionen. Was passiert, wenn ein Narzisst sich wegen solcher Medikamente nicht mehr emotional und gedanklich regulieren kann? Treibt ihn dies zu einer Tat? Der Germanwings-Todespilot könnte ein introvertierter Narzisst gewesen sein und konsumierte mehrere Psychomedikamente. Als Trigger kommen seine Augenprobleme in Frage, der drohende Verlust der Karriere und das Verlassen-Werden durch seine Freundin. Diverse islamistische Terroristen zeigten deutliches narzisstisches Verhalten und nahmen ebenfalls Psychopharmaka.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis diese Faktoren zusammenkommen und dadurch jemand zum Täter wird. Und wenn man diese Faktoren kennt, dann kann man sie theoretisch auch gezielt manipulieren.

MK ULTRA verfügte über ein geheimes Netzwerk aus Ärzten und Psychiatern, die oft sogar heimlich an Menschen experimentierten und für den Geheimdienst forschten. Falls es heute ebenfalls ein solches Netzwerk gibt, wäre es ein Leichtes, geeignete Kandidaten zu finden, die narzisstisch sind und entsprechende Medikamente konsumieren oder denen man solche Medikamente verschreibt bzw. unterjubelt. Dann müsste man nur noch für Trigger sorgen und der Person ein bisschen Ideologie zufüttern und schon hat man seinen Täter.

Aktuelle TV-Sendungen geben dem Publikum ein paar Brocken der Geschichte des Profilings von Serienkillern und Terroristen, aber es gibt eine viel größere, geheime Geschichte des Profilings. Das angloamerikanische Imperium war sehr früh dem Rest der Welt voraus und hat diesen Wissensvorsprung eiskalt ausgenutzt.

Bereits im Jahr 1922 wurden die Briten aufmerksam auf den Politiker Hitler und sammelten Informationen (und wahrscheinlich Erpressungsmaterial) über ihn. Falls bereits dermaßen früh seine Personlichkeitsstörungen entdeckt wurden, könnte dies von den Briten ausgenutzt worden sein, um Deutschland in Schwierigkeiten zu bringen. Ähnlich verhält es sich mit anderen Teilen der Welt, die entweder zum britischen Empire zählten, oder wo zumindest die Briten verdeckten Einfluss ausübten, um die jeweilige Region in Kriege und Bürgerkriege zu verwickeln.