Die wahre Bilanz nach einem halben Jahr Trump

Kommentar Nach Donald Trumps Vereidigung waren bereits diverse Wahlversprechen revidiert und eingeschränkt worden. Die Losung seiner Anhänger lautete, man müsse nur 100 Tage abwarten, um etwas Konkretes über die...

Kommentar

Nach Donald Trumps Vereidigung waren bereits diverse Wahlversprechen revidiert und eingeschränkt worden. Die Losung seiner Anhänger lautete, man müsse nur 100 Tage abwarten, um etwas Konkretes über die neue Administration sagen zu können. Nun sind bereits rund 6 Monate vergangen und mittlerweile lässt sich tatsächlich eine recht aussagekräftige Bilanz ziehen:

  • Hat sich Donald Trump wirklich mit der Zentralbank angelegt, wie im Wahlkampf versprochen? Nein, definitiv nicht. Er behielt Janet Yellen bei der FED und will sie in absehbarer Zeit ersetzen mit einem alteingesessenen Mann von Goldman Sachs. Von der Carlyle Group hat Trump jemanden zusätzlich abberufen zur FED. Es ist keine Veränderung zu erwarten. Versprechen gebrochen.
  • Hat Donald Trump wie oft angekündigt, für mehr Aufklärung zu 9/11 gesorgt? Nein, im Gegenteil. Er hat die größten Waffendeals mit den Saudis zugelassen und das 9/11-Thema ignoriert. Darüberhinaus besetzte Trump den Heimatschutz und andere relevante Ministerien mit Neocons aus der Bush-Ära und weiteren heiklen Figuren. Versprechen gebrochen.
  • Hat Trump die verfassungswidrige Legislatur wie den Patriot Act und viele weitere Gesetzeswerke angegriffen? Nein. Er promotet Folter und Guantanamo Bay. Die Rechtsunsicherheit geht weiter. Versprechen gebrochen.
  • Hat Trump sich mit WallStreet angelegt und den „Sumpf ausgetrocknet“? Nein, er hat Regulierungen zu den Gunsten der Großbanken ermöglicht und Top-Banker in seine Administration geholt. Versprechen gebrochen.
  • Hat Trump die Wirtschaft neu belebt mit „America First“-Regelungen? Nein. Die Aussicht auf Wachstum ist für die nächsten Jahre sehr mager. Die Chinesen wurden immer noch nicht ausgebremst. Versprechen gebrochen.
  • Hat Trump sich mit den Geheimgesellschaften und Eliteclubs angelegt? Nein. Leute von Bilderberg, Skull & Bones und den Think Tanks sind überall in seiner Administration. Versprechen gebrochen.
  • Hat Trump Amerikas Einmischung in der Welt und den Militarismus gebremst? Nein. Es wird mehr Geld für Rüstung ausgegeben und die globalen Konflikte werden verschärft. Versprechen gebrochen.
  • Hat Trump, wie angekündigt, sich mit der Pharmaindustrie angelegt, um Schäden durch Impfen zu verhindern? Nein, er ernannte zwei Pharma-Insider für zentrale Posten bei den Aufsichtsbehörden.
  • Ist die Überwachung weniger geworden? Nein. War auch nicht deutlich versprochen worden.
  • Hat Trump die Migration gebremst? Die Mauer liegt immer noch in weiter Ferne und wird durch seinen Nachfolger im Amt teilweise oder ganz einkassiert werden. Teilweise eingehalten.
  • Hat Trump Obamacare abgeschafft? Nein. Sein Alternativmodell könnte sich durchsetzen, ist aber keine Revolution. Unklare Aussichten.

Dagegen stehen ein Haufen hohler Tweets und letztendlich substanzloser Medienhype. Trumps Anhänger geben sich meistens zufrieden mit leeren Worten und gerade die großen konservativen Medienfiguren versuchen nun, den eklatanten Graben zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu übertünchen mit einem Hype um einen angeblich drohenden Bürgerkrieg gegen die Linken, aber in Wirklichkeit maulen und agitieren die Linken genauso wie immer und träumen von der Revolution, genauso wie die Ultrarechten mit der Bibel „Turner Diaries“. Das heißt nicht, dass die Linken tatsächlich bereit sind, einen Bürgerkrieg loszutreten. Man vermutet eher, dass Jones und andere einen größtenteils künstlichen Hype um die Linke zelebrieren, weil gerade kein Linker im Weißen Haus sitzt und man das Publikum bei der Stange halten will.

