Kommentar

Angela Merkel ist zur Person des Jahres von Time Magazine gekürt worden. Die Gründer des Magazins waren Briton Hadden und Henry Luce, die zuvor das einflussreiche Blatt Yale Daily News an der elitären Yale-Universität geleitet hatten. Wer sich bei der Yale News bewährte, konnte eine Karriere machen bei Top-Publikationen wie der Washington Post, dem Wall Street Journal, Economist, Newsweek usw.

Skull_and_Bones_Class_of_1920-400Time Magazine-Gründer Briton Hadden und Henry Luce waren beide Mitglieder der elitären Geheimgesellschaft Skull & Bones in Yale, ein Netzwerk des angloamerikanischen Establishments, geschaffen mit Geld durch Opiumhandel, sanktioniert durch die britische Krone.

Skull & Bones liegt mitten in der größten Verschwörung des 20. Jahrhunderts, dem inszenierten Konflikt zwischen Ost und West, dem Aufbau und der Niederschlagung von Imperien.

Time Magazine hatte 1938  sogar Adolf Hitler zum Mann des Jahres gekührt, während die Skull & Bones-Gruppe hinter dem Magazin involviert war in die Finanzierung der NSDAP und die Finanzierung der Sowjetunion. Der kalte Krieg war nur möglich, da das angloamerikanische Establishment den Sowjets alle Technologie verkaufte die notwendig war, um ein Imperium am Laufen zu halten.

Nichts definierte Angela Merkels Leben so stark wie der Ost-West-Konflikt und diese Hin- und Hergerissenheit zieht sich in ihrer Familie Generationen zurück.

Angelas Großvater Ludwig Kasner war ethnischer Pole, aber auch verbunden mit Deutschland. Vor wenigen Jahren wurde von ihm ein Ludwik_Marian_KasnerFoto veröffentlicht, dass ihn in der Uniform der “Blauen Armee” zeigt, die gegen Ende des ersten Weltkriegs für Polens Unabhängigkeit kämpfte. Polen fürchtete seit Urzeiten die Russen und kämpfte einige Kriege gegen die Zaren.

Im ersten Weltkrieg wurde Ludwig Kasner in die deutsche Armee beordert, landete aber in französischer Kriegsgefangenschaft. In der “blauen Armee” wurde er Teil der Entente, ihm ging es aber vielleicht primär um die polnische Unabhängigkeit. Nach dem Krieg bekam er wieder eine deutsche Staatsbürgerschaft und zog nach Berlin.

1926 wurde der Sohn Horst geboren, der spätere Vater von Angela Kasner (die bei ihrer Ehe den Namen Merkel annahm). Die Kasners pflegten ihre Familienkontakte nach Polem in den 1930er Jahren, vor der Nazi-Invasion. Ludwigs Neffe erklärte, dass Ludwig immer seinen polnischen Wurzeln treu blieb.

Horst Kasner war in der Hitlerjugend, über seinen Kriegsdienst herrscht Stillschweigen und er wurde mit 19 Jahren Kriegsgefangener. Er studierte Theologie in Heidelberg und Hamburg, heiratate aber getreu dem Familienethos die Tochter eines polnischen Politikers.

Angela wurde 1954 geboren und wenige Wochen später zog die Familie nach Ostberlin. Eigentlich hätte man in Westdeutschland bleiben können, aber vielleicht war die Treue zu Polen größer. Die Sowjets hatten Polen unter ihre Kontrolle gebracht und für Horst Kasner war Ostberlin zumindest relativ nahe an Polen. Horsts Vater hatte noch für Polen gegen die Sowjets gekämpft.

Es sind völlig verschiedene Szenarien hypothetisch denkbar: Vielleicht war Ludwig Kasner bereits Agent oder Zuträger westlicher Geheimdienste und vielleicht rekrutierte er später seinen eigenen Sohn Horst für westliche Dienste, um gegen die Sowjets zu arbeiten. Vielleicht lief es aber auch andersherum; vielleicht war Ludwig ein Spion für die Russen gewesen und sein Sohn Horst machte später dann eine genuine Stasi-Karriere.

