War Helmut Schmidt ein Agent des MI6 oder der CIA?

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Posthum werden meist diejenigen Fragen gestellt, die man vorher nicht diskutieren darf. Im Hinblick auf den Beinahe-Kanzler Franz-Josef Strauß wagte sich ein Historiker hervor, der die Frage stellte, ob der bayerische Quadratschädel nicht vielleicht als Agent dem Vorläufer der amerikanischen CIA zugearbeitet und am Ende des zweiten Weltkriegs wichtige Informationen der Luftraumverteidigung weitergeleitet hatte.

Altkanzler Willy Brandt hieß in Wirklichkeit Herbert Frahm und er war ein wurzelloser und mysteriöser linker Agent. Helmut Kohl, der Einheitskanzler, ritt dank Nazi-Gönnern im Gallopp zum Erfolg. Angela Merkel hatte ein dicht gepacktes Stasi-Umfeld, Bekanntschaften vom KGB und einen Vater, der genausogut für den Westen spioniert haben könnte.

Nun schied also Helmut Schmidt dahin und brav wird das übliche Archivmaterial in den Redaktionen hervorgekramt und nach dem derzeitigen politischen Wind interpretiert. Niemand untersucht die Hypothese: War er ein Agent des britischen MI6 oder der amerikanischen CIA?

Er war als Wehrmachtsoffizier beteiligt an der Blockade von Leningrad, einer der schlimmsten Belagerung der Geschichte, der 1,1 Millionen Zivilisten zum Opfer fielen. Dafür bekam er das eiserne Kreuz 2. Klasse. So jemand macht später Karriere bei der SPD und auf der internationalen Bühne? Bei Franz-Josef Strauß, der mit dem amerikanischen Geheimdienst OSS koperiert haben soll, gibt es immer noch Spekulationen über Kriegsverbrechen. Solches belastendes Material schafft Marionetten. Und genau wie Strauß war Schmidt ein Mann für Flakbatterien.

Während viele deutsche Veteranen in der britisch-amerikanischen Kriegsgefangenschaft verhungerten, bekam Strauß eine Sonderbehandlung von den Amerikanern, wurde als unbedenklich eingestuft und gleich als stellvertretenden Landrat installiert. Schmidt hatte nur ein kurzes Intermezzo in britischer Kriegsgefangenschaft, studierte und ging ausgerechnet zu den roten Socken der SPD und des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes! Wozu? Warum? Er, der sich an der Blockade Leningrads beteiligt hatte? Es folgte ein kometenhafter Aufstieg in der Politik, wo er beispielsweise als Militärexperte energisch eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr ablehnte, also genau die Linie der Briten und Amerikaner vertrat.

Sein Erzfeind auf der politischen Schaubühne war ausgerechnet Strauß. War das eine Kissenschlacht zwischen Agenten? Während die Konzerngiganten aus der Bilderberg-Gruppe fleißig alle möglichen Güter, Technologien und ganze Fabriken an den Ostblock verkauften, spielte er brav den großen Staatsmann und drückte die NATO-Agenda durch.

Seine Freundschaften mit den größten angloamerikanischen Verschwörern reichten tief. Er war eingelanden im schrägen und mächtigen Bohemian Club und bei Bilderberg.

So war er ein enger Freund des Bankiers, US-Offiziers und Gründers des deutsch-amerikanischen Netzwerks Atlantik-Brücke, Eric M. Warburg. Paul Volcker, der weltweit überaus einflussreiche Direktor des American Council on Germany, langjähriges Mitglied und ehemaliger Direktor des Council on Foreign Relations, Mitglied der Trilateralen Kommission und Vorsitzender der US-Notenbank, gehörte seit über 40 Jahren zu seinen Vertrauten. Ebenso hielt Schmidt Kontakt zu John J. McCloy, ehemals Präsident der Weltbank, Direktor des Council on Foreign Relations (CFR), Vorstandsvorsitzender der Chase Manhattan Bank sowie Initiator des deutsch-amerikanischen Netzwerks Atlantik-Brücke.

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