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Politik
14 Comments on this post.
  • blabla!?
    4 August 2017 at 15:37
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    alex, sag mal liest du CNN? die haelfte von dem, was du da schreibst ist absoluter unsinn.

    und es existieren keine beweise fuer eine trump-collusion. alle senate hearings sagen, es gibt keine und niemand der oversight committees hat je welche gesehen.

    du vergisst eine ganze menge namen und bewegungen der letzten 6 monate.

    wann hast du dich dazu entschieden mit serioeser recherche aufzuhoeren? deine seite macht mehr groesstenteils ungerechtfertigtes oder basierend auf spekulation und misinterpretationen trump-bashing auf BILD-niveau.

    schade! war mal treuer folger deines contents. ist auch nicht das erste mal, wo auffaellt, dass du dir ploetzlich irgendwelche dinge an den haaren herbeiziehst oder quellen berufst, die schon lange widerlegt worden sind. und das betrifft vor allem russlandinhalte. geht jetzt nicht nur um trump.

    nur als beispiel: RAISE act und neil gorsuch im supreme court 😉

  • edel
    26 Juli 2017 at 18:45
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    Du, Alex, mal ganz ehrlich: dass wir nicht mehr auf die Worte von Politikern hören sollten, ist doch fast schon ein Allgemeinplatz. Ich bin jetzt fast 50 und wusste schon mit 18 Jahren, dass Politiker lügen, bis sich die Balken biegen. Willst du mir jetzt erzählen, du hättest bei Trump erstmals entdeckt, dass sich Worte und Taten bei diesem Menschentypus unterscheiden? Die Einsicht, dass Politiker ihre Wahlversprechen nicht halten, ist ein alter Hut. Kannst du bitte kurz erklären, welche Absicht du mit diesem Artikel verbindest?

  • abgelehnt83
    24 Juli 2017 at 13:18
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    kommt jetzt eigentlich ein Parteiencheck zur BTW 17?
    hoffentlich werden alle (!) Parteien richtig übel „durchgenommen“
    speziell diese bizarre Hörstel-Partei numero 2 hat es verdient xD

  • CupCake14
    23 Juli 2017 at 13:01
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    Sind das eigentlich Versprechen die Donald Trump selbst gemacht hat, oder sind das nicht viel eher Dinge die ihm von Fans nachgesagt werden?

    Die Idee dass Dinge wie eine Abschaffung der FED oder eine neue 9/11 Untersuchung in die Realpolitik gelangen ist jenseits von Wahngestörtheit. Dennoch ist der Erfolg der Trump Kandidatur dadurch entstanden, dass sich die Wahlmänner gesagt haben, dass Trump die beste Möglichkeit ist die ihnen zur Verfügung steht. Nicht perfekt, doch besser als Hillary Clinton.

    Andere Punkte werden hier Missrepräsentiert, wie bspw. der Militarismus, da Trump mehrmals während seiner Kandidatur angekündigt hat das Militär aufzurüsten.

    Der Text besteht zum Großteil aus Strohmannargumenten.

    • abgelehnt83
      24 Juli 2017 at 13:16
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      vllt weil Militarisierung = Krieg scheiße ist??
      Trump ist eh eine Marionette, also passt das schon
      Und wenn Trump an seinem Nimbus als „Truther“ nichts rüttelt, dann ist das eine fette Wahlkampf-Lüüge!

      • CupCake14
        25 Juli 2017 at 20:31

        Hier links auf der Seite wird ein Typ mit Gewehr gezeigt der den Recentr Shop mit seinem taktischen Spielzeug bewerben soll und jetzt ist Militarisierung aufeinmal scheiße?

        Es ist auch nicht die Aufgabe von Trump an einem Fan-Mythos zu rütteln und sich dann deswegen der lüge bezichtigen zu lassen. Ich könnte von dir behaupten dass du diese und jene Motive hast und wenn du dagegen keinen Einspruch einlegst der laut genug zu hören ist, dann macht dich das zum lügner. Klingt das vielleicht nachvollziehbar?

        Und du könntest auch die originalen Äußerungen von Trump nachlesen was mit Militarisierung gemeint ist. Damit meinte er, dass er das Militär so groß und stark machen wird, dass sich niemand mit diesem anlegen wird. Militarisierung ist in erster Linie Abschreckung.

      • admin
        25 Juli 2017 at 23:53

        Was heulst du mich an? Trump hatte im Wahlkampf einerseits Rüstung beschworen und gegen radikale Muslime geätzt, aber gleichzeitig Amerikas außenpolitische Einmischungen beklagt. Die Message war widersprüchlich, aber viele Wähler hatten ihm geglaubt, dass er deeskalieren wird. Überrascht dich das wirklich, dass ein Politiker im Wahlkampf allen alles verspricht? Die Slogans, die von den Trump-Medien kamen, hießen im Prinzip oft „Hillary bedeutet Krieg“ und „Trump bedeutet Frieden“. Wenn du das nicht mitbekommen hast und den Artikel überhaupt nicht nachvollziehen kannst, dann hast du dich wohl zu lange außerhalb deiner Filterblase aufgehalten.

