Vegas-Killer: „Böse geboren“, 9/11-Verschwörungstheoretiker, paranoider Alkoholiker

Neue Informationen über den Vegas-Killer sind schwer bis unmöglich zu verifizieren und weisen teilweise erhebliche Logik-Löcher auf: Ein ehemaliger Mitarbeiter der Trump-Kampagne behauptet, dass seinen Quellen zufolge Stephen Paddock...

Neue Informationen über den Vegas-Killer sind schwer bis unmöglich zu verifizieren und weisen teilweise erhebliche Logik-Löcher auf:

  • Ein ehemaliger Mitarbeiter der Trump-Kampagne behauptet, dass seinen Quellen zufolge Stephen Paddock ein Bekennervideo im Sinne des Islamischen Staates angefertigt hätte. In den kommenden Tagen würden die Behörden diese Geschichte an die Öffentlichkeit tragen, ohne allerdings das Video zu veröffentlichen, denn darin enthaltene Signale wären wahrscheinlich der Befehl an weitere Terrorzellen, loszuschlagen. Diese Darstellung ist jedoch sehr verwunderlich: Warum veröffentlicht der Islamische Staat nicht selbst das Bekennervideo und warum hat er es nicht bereits am Tag des Anschlag getan? Inzwischen ist die Story aus den Schlagzeilen verschwunden und ein Nachschieben des Beweisvideos hat nur einen verminderten Effekt. Außerdem kann der IS alle möglichen Signale an Terrorzellen aussenden und ist dafür nicht auf ein Bekennervideo angewiesen. Normalerweise sind IS-Terroristen im Westen vor der Tat einschlägig bekannt, ohne jedoch als unmittelbares Risiko zu gelten. Stephen Paddock lebte ein extrem geheimniskrämerisches Leben. Falls ein iranischer Hintergrund von den Behörden behauptet wird, würde dies zu der Agenda Trumps und der Neocons passen, den Druck auf den Iran massiv zu erhöhen und ggf. einen Krieg zu führen. Ohne richtiges Bekennervideo und weitere echte Spuren, die nicht ohne Weiteres gefälscht werden können, ist es nicht überzeugend, ob Paddock tatsächlich für den IS arbeitete. Es ist außerdem bekannt, dass westliche Geheimdienste Agenten im IS haben. Paddock verhielt sich so geheimniskrämerisch wie ein ausgebildeter Agent.
  • Ein Zettel aus Paddocks Hotelzimmer mit Zahlen darauf, war den Behörden zufolge zunächst ein Rätsel. Zeitweise wurde behauptet, es handle sich um Telefonnummern. Nun wird behauptet, es handle sich um ballistische Berechnungen, mit denen er effektiver töten wollte. Allerdings waren die Schussdistanzen dermaßen gering, dass ballistische Berechnungen ziemlich überflüssig waren und zudem schoss er vollautomatisch, was die Zielgenauigkeit deutlich verschlechtert. Dennoch erklären Polizisten, die vor Ort waren, im Fernsehinterview dass der Zettel konkrete Zeichnungen hatte von Distanzen und Flugbahnen etc. Wieso wurde dann aber zunächst behauptet, die Zahlen auf dem Zettel ergeben keinen bekannten Sinn? Möglicherweise handelte es sich bei den Zahlen um eine codierte Botschaft (Wegwerf-Code), was eine professionelle Kommunikationsmethode ist. Gewöhnliche Terroristen benutzen Handy-Apps, das Playstation Network oder andere Internet-Kanäle, deren Verschlüsselung für die NSA wahrscheinlich überhaupt kein Problem darstellt.
  • Eine Prostituierte aus Las Vegas, die Paddock angeblich bedient hatte in der Vergangenheit, berichtet dass er sich als „böse geboren“ betrachtet hätte und Fantasien von Vergewaltigungen auslebte. Sein Vater war ein diagnostizierter Psychopath und gesuchter Schwerverbrecher. Stephen sei laut der Prostituierten ein schwerer Trinker gewesen, obsessiv und paranoid. Zudem wissen wir von einem Rezept für Valium, das in Kombination mit Alkohol schwere Nebenwirkungen und irrationale Aggressionen bewirken kann. Dies deutet alles auf eine bzw. mehrere Persönlichkeitsstörungen hin. Dies schließt natürlich nicht aus, dass er sich irgendeinen ideologischen bzw. religiösen Vorwand ausgesucht hat. Die Prostituierte behauptet, Paddock hätte 9/11 als Regierungsverschwörung betrachtet. Diese Sichtweise auf den elften September macht natürlich einen Menschen weder pauschal gut noch böse. Auch die angeblichen Täter der Boston-Anschläge sollen bei ihrer Flucht in einem gestohlenen Auto den Besitzer des Wagens auf eine 9/11-Regierungsverschwörung aufmerksam gemacht haben. Möglicherweise werden weitere Behauptungen an die Öffentlichkeit getragen werden über Paddocks Ansichten zu Verschwörungen und natürlich würden dann allerhand unfaire Schlussfolgerungen von der Politik und den Massenmedien gezogen.
  • Es gibt mehrere Belege, dass Paddock Gäste in seinem Hotelzimmer hatte. Dies müssen nicht unbedingt Komplizen gewesen sein, sondern es könnte sich um Prostituierte gehandelt haben. Die Aufnahmen der Überwachungskameras des Hotels müssen darüber Aufschluss geben.
  • Über einen linksradikalen Hintergrund ist überhaupt nichts Neues bekannt. Behauptungen über Antifa-Literatur und Mitgliedschaft sind immer noch unbewiesen.
Categories
FeaturedTerror
No Comment

Leave a Reply

*

*

Neuauflage 2017

RELATED BY

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen