Bundeswehr-Oberleutnant Franco A.: Verrückt, Spion, rechtsextrem?

Kommentar Die Geschichte des Bundeswehr-Oberleutnants Franco A. klingt oberflächlich betrachtet wie die eines Irren: Neben seiner Karriere im Militär verschafft er sich die falsche Zweit-Identität „David Benjamin“, ein vermeintlicher christlicher...
Archivbild Bundeswehr/Shutterstock

Kommentar

Die Geschichte des Bundeswehr-Oberleutnants Franco A. klingt oberflächlich betrachtet wie die eines Irren: Neben seiner Karriere im Militär verschafft er sich die falsche Zweit-Identität „David Benjamin“, ein vermeintlicher christlicher Flüchtling aus Syrien, der kein arabisch spricht. Er bunkerte angeblich eine Schusswaffe an einem Flughafen, holt diese später wieder ab. Belastet wird er von einem Chat-Kumpel, bei dem eine Hausdurchsuchung Verstöße gegen Waffengesetz, Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz zutage förderte. Die BILD spricht davon, dass er Todeslisten führte mit potenziellen Opfern aus der linken Szene. Nun schweigt er eisern, während 16 weitere Durchsuchungen in Frankreich, Deutschland und Österreich stattfanden. Was ist hier los?

Hypothese 1: Das unabhängige rechte Terrornetzwerk: In diesem Szenario hat sich Franco A. mit Gleichgesinnten zusammengeschlossen und möchte Terroranschläge unter falscher Flagge begehen. Die Öffentlichkeit soll denken, dass es sich um islamistische Täter handelt, denn solcher Terror beflügelt die Wahlergebnisse rechter Parteien in Europa. Im Gegensatz zu dem norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik will diese Zelle nicht offen in Erscheinung treten. Mit falschen Flüchtlings-Identitäten will man falsche Papiere erhalten, die dann später nach einem Anschlag als Beleg dafür gelten, dass Flüchtlinge die Taten begangen haben.

Hypothese 2: Ostblock-Agenten: In diesem Szenario arbeiten Franco A. und seine Gesinnungsgenossen bewusst oder unbewusst als für Russland. Entweder wurde der Anführer der Zelle direkt von russischen Geheimdiensten rekrutiert, oder die russischen Geheimdienstler gaben sich als rechte europäische Gruppe aus, die neue Mitglieder sucht. Russland infiltriert seit über 100 Jahren erfolgreich die rechte Szene in Deutschland. Die Rechten sollen nach Wunsch Moskaus Europa destabilisieren und Anschläge unter falscher Flagge begehen, um russlandfreundliche, islamkritische Parteien zu beflügeln.

Hypothese 3: West-Agenten: Franco A. oder jemand anderes von Bedeutung in der Gruppe arbeitet für westliche Geheimdienste und soll in der rechten Szene herumspionieren, Radikale finden und jene sogar zu Straftaten anstiften.

Hypothese 4: Der Irre: Vielleicht ist Franco A. schwer narzisstisch oder hat eine antisoziale Störung, die er bislang gut verbergen konnte. Möglicherweise betrachtet er sich in seiner Fantasie als eine Art brauner Ché Guevara einer braunen Revolutionsgruppe.

Die Massenmedien werden sich standhaft weigern, Szenario Nummer 3 zu besprechen, weil dies operative Vorgänge und Methoden behandeln würde, die der Geheimhaltung unterliegen. Die sogenannten „alternativen Medien“ hingegen werden den Fall entweder ignorieren, oder zumindest Szenario 3 besprechen, ohne natürlich auf Szenario 1 und 2 einzugehen, denn die alternativen Medien sind zu 99% Moskau hörig.

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Sicherheit
One Comment
  • abgelehnt83
    30 April 2017 at 17:39
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    Faustregel: Sobald es den Untertanen dressieren soll + den Wutbürger provozieren + die gesamte Gesellschaft verwirren, dann war es vom System zumindest in Kauf genommen oder sogar gewollt und geplant.

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