Ehem. technischer Direktor der NSA: Nur eigens entwickelte Verschlüsselung ist sicher

Carsten Reisinger / Shutterstock.com Von Vollbremsung Vielen wird William Binney bereits bekannt sein. Er war Technical-Director bei der NSA, bevor er bereits 2001 hingeschmissen hat und seit dem die...

Carsten Reisinger / Shutterstock.com

Von Vollbremsung

Vielen wird William Binney bereits bekannt sein. Er war Technical-Director bei der NSA, bevor er bereits 2001 hingeschmissen hat und seit dem die Machenschaften hinter der NSA verrät. Hartgesottene Infokrieger sind ja schon einiges gewohnt, die haut so schnell nichts aus den Latschen. Aber bei William Binney fällt einen dann noch hin und wieder die Kinnlade auf die Knie.

Ich weiß nicht, welcher Bekloppte beim Handelsblatt-Tag auf die Schnapsidee kam William Binney als Keynote-Speaker einzuladen. Schaut euch bitte die Gesichter der beiden Sesselfurzer auf der Bühne an. Die können es kaum fassen und das Fragezeichen über ihren Köpfen ist förmlich sichtbar. Natürlich wissen die, was draußen los ist. Aber das ganze mit einer Ressource wie William Binney an die Glocke zu hängen ist völlig verrückt. Wie dem auch sein, daher lohnt diese Video wirklich. William Binney haut volle Kanne raus. Die absoluten Insides. Auch wenn man sich die Logik so vorstellen kann, so ist es noch mal harter Tobak es aus dem Munde zum EX-NSA Direktor zu hören. Und niemand, aber wirklich niemand kann auch nur den Hauch eines Zweifel an der Person William Binney haben: das tut auch keiner. Alleine die Logik, die Sprache und die Präsens von William Binney lässt zu 100% nur einen Schluss zu: “Der Typ spricht die Wahrheit”. Das macht ihn aus SIcht der Herrschaftsstruktur absolute gefährlich. Ich wundere mich, dass er nicht schon tot ist.

Wie dem auch sein. Bei Minute 38 bestätigt William Binney, dass JEDE Kommunikation abgehört wird auch jene die verschlüsselt ist. Er bestätigt, dass jede Verschlüsselung auf dem Markt Hintertüren hat und von der NSA geknackt wird. Er erklärt aber auch, dass es theoretisch möglich ist eine eigene Verschlüsselung zu entwickeln und das sei möglich. Und zwar mit gar nicht so großem Aufwand. Wir können also davon ausgehen, dass es innerhalb der Systeme durchaus Kommunikation gibt die verschlüsselt ist und an selbst die NSA nicht knacken kann. Das muss aber dann Verschlüsselung sein von Leuten, die wissen wie die NSA arbeitet. Wie auch immer, empfehlenswertes Video.

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Technologie
3 Comments on this post.
  • ein mensch
    6 September 2016 at 10:59
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    hat mal jemand erfahrungen mit der enigmabox aus der schweiz gemacht?…

  • LostinPorn
    13 August 2016 at 20:52
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    Onetime Pad.

    Dass Information (Nachrichten und Daten) sehr wichtig ist, und wo auch nur möglich abgegriffen wird, zeigt exemplarisch das Geschehen um die Promis-Datenbank. Der Wegweisende Artikel ist “Music of a Sort” in Dr. Dobbs Magazine oder Journal aus den 70ern. Dazumal hat einer einen Sortieralgorithmus programmiert und festgestellt, dass sein Mittelwellenradio beim Programmlauf darauf reagierte, womit geklärt war, wie die Daten rausgesendet wurden, da ja jeder Prozessor ein Sender war. Verschlüsselt wurden die Daten übrigens mit dem polnischen Enigma-Verfahren, dass sich schon im 2. Weltkrieg als unbrauchbar erwiesen hatte. Vertrieb der Promis-Datenbank erfolgte über eine “neutrale” schweizer Frontfirma, die das Vertrauen der (verarschten) Kunden gewinnen konnte.
    Früher gab es dazu gute Artikel im Netz. Das ist aber leider alles nicht mehr da. Soviel zum Thema das Internet vergisst nichts.

    http://www.heise.de/tp/artikel/17/17995/1.html
    Ein einfach zu realisierendes Verfahren ist, dass ich die zu verlüsselnde Nachticht auf eine gleich große Zufallszeichenfolge (Onetime Pad) drauf xore (exclusiv oder, binär natürlich (Schaltalgebra)). Dabei muss ich nur darauf achten, dass ich echte Zufallszeichen generiere (weißes Rauschen am elektrischen Widerstand), notfalls würfeln. Die Verteilung und Verwaltung meiner Zufallszahlen an meine Kommunikationspartner ist natürlich nicht so bequem, wie die aktuelle asymetrische Verschlüsselung eines symetrischen Schlüssels, dafür aber sicher und einfach selbst programmierbar.
    In irgendwelchen schwerfälligen Firmensekten kann man so ein Verfahren natürlich nicht gegen die allseits bekannten Wasserköpfe durchsetzen. Das geben die Strukturen einfach nicht her.
    Für kleinere Firmen kann das aber jeder einfach selbst programmieren. Dazu muss man nicht mal studiert haben.

  • Absurdistan
    11 August 2016 at 19:35
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    Die geben mittlerweile also offen und ehrlich zu, was noch zu unserer Jugend Stoff für abgedrehte Actionthriller wie “Staatsfeind Nr. 1” mit Will Smith und Gene Hackmann in der Hauptrolle geboten hätte; also die Einschläge was das angeht häufen sich! Übel
    http://recentr.ipbhost.com/index.php?/topic/1504-verschw%C3%B6rungstheorien-tabuthemen-etc-jetzt-schon-im-mainstream/
    …was die provokanten wie frustrierenden Systemlinge nicht davon abhält immer noch alles als “Verschwörungstheorie” abzutun, was schon längst in dicken anerkannten Büchern steht oder uns tagtäglich “bereichert” -,-

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