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Politik

So einfach ist es, für Asyl Name, Herkunft, Alter und Radikalität zu verschleiern

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Kommentar

Der islamische Terrorist, der mit einer Axt Fahrgäste in einem Zug bei Würzburg angegriffen hat und von der Polizei erschossen wurde, soll Riaz A. heißen. Er soll 17 Jahre alt sein. Er soll aus Afghanistan kommen. Er galt als „normal“ und integriert. Letzteres ist nun deutlich widerlegt. Aber stimmten die restlichen Angaben überhaupt? Er könnte ganz anders heißen. Er könnte seinem Aussehen zufolge auch Anfang bis Mitte 20 sein. Er könnte Fachleuten zufolge auch aus Pakistan stammen. Er könnte in seinem wahren Zuhause eine terroristische Erziehung genossen haben.

Hat er sich einfach „neu erfunden“, seinen echten Pass verbrannt, sich mehrere Jahre jünger geschummelt und sich eine Legende einfallen lassen, von der er wusste, dass sie ihm beste Chancen auf Asyl bieten würde? Eigentlich gibt es im deutschen Asyl-System diverse Maßnahmen, um Asylanträge genau zu prüfen. Verschleierung und Lügen aufzudecken gehört dabei zum Alltag. Der Experte Dr. Stefan Luft klärt darüber auf:

„Ein hoher Anteil der ausreisepflichtigen Ausländer – Experten gehen von rund 80 Prozent aus – behauptet, über keine Ausweispapiere zu verfügen und macht vorsäzlich falsche Angaben zur Person und zum Herkunftsstaat.“

Die Sprachanalyse ist nur ein einzelnes Werkzeug, das zur Verfügung steht, um Angaben zu überprüfen. Fachleute können den Asylanten nach Dingen befragen, die er wissen müsste, falls seine Angaben stimmen. Dies können Dinge aus dem Alltag sein, die als selbstverständlich gelten, wie grobe geographische Besonderheiten, was für Geldscheine in der angeblichen Heimat verwendet werden, was alltägliche Preise sind für diverse Waren usw. Auf solche Maßnahmen kontern professionelle Schlepper-Organisationen mit gezielten Schulungen und sogar mit komplexen Legenden, die die Person als politisch Verfolgten darstellen. Eine solche Legende zu knacken erfordert mehr Aufwand, der an klassische Spionageabwehr erinnert. Bei den innerdeutschen Flüchtlingen aus der DDR wurde damals auch vehement versucht, Ost-Spione auszusortieren. In Südkorea werden Flüchtlinge aus dem Norden sehr gründlich unter die Lupe genommen.

Der Ansturm der jüngsten Flüchtlingswelle hat die deutschen Behörden gründlich überfordert und es besteht der dringende Verdacht, dass viele Asylbwerber nach einer kurzen Ansicht der Akte „durchgewunken“ werden. Wenn sie in Deutschland dann eine Tarnidentität leben mit Handy, westlichen Klamotten und Fußball, dann tauchen sie nicht mehr auf dem Radar der Behörden auf, bevor es zu spät ist.

Deutsche Anwälte können natürlich prächtig daran verdienen, wenn sie aktuelle Informationen beschaffen und recherchieren, die von Vorteil sind für eine Asyl-Legende. Diejenigen Asylbewerber, die Erfolg hatten, teilen mit anderen Bewerbern ihr Wissen. Wird dennoch ein Antrag-Steller abgelehnt, blieben ihm die Möglichkeiten von Folgeanträgen, Kirchenasyl, Vortäuschen psychischer Probleme, falsche ärztliche Atteste, Untertauchen oder die Verschleierung der Identität.

Dr. Luft nennt ein Beispiel von vielen: Ousman S. beantragte gleich dreimal Asyl in Deutschland unter drei unterschiedlichen Namen mit völlig unterschiedlichen Geschichten. Keines der angeblichen Herkunftsländer wollte den mehrfach straffällig gewordenen Hochstapler zurücknehmen. Er war somit quasi staatenlos geworden.

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