Anklage gegen Deutsche: Neue Wende im Fall „Lisa“

Kommentar Die BILD hat neue Infos zu den Ermittlungen über das berüchtigte russischstämmige Mädchen „Lisa“, das zum Politikum wurde: Sie soll mit 13 Jahren bei ihrem 19-jährigen Freund kurz...

Kommentar

Die BILD hat neue Infos zu den Ermittlungen über das berüchtigte russischstämmige Mädchen „Lisa“, das zum Politikum wurde: Sie soll mit 13 Jahren bei ihrem 19-jährigen Freund kurz untergetaucht sein und außerdem sexuelle Beziehungen zu zwei erwachsenen deutschen Männern gehabt haben. Nach ihrem Verschwinden wurde eine Geschichte lanciert und von (pro-)russischen Propagandamedien verbreitet, wonach Lisa von Migranten entführt und vergewaltigt wurde. Der deutschen Polizei wurde vorgeworfen, den Fall vertuscht zu haben und sogar der russische Außenminister erklärte sich für den Fall zuständig. Organisierte Demonstrationen von Russlanddeutschen erbaten sich Hilfe und Schutz aus Moskau.

Nun wird Anklage erhoben gegen einen von zwei Deutschen, der Sex mit dem Mädchen gehabt haben soll. Die Propaganda hat natürlich längst das Interesse an dem Fall verloren.

Die westlichen Massenmedien haben längst aufgegeben, Fälle sexueller Gewalt durch Migranten unter den Teppich zu kehren. Gerade im Wahlkampfjahr sehen wir nun heftige Verschärfungen der Gesetze, bis hin zur geplanten unbegrenzten Haft für Gefährder in Bayern. Es sieht mal wieder so aus, als wenn die hohe Politik in Ostund West die Bürger zu den eigenen Zwecken instrumentalisiert.

Wer sich wirklich russische Zustände in Deutschland wünscht, der sollte noch einmal genau darüber nachdenken. Sogar die Moscow Times berichtete, dass Kindesmissbrauch in Russland „Routine“ ist, Kinderprostitution grassiert und die Strafverfolgung lasch ist, insbesondere bei organisiertem Verbrechen. Laut einer Einschätzung von 2004 stammte 23% der Kinderpornografie im Internet aus russischen Quellen.

Es wird dennoch in der Propaganda impliziert, dass der russische Staat nun als Schutzmacht der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik auftreten soll und eine Vorbildfunktion hat.

Fast zeitgleich mit dem Fall Lisa schubste ein einschlägig bekannter Täter, geboren in Deutschland aber mit familiärem Migrationshintergrund, eine 20-jährige vor einen Zug und tötete sie damit. Der Täter wurde schnell in die Psychiatrie gesteckt und die Presse mutmaßte über eine schwere Schizophrenie. Warum gab es hier keinen großen Aufschrei und kein großes Interesse an Aufdeckung? Weil dieser Fall sich nicht ausschlachten ließ wie der Fall Lisa. In Kiel soll ein Mann mit turkmenischer Abstammung eine Siebenjährige verschleppt und vergewaltigt haben. Turkmenistan ist ehemaliges Sowjetgebiet, also hat sich der russische Außenminister sich hier nicht eingeschaltet.

Wenn jemand wie Lisa einen Tag verschwindet und hinterher von einer Entführung spricht, dann erfolgt bei der Polizei eine standardisierte Befragung, bei der die Geschichte immer wieder auf verschiedene Arten abgefragt wird und wo Beamte auch hin und wieder Zweifel äußern. Bleibt die befragte Person immer bei exakt der gleichen Darstellung, erweckt dies Glaubwürdigkeit. Ändert sie jedoch ihre Geschichte in wichtigen Elementen und Details, in der Hoffnung damit irgendwelche Logiklöcher zu stopfen, dann ist es mit der Glaubwürdigkeit dahin. Das ist völlig normale Polizeiarbeit.

Lisa soll laut Angaben der Behörden vier unterschiedliche Versionen erzählt haben und es existieren davon Vernehmungsprotokolle. Die medizinische Untersuchung war ohne Befund und die  Handydaten würden zeigen, dass sie bei einem älteren Freund gewesen wäre. Sollen jetzt blitzschnell Mobilfunkanbieter, Polizei, Ärzte und einige mehr sich zu einer Verschwörung haben hinreißen lassen? Hauptsache man kann wieder Putin als Allheilmittel und Universal-Lösung für jedes Problem anpreisen.

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