Technologie

Warum CIA-Direktor John Brennan über Geoengineering durch Aerosole spricht

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Der Direktor der Central Intelligence Agency John Brennan  sprach kürzlich vor dem elitären Council on Foreign Relations von künstlichen Veränderungen an der Atmosphäre und dem Klima durch Methoden wie “stratospheric aerosol injection” (SAI), also dem Ausbringen großer Mengen an Aerosolen wie Aluminium oder Schwefel, um Sonnenlicht zu reflektieren.

Er spricht wohlgemerkt nicht davon, dass solche Programme bereits laufen würden, sondern redet ganz diplomatisch und im Konjunktiv. Der Nationale Forschungsrat würde beispielsweise die Umsetzung eines solchen Programmes auf nur 10 Milliarden Dollar jährlich schätzen, erklärt er. Geradezu ein Schnäppchen im Vergleich zu einer teuren Energiewende, könnte man denken.

Kein schlagender Beweis also für die Befürchtungen, dass die USA mit ihren Partnern längst vorgeprescht seien und sich erst im Nachhinein um eine Legitimation und Regulierung scheren.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass sich die CIA mit dem Thema Geoengineering beschäftigt.

Großes Interesse der CIA an Wetterwaffen

Ein führender Wissenschaftler von der Rutgers Universität in New Jersey erhielt Medienberichten zufolge einen Telefonanruf von CIA-Beratern und wurde gefragt, ob es feststellbar sei, falls andere Nationen heimlich das Wetter und das Klima manipulieren, und ob es umgekehrt für andere Nationen feststellbar wäre, falls die USA das Klima manipulieren.

Professor Alan Robock arbeitet mit einigen Kollegen weltweit an Konzepten, um den “Klimawandel zu bekämpfen”, wobei die ins Auge gefassten Technologien für “Geoengineering”  theoretisch auch zu militärischen Zwecken nutzbar sind. Desweiteren beschäftigte er sich mit den Auswirkungen eines sog. nuklearen Winters, bei dem Staubwolken nach einem Atomkrieg das Sonnenlicht blockieren und Leben auf der Erde fast vernichten würden.

Nach der Einschätzung von Robock würden Manipulationen in größerem Umfang durchaus von anderen Nationen bemerkt werden. Es wird davon ausgegangen, dass die CIA die Finanzierung besorgt hätte für die Erstellung eines umfassenden Berichts über Geoengineering von der angesehenen US National Academy of Sciences. Offiziell werden u.a. NASA sowie “die Nachrichtendienst-Community” als Sponsoren angegeben.

Für Robock könnte der Einsatz von Wetterwaffen zu einem großflächigen Konflikt eskalieren. Ausgerechnet die CIA schuf 2009 das “Center on Climate Change and National Security”. Wetterwaffen wurden verboten unter der Environmental Modification Convention im Jahr 1978, nachdem solche Technologien zuvor unter anderem im Vietnamkrieg im Einsatz gewesen waren. Frappierenderweise zeigt Professor Robock auf seiner Webseite einen Resebericht über Kuba und ein Foto von seinem Treffen mit Fidel Castro.

Der Bericht der National Academy of Sciences über “Maßnahmen zur Klimarettung” und die “Reflexion von Sonnenlicht um den Planeten zu kühlen” behauptet, dass noch keine großflächigen Experimente mit der Versprühung von Aerosolen durchgeführt worden seien, allerdings strotzt der Bericht geradezu vor Daten, Analysen, Modellen und Schlussfolgerungen. In Internet-Blogs und sozialen Netzwerken wird seit Jahren wild über ein sogenanntes Chemtrailing-Phänomen spekuliert, das in etwa solchen Forschungen entsprechen soll.

In dem 2013 World Economic Forum Report über globale Risiken wird die Welt gewarnt, dass ein “Schurkenstaat” oder eine Gruppe das Klima zu finsteren Zwecken beeinflussen könnte. Eines der Szenarien beschreibt den unerlaubten Einsatz von Geoengineering:

“…wo ein Land oder eine kleine Gruppe an Ländern eine internationale Krise auslöst durch den Einsatz [von Geoengineering] oder durch weitreichende Forschung abseits der globalen Genmeinschaft. Das globale Klima könnte dadurch von einem Schurkenstaat oder einem reichen Individuum gekapert werden, mit unvorhersehbaren Kosten für Landwirtschaft, Infrastruktur und globale Stabilität.”

Die Bundeswehr denkt laut nach

Eine Studie des Planungsamtes der Bundeswehr widmet sich dem Gefahrenpotential der populärsten Geoengineering-Maßnahmen, Klimawaffen und der “Dual Use”-Problematik. Bereits zu Beginn werden alle Illusionen vom Tisch gewischt:

Bereits seit Langem versucht der Mensch sich als „Wettermacher“. Gegenwärtig unternimmt er Anstrengungen, nicht allein lokale Wetterphänomene, sondern das gesamte globale Klima gezielt zu beeinflussen.

