Früher waren die Assads noch Partner von Bush und Clinton und bekamen Lob von der CIA

Der syrische Diktator Assad finanziert seine Kriege über Briefkastenfirmen, so die Interpretation aus den Panama-Papers, genauer gesagt über Ölschmuggel seines Cousins und der Umgehung der westlichen Sanktionen. Außerdem hat...

Der syrische Diktator Assad finanziert seine Kriege über Briefkastenfirmen, so die Interpretation aus den Panama-Papers, genauer gesagt über Ölschmuggel seines Cousins und der Umgehung der westlichen Sanktionen. Außerdem hat der Clan massenhaft in die eigenen Taschen gewirtschaftet. Unter anderem seien sechs Londoner Luxuswohnungen für 6 Millionen britische Pfund gekauft worden. Während der Syrienkrieg bereits wütete, kaufte Soulieman Marouf Luxusgüter bei Armani und Harrods ein für Assads Frau.

Bashar al-Assad durfte noch in London studieren und durchlief im Western Eye Hospital eine Ausbildung zum Augenarzt. Während dieser Zeit lernte er seine spätere Ehefrau, die Finanzanalystin Asma (Emma) Fauaz al-Akhras kennen, eine in Großbritannien geborene und aufgewachsene Syrerin aus einer Familie wohlhabender Sunniten.

Während dem Golfkrieg von 1990/91 kooperierte Syrien mit den USA und bildete eine multinationale Koalition. Hafez al-Assad nahm sogar eine Einladung an von US-Präsident George H.W. Bush für eine Friedenskonferenz. Auch Bill Clinton traf sich mit Hafez. Der Assad-Clan hatte sich tief eingegraben in alle Bereiche Syriens und sich die Taschen vollgestopft, so wie auch andere Diktatoren-Clans, die bis vor wenigen Jahren noch gute Beziehungen zu den USA pflegten.

Die Veröffentlichung der Panama Papers hatte auch eine militärisch-politische Bedeutung, denn das Austrocknen von Steueroasen zusammen mit biometrischen Pässen macht es ungeheuer schwierig für Diktatoren, sich mehrere Exilmöglichkeiten samt gebunkerten Reichtümern offenzuhalten.

Archivierte, inzwischen von der Geheimhaltung befreite Dokumente der Central Intelligence Agency zeigen, wie mehrere aufeinanderfolgende US-Administrationen einst Syriens Langzeit-Präsidenten Hafez al-Assad unterstützten, den Vater des gegenwärtigen Präsidenten Bashar al-Assad, als ein Bollwerk gegen arabische Radikale. Selbst Israel nannte Hafez al-Assad den „pragmatischsten“ aller arabischen Führer seinerzeit.

In Syrien wütete die radikale Muslimbruderschaft. Man hatte blutige Rebellionen losgetreten gegen die von Alawiten dominierte Regierung von  Hafez al-Assad in Aleppo 1980 und Hama 1982.  Im Juni 1979 tötete die Bruderschaft 50 alawitische Kadetten an einer Artillerieschule in Aleppo. Die Rebellion 1980 in Aleppo begann nach der Erklärung der Regierung dass die Mitgliedschaft in der Bruderschaft ein Verbrechen sei das mit der Todesstrafe zu ahnden sei.

In einer Rede vor dem Commonwealth Club of San Francisco am 26. Januar 1984 sagte CIA-Direktor William Casey:

„Assad brachte 13 Jahre relative Stabilität für den Preis rigoroser Unterdrückung von abweichenden Meinungen. […] Präsident Assad ist kein Höriger des sowjetischen Politbüros. Er ist ein Mann mit einem starken unabhängigen Willen, ein vorzüglicher Verhandler.“

Die CIA favorisierte klar und deutlich einen Nachfolger für Assad, der Syriens Stabilität bewahren konnte. Dieser Nachfolger sollte schließlich Hafez‘ Sohn Bashar al-Assad sein, der von Großbritannien ausgebildete Augenarzt, der 2000 die Regierungsgeschäfte übernahm.

Bereits 1983 entwickelte sich eine Anti-Assad-Fraktion innerhalb der CIA. In einem geheimen Memo vom 14. September 1983 hieß es:

„Die USA sollten in Erwägung ziehen, den Druck auf Assad dramatisch zu erhöhen durch verdeckt orchestrierte, gleichzeitige militärische Bedrohungen gegen Syrien von drei angrenzenden Staaten, die Syrien feindlich gesinnt sind: Irak, Israel und Türkei.“

Enthält Auszüge aus wikipedia

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Sicherheit
3 Comments on this post.
  • Illuminati King
    23 November 2012 at 23:20
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    Manchmal scheint mir, als würde Robert Greene’s 48 Laws Of Power nicht zur Standardlektüre von Diktatoren
    zweiten Ranges gehören…

  • Flash
    23 November 2012 at 19:48
    Leave a Reply
  • Samy Fresh
    23 November 2012 at 19:42
    Leave a Reply

    Sehr guter Text nur die Rechtschreibung lässt ein wenig zu wünschen übrig 😉

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