      • CupCake14
        26 Juli 2017 at 10:19

        „Was heulst ich dich an?“ Raffst du es eigentlich noch?
        Hast du meinen Kommentar nicht verstanden und ätzt jetzt los weil du überfordert bist du großer Analytiker? Nicht jeder Leser der deiner Interpretation nicht zustimmt ist ein dummes Merkel-Schaf das in einer Blase lebt. Vielleicht sind die Leute die keine alternativen Medien glotzen und nicht jedes Gerücht im Internet als Tatsache glauben welche man diskutieren und widerlegen muss viel weniger in einer Blase als jemand der leicht irgendeinen Unfug widerlegen kann und dann glaubt das macht ihn zum Allerschlausten. Die Hoffnungen von Trump Fans sind noch keine Trump Versprechen. Bisher ist nicht mal ein Haushaltsettat für die neue Regierung verabschiedet worden. Du betreibst mit solchen Artikeln lediglich Querulantentum und ätzt gegen Leute die deine Strohmannargumente benennen. Du bist doch selbst der größte Narzisst und deine Verachtung für Leute die dir nicht einfach aus der Hand fressen ist echt widerlich.

      • admin
        26 Juli 2017 at 11:51

        Trump war sein ganzes Leben lang ein gieriger, selbstsüchtiger und narzisstischer Haifisch, ohne Ahnung von Politik und Militär. Dass er dich und andere in wenigen Monaten mit leerem Gelaber von großspurigen Dingen überzeugen konnte, ist traurig. Ich habe die Leute gewarnt. Wenn du keine Menschen einschätzen kannst, dann lass das politische Geschreibsel lieber bleiben.

  • KIDWITDEGUN
    22 Juli 2017 at 18:08
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    Alles richtig.

    Eine Korrektur zu Punkt 5.) „Hat Trump die Wirtschaft neu belebt mit „America First“-Regelungen?“

    Es ist alles andere als eindeutig, dass Amerikaner von Schutzzöllen profitieren würden. Sicher, die chinesische Führung kann Millionen von Sklaven anschaffen lassen. Sicher, in Indien ist der Lebensstandard so niedrig, dass man dort für weniger Geld produzieren kann. Das bedeutet aber auf der anderen Seiten günstigere Produkte und Dienstleistungen für Amerikaner, die dann ihre Wirtschaft darauf einstellen und andere Dinge produzieren können. Würde Trump chinesische Autos verbieten oder stark verteuern, dann würden natürlich amerikanische Autobauer und deren Arbeiter profitieren. Andererseits wäre aber der gesamte restliche Markt unvoraussehbar betroffen, etwa der Maschinenbau, Werkzeuge, Kühlschränke, Klimaanlagen, IT, Versicherungen, Bildung, etc. betroffen. Niemand kann das so exakt planen, als dass man Amerikanern einen Vorteil garantieren könnte.

    „America First“ müsste daher eher bedeuten, Regulierungen abzubauen und Sozialleistungen zu kürzen. Außerdem müsste man die Steuern auf Konsum und nicht auf Proktion umlegen, weil Reiche ohnehin mehr konsumieren können und Arme somit im Unternehmensaufbau weniger behindert wären. Außerdem müsste die FED aufhören, den Leitzins zu manipulieren.

    • CupCake14
      23 Juli 2017 at 13:02
      Leave a Reply

      Alles richtig, ja? Bist du dir da auch ganz sicher?

    • abgelehnt83
      24 Juli 2017 at 13:12
      Leave a Reply

      „Sozialleistungen zu kürzen“ … und dann? Bürgerkrieg??

      • KIDWITDEGUN
        24 Juli 2017 at 13:57

        @ abgelehnt83

        Angebliche Sozialleistungen schaden den Ärmsten, denn sie verteuern Güter und Dienstleistungen, weil alle höhere Preise dafür zahlen müssen, im Gegenzug die Beamten mit durchfüttern zu müssen. Auch sorgt der Wegfall der Arbeitskraft der Beamten für Bürokratie dafür, dass insgesamt weniger Güter und Dienstleistungen zur Verfügung stehen.

        Ebenfalls zerstört der angebliche Sozialstaat familiäre Strukturen, was sich derzeit daran äußert, dass bereits 70% aller schwarzen und 30% aller weißen Kinder in Amerika von Alleinerziehenden Müttern geboren werden.

        Außerdem stärken höhere Steuern die staatlichen Strukturen, was dazu führt, dass das Geld beim Militär und den Lobbyisten landet.

        Nicht zuletzt zerstört der Sozialstaat die Kultur der individuellen Freiheit und Verantwortung.

        Der Sozialstaat schadet den Ärmsten also mindestens auf fünffache Weise.

        Es gibt Studien, nach denen Afroamerikanerinnen 40% ihres Geldes für Luxus ausgeben (was evolutionär Sinn macht).

        Es ist der Sozialstaat, der Bürgerkrieg wahrscheinlicher macht.

      • abgelehnt83
        26 Juli 2017 at 13:26

        langfristig ja

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