Kommentar

Zuallererst: Meine beiden Kinder sind nicht geimpft. Sie sind absolut gesund, überdurchschnittlich clever, sieh haben keine der üblich gewordenen Lernverzögerungen, Entwicklungsverzögerungen, kein ADHD, kein Asperger, keine Allergien, kein gar nichts. Wir sind keine Esoteriker und keine Leichtgläubigen, kein “bildungsferner” Haushalt.

Nun regt sich die hohe Politik auf über eine an Masern gestorbene Mutter, während sich kein Schwein zu kümmern scheint um die von der AOK geschätzten 18.800 Toten durch Behandlungsfehler in deutschen Kliniken pro Jahr, etwa fünfmal so viele Todesfälle wie im Straßenverkehr. Das sind 51,5 vermeidbare Tote pro Tag, was mehr als das Doppelte der Opfer des Manchester-Bombenanschlags darstellt. Keine Lichterketten gibt es für diese Toten, keine Betroffenheits-Maschinerie, keine hohe Politik die deshalb der medizinischen Industrie Feuer unterm Hintern macht. Da sind die ganzen (oft vermeidbaren) Krebstoten noch nicht einmal miteingerechnet, die der Politik ebenfalls scheißegal zu sein scheinen.

Aber wehe, jemand stirbt tragischerweise an Masern, was für die Politik und den Beamtenapparat natürlich eine Peinlichkeit darstellt, die Karrieren gefährdet. Sofort sind sich die überbezahlten Bonzen und Lobbyisten einig: Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit muss weg!

Da tönt die Verräter-FDP, die der Industrie wieder mal Geschenke machen will. Da tönt die “ZEIT” aktuell mit einem Kommentar, laut dem die neue verpflichtende Impfberatung nicht weit genug ginge und man eine völlige Impfpflicht bräuchte. Bisher haben die größten Parteien da abgewunken, weil das massiv stimmen kosten kann. Nicht nur lehnen 5% der Bevölkerung Impfen komplett ab, es gibt auch noch weitere 15% oder mehr, die akute Zweifel hegen. Wenn diese Bürger sich querstellen, kann die Industrie einpacken und das Maul halten.

Die FDP meint, Kinder hätten das “Recht auf Impfung”, was bedeutet sie hätten kein Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Eltern kein Recht, zu entscheiden. Ich schätze mal, die Bürger der DDR hatten auch ein “Recht auf Schutz vor konterrevolutionären Bestrebungen” und die Stasi half hier gerne aus.

Die ZEIT bringt praktisch keine wissenschaftliche Argumentation, nur den Verweis auf industrienahe/staatsnahe schwammige Angaben über wenige „anerkannte Impfschäden“ und angebliche grandiose Erfolge im Vergleich von heute zu der Zeit vor flächendeckenden Impfungen. Das ist der klassische Nepp. Freilich erkennen der Staat und die Industrie praktisch keine Impfschäden an. Sie sind schließlich Herr und Richter. Wenn der Staat wie in der DDR der einzige Autobauer ist, erkennt er auch keine Beschwerden darüber an, dass die gebauten Autos Müll sind und viel zu gefährlich.

Die Industrie meidet es, wie der Teufel das Weihwasser, ehrlich zu untersuchen wie eigentlich der Unterschied aussieht zwischen geimpften und ungeimpften Kindern in der heutigen Zeit und in Industrieländern. Also ein fairer Vergleich und nicht dieser Nepp, wo Todesfälle aus den 1930ern mit heute verglichen werden oder wo man die entwickelte Welt mit der Dritten Welt in einen Topf wirft. Jedesmal wenn eine faire Studie gemacht wird, zeigen sich bei geimpften Kindern massenhaft gehäufte Krankheiten. Die Industrie kann keine fairen Studien vorweisen, wonach Impfungen signifikante Vorteile bringen und ungefährlich sind.

Der Vergleich von Kindererkankungen vor der flächendeckenden Einführung von Impfungen sowie nach der Einführung ist aus mehreren Gründen total hinfällig und grenzt an gezieltem Betrug: Vor 80 Jahren, in Hunger und Chaos und Dreck hatten die immungeschwächten Kinder selbstverständlich große Probleme mit Krankheiten. Je mehr Zivilisation es gab, umso mehr fielen die Todesraten durch Kinderkrankheiten. Der Trend ging schon lange vor der flächendeckenden Einführung von Impfungen steil nach unten. Die Impfungen hatten praktisch keine Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Trends. Heute und damals zu vergleichen heißt Äpfel mit Birnen zu vergleichen und ist unlauterer Unfug. Die Pharmaindustrie schmückt sich mit fremden Federn.