Die “nur sehr geringen Fortschritte in der internationalen Klimapolitik” würden Methoden der Klimamanipulation immer attraktiver und drängender machen. Die Kühlung des Planeten erscheint angesichts des leicht zu durchschauenden Schwindels der politischen Klasse über den Klimawandel wie eine dünne Cover-Story, die Tarnung für ein Projekt politischer und militärischer Natur.

Wir hören die bekannten und in der Öffentlichkeit gebetsmühlenartig wiederholten Beschwichtigungen hinsichtlich des sehr populären Versprühens von Sonnenlicht reflektierenden Partikeln in der Athmosphäre, auch als Chemtrailing bezeichnet:

Für die meisten Technologien des Geoengineering gilt, dass sie noch nicht ausgereift und sicher einsetzbar sind. Hier gibt es noch erheblichen Bedarf in der Grundlagenforschung, um einen effektiven und sicheren Einsatz zu ermöglichen. Langfristig und unter Annahme weiterer Forschungserfolge erscheint ein Einsatz technologisch möglich.

Die führenden Climate Engineers bezeichnen diese Technologie hingegen als beinahe schon zu einfach, zu billig und zu leicht verfügbar. Der Bericht der Bundeswehr spekuliert über Chemtrailing als mögliche Brückentechnologie, “um Zeit für eine notwendige Transformation in ein postfossiles Zeitalter zu gewinnen.” Peak Oil ist genauso ein Schwindel wie die apokalyptische Klimaerwärmung durch CO2 und den Menschen. Eine Transformation zu Windrädern und anderen unzuverlässigen Stromerzeugungsmethoden für die reguläre Bevölkerung ist bereits im Gange.

Geoengineering gegen den Willen eines Großteils der Länder der Welt scheint ein reales Szenario zu sein:

Geoengineering könnte auch grundsätzlich von Staatengruppen, einzelnen Staaten und gar von finanzstarken nicht-staatlichen Akteuren eingesetzt werden. Hierdurch könnte sich die Grundlogik heutiger global konsens- und partizipationsbedürftiger Klimapolitik drastisch wandeln. Statt alle Länder zu überzeugen, den Klimawandel zu bekämpfen, könnte internationale  Klimapolitik quasi im Alleingang von einigen wenigen Ländern betrieben werden. Dann würden nur noch die Kostenfrage für den Einsatz und dessen Nebenfolgen im Fokus stehen.

Eine militärische Nutzung klimaverändernder Maßnahmen ist zwar verboten, mit genügend großen regulären Streitkräften als Unterstützung jedoch umsetzbar; sobald die Infrastruktur zwecks Geoengineering unter dem Vorwand des Klimaschutzes errichtet ist, lässt sie sich zweckentfremden:

Auch das mögliche Risiko des Dual-Use wird rechtlich bisher kaum aufgegriffen.

Wütende Umweltschützer oder schlicht Aktivisten könnten, so die Analyse, versuchen die Infrastruktur zu sabotieren wie bislang etwa Öltanker:

Diese Konflikte müssen nicht zwangsweise nur zwischen Staaten stattfinden, sondern könnten auch nicht-staatliche Gruppen einbeziehen. Radikalisierte NGOs oder Green Warriors könnten, selbst bei einem internationalen
Konsens für einen Einsatz, versuchen, diesen vorab zu unterbinden, während des Betriebes zu stören oder auch zu sabotieren.

Ein Schurke im Stile von Dr. No aus der Bond-Filmreihe oder ein angeblicher Held und Milliardär könne aus eigener Motivation heraus das Heft in die eigene Hand nehmen:

Ein radikalisierter und finanzstarker Akteur könnte sich als „Retter der Welt“ verstehen und mit der Einbringung von Partikeln in die Stratosphäre einen massiven SRM-Einsatz durchführen.

Ursprung

In den von der Wirtschaftskrise gebeutelten 1930er Jahren mit den Massen an Hungertoten war das Geld in den USA knapp für die Wetterforschung. 1937 boten nur drei Universitäten (MIT, CalTech und NYU) Ausbildungen an für Meteorologie und die Luftwaffe sandte gerade einmal eine Handvoll ihrer Piloten dorthin. Im Juli 1940 verfügte das Militär über ganze 62 qualifizierte Personen für Wettervorhersagen, landesweit gab es schätzungsweise insgesamt 377. Während dem 2. Weltkrieg investierte das Establishment in den USA gewaltige Summen Steuergelder in die Streitkräfte; besonders Kampfflugzeuge und schwere Bomber sollten sich in der modernen Kriegsführung als extrem effektiv erweisen, wenn auch sehr wetterabhängig. Zu der Zeit gab es bei manchen Kriegsparteien noch Kavallerien, Männer mit Säbeln auf Pferden.

