Lächerlicher Spin soll Trumps Luftschlag als cleveren Schachzug schönreden

Kommentar Der Schock bei den Trump-Fans über den Luftschlag gegen Syrien sitzt tief. Ohne Kriegserklärung und ohne Erlaubnis des US-Kongresses ließ Trump seine Generäle ein fremdes Land bombardieren, hinter dem...

Kommentar

Der Schock bei den Trump-Fans über den Luftschlag gegen Syrien sitzt tief. Ohne Kriegserklärung und ohne Erlaubnis des US-Kongresses ließ Trump seine Generäle ein fremdes Land bombardieren, hinter dem auch noch Russland und der Iran stecken.

Händeringend wurde von den „alternativen“ Medien nach einer Ausrede gesucht, nach einem Spin, mit dem man dieses PR-Desaster wieder schönreden und die Lüge vom cleveren Anti-Establishment-Trump aufrecht erhalten kann.

Es verbreitet sich nun online eine lächerliche zusammengeschusterte Ausrede, laut der Trumps Entscheidung ein cleverer Schachzug gewesen sei, der ihm gleich mehrere große Vorteile bringen soll. Kit Daniels auf Infowars und einige andere Figuren argumentieren:

  • Trump würde nun wegen dem Luftschlag nicht mehr als Putins Marionette wirken
  • Trump hätte sich die Sympathien der Massenmedien gesichert
  • Trumps härteste Kritiker bei den Konservativen müssten nun die Klappe halten
  • Der Schaden durch den Luftschlag war klein und die Russen wurden vorgewarnt, deshalb seien die Russen nicht wirklich sauer. Trump könne nun eine schöne Lösung mit den Russen für Syrien aushandeln
  • Trump wirke jetzt kompetent
  • Trump hätte auch beim Iran und China seine Verhandlungsposition gestärkt

Klingt super, ist aber weitestgehend Unsinn, der den schwitzenden, nervösen Trump-Befürwortern in den „alternativen“ Medien ein wenig mehr Zeit verschaffen soll, bevor auch der Allerdümmste einsehen muss, dass Trump nie vorhatte, das US-Establishment abzusägen:

  • Trump und seine Vertrauten haben trotzdem immer noch die Ermittlungen wegen Russland an der Backe. Und die Luft wird immer dünner für diese Personen. Kürzlich fassten die Russen einen hohen CIA-Maulwurf in ihrem FSB-Cyberware-Programm, der jahrelang Infos weitergegeben hatte. Man kann davon ausgehen, dass es noch mehr hohe CIA-Spione gibt. Außerdem hatte die NSA alle Möglichkeiten, Geldströme und Kommunikationen abzufangen. Vielleicht begräbt das US-Establishment die Ermittlungen gegen Trump, aber im Gegenzug wäre Trump dann auf ewig erpressbar.
  • Trump ist nun gezwungen, den militanten Kurs beizubehalten und zu steigern, um nicht wieder bergab zu rauschen. Der Luftschlag ist schnell wieder verpufft und die Neocons wollen mehr. Der Luftschlag war nur eine sichtbare Maßnahme. Dahinter stehen noch unsichtbare Maßnahmen. Die USA ziehen sich nicht aus der Region wirklich zurück.
  • Trump hatte auch immer angekündigt, sehr hart gegen den Iran vorgehen zu wollen. Das wird den Russen nicht gefallen, dafür aber der US-Rüstungsindustrie
  • Gleichzeitig sind die Russen immer noch illegal in der Ukraine, versuchen sich den Balkan zu krallen und bedrohen verschiedene Teile von Europa. Trump hat als Immobilienhai und Medien-Fuzzi keine Ahnung von diesen Konflikten und wird auf seine Generäle und Neocons hören. Weitere heftige Streitereien mit Russland sind vorprogrammiert
  • Trump hat sein Versprechen wahrgemacht, in anderen Regionen heftiger zu bomben als Obama, was bereits zu deutlich mehr zivilen Opfern führte. Trump kümdigte im Wahlkampf an, dass die Welt Amerika wieder fürchten wird. Trump macht sein Wahlversprechen wahr. Der aktuelle Luftschlag gegen Assad ohne Erlaubnis des Kongresses lässt Trump nicht in einem besseren Licht erscheinen.
  • Trumps harte Kritiker bei den Republikanern werden nicht lockerlassen. Trump scheiterte kläglich mit der Abschaffung von Obamacare und seinen Einreisestopps. Ein kleiner Luftschlag ändert nichts daran
  • Gemeinsame „Lösungen“ von Washington und Moskau können zwar den Syrien-Krieg beenden, aber wenn die beiden Super-Reiche eine Weltregierung bilden, steht die Welt vor der totalen Diktatur.
  • Die Russen werden wegen dem Luftschlag kein bisschen zurückstecken, weder bei Syrien noch beim Iran
  • Syrien interessiert die Chinesen nur marginal. Trump hat jetzt keine verbesserte Verhandlungsposition. Trumps Generäle analysieren, wie sie vorgehen wollen. Trump hat vom Militär soviel Ahnung, wie ein Fisch vom Fahrrad fahren
  • Trumps Administration ist immer noch voller Establishment-Insider und Neocons . Neurechte wie Steve Bannon sind auf dem Abstellgleis gelandet.
  • Beim nächsten 9/11 wird Trump garantiert zum George Bush 2.0. Seine Heimatschutz-Bosse sind höchst verdächtig

Kurzum: Der Betrug am Publikum wird weitergesponnen mit neuen Ausreden und naivem Wunschdenken. Die Trump-Beklatscher verschaffen sich wieder etwas mehr Zeit. Spätestens wenn Trump die Banken beschenkt, einen Krieg anfängt und Folterprogramme starten lässt, wird auch der Allerdümmste es begreifen.

Natürlich klammert sich Alex Jones, einer der widerlichsten Trump-Beklatscher, nun an genau diesen Strohhalm von Trumps angeblich respektablem Schachzug.

Die negativen Votes und Kommentare unter Jones‘ Youtube-Video sprechen allerdings Bände.

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