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Sicherheit

Washington und Moskau schummeln mit der atomaren Abrüstung

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US-Präsident Obama traf sich mit weiteren Staatsoberhäuptern in Washington für den Nuclar Security Summit und machte auf dem Gruppenfoto das Victory-Zeichen. Allerdings ließ sich der russische Präsident Wladimir Putin nicht blicken und die nukleare Abrüstung steht vor dem Ende. Der Plan war eigentlich, dass beide Großmächte bis Februar 2018 nur noch über jeweils 1550 Atomsprengköpfe verfügen; was meilenweit entfernt wäre von den 20.000 bis 30.000 Sprengköpfen während dem kalten Krieg. Gleichzeitig macht es die geringere Anzahl Sprengköpfe wahrscheinlicher, dass diese Waffen auch zum Einsatz kommen in einem begrenzten Atomkrieg.

2020-cover-neu-dez-2015-front-400Pentagon-Funktionäre beklagten gegenüber der Zeitung Washington Free Beacon, dass die Russen quasi ihr Arsenal verdoppeln würden. Dazu kommen noch undefinierbare Mengen an atomaren Panzergeschossen, Munition mit Geschosskernen aus abgereichertem Uran, koffergroße Atombomben usw.

Es wird unterschieden zwischen Atomsprengköpfen, die “im Einsatz sind”, also sofort feuerbereit, sogenannten “lagernden” Sprengköpfen und “ausgemusterten” die auf die Entsorgung warten. Genau genommen verfügen die USA zusammengenommen über mindestens 7100 Sprengköpfe und Russland über 7700.

Die Sowjetunion verpulverte einst zuviel Geld bei dem atomaren Wettrüsten und Putins Russland heute steht vor der Pleite. Die USA haben weite Teile ihres Arsenals vergammeln lassen:

  • Uralte Floppy-Disketten werden verwendet, um Dateien zu transferieren
  • Die Infrastruktur der Silos und der Zustand der Raketen sind schlecht
  • Ein Posten im US Missile Command gilt als äußerst unattraktiv im Militär
  • Die verantwortlichen Soldaten sind einem hohen Stresslevel ausgesetzt, weil trotz der Sparmaßnahmen alles jederzeit einsatzbereit sein muss
  • In den harten, regelmäßigen Tests via Fragebögen, wird traditionell geschummelt.
  • Es gab Ermittlungen gegen einen Drogenring im Personal

Laut Recherchen von Eric Schlosser verzeichnete die US-Regierung zwischen 1950 und 1968 mindestens 700 „bedeutende“ Unfälle und Zwischenfälle, in die rund 1250 Atomwaffen verwickelt waren. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren mussten viele Waffen bei Notlandungen von Bombern abgeworfen werden. Manche der Waffen wurden nie wieder gefunden, weil sie in den Ozeanen abgeworfen (aber nicht gezündet) wurden. Nach Schätzungen von Greenpeace gingen etwa 50 Atombomben verloren. Elf Bomben vermissen die USA offiziell. Radioaktive Verseuchung wurde in mehreren Fällen festgestellt.

 

wikipedia-Zitat unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ 

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