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Technologie

Erst nützten soziale Netzwerke den Islamisten, jetzt blockieren sie Islamismuskritiker

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Kommentar

Soziale Netzwerke und Youtube werden seit Jahren viel genutzt von Islamisten und spielten auch eine wichtige Rolle bei dem arabischen Frühling, der so manche Flüchtlinge und Terroristen nach Europa getrieben hat. Nun werden vermehrt diejenigen Nutzer gesperrt, die sich über den Islamismus und die Flüchtlingsmisere beschweren.

Der deutsche Bestseller-Autor Udo Ulfkotte wurde kürzlich auf Facebook gesperrt; die Details sind zwar noch unklar, aber die Sperrung fiel zusammen mit seinem neuen Buch über die Auswüchse der Migration und außerdem mit der Ankündigung der großen Internetfirmen, gegen „extremistische“ Inhalte vorzugehen.

Der Aussteiger aus dem radikalen Salafistenmillieu Dominic „Musa“ Schmitz veröffentlichte im angesehenen Econ-Verlag sein Buch „Ich war ein Salafist“ und erzählt darin, wie der Aufstieg von Internet-Imamen wie Pierre Vogel, Sven Lau und Denis Cuspert zu einem großen Teil durch Youtube möglich wurde. Man verbrachte sehr viel Zeit vor dem Rechner und schnitt Propaganda-Videos, um sie auf Youtube hochzuladen, wo dann viel neues Publikum gewonnen wurde. Inzwischen sind einige Mitglieder aus dem deutschen Salafisten-Millieu in den Terrorismus abgerutscht und kämpften sogar für den Islamischen Staat.

Auch heute noch findet man Unmengen an IS-Videos, Salafistenpropaganda und ähnlichen Unrat auf Youtube. Es dauert rund eine Minute, um Videos zu finden, auf denen Menschen vor laufender Kamera im Irak hingerichtet werden. Arabische Sprachkenntnisse unnötig. Kaum einer bei uns beherrscht die Sprachen des mittleren Ostens und deshalb meldet auch kaum jemals ein Nutzer die schlimmste Hasspropaganda und die zahlreichen Hinrichtungsvideos, die nicht einmal eine Altersbarriere haben.

Bei den Revolutionen des arabischen Frühlings, wo Gruppen wie die Muslimbruderschaft an die Macht gespült wurden, spielten die sozialen Netzwerke und die Videoplattformen eine wichtige Rolle. Die deutsche Bundeszentrale für politische Bildung schreibt:

Dennoch haben die neuen Medien bei den Umbrüchen eine entscheidende, wenn auch von Land zu Land unterschiedliche, Rolle gespielt. Facebook war anfänglich das wichtigste Medium zur Mobilisierung der Bevölkerung. Über Twitter und YouTube sendeten junge Araberinnen und Araber Informationen über Massenproteste um die Welt.

Soziale Medien werden auch fleißig genutzt von Flüchtlingen, Wohlstandsmigranten und Schleppern, um sich zu organisieren. Unter die Flüchtlinge mischten sich leider auch haufenweise Terroristen und bekamen Asyl oder tauchten unter. All das führte zu den Zuständen, die wir u.a. in Deutschland haben. Jetzt, wo sich Unmut in der Bevökerung breitgemacht hat und Menschen sich für eine politische Veränderung organisieren wollen, werden sie von den sozialen Netzwerken im Stich gelassen. Sperrungen über Sperrungen wegen „unzulässigen Inhalten“, was sich in den schwammigen Nutzungsbedingungen der großen Firmen immer irgendwie hinbiegen lässt. Google heuert Berichten zufolge europäische Bürokraten an und schickt eigene Leute in die Behörden. Verschmilzt man hier mit dem Staat, der eigentlich die Firmen regulieren soll?

Eine französische jüdische Jugendgruppe namens UEJF hat im April gegen Twitter, Facebook und Google geklagt, worauf nun eine Abmachung der Konzerne mit der EU folgt gegen „Hassbotschaften“, die auf der Basis von Rasse, Religion, Abstammung oder Staatszugehörigkeit diskriminiert. Wo aber fängt der Hass an, wenn überall behauptet wird, dass bereits Kritik ein Klima des Hasses erzeugen würde und solche Kritik „geistige Brandstiftung“ sei? War denn das Hosting von islamistischen Hassmaterials durch die großen Konzerne über all die Jahre hinweg denn keine geistige Brandstiftung? Im Endeffekt spielen jetzt die Brandstifter-Helfer nun die Feuerwehr.

Experten wie Dr. Sandro Gaycken oder Evgeny Morozov warnen vor den blumigen Verheißungen des Internets; es sei viel zu leicht zu kontrollieren. Viel leichter als traditionelle Medien.

Weitere Unterstützung versprachen die Konzerne und die EU an NGOs, die ebenfalls gegen „Hass“ im Netz vorgehen. Google-Chef Eric Schmidt forderte eine Art automatisierte Erkennung für Hassbotschaften, sodass ein Software Algorithmus bestimmte Inhalte sofort blockiert, bevor sie überhaupt gepostet werden.

Selbst Donald Trump sprach sich dafür aus, zusammen mit Bill Gates und anderen Tech-Führungsfiguren das Internet viel stärker zu überwachen. Nur naive Leute würden sich laut Trump über Einschränkungen der Meinungsfreiheit online beschweren.

Google-Boss Eric Schmidt verkündete in seinem Buch über das kommende digitale Zeitalter, dass Gruppierungen gezwungen sein werden, die populären Technologien zu benutzen und sich dem Risiko auszusetzen, erwischt zu werden, denn andernfalls würden sie in die Bedeutungslosigkeit abdriften. Die Technologie-Giganten haben ohnehin schon einen mächtigen Einfluss auf politische Nachrichten und Kommentare, obwohl die Firmen an sich keine Nachrichten produzieren.

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