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Sicherheit

Die politisch heiklen Morde in den USA von und an Polizisten

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KOMMENTAR

Der aktuelle Fall Alton Sterling, der den Terroristen Micah Johnson in Dallas animiert haben soll, polarisiert. Sterling war anscheinend illegal als Vorbestrafter bewaffnet und wedelte in der Öffentlichkeit mit seiner Pistole herum, kämpfte mit zwei Polizisten und wurde erschossen. Die Black Lobby nennt ihn einen engelsgleichen Riesen, die Behörden kennen ihn als einen eindeutig vorbestraften Gewalttäter:

  • illegaler Waffenbesitz bei gleichzeitigem Besitz einer verbotenen Substanz
  • Körperverletzung
  • Raubüberfall
  • Drogenhandel
  • Widerstand gegen Verhaftung; ihm fiel dabei eine Schusswaffe aus dem Hosenbund
  • Er schwängerte eine 14-jährige und wurde ins Sexualstraftäter-Verzeichnis aufgenommen
  • Fehlende Unterhaltszahlungen

Aber auch die zwei Polizisten waren ein bestimmtes Kaliber: Der eine hatte bereits auf einen Afroamerikaner geschossen und beide wurden untersucht wegen exzessiver Gewaltanwendung im Dienst.

Der zweite Vorfall, der den Sniper von Dallas animiert haben soll, ist Philando Castile. Dieser hatte eine Lizenz zum legalen Führen einer Schusswaffe und teilte bei einer Polizeikontrolle in seinem Fahrzeug regelkonform mit, dass er bewaffnet sei. Dennoch schossen die Beamten auf ihn und verwundeten ihn tödlich. Castile war ein völlig anderer Mensch als Alton Sterling, hatte einen Uni-Abschluss und hielt sich an zivilisierte Regeln. Einzig im Verkehr fiel er 52mal auf mit Verstößen. Die örtliche Polizei hatte seit 30 Jahren keine Schießerei erlebt und es scheint sich um einen tödlichen Fehler gehandelt zu haben. Ein Polizeibeamter darf nicht die Nerven verlieren, wenn ein Bürger regelkonform deklariert, ein verdeckter Träger einer Schusswaffe zu sein. Wenn er ganz auf Nummer sicher gehen will, muss er nur dem Fahrer befehlen, die Schlüssel abzuziehen, aus dem Fenster zu werfen, die Hände sichtbar aus dem Fenster zu halten und mit sichtbaren Händen langsam auszusteigen.

Fehler passieren und ein rassistisches Motiv muss erst sachlich bewiesen werden. Aber die Black Lobby ist schneller, will Ermittler, Richter und am liebsten noch Vollstrecker sein.

Die Journalisten sind ahnungslos bis manipulativ wenn es um politisch brisante Morde von und an Polizisten in Amerika geht. Der jüngste Schusswaffengebrauch gegen zwei Afroamerikaner, der darauffolgende Terrorakt von Micah Johnson, weitere Vergeltungsmaßnahmen im Land sowie Unruhen an mehreren Orten; all das wird in die altbackenen Muster gepresst: Soziale Ungerechtigkeit, hohles Gelaber über Schusswaffen und natürlich habe Amerika ein Rassismus-Problem.

Es gibt sie leider, die weißen Polizisten, die Verbrecher in Uniform sind. Unter ihnen leiden aber auch jede Menge weiße Bürger, weil die nun mal den Großteil der Bevölkerung darstellen. Wer als Polizeianwärter ein wenig geschickt lügen kann, der fliegt bei den psychologischen Eignungstests nicht auf. Politiker werden gleich gar nicht getestet. Ein lupenreiner Psychopath kann ohne Probleme bis ins Weiße Haus kommen.

Sind die falschen Leute erst einmal weiter oben auf der Karriere-Leiter und vertuschen systematisch Straftaten von Streifenbeamten, sind wir schon bei der organisierten Kriminalität. Kein Wunder, dass die Popularität der Gangster-Mentalität unter Afroamerikanern ungebrochen ist. Von “Fuck the Police” über “American Gangster”, Black Power-Gruppen und der Black Mafia: Überall verbreiten sich die Mafia-Regeln und das Selbstverständnis, dass organisiertes Verbrechen eine Art Schutzbund gegen die staatliche Unterdrückung sei.

