Sicherheit

Die Inszenierungs-Theorie über Orlando wird weitergesponnen

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Die extrem schwache Verschwörungshypothese zum Orlando-Massaker, dass es sich um ein blankes Theater gehandelt habe bei dem niemand zu Schaden kam, wird weitergesponnen. Hobby-Truther haben herausgefunden, dass der ehemalige Arbeitgeber von Omar Mateen, der gigantische private Sicherheitskonzern G4S, ähnlich wie unzählige staatliche Polizeieinheiten ab und zu auf die Dienste privater Firmen zurückgreift, die Schauspieler für realistische Übungen vermieten.

Mit der Hilfe von Crisis Cast kann man eine Trainings-Übung realistischer gestalten und Videoproduktionen erstellen. So etwas ist völlig üblich für einen Konzern wie G4S und absolut gar kein Beweis dafür, dass das Orlando-Massaker eine komplette Inszenierung gewesen sein soll. Es wird einfach händeringend eine Verbindung herbeikonstruiert die zeigen soll, dass das Massaker am Pulse Club nur eine Übung gewesen sein soll, die man der Öffentlichkeit als echt verkaufte.

Bisher hat G4S mit dem Massaker nichts am Hut und selbst die Firma Crisis Cast hat null Verbindung zu der Tat. Omar Mateen bewachte für G4S nur ein Gerichtsgebäude und wurde dann sogar abkommandiert an ein Kiosk bei einer Gated Community in Palm Beach County.

Außerdem ist es eine Sache, für Firmen wie Crisis Cast zu arbeiten und für eine Übung vermittelt zu werden, es ist aber eine völlig andere Sache, die Öffentlichkeit zu täuschen. Im Pulse Club waren 320 Gäste, dann kamen noch unzählige Polizisten, Rettungskräfte, Ärzte, Krankenhausangestellte, Forensiker, FBI-Ermittler und selbstverständlich Angehörige, Freunde und Bekannte der Club-Gäste hinzu. Wir reden also über einen Personenkreis, der ein paar Tausend Menschen umfasst, die alle entweder Schauspieler oder zumindest eingeweiht gewesen sein müssten. Eine völlig absurde Vorstellung.

Dann wird noch behauptet, fast 50 Leute, die mit Orlando zu tun hätten, seien irgendwie im Schauspieler-Gewerbe bzw. TV-Business involviert. Der ein oder andere Gast im Pulse mag ein erfolgloser Schauspieler gewesen sein, aber die Internet-Truther haben bei vergangenen Ereignissen wie dem Boston Marathon-Anschlag leider gezeigt, dass fahrlässig oder absichtlich Leute verwechselt werden und schlicht gelogen wird, um die schwächst-mögliche Hypothese zu belegen, dass es sich um eine Inszenierung gehandelt habe.

Die Washington Post hat nun beispielsweise keine Schwierigkeiten, die momentan kursierenden Verschwörungstheorien zu zerpflücken.

  • Es gibt bisher nichts außer einzelne, dünne Augenzeugenberichte von Leuten, die Schüsse aus mehreren Richtungen gehört haben. Es hat zu Beginn des Massakers einen Schusswechsel gegeben zwischen Omar Mateen und einem Sicherheitsmann. Kurz darauf gab es Schusswechsel zwischen Mateen und weiteren eintreffenden Polizisten
  • Der Pulse-Gast, der “eine Tür zugehalten hat”, tat dies aus Angst, und um anderen eine Fluchtmöglichkeit zu bieten. Leider habe er damit wohl manchen Club-Gästen den Ausweg versperrt. Diese Geschichte hat sich inzwischen aufgelöst, auf Grund mehrerer Interviews mit näheren Angaben
  • Es wurde im Internet als auffällig bezeichnet, dass keine Überwachungskameravideos veröffentlicht wurden. Die Medien berichten inzwischen, dass laut der Polizei tatsächlich Aufnahmen existieren und diese im Detail die Tat zeigen würden. Dass noch keine Veröffentlichung stattgefunden hat, ist nichts Ungewöhnliches und demnach noch nicht einmal ein Indiz für eine Inszenierung.

Angesichts der meist schlechten Verschwörungstheorien verlieren Internet-Medien dramatisch an Glaubwürdigkeit, wodurch es schwerer fällt, seriöse Arbeit an den Mann zu bringen.

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2 comments

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Daniel Hermsdorf 22. Juni 2016 at 16:19

Die Informationslage ist doch mal wieder äußerst dünn. Über alles wird im Internet tausendfach berichtet, werden Videos ins Netz gestellt. Bei solchen verdächtigen Anschlägen bzw. Amokläufen tauchen entweder dauerhaft gar keine Handy-Videos auf – oder höchstens einzelne, wenig aussagekräftige, wie zuletzt in Paris.
Wie hier bemerkt, …
http://filmdenken.de/vielzahl-der-verdachtsmomente-zum-amoklauf-in-orlando-false-flag-operation-hoax/
… scheinen Interviews und Aussagen von Angehörigen Mangelware zu sein. (Es wird von einzelnen Gedenkfeiern berichtet, ja.)
Es ist auch keineswegs trivial, dass der Täter bei G4S arbeitete – da diese Firma skandalträchtig zu nennen ist. Mehrfach …
http://filmdenken.de/amok-in-orlando-cia-false-flag-operation-verschwoerungstheorie-rolandslied-islam/
http://filmdenken.de/hintergruende-zum-amok-lauf-in-orlando-hopsicker-und-kenfm-omar-seddique-mateen-g4s-cia-isi/
… führen interpersonelle Verbindungen zum Sicherheitsgeschäft, zu Geheimdiensten und islamistischem Terrorismus.
Es ist also genau das Umfeld, in dem Attentäter gezüchtet werden können, Mind Control stattfindet – jedenfalls Personen den Behörden bekannt und beobachtet werden. Die einzige Mutter eines Opfers, deren Interviews man im Netz leicht und mehrfach findet, war früher Polizistin und geht in ihren Interview-Aussagen gleich zum Plädoyer für Anti-Waffen-Gesetze über.
Auch wenn es etwa mit Fotos von Opfern auf dem Totenbett nun einzelne weitere ‘Belege’ für das Ereignis gibt, sind doch Fragen von Paul Craig Roberts zum Tathergang nicht unberechtigt (z.B. Nachladen der Waffe).
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/dr-paul-craig-roberts/immer-noch-keine-realen-beweise-fuer-das-massaker-in-orlando.html
Je länger man sich mit solchen Ereignissen beschäftigt, desto mehr Fragen tauchen auf. Hier ist die Sachlage zumindest nach wie vor sehr verdächtig – was den Täter und den Hergang der Tat betrifft.
Wie jemand überhaupt Waffen in diesen Club bringen konnte, wäre eine der ersten Fragen, auf die ich vorerst keine Antwort gefunden habe. Lasse mich aber gerne aufklären.

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admin 22. Juni 2016 at 17:34

Der Täter kam mit einem halbautomatischen Gewehr zum Club, lieferte sich einen Kampf mit dem Sicherheitsmann und ging dann rein. Kein Kunststück. Das Nachladen der Waffe ist auch kein Problem; ein Magazinwechsel dauert wenige Sekunden und kaum jemand würde in den Sekunden versuchen, den Täter zu überwältigen. Paul Craig Roberts zeigt, wie wenig Ahnung er von sowas hat.

Es gibt unzählige Interviews in Amerika mit Angehörigen usw. Bei Oklahoma City kam auch niemand auf die Idee, von einer Inszenierung zu schwafeln. Das wurde einfach real gemacht und fertig.

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