Sicherheit

Ukraine könnte eine Neuauflage des Afghanistan-Desasters für Russland werden

Russische Truppen sollen an der Ostukraine zusammengezogen werden, bereit für den Sturm in Richtung Mariupol um eine Landbrücke zur Krim zu erobern. Als Reaktion könnten die Amerikaner richtige Offensivwaffen an Kiew liefern. Damit wäre Russland in einer ähnlichen Situation wie bei dem Besetzungsversuch in Afghanistan während dem kalten Krieg. Es hat auch einen Hauch von Vietnam; und das fast vor unserer Haustüre.

Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die putin-treuen Russlanddeutschen zusammen mit den Rechten in der Bundesrepublik loslegen? Dann käme Brüssels EU-Armee angerollt.

Ziel der Invasion Afghanistans sollte im jahr 1979 sein, ein sowjetfreundliches, moskauhöriges Regime in Kabul einzusetzen und das Land gewaltsam zu befrieden, um so zugleich die Südflanke der Sowjetunion zu sichern. Am 25. Dezember 1979 überschritten die ersten Einheiten der für den Afghanistan-Einsatz neu gebildeten sowjetischen 40. Armee, die 5. und 108. Motorisierte Schützendivision, bei Termiz und Kuschka die Grenze nach Afghanistan. Gleichzeitig wurden 7.000 Elitesoldaten der 103. ‚Witebsker‘ Luftlandedivision nach Kabul und Bagram eingeflogen.

Den sowjetischen und afghanischen Regierungstruppen gelang es trotz ihrer militärischen Überlegenheit und Lufthoheit nicht, den Widerstand der Mudschahedin zu brechen. Zwar konnten sie schnell wichtige Städte und Straßen besetzen, über weite Gebiete außerhalb der großen Städte hatten sie jedoch keine Kontrolle. Im Jahr 1982 wurde schließlich eine militärische Pattsituation erreicht, während der Kampf auf beiden Seiten immer brutaler geführt wurde. Auf die Guerillataktik der Mudschahedin, die in der Regel keine Gefangenen machten, reagierte die Rote Armee unter anderem mit Terror gegen die Zivilbevölkerung. Außerdem verloren die sowjetischen Truppen infolge der Lieferung von hochmodernen Stinger-Raketen an die Mudschaheddin durch die CIA die Luftüberlegenheit im Land.

Die sowjetische Führung gelangte zu der Einsicht, dass der Krieg nicht zu gewinnen war, und suchte fortan nach einem Weg, ihre Truppen aus dem Land abzuziehen, ohne das Gesicht zu verlieren.

Führende Mitglieder der CIA, einschließlich ihres Direktors William Joseph Casey, betrachteten einen Krieg jedoch bald nicht nur als Möglichkeit zum Kampf gegen den Kommunismus im Allgemeinen. Es bot sich die Gelegenheit, den verlorenen Vietnamkrieg in Afghanistan vergessen zu machen. Die Rolle der CIA lag sowohl in der Bereitstellung von Waffen als auch in der Unterstützung Pakistans durch Geheimdienstinformationen wie Satellitenaufnahmen und abgehörte Funksprüche der Sowjetischen Armee.

Die Waffen stammten aus China, Ägypten, Israel, den USA, Großbritannien und weiteren Staaten. Sie wurden von der CIA nach Pakistan geliefert, von wo die ISI sie an die Stützpunkte der Mudschahedin-Führer verteilte.

Der afghanische Krieg war in der Sowjetunion selbst äußerst unpopulär. Viele wehrpflichtige Jugendliche aus der gesamten Sowjetunion, die als Soldaten in diesem Krieg kämpfen mussten, erkrankten, erlitten Verwundungen und/oder Kriegstraumata oder starben. Außerdem wirkte der Afghanistankrieg als Katalysator für die wachsende Drogenproblematik und -kriminalität innerhalb der Sowjetunion, denn die Verbreitung von Rauschmitteln wie Heroin wurde durch ihn enorm gefördert. Auch insofern besteht eine Parallele zum Vietnamkrieg der USA. Wegen der Geheimhaltung, die alle militärischen Angelegenheiten umgab, und der Zensur der Medien waren Berichte über diese Aspekte des Krieges nicht möglich. Die sowjetische Bevölkerung konnte sich nicht mit den Zielen des Einsatzes „in der fremden Wüste“ identifizieren; das Vertrauen der sowjetischen Bevölkerung zur politischen Führung schwand weiter. Der Afghanistankrieg und seine enormen Kosten beschleunigten den Prozess, der schließlich zur Auflösung der Sowjetunion führte. Angriffe der Mudschaheddin auf sowjetisches Territorium blieben die Ausnahme. Der russische Staat kümmert sich kaum um die Veteranen, von denen viele Kriegsversehrte sind.

wikipedia-Zitate unter der  „Creative Commons Attribution/Share Alike“

 

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7 comments

fox23.de 24. Mai 2015 at 17:23

Ich verlink den Artikel mal, weil ich für Meinungsvielfalt bin, aber inhaltlich finde ich ihn schon am Einstieg unglücklich: Da wird ein Kommentar dieses Springer-Presse-Hetzers Torsten “der Russe kommt” Krauel als Aufmacher genommen… Das sind Leute, die den Krieg herbeischreiben.

Reply
abgelehnt83 22. Mai 2015 at 21:53

Ja, dann “taktier” mal schön weiter und wirf ansonsten alles in einen Topf was nicht zusammengehört garniert mit skurrilen numerologischen Andeutungen. toll!

Reply
abgelehnt83 23. Mai 2015 at 17:22

Stimmt, alle die nicht deiner Meinung sind, sind doof. Wäre das geklärt

Reply
dirigist 22. Mai 2015 at 11:53

Die nächste große Hoffnung der Birchers die vernichtende Katastrophe in der Ukraine doch noch irgendwie in etwas “Positives” zu verwandeln.Hoffe mal weiter drauf.

Reply
abgelehnt83 22. Mai 2015 at 17:07

“Birchers”?!
Hat dieser 1-Rubel-Spammer “Alexander Hamilton” nicht genau so gesabbelt?
Naja, und dann war er wech … (nachdem es hieß, dass Russland seine Trollarmee einspart hust)
voll durchschaubar!

Aber obacht: wenn etwas ZU OFFENSICHTLICH scheiße ist, dann ist auch irgendwie was faul, oder?
Naja, ich meine, die “Eurasier” sind ja schon irgendwie das Sammelbecken bzw. honey pot …

Vllt sollten wir sie alle lieber in unsere Nachtgebete miteinschließen.
Oh Herr, vergib ihnen, denn sie wissen einen Scheiß … Amen

Reply
Soma 22. Mai 2015 at 10:37

Meine leiben Putintreuen Wall-Street-Patrioten,
Russland ist auch nichts anderes, als ein östlicher Teil des Westen:
https://www.youtube.com/watch?v=ph6Fdi3acnw

Habt ihr denn nichts besseres zu tun, als diese WallStreet Investion anzuhimmeln?
Ist das nicht irgendwie beschränkt?

Macht was ihr wollt, aber wundert euch nicht, wenn man euch hier wie Schwachsinnige behandelt.

Ihr seid doch alle Ratiophob! 🙂

Reply
Erfffs 21. Mai 2015 at 22:24 Reply

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