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Freitag, Juli 1, 2022

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RE:PUBLICA – Netzgemeinde und Lebenslügen

TechnologieRE:PUBLICA - Netzgemeinde und Lebenslügen

Disclaimer: Ich bin permanent von Geräten und Gadgets umgeben, arbeite hauptberuflich mit dem Internet und fummle seit den Tagen von Windows 3.0 an Computern herum

KOMMENTAR

„Vertreter der Netzgemeinde“ (Nerd-inistas) pilgerten nach Berlin zur Konferenz RE:PUBLICA, stellten sich die Sinnfragen und suchten nach neuen Strategien. Denn die Netzpolitik findet größtenteils ohne Einfluss der Netzgemeinde statt. Die Kontrolle haben leider nach wie vor Regierungen und Großkonzerne. Warum ist das so?

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Menschliches Upgrade nötig

Die Piraten, auch bekannt als Asperger-Partei, zeigte wie man es genau nicht machen sollte und implodierte wegen einem ewigen Kreislauf aus Streit und Chaos. Die erhoffte Transparenz-Revolution und revolutionäre digitale Organisation der Partei blieben aus. Lag es an mangelnder Technik? Sicherlich nicht. Die Szene braucht menschliche Upgrades und Updates, mehr Wissen über die Psyche und das Miteinander, die Fähigkeit, toxische Individuen und krumme Hunde rechtzeitig zu erkennen.

Von irgendwoher fiel die tolle Blockchain-Technologie einer Bande Nerds in den Schoß. Was wurde damit angestellt? Der Bitcoin-Scam, eine manipulierte Währung, die ein paar gierige Insider reich machen sollte. Die Liste der Fuck-Ups ist endlos, von Mt.Gox bis hin zur Bitcoin-Foundation. Trotzdem ficht das niemanden an, sondern man hofft, dass möglichst viele gierige Großkonzerne und Großinvestoren auf den Zug aufspringen. Die Macher von Bitcoin haben erklärt, sich in keinster Weise mit dem Establishment anlegen zu wollen. Die waren sogar bei der CIA in Langley und Leute von der Federal Reserve waren „sehr aufgeschlossen“ gegenüber der kleinen Bitcoin-Pseudorevolution, die neben den großen Währungen existiert und den Anschein von Vielfalt verbreitet. Gute Nacht. 

Julian Assange fielen Whistleblower-Dokumente in den Schoß. Was stellte er damit an? Einen monumentalen Egotrip und Clusterfuck. Seine Angestellen müssen die übelsten Maulkorb-Verträge unterschreiben und er giftete andere Publikationen an, die „sein urheberrechtlich geschütztes“ Whistleblower-Material benutzten. Jetzt ließ er das gestohlene SONY-Material posten. WTFF? Selber krieg er einen Tobsuchtsanfall wenn jemand Peinlichkeiten über ihn enthüllt. Und was war das nochmal mit seiner äußerst milden Strafe für krasses Hacking in den 90ern, nachdem er mit der Polizei in Australien zusammengearbeitet hatte?

Die Anonymous-Gruppe hinter den großen Hacks wurde gebusted und was steckte dahinter? Dysfunktionale Retards. Die jüngere Generation von Weltrettern und Daten-Jedis von Anonymous und LulzSec war dominiert von männlichen Versagern zwischen 18 und 35 Jahren aus der Online-Güllegrube namens 4chan. Diebe und Verlierer mit Kinderpornobildern auf ihren Computern, die sich auf gewöhnliche kommerzielle VPNs verlassen hatten und natürlich alle hochgenommen wurden.

Ohne genügend menschliche Skills wird das nix mit dem Welt verändern.

Polit-Nerds auf LSD

Wenn die Polit-Nerds selbst mal nach politischer Macht greifen, kommt ein kommunistischer Kontrollfreak-Antifa-Zirkus dabei heraus.

Man muss sich nur fragen, wie die nerdigen Sozialisten mit der Bevölkerung umgehen würden, wenn sie an der Macht wären. Der linke Enthüllungsautor Mathias Bröckers, der zu lange für das Kommunistenblatt taz geschrieben hat, lobhudelt: Die Technologie-Visionäre hätten Marihuana geraucht, LSD genommen und versucht, den Kapitalismus und Militarismus zu schwächen und die Welt zu verbessern: Open Mind – Open Software! Das Ergebnis waren Gadgets für Hipster-Konsumenten, die von asiatischen Sklaven zusammengeklebt werden.

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Bröckers erinnert sich romantisch an den Herbst 1981 bei der taz:

…als sich der Plenumsraum neben unserer Kulturredaktion zu ungewohnter Zeit mit Leuten gefüllt hatte. „Was ist denn da los?“, fragte ich einen Kollegen. „Irgendwelche Computerfreaks gründen einen Verein, ich verstehe nur Bahnhof.“ Das ging mir ähnlich, als ich später ein bisschen zuhörte. Nur bei einem bärtigen Mann in Latzhosen war das anders. […] Das war Wau Holland, der mit den anderen gerade dabei war, den Chaos Computer Club (CCC) zu gründen.

Der Moses der Szene, der Gründer des CCC, war Herwart Holland-Moritz, besser bekannt als „Wau Holland“. Mit dem Aussehen von Dr. Fu Man Chu meets Karl Marx war er wohl das Vorbild für den Hacker Gupta in dem Film „James Bond – Der Morgen stirbt nie“:

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