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Kommentar

Der russische Präsident Putin warf in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehsender RTS den Vereinigten Staaten vor, für zahlreiche Probleme in Europa verantwortlich zu sein. So sei auch die derzeitige Masseneinwanderung nach Europa auf die Politik Amerikas zurückzuführen.

Die Entscheidungen seien in Übersee getroffen worden, aber nur Europa sei mit den Problemen konfrontiert.

Unbestreitbar ist Amerikas Einfluss auf die Schaffung eines einheitlichen EU-Superstaates mit 20-prozentiger Migrantenquote in den einzelnen ehemaligen Nationalstaaten. Was Putin aber verschweigt, ist Russlands Einfluss auf Deutschlands Migranten-Misere. Nur Naivlinge glauben wirklich, Moskau würde Deutschland zu echter Souveränität verhelfen.

Die Angriffe gegen Asylunterkünfte in Deutschland machen derzeit große Schlagzeilen. Noch ist ungeklärt, ob wirklich jedes Mal Täter aus dem rechten Millieu dahinterstecken, oder ob fanatische Linke zu den alt-beliebten Tricks aus der Stasi-Zeit zurückgegriffen und selber das Feuer gelegt haben, um die Sache politisch auszubeuten. Sogar für antisemitische Schmierereien waren sich die Kommunisten in Westdeutschland einst nicht zu schade, weil die Stasi-Zentrale dies so im Zuge einer verdeckten Kampagne so angeordnet hatte. Westdeutschland sollte pauschal dargestellt werden, als stünde die Revitalisierung des Faschismus unmittelbar vor der Tür. Die Deutschen sollten durch eine linke Revolution vor sich selbst gerettet werden.

Heute heißt es, die Deutschen seien zu ausländerfeindlich, insbesondere im Osten und insbesondere was muslimische Zuwanderer anbetrifft. Was die (linksgrüne) Politik verschweigt: Die Führung der DDR hatte praktisch keine muslimische Migration zugelassen. Diejenigen, die ansiedeln durften, waren unter strikter staatlicher Kontrolle. Politisch-religiöse Aktivitäten, wie zum Beispiel die Propagierung islamischer Rechtssprechung, waren strikt verboten. Machte jemand Probleme, wurde er umgehend des Landes verwiesen:

Nur ein geringer Teil der ohnehin nur 1% betragenden ausländischen Wohnbevölkerung war muslimen Glaubens. […] In der DDR gab es für die algerischen Vertragsarbeiter weder Moscheen noch Gebetsräume. […] Nur ein algerischer Migrant berichtete, dass er während der Arbeitszeit betete. Ihm wurde dies als ‘Arbeitsbummelei’ ausgelegt. […] Während des DDR-Aufenthaltes kam es bei den algerischen Migranten zu unerwarteten Entwicklungen und Dynamiken. Zum einen litten die Vertragsarbeiter ganz erheblich unter beleidigenden Äußerungen. Als typische Beleidigungen wurden Kanacke, schwarzes Schwein, Messerstecher und Terrorist genannt.

Wundert sich da noch jemand, dass die Bürger in Ostdeutschland nach 1989 einen migrationstechnischen Schock erlebt haben? Jetzt sollen wir uns ausgerechnet von linksgrünen Politikern belehren lassen?

In der sozialistischen DDR war Migration Chefsache mit militärischen Hintergedanken. Das Ziel war, möglichst viele Menschen mit russischen Wurzeln, sozialistischer Gesinnung und prosowjetischen Loyalitäten anzusiedeln und nach Westdeutschland zu treiben. Diese Destabilisierungskampagne hatte Erfolg:

Bis Ende 1950 wurden im westlichen Deutschland rund 8,1 Millionen Vertriebene und Flüchtlinge, von 1951 bis Ende 1988 rund 1,6 Millionen Aussiedler aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa gezählt. Vom September 1949 bis zum Mauerbau im August 1961 kamen mindestens 2,7 Millionen Menschen aus dem Gebiet der ehemaligen DDR hinzu. Die tatsächliche Zahl dürfte um rund eine Million höher gelegen haben.

Moskau fördert heute sowohl muslimische Kreise als auch muslim-kritische Konservative. Hauptsache, die Leute kämpfen gegeneinander:

 

Nur die unbedarften Mitläufer-Linken glauben doch, dass man aus Deutschland ein Multikulti-Paradies machen könne. Jeder bei den Linken der tiefer in der Materie steckt, weiß doch ganz genau dass diese Art von Migrationspolitik nur destabilisiert. Deshalb steckten die Kommunisten ihre Bürger immer in die Zwangsjacke der Konformität und des Gehorsams:

  • Ausreise aus dem Ostblock und Emigration in den Westen stand unter schwersten Strafen
  • Innerhalb des Ostblocks gab es keine Freizügigkeit sondern der Staat musste alles genehmigen. Heute ist der ganze Osten Russlands ziemlich menschenleer, weil der Staat nicht mehr kontrolliert, wer wo arbeitet
  • Jemandes Religion hatte als Privatsache zu gelten. Politische Aktivitäten mit religiösem Hintergrund waren STRENG VERBOTEN. Moslems durften kaum in der DDR ansiedeln, niemand nahm auf ihre Befindlichkeiten Rücksicht
  • Erklärtes Ziel war es, den neuen sozialistischen Menschen zu schaffen, der alte kulturelle und religiöse Traditionen hinter sich lässt.
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4 comments

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Werner 29. Juli 2015 at 23:06

Die Hauptverantwortung hat der neue Papst, er hat doch den armen Flüchtlingen aus Afrika den Weg gezeigt, nachdem 800 abgesoffen sind. Dann die Kriege der USA in den betroffenen Ländern, das heißt laut biblischer Prophetie im alten Testament der Juden ” Strafgerichte Gottes ” in denen 1/3 der Menschen auf der Flucht sind, 1/3 durch das Schwert umkommen und das letzte 1/3 verhungert oder an Krankheiten stirbt.Diese Länder ( nicht weit von Israel entfernt, also das Umland zum dem auch Nordafrika gehört) stehen in der Bibel ( Ezechiel 25,1-32,32). Alles für die Endzeit geplant, wegen der noch kommenden Bürgerkriege in Europa müssen die Flüchtlinge uns überrollen. Laut Vatikan muss eine Enteignung stattfinden. Dazu auch die Enzyklika ” Rerum Novarum” vom Leo XIII. Passt alles zusammen. Siehe: http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/320.html .
Die USAtruppen und die Russentruppen sind halt das Schwert dieses Judengottes und treten nun in Aktion um alle Menschen zu vernichten. Das sind ein paar Hintergrundinfo´s von mir.

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Harry 29. Juli 2015 at 15:57

Ich erinnere mich dass mir bei meinen Reisen in’s europäische Ausland in den Siebzigern und Achtzigern immer wenn ich, ungewohnt für einen Westdeutschen, Franzosen oder Spanier oder sonst welche in Uniform und mit Fahne nach militärischer Musik umeinander hüpfen sah Einstein’s Spruch einfiel, nach dem der der es liebt nach Marschmusik zu marschieren sein Großhirn rein zufällig erhalten hat weil für ihn das Rückenmark gereicht hätte, und ich dachte: „Na ja, die lernen’s auch noch.“

Nun erfahre ich von Benesch dass nicht nur die Westdeutschen, sondern alle Westeuropäer, nach dem 2. Weltkrieg entnationalisiert wurden um über den Umweg der Gründung eines vereinten Europa die Tilgung Westdeutschlands vorzubereiten und die Westdeutschen dabei nur die schnellsten waren und sich dazu auch noch von den anderen Westeuropäern verführen liessen zur Volks- und Staatsauflösung Süditaliener, Osttürken und Ex-Jugoslawen zu beschäftigen, und erfahre weiter dass die Sovjetunion ebenfalls zur westdeutschen Volks- und Staatsauflösung Millionen linksgewickelter irgendwie Deutschstämmiger nach Westdeutschland exportiert hat.
Was Benesch neben allem Anderen nicht in Erwägung zieht ist dass diese Süditaliener und Osttürken ebenso wie die linksgewickelten Ex-Jugoslawen und irgendwie Deutschstämmigen allesamt Untertanen waren, und ihre Aufträge spätestens vergasen als sie mit dem westdeutschen weiblichen Geschlecht konfrontiert waren, und dass die 20- bis 40-jährigen Westdeutschen der Siebziger und Achtziger nicht mit den 30-jährigen Deutschen von 2015 zu vergleichen sind, die im Siebzigermaßstab allenfalls 13-jährig sind.
Und was Benesch sonst noch nicht in Erwägung zieht ist dass die Westdeutschen nach allem Unbill auch noch die ostdeutschen Untertanen aufs Auge gedrückt bekamen und es trotzdem noch überwiegend westdeutsch in Deutschland zugeht, so dass man dem nunmehrigen Mohamedaneransturm getrost entgegen sehen und ganz sicher sein kann dass Deutschland nur gefährdet ist wenn ihm der Restplanet geschlossen den Krieg erklärt – oder wenn die 30-jährigen noch infantiler werden.

Hoffentlich wird Benesch mir nächste Woche nicht eröffnen dass der oben zitierte einsteinsche Spruch nicht auf Einsteins Intelligenz beruht sondern auf dessen süditalienischer, osttürkischer, ex-jugoslawischer oder sovjetischer Unterwanderung.

Nichts gegen Anti-Elsässerismus,- im Gegenteil-, aber beim nächsten mal besser sortieren und vielleicht doch einmal die Aufklärung des 20. Jahrhunderts zum Sortieren zu Rate ziehen.

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Harry 29. Juli 2015 at 22:16

Ich meinte zwar mit den 20- bis 40-jährigen der 70er nicht unbedingt mein damaliges unmittelbares Umfeld aber die zugedröhnten hippies, die in der zweiten Hälfte der 70er mit mir zusammen Flugabwehrraketen und Radargeräte reparierten, gehörten wohl überwiegend zu denen die ich meine. Westeuropa ist heute Russland konventionell-militärisch unterlegen,- was Benesch bejammert-, wie in den 70ern, aber die westeuropäische Geheimwaffe von damals,- die westeuropäischen hippies-, die gibt’s nur noch als Spurenelemente.

Natürlich gab es damals auch die Leute die Du als charakteristisch für diese Zeit ansiehst – aber man muss unterscheiden zwischen der Öffentlichkeit und dem Veröffentlichten. Und dass die red necks keine Untertanen sind widerlegt der Film „American Sniper“ recht plastisch.

So stehen wir wieder vor dem Houellebecq-Dilemma: Wir können keine red necks gebrauchen die zurück vor ’69 wollen um allen ihre Untertanenmentalität oktroyieren zu können und wir können keine Mohamedaner gebrauchen die zurück nach Al Andaluz wollen um von allen Zucker in den Arsch geblasen zu bekommen. Aber natürlich wäre es für den aufgeklärten Westen schändlicher an sich selbst,- an den red necks-, unterzugehen als an zwischenhirnzentrierten Okkupanten.

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Harry 29. Juli 2015 at 23:23

Harmageddon? Ist das Dein Ramadan?

Aber klar! Was soll ich denn sonst machen -zumal die Mehrzahl der red necks auch noch putinaffin ist?

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