Bis in die 1950er Jahre hinein und besonders vor Stalins Tod herrschte im Sowjetapparat eine gigantische Paranoia und so wurden massenhaft russische Agenten vom eigenen Dienst hingerichtet, in der Hoffnung, auf diese Weise den ein oder anderen Westagenten auszuräuchern. Wieso sollten die Sowjets den Kasners vertrauen, einer stark nationalistischen polnischen Familie die bereits gegen die Sowjetarmee gekämpft hatte? Damals wurde jemandem bereits misstraut wenn man nur ausländische Verwandte hatte.

Die offizielle Geschichte von Angela Merkel ist die am wenigsten Glaubwürdigste: Eine als systemtreu geltende Chemikerin aus dem sozialistischen Osten, die sich kurz vor der Wende plötzlich für Politik interessiert und dann schnell zur gesamtdeutschen Bundesministerin und Bundeskanzlerin wurde, während ihre Weggefährten reihenweise als Stasi-Zutäger enttarnt wurden. Es ist wenig interessant, ob Angela für die Stasi ihr Umfeld ausgehorcht hatte oder nicht. Viel interessanter ist, ob sie möglicherweise/hypothetisch Teil eines KGB-Programms in den 1980er Jahren gewesen war, um junge Agenten vorzubereiten für die Politik nach dem Fall der Sojwtunion.

Das Buch von Reuth und Lachmann, “Das erste Leben der Angela M.”, bietet intereressante Zusammenhänge zwischen Angela und Polen. 1981 traf sich ein Gesprächskreis von Naturwissenschaftlern und Theologen zum Thema Polen und der Solidarnosc-Rebellion. Laut Christopher Frey sei Angela Merkels Bruder Marcus der Initiator der Gespräche gewesen. Angela reiste mehrfach mit ihrem Kollegen Walther aus der FDJ-Leitung nach Polen. Man führte Gespräche dort mit Sympathisanten von Solidarnosc. Um diese auszuhorchen oder anzuhören?

Das SED-Mitglied Hans-Jörg Osten fälschte extra auf polnisch eine Einladung, damit man überhaupt dorthin reisen durfte. Auf dem Rückweg am 12. August 1981 überprüften DDR-Grenzer im Zug Angelas Tasche und fanden verstecktes Material von Solidarnosc, das nicht für die Einfuhr nach Ostdeutschland erlaubt war. Angela gab unverfängliche Erklärungen; der Tochter eines wichtigen Mannes geschah nichts. Ihr Kollege, der Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi war, gab zu Protokoll, dass das Ziel von Angelas Reise darin bestand, “die Lage in der VR Polen kennenzulernen”. Ihr zufolge bestehe die Gefahr, dass durch Solidarnosc der Sozialismus in Polen in Gefahr sei.

Vater Horst Kasner, der Priester, gelangte schnell zu Privilegien da er sich Stasi-Förderern andiente, die den Geheimauftrag hatten, die einheitliche evangelische Kirche in der DDR zu sabotieren, zu zersetzen und die Trümmer in die sozialistischen Organisationen einzupflegen. Nicht nur konnte die Familie Kasner abgeschieden leben in einem bürgerlichen Hof mit Wäldern drumherum, der für die Kinder wie ein “Abenteuerspielplatz” war, anstatt in Plattenbauten wo überall Augen und Ohren sind, er empfing auch regelmäßig Westgäste und holte sich junge Leute in sein Arbeitszimmer, das mit verbotener Literatur überquillte und “diskutierte” mit jenen. Eine bessere Ausgangslage um einen Agentenring zu starten, gab es in der DDR wohl kaum. Die jungen, beeinflussbaren Teenager könnten später nämlich einmal nach Schule und Studium in alle möglichen Kreise aufsteigen.

Leuten, die in der dritten Generation in Sicherheitskreisen verkehren, genießen das höchste Vertrauen. Wo auch immer Angelas endgültige Loyalitäten liegen, ihe offizielle Geschichte ist das am wenigsten überzeugende Narrativ. Jetzt wurde sie zur Time Magazine Person of the Year gekürt, das Blatt das von Skull & Bones-Mitgliedern gegründet worde war, die Geheimgesellschaft der wir den kalten Krieg zu verdanken haben. Und nun ist Angela Merkel im neuen kalten Krieg immer noch Kanzlerin.