Das Wetter war ein dermaßen wichtiger Faktor im Krieg, dass Schlachten dadurch entschieden wurden, wer mehr Können bei seiner Wettervorhersage bewies oder einfach das nötige Glück hatte. Wichtige Angriffe wurden auf Schönwetterperioden verlegt, alternativ auch auf Tage, an denen schlechtes Wetter dem Angreifer mehr nützt als schadet. Die Auswirkungen des harten russischen Winters auf Hitlers Ostfeldzug sind bekannt. Auch bei der Förderung der zivilen Meteorologie ging es nicht primär darum, der generellen Bevölkerung eine bessere Wettervorhersage in den Abendnachrichten zu bieten, damit diese am nächsten Tag nicht vergisst, den Regenschirm einzupacken. Das Ziel war es, mit 85% Trefferquote dem Militär mit seinen Kampfbombern eine akkurate Vorhersage für die nächsten 3 Tage zu bieten.

Irgendwann rückten die Grenzen des Machbaren in das Sichtfeld, zwar konnte man die unzähligen Wetterfaktoren analysieren, diese aber nicht manipulieren. Gleichzeitig verfügte man über sehr viel angehäuftes Wissen über das Wetter und saß auf jeder Menge Ausrüstung, sodass der logische nächste Schritt darin bestand, auszuprobieren, wie man selbst Wolken machen oder Wolken zersetzen kann, wie man Regen herbeiführt, Hagel, einen Sturm und auch Hurrikans.

Während den 60er Jahren war die Wetterwaffen-Technologie unter Projekt “Stormfury” bereits einsatzbereit, sodass sich im Vietnamkrieg während der Trockenzeit die Ho Chi Minh-Straße in eine Matsch-Bahn verwandeln ließ, alles selbstverständlich unter höchster Geheimhaltung.

Das große Schweigen

“Warum Umweltschützer über Geoengineering schweigen sollten” schreibt Colin Schultz auf der Webseite des angesehenen Smithsonian-Instituts:

“…je weniger gesprochen wird über Technologie, die Zukunftsmusik ist und Umweltprobleme lösen soll, umso besser. Ein massives globales Problem wie menschgemachter Klimawandel […] ist am einfachsten und günstigsten durch Politik zu lösen – Regeln, die Kohlendioxidemissionen reduzieren. Jedes Gerede über Technologie, die noch nicht bewährt ist, wird nur diesen Bemühungen schaden.”

VICE Magazine interviewte Ende August den führenden Geoengineering-Guru Dr. Ken Caldeira am Carnegie Institution Department of Global Ecology an der Stanford University, der angeblich äußerst unwillig die Box der Pandora geöffnet hat. Er denkt, dass wir trotz der Klimaschutzpolitik sehr wahrscheinlich in nicht allzuferner Zukunft auf einem Planeten mit künstlich manipuliertem Klima leben werden.

In Berlin fand im vergangenen Jahr die erste Konferenz für Climate Engineering statt mit 300 Gästen aus 40 Nationen. Man hat bereits ein Rahmenwerk geschaffen für das Hacking des planetären Klimas.

Die Liste der Sponsoren und Förderer zeigt große Namen. Die Medien halten bewusst still zu dem Thema; die Berliner Konferenz war nirgendwo eine große Schlagzeile wert.

SPIEGEL Online berichtete in der Vergangenheit unter dem Titel “Weltverschwörung am Himmel” über die Amateurmedien im Internet, die sich dem Thema Geoengineering verschrieben haben. Der SPIEGEL-Verlag ist zu  25,5 Prozent im Besitz des Medienkonzerns Gruner und Jahr, eine Tochter der Bertelsmann AG, deren Stiftung wiederum einen globalen Konsens über Geoengineering erarbeiten will. Unter bertelsmann-stiftung.de schweigt man über das Thema, woanders jedoch entwickelt man ein Modell für “globales Regieren der Umwelt”, welches Geoengineering miteinschließt. Rund 1.500 Wissenschaftler und politische Funktionsträger wurden zu der Bio Vision-Konferenz in Ägypten erwartet. Die World Academy of Art & Science erklärte weiterhin:

Wir wurden von dem Rat für globale Politik der Bertelsmann-Stiftung eingeladen zu einer Zusammenarbeit für eine Diskussion über die Regierungsführung von Geoengineering im Verbund mit Meetings, die für den kommenden Herbst in Shanghai vorbereitet werden über globales Regieren der Umwelt. Der Rat beinhaltet mehrere ehemalige Staatsoberhäupter und ehemalige Minister.

Die World Academy versteht sich als eine Weltuniversität und zählt zu ihren geschichtsträchtigen Mitgliedern u.a. den Vater der amerikanischen Atombombe und den Mathematiker und Gesellschafts-Denker Bertrand Russell. Unter http://www.worldacademy.org/search/node/geoengineering findet sich einiges an Material.

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