spot_img
28.5 C
Berlin
Freitag, August 12, 2022

Bundeswirtschaftsministerium empfiehlt Unternehmen, sich wegen der Gaskrise mit Notstromaggregaten einzudecken

Das Bundeswirtschaftsministerium empfiehlt Unternehmen, sich wegen der...

Die groteske Geschichte der Frau hinter dem gekippten Abtreibungs-Urteil in den USA

Kommentar Der oberste Gerichtshof der USA kippt das...

30 Jahre Tschernobyl und kein bisschen weiser

Technologie30 Jahre Tschernobyl und kein bisschen weiser

shutterstock_357442256-1375

Kommentar

Tschernobyl taugt inzwischen nur noch als Attraktion für Extrem-Touristen. Während in europäischen AKWs Dschihadis arbeiten und sogar ungehindert Anlagen sabotieren, während Viren in deutschen AKWs entdeckt werden, sollen wir nun der Katastrophe gedenken.

Der „Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung“ (UNSCEAR) behauptete ernsthaft in einem Bericht, dass die Reaktor-Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung gehabt hätte, es kein erhöhtes Krebsrisiko gäbe und es auch in Zukunft keine statistisch nachweisbaren Gesundheitsfolgen geben werde.

Das klingt zunächst wie die Beteuerungen japanischer Staatsfunktionäre im Delirium und irre gewordener TEPCO-Manager. Sogar die Sowjetunion war ehrlicher im Hinblick auf Tschernobyl.

Die UNSCEAR erklärt, dass drei von sechs Reaktoren in Fukushima durch den Tsunami schwer beschädigt worden waren und radioaktives Material für eine lange Zeit ungehindert in die Athmosphäre entwich. Wenn das Kühlsystem eines Reaktors versagt, verbrennen die Stäbe an Ort und Stelle und emittieren ganze Wolken an radioaktiven Partikeln wie Jod-131 und Cäsium-137. Mit Partikeln verseuchtes Wasser wurde wiederholt einfach ins Meer geleitet. Nun heißt es, nicht einmal die Arbeiter am schwer beschädigten Kraftwerk hätten irgendwelche Erkrankungen oder Todesfälle erlitten.

Die japanischen Behörden ließen einst TEPCO das Zurechtpfuschen eines Atomreaktors und die Nicht-Erfüllung von Sicherheitsbestimmungen für Erdbeben und Tsunamis durchgehen. Greg Palast, Investigativreporter und ehemaliger Regierungsermittler für Kernkraftwerke, schrieb:

Als ich am 12. März 2011 zusah wie Fukushima schmolz, wusste ich: Die „SQ“ [seismische Unbedenklichkeitsbescheinigung] war fake gewesen. Ich war kurz davor mich zu übergeben, denn ich wusste wer die Anlage entworfen hatte, wer sie gebaut hatte und wer sie für Tokyo Electric Power erneuern sollte: Shaw Construction. Aber ich hatte das Notizbuch, das Tagebuch des Erdbebeninspekteurs für die Firma. SQ bedeutet in dem Jargon der Atomindustrie „seismische Qualifikation“. Ein seismisch qualifiziertes Atomkraftwerk hat keine Kernschmelze wenn es durchgeschüttelt wird. Man darf ohne SQ keinen Nuklearreaktor in den USA, Europa oder Japan betreiben.

Aus den handschriftlichen Aufzeichnungen:

„Wiesel war sehr aufgeregt. Er schien sehr nervös. Sehr aufgebracht. Die Anlage hatte dermaßen viele Probleme dass sie niemals einem Erdbeben standhalten könnte. Das Team an Ingenieuren die man reingeschickt hatte zur Inspektion fanden heraus dass die meisten der Komponenten ‚komplett kaputtgehen‘ könnten bei einem Erdbeben.“

Gordon Dick’s Unterling bei dem Kraftwerk, Robert Wiesel, führte die standardmäßige seismische Prüfung durch. Wiesel ließ seine Firma durchfallen. Dick befahl dann Wiesel, den Bericht an die Nuclear Regulatory Commission von durchgefallen auf bestanden zu ändern.

Die gleichen Medien und Organisationen, die die Harmlosigkeit des Ganzen für Menschen außerhalb Japans betonen, versicherten einst dass das das Tschernobyl-Desaster nur zu 9000 Todesopfern führte. In Wirklichkeit wurden fast 550 Millionen Europäer und zwischen 150 und 230 Millionen anderer Menschen in der nördlichen Hemisphäre ernster Strahlung ausgesetzt und der Unfall bedingte innerhalb von 25 Jahren beinahe eine Million vorzeitiger Todesfälle.

Angesichts der Tatsache, dass die japanische Obrigkeit eine klare Vertuschung des Ausmaßes der aus dem Fukushima-Kraftwerk entweichenden Strahlung betrieben hat und dass das Weiße Haus und die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA eine ähnliche Informationspolitik in der Vergangenheit bewiesen haben, sind die Beteuerungen der Vereinten Nationen äußerst suspekt.

Die Beteuerungen, dass der Großteil der Strahlenwolke sich über dem pazifischen Ozean auflösen werde, sind ebenfalls fragwürdig. Die Tschernobyl-Wolke hatte sich innerhalb einer Woche über die gesamte nördliche Hemisphäre ausgebreitet. Experten nannten den schlimmstmöglichen Fall in Japan “Tschernobyl hoch drei”.

Die Geschichte von 3 Mile Island und Tschernobyl sind warnende Beispiele dafür, dass Regierungen und Behörden gewohnheitsmäßig lügen über die Bedrohung durch radioaktive Strahlung um “Paniken zu vermeiden”. Die falsche Behauptung, dass es “keine Todesfälle oder langfristige gesundheitliche Auswirkungen in Verbindung zu dem Unfall” an der Atomanlage an 3 Mile Island gegeben hätte, wird nun erneut von den Massenmedien aufgewärmt und basiert auf den irreführenden Aussagen der Behörden seinerzeit.

Die Krebsraten bei Kindern in Dauphin County ist hingegen bedeutend höher als der landesweite Durchschnitt. Auf ähnliche Weise wurden die Auswirkungen des Tschernobyl-Desasters heruntergespielt. Ein 2010 von der New York Academy of Sciences veröffentlichtes Buch dokumentiert:

“Fast eine Million Menschen auf der Welt starben durch die Auswirkungen der Strahlung des Atomdesasters 1986 am Tschernobyl-Reaktor.”

Das Buch von Alexey Yablokov vom Center for Russian Environmental Policy in Moskau sowie von Vassily Nesterenko und Alexey Nesterenko vom Institute of Radiation Safety widerspricht deutlich den Behauptungen der WHO und der Internationalen Atomernergiebehörde, dass nur 9000 Todesopfer zu beklagen waren.

“Basierend auf weitreichendem Datenmaterial schätzen die Autoren die Anzahl der Toten weltweit auf Grund des Tschernobyl-Fallouts von 1986 bis 2004 auf 985.000, eine Zahl die seitdem gestiegen ist.”

Dr. Janette Sherman, die Ärztin und Toxikologin die das Buch editiert hat, betont dass die Konsequenzen von Tschernobyl “viel schlimmer waren als einige Forscher glaubten”. Zahlreiche Regierungen, darunter die französische, “hielten bewusst Informationen zurück über die Verbreitung des radioaktiven Fallouts”. In manchen Teilen Frankreichs vervielfachten sich die Fälle von Schilddrüsenkrebs, da die Bürger wegen all den Entwarnungen keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. In dem Buch heißt es:

“Amerikaner konsumierten belastete Nahrung, die aus Nationen importiert wurde die von dem Desaster betroffen waren. Vier Jahre später waren 25 Prozent der importierten Nahrung immer noch kontaminiert.”

Check out our other content

Check out other tags:

Most Popular Articles

Recentr Shop10% Rabatt auf Ausrüstung bis 14. August 2022 im Recentr Shop (außer ATG)

Der Rabatt wird im Warenkorb automatisch abgezogen.