Dumme, einfachste Argumente werden uns von der ZEIT aufgetischt. Vergleiche mit dem Anschnallen im Auto. Sorry, aber Anschnallen ist völlig gefahrlos. Impfen bedeutet, einen abstrusen Cocktail zu injizieren von einer Branche, die vom Staat gedeckt wird.

Robert Koch: Grausam, verantwortungslos und geldgeil

Es ist notwendig, angesichts der aktuellen Masern-Hysterie auch über den Irrsinn der Säulenheiligen der Pharmaindustrie aufzuklären. Nehmen wir das Robert-Koch-Institut, welches nun mächtig trommelt und am liebsten die Republik zwangsmedikamentiert sehen will. Der Namesgeber des Instituts betrieb dank Steuergelder wichtige Forschungen, leitete aber auch inkompetente und grausame Menschenversuche in Konzentrationslagern und war, was das Geschäft anbetraf, ein geldgeiler Hochstapler.

Sein angebliches Wunder-Impfmittel gegen den von ihm entdeckten Tuberkulose-Erreger hieß “Tuberkulin” und er wollte damit stinkend Reich werden. Die Öffentlichkeit hatte euphorisch auf die Entdeckung des Erregers reagiert, weil sie damit die Hoffnung auf ein Heilmittel verband. Die Zusammensetzung hielt Koch geheim wie einen Hexentrank. Die Öffentlichkeit musste auf den großen Namen vertrauen und reagierte enthusiastisch. Koch wurde das Großkreuz des Roten Adlerordens verliehen. Der Sozialhygieniker Alfred Grotjahn hat beschrieben, wie Tuberkulin in Greifswald eintraf:

„Auch für Greifswald kam endlich der große Tag, an dem in der inneren Klinik die ersten Impfungen mit Tuberkulin vorgenommen werden sollten. Es wurde begangen wie etwa eine Grundsteinlegung oder eine Denkmalsenthüllung. Lorbeerbäume bildeten den Hintergrund, von dem sich Ärzte, Schwestern und Patienten in schneeigem Weiß und der Chef in schwarzen Bratrocke abhoben: Festrede des Internisten, Vollzug der Impfungen an auserwählten Kranken, donnerndes Hoch auf Robert Koch!“

Dummerweise war die Impfung so nutzlos, wie es Globuli oder Bachblüten oder Gesundbeten sind. Dafür recht gefährlich. Koch versuchte, aus seiner Entdeckung kommerziellen Gewinn zu schlagen, was ihm, der er mit staatlichen Mitteln an einem staatlichen Institut geforscht hatte, übel genommen wurde. Vom Kultusministerium forderte er ein eigenes Institut ausschließlich zur Produktion von Tuberkulin und veranschlagte den jährlich zu erwartenden Gewinn auf 4,5 Millionen Mark. Auch deutete er an, dass ihm bereits Angebote aus den USA vorlägen.

Regeln für Arzneimittelversuche existierten damals noch nicht. Nach Angaben von Koch hatte er das Medikament an Tieren erprobt; allerdings konnte er später die angeblich geheilten Meerschweinchen nicht vorweisen. Dass Menschen viel empfindlicher mit Fieber, Gelenkschmerzen und Übelkeit auf Tuberkulin reagierten als seine Versuchstiere, beunruhigte ihn nicht. Unter anderem testete er Tuberkulin an seiner Geliebten und späteren zweiten Ehefrau, der damals siebzehnjährigen Hedwig Freiberg. Sie berichtet in ihren Erinnerungen, dass sie nach den Worten Kochs „möglicherweise recht krank“ werden könne, „sterben würde ich voraussichtlich nicht“.

Nachdem Tuberkulin auf dem Markt war, häuften sich in der Fach- und Publikumspresse zunächst Berichte über Heilerfolge, dann folgten erste Meldungen von Todesfällen. Sie wurden noch nicht allzu ernst genommen, weil die Ärzte immerhin mit schwerkranken Patienten experimentierten. Rudolf Virchow gelang es jedoch, bei der Obduktion von Leichen nachzuweisen, dass Tuberkulin die Bakterien nicht abtötete und latent vorhandene Bakterien sogar aktivierte. Robert Koch sah sich gezwungen, die Zusammensetzung seines Geheimmittels aufzudecken, wobei sich herausstellte, dass er selbst nicht genau wusste, was es enthielt. Es handelte sich um einen Extrakt aus Tuberkelbazillen in Glycerin, auch konnten tote Tuberkelbazillen nachgewiesen werden.