Der vermeintliche Schutzbund jedoch ist längst selbst zu einem Unterdrückungsapparat geworden, ähnliche wie einst bei der sizilianischen Mafia.

Die organisierte Afroamerikaner-Lobby wird nicht zugeben, wie es wirklich um ihre Community steht. Wenn einer der ihren sich einen Schusswechsel mit der Polizei liefern will oder bei einer Verkehrskontrolle davon braust und dabei massenhaft Leben gefährdet, um nicht wegen Drogen im Auto oder ausstehenden Haftbefehlen eingeknastet zu werden, folgt der übliche Spin: Die Person sei vor dem Tod ein Engel gewesen, zumindest aber irgendwie ein Opfer, und verdiene nach dem Tod den Status eines Märtyrers. Dann marschiert die Phalanx an schwarzen Lobbyisten und Mitläufern und holt sich Popstars dazu. Wenn aber das Opfer weiß oder wenn Täter UND Opfer schwarz sind, dann gibt’s keinen Aufmarsch der Lobby, keine Mahnwachen, keine Ausschreitungen, keine Demos, gar nichts. Die Gefahr in den USA, als Afroamerikaner von einem anderen Afroamerikaner getötet oder verletzt zu werde, ist um ein Vielfaches höher als zum Opfer eines Weißen zu werden.

 

Ähnlich lief es bei Trayvon Martin, ein zum Gangster mutierter, baumlanger junger Erwachsener. Die Black Lobby und die Medien zeigten nur alte Fotos von ihm als 14-jährigem und druckten Pullover mit seinem Märtyrer-Konterfei. Die unbequemen Fakten sollten vertuscht werden.

Je unfairer und schmutziger die Black Lobby vorgeht, umso mehr wird die Polizei künftig mauern und tricksen, was wiederum die Aufklärung von echten Fällen ungerechtfertigter Polizeigewalt erschwert. Die Antwort kann nur lauten: Mehr Kameras an den Polizeibeamten, mehr Transparenz, mehr nicht-tödliche Optionen und Neuentwicklungen. Weniger Zulauf für die falschen Anführer. Wütende Mobs und politische Drahtzieher können solche Fälle nicht lösen.

Das Rassenproblem ist in Wirklichkeit ein Narzissmusproblem. Wie sieht es mit dem vielbeschworenen Klassenkampf aus? Die Tatsache, dass die USA überhaupt eine große Unterschicht haben (die zum größten Teil aus Weißen besteht), liegt an der grassierenden Gier und der fehlenden Empathie und den bösen Absichten einflussreicher Kreise. In den 70er Jahren konnten Fabrikarbeiter eine ganze Familie ernähren und ein einfacheres Haus besitzen und für die Uni der Kinder sparen. Heute gibt es Millionen an “working poor” die mit drei Jobs kaum über die Runden kommen. Die Jobs sind nach Fernost gegangen. Das Geld vom Finanzamt einkassiert und von der Zentralbank entwertet. Anstatt also an der richtigen Stelle anzusetzen und dafür zu sorgen, dass Leute aus der Unterschicht aufsteigen, wird linker Klassenkampf propagiert. Gleichzeitig wird der Mittelschicht die Schuld für alles eingeredet, während sie immer kleiner wird und in die Unterschicht abstürzt.

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2 comments

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Julius Krull 12. Juli 2016 at 9:18

Kommen irgendwann die Restauflagen von Büchern in Ihren Shop?

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Absurdistan 11. Juli 2016 at 21:33

Es bezweifelt wirklich keiner, dass das Leben in den Ghettos übel ist, aber mit solchen Sekten bleibt eigentlich alles beim gleichen bzw. die Fronten verhärten sich; Knechtel hatte auch ein Video darüber, Reaktionen: Pfui, Rassismus -,-

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