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Kultur

Facebook, Google, amazon haben Kontrolle über politische Medien, obwohl sie selbst keine produzieren

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Kommentar

Vorwürfe, dass Facebook in Amerika konservative Meldungen in den Facebook-Trending Topics herabstuft, um anderen Meldungen Vorrang zu geben, sind momentan noch ungeklärt. Bereits bekannt ist, dass Facebook einen seltsamen Umgang pflegt mit sogenannten “Hassbotschaften” der Benutzer – so versteht bis heute niemand eindeutig, ab wann im deutschen Facebook kritische Postings gegen die Einwanderung zu Hass zählen, während in Amerika Konservative schimpfen, dass ziemlich eindeutige Hass-Postings gegen Donald Trump nicht gelöscht werden.

Was tun einige Konservative als Reaktion? Gehen dummerweise zum russischen Netzwerk VKontakte, anstatt sich etwas Richtiges zu suchen.

Die Menschen haben einen gigantischen Haufen Medien-Macht in die Hände weniger Konzerne gegeben, die nicht einmal selber Nachrichten-Medien bzw. Politisches produzieren. Facebook, Google/Youtube und amazon haben kreative Steuervermeidungstaktiken und fegen ihre Konkurrenten weg, sodass man praktisch nicht existiert, wenn man auf diesen Plattformen nicht präsent ist. Googles Werbeabteilung akzeptiert keine Werbeanzeigen mehr für Shops, die Pfefferspray und andere Abwehrgeräte verkaufen. Der Chef von Google erklärte in seinem Buch trocken, dass man in Zukunft völlig irrelevant ist, wenn man die großen Plattformen boykottiert.

Paypal blockt seit ewig Transaktionen, die mit Schusswaffen zu tun haben. Eine Änderung in Google Such-Algorithmen kann über Nacht diverse Firmen zum Einsturz bringen. Immer wieder wurde in der Politik diskutiert, dass Suchmaschinen doch bitte Nachrichten aus “nicht anerkannten Quellen” herabstufen. Nun kann man zumindest einfach abgelehnt werden, wenn man seine eigenen Nachrichten bei den Google News unterbringen will. Dort, wo viele Menschen nach News gucken, tummeln sich die Meldungen der Massenmedien. amazon saugt wie ein riesiger Staubsauger den Retail-Markt auf und demoliert bereits den Markt mit Büchern und vor allem E-Books. Der Buchladen muss normal Steuern zahlen, wohingegen der deutsche Kunde von amazon bedient wird von “Amazon EU S.a r.l. in Luxemburg”.

Mit dem „Double Irish With a Dutch Sandwich“-Prinzip vermied Amazon weitgehend inländische Ertragsteuerzahlungen und leitete seine deutschen Unternehmensgewinne ins Niedrigsteuerland Luxemburg um. Die Legalität der Methode ist umstritten. Dazu werden Briefkastenunternehmen in Steueroasen gegründet.
Hierzu gründete der Konzern 2003 und 2004 die Amazon Services Europe SARL, die Amazon Europe Holding Technologies SCS und die Amazon EU SARL mit aktuellem Sitz in Luxemburg. Über die Zeit gelang es Amazon, dort über zwei Milliarden US-Dollar steuerfrei anzusparen. Der Vorsteuergewinn in Deutschland betrug 2012 laut Presseberichten lediglich 10,2 Millionen Euro und die Steuern 3,2 Millionen Euro. Die in Luxemburg angesiedelte Amazon Europe Holding Technologies wies dagegen 2012 einen Gewinn von 118 Millionen Euro aus, entrichtete aber wegen der Luxemburger Steuergesetze dort keine Steuern.
Im Mai 2015 änderte das Unternehmen seine Steuerpolitik. Seitdem werden nach eigenen Angaben Gewinne aus den Verkäufen in Amazon.de in Deutschland versteuert.
-wikipedia

 

Autoren und Buchhändler protestieren lautstark gegen die Marktstellung. Was amazon will, das bekommt amazon auch.

Wo andere Streaming-Video-Anbieter von den Kunden Geld verlangt haben, bot Youtube quasi unendliches Streaming kostenlos an und marschierte zur absoluten Marktmacht, sodass für die junge Generation Youtube das neue Fernsehen schlechthin geworden ist. Zwar findet sich momentan noch jede Menge extremistischer Müll auf Youtube, allerdings kann die Plattform in der Zukunft nach Belieben festlegen, was gegen die schwammigen AGBs verstößt und was nicht.

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