Koch ließ sich vom preußischen Kultusminister beurlauben und fuhr nach Ägypten, was ihm als Flucht vor der deutschen Öffentlichkeit ausgelegt wurde. Im Preußischen Abgeordnetenhaus fand im Mai 1891 eine erregte Debatte statt. Koch blieb weiterhin vom Wert seines Heilmittels überzeugt und präsentierte 1897 ein abgewandeltes Tuberkulin, das als Therapeutikum aber ebenfalls wertlos war. Dies und zahlreiche andere Indizien weisen darauf hin, dass Koch nicht einen „Tuberkulinschwindel“ begehen wollte, wie ihm damals häufig vorgeworfen worden ist, sondern er sich selbst getäuscht hatte.

Der Medizinhistoriker Christoph Gradmann hat rekonstruiert, wie Tuberkulin nach Ansicht von Koch funktionieren sollte. Demnach tötete das Mittel die Bakterien nicht ab, sondern löste eine Nekrose des tuberkulösen Gewebes aus, wodurch die Tuberkelbazillen sozusagen „ausgehungert“ wurden. Diese Vorstellung lag damals wie heute außerhalb üblicher medizinischer Theorien.

Die Farbwerke in Frankfurt/Höchst, vormals Meister Lucius & Brüning AG (die spätere Hoechst AG), kauften die noch reichlich vorhandenen Tuberkulin-Bestände auf. Später stieg die Firma unter der Leitung des Koch-Schülers Arnold Libbertz auch in die Produktion ein. Hoechst fusionierte 1925 mit anderen Unternehmen zur berüchtigten I.G. Farben.

Kochs Menschenversuche in “Konzentrationslagern”

Die deutsche Öffentlichkeit reagierte seit dem Tuberkulin-Skandal auf Arzneimittelversuche am Menschen empfindlich, außerdem mussten Probanden seit 1900 aufgrund einer „Anweisung an die Vorsteher der Kliniken, Polikliniken und sonstigen Krankenanstalten des Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten“ ihre Einwilligung zu Arzneimittelstudien geben. Deswegen wich Koch – wie auch zahlreiche Kollegen in der deutschen, britischen und französischen Tropenmedizin – auf die Kolonien aus, um Arzneimitteltests an Einheimischen ohne deren Einwilligung vorzunehmen.

Koch experimentierte mit verschiedenen Arsenpräparaten, wobei er sich auf Anregung von Paul Ehrlich besonders auf Atoxyl konzentrierte. Kurzfristig besserten sich die Symptome unter der Therapie, längerfristig gelang es ihm jedoch nicht, die Parasiten aus dem Blut zu beseitigen. Koch steigerte die Dosen bis auf 1 Gramm, gespritzt in Abständen von sieben bis zehn Tagen. Die Behandlung war sehr schmerzhaft und rief Schwindelgefühle, Übelkeit und Koliken hervor. Als schließlich sogar noch irreversible Erblindungen und auch Todesfälle auftraten, ging Koch mit der Dosis wieder zurück. Zahlreiche Patienten – die von den deutschen Ärzten auf britischem Kolonialgebiet nicht zwangsinterniert werden konnten – flohen vor der Behandlung.

Weiter empfahl er, in verseuchten Orten Reihenuntersuchungen vorzunehmen, die Infizierten „herauszugreifen“ und in „Konzentrationslagern“ zu versammeln. Obwohl Atoxyl offensichtlich unwirksam und hochtoxisch war, hielt Koch an diesem Mittel fest. Dahinter stand das Konzept, ganze Populationen zu behandeln, obwohl der einzelne Kranke von der „Therapie“ nicht profitierte und schlimmstenfalls erblindete.

Tatsächlich sind nach der Abreise Kochs drei Schlafkrankenlager mit über 1.200 Patienten eingerichtet worden. Heilerfolge gab es keine. An den veröffentlichten Statistiken fällt die extrem hohe Zahl in der Kategorie „Abgang“ auf – die Patienten hatten sich durch Flucht entzogen. In diesen Lagern wurden auch noch weitere Präparate wie Arsenophenylglycin undArsphenamin, die aus dem Labor von Paul Ehrlich geliefert wurden, erprobt. Hierbei kam es zu weiteren Todesfällen. Nach einer Publikation in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift wurden solche Versuche vom Reichskolonialamt untersagt, und nach 1911 wurden die meisten Lager und Stationen in Deutsch-Ostafrika aufgelöst. Die brutalen Methoden, mit denen Schlafkranke zur selben Zeit in Togo zwangsbehandelt wurden, gehen nicht auf Robert Koch zurück.

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