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Kommentar

Europa-Banken schreien erneut  nach 150 Milliarden Rettungsgeldern, die EZB darf inzwischen auch faule Unternehmenspapiere aufkaufen und der ehemalige EU-Kommissionspräsident Barroso geht jetzt zu Goldman Sachs. Kein Zweifel, das gesamte System ist ein einziger Skandal.

In diese Kerbe schlägt natürlich auch die russische Propaganda und versucht dabei den Eindruck zu erwecken, im Osten liefe es irgendwie anders oder besser.

Das Berkeley Journal of International Law berichtete bereits 1996 über das mächtige russische Geldinstitut Sberbank, das sich zu über 50% im Besitz der staatlichen Zentralbank befindet. Die Identität der restlichen Anteilseigner ist „unklar“ und es ergaben sich größte Bedenken hinsichtlich einer Monopolstellung. Die Sberbank kann extreme Risiken eingehen und wird als Besitz des Staates von ein und demselben Staat reguliert.

Der Großteil der Privatkunden besteht aus Rentnern und Arbeitern, denen die nötige Bildung fehlt, um misstrauisch genug zu sein. Im Endeffekt ist also die Sberbank, genau wie die zweitgrößte Bank des Landes, die zu 60,9% im Staatsbesitz befindliche VTB, noch viel skandalöser als die amerikanischen Institute wie Goldman Sachs oder das von JP Morgan übernommene Bear Stearns.

Es ist zum Schieflachen, wie die Putin-Propagandisten den lieben langen Tag über „too big to fail“-Banken im Westen schimpfen, die mit Bailouts auf Steuerzahlerkosten gerettet werden und der Zentralbank zu nahe stehen, aber gleichzeitig ignorieren, dass in Russland nicht einmal wirklich vertuscht wird, dass die zwei mit Abstand größten Banken des Landes nur Anhängsel der Zentralbank sind und ein und derselben Clique an Milliardären und Insidern gehören, die sich selbst nach Belieben regulieren und das Risiko auf die Kunden bzw. Steuerzahler abwälzen.

Bei Goldman Sachs sind die Besitzverhältnisse bzw. die Anteilseigner öffentlich, allerdings gilt das Institut als “systemisch bedeutsames Finanzinstitut” und ist über eine Drehtür mit der Regierung verbunden.