HINTERGRUND

Bashar Al Assad ist längst nicht mehr Herr in seinem eigenen Haus, denn sein Militär ist völlig abhängig geworden von iranischen Generälen und russischen Rüstungslieferungen. Die Iraner sollen auch bereits eine Menge verschiedener Söldner herangeschafft haben, ähnlich wie Moskau offenbar längst begonnen hat, begrenzt eigenes Militärpersonal nach Syrien zu verlegen. Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti zitierte den Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, der größere Truppenkontingente in Aussicht gestellt hat:

“Wenn es eine Anfrage gäbe, würde diese natürlich diskutiert und geprüft im Rahmen unserer bilateralen Kontakte.”

Das Putin-Regime verfolgt mit dem Engagement eine Reihe an Zielen:

Eine Marionettenregierung in Syrien etablieren

Selbst wenn die Assads mit russischer Hilfe den Bürgerkrieg gewinnen können, so hat jedoch längst ein Machtwechsel stattgefunden zugunsten der iranischen Generäle und russischen Militärberater im Land. Es wurde bereits im Volfeld klargestellt, dass Putin kein Problem damit hätte, Assad zu ersetzen. Eine neue Marionettenregierung würde bald weitreichende Handels- und Sicherheitsabkommen unterzeichnen. Die bereits existierende russische Militärbasis in Tartus würde um einige weitere Stützpunkte ergänzt werden, sowohl am Mittelmeer als auch in anderen Landesteilen.

Als Belohnung für den Kampf gegen ISIS eine Lockerung der Sanktionen erreichen

Russland lockt die USA und Europa mit einer neuen Anti-Terror-Koalition. Dies soll den Druck wegen der Ukraine-Krise verringern und zu einer Lockerung der Sanktionen führen, was die kollabierende russische Wirtschaft dringend nötig hätte. Gäbe es wieder mehr Handel mit dem Westen, stünden dem wiederum die hohen Kosten einer Militärkampagne gegenüber. Je mehr tote Soldaten nach Russland in Särgen zurückgeschickt werden, umso dringender müsste sich Putin Methoden einfallen lassen, um das Volk bei der Stange zu halten.

Eine Landbrücke zum Mittelmeer vorbereiten

Hätte man die Kontrolle in Syrien, fehlte nicht mehr viel für eine Landbrücke direkt zum Mittelmeer, ein Sprungbrett für größere Weltmachtsambitionen.

Kontrolle im mittleren Osten ausüben

Syrien war früher bereits der Partner von Sowjetrussland gewesen. Während dem kalten Krieg migrierten zehntausende Russen nach Syrien, während die syrische Elite die besten Schulen Russlands besuchte. Syrien grenzt an Israel, Libanon, Türkei, Jordanien und Irak.

Die eigenen Investitionen schützen

Russische Firmen haben Berichten zufolge 20 Milliarden $ in Syrien investiert. Verliert man die Kontrolle dort, wären diese Investitionen in Gefahr.

Einen Sieg gegen die USA behaupten

Das Leben in Putins Russland ist erbärmlich, dennoch genießt der Führer eine hohe Beliebtheit im Volk, solange er außenpolitische Siege vermelden kann. Vor dem Krieg in der Ukraine wirkte Russland schwach im Hinblick auf die Regimewechsel im Zuge des arabischen Frühlings. Nach der Eroberung der Krim und Teilen der Ukraine ist zwar die Stimmung aufgeheizt, so richtig leisten kann sich der Kreml aber einen weiteren Krieg nicht.

 

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