Ein Nachruf auf General Albert Stubblebine

Major General Albert Stubblebine verstarb am 6. Februar nach monatelangem Krankenhausaufenthalt an seinem 87. Geburtstag. Er war ein Mensch, der im Kalten Krieg mit der Absicht, die Welt vor den...

Major General Albert Stubblebine verstarb am 6. Februar nach monatelangem Krankenhausaufenthalt an seinem 87. Geburtstag. Er war ein Mensch, der im Kalten Krieg mit der Absicht, die Welt vor den kommunistischen Heeren zu schützen, den Weg vom kleinen US-Panzerkommandeur in Westdeutschland bis hin zum Generalsrang beschritt. Ich bin absolut davon überzeugt, dass er bis zum letzen Atemzug und bis zum letzten Geschoss die Rote Armee bekämpft hätte. Was er aber nicht wusste, war, dass Moskau einfach deutsche Großstädte mit Atomraketen bombardiert und tschechische Panzer- und Infanterietruppen in das verstrahlte Deutschland geschickt hätte. Was er auch nicht wusste, war, dass der russische militärisch-industrielle Komplex zu 95% auf westlicher Technik basierte. Im Ernstfall hätte Bert Stubblebine also auf deutschen Ackerflächen gegen russische Panzer antreten müssen mit westlichen Motoren und Federungen, sowie gegen russische Fahrzeuge, die nichts anderes waren als modifizierte Fords und FIATs. Glücklicherweise kam es gar nicht soweit.

Bert wurde von seinen Panzern zur Aufklärung und zum militärischen Geheimdienst versetzt, worauf er in den folgenden Jahren die gesamte Geheimdienststruktur der US-Armee modernisierte, das U.S. Army Intelligence and Security Command (INSCOM) anführte und beinahe NSA-Direktor wurde, ohne jedoch dabei das größere Spiel des amerikanischen Establishments zu durchschauen.

Erst hinterher, durch qualitative Fachliteratur und nachdem seine falschen Freunde im Militär ihr wahres Gesicht zeigten, konnte er verstehen, wie selbst er, dessen Spezialgebiet Informationen waren, 35 Jahre lang in seiner Karriere hinters Licht geführt werden konnte. Wie weit ist er gegangen in seiner Militärzeit? Das ist natürlich geheim und er nahm seine Geheimnisse mit ins Grab. Rückblickend gab es für mich während der Zeit, in der ich ihn kennenlernte, keine Anzeichen für mangelnde Empathie und eine gefährliche Persönlichkeitsstruktur. Anscheinend wurde er eher durch sein Mitgefühl, seine Opferbereitschaft und seinen klassischen amerikanischen Helden-Komplex von der Militärführung manipuliert und benutzt.

Er verliebte sich später ausgerechnet in eine rebellische, esoterische Psychologin und Ärztin und kämpfte die restlichen Jahre seines Lebens gegen die Pharmaindustrie und die Auswüchse der Lebensmittelindustrie und Lebensmittel-Legislatur. Natürlich kursierten immerzu Verschwörungstheorien über ihn, die aber keinen Sinn ergaben. Jemand von seinem Rang und in seinem Alter hätte nun wirklich kein Interesse gehabt, die Szene rebellischer Hippie-Alternativmediziner zu infiltrieren.

Die meisten kennen die Geschichten über Stubblebines esoterische Militärforschungen über Remote Viewing, Project STARGATE und ähnliche Themen. Allerdings vergessen die Leute, dass er zu 99% in seiner Karriere entweder mit Panzern oder mit klassischer Feindaufklärung beschäftigt war. Ich verbrachte mehrere Wochen mit seiner Stiftung in Panama mit dem Ziel, einen Dokufilm über Gentech und die furchtbare Legislatur über Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel zu produzieren, was allerdings an der chaotischen Organisation seiner Frau scheiterte. Stubblebine wirkte überhaupt nicht wie das Bild, das von ihm im Internet gezeichnet wird. Er wirkte souverän, normal und sympathisch. Er hatte weder einen künstlichen Showmaster- oder Guru-Charme, noch war er irgendwie schräg oder zurückgezogen. Er war einfach ein talentierter Militär-Mann und Nachrichtendienstler mit esoterischen Glaubensüberzeugungen, der die Feinde einer freien Gesellschaft bekämpfen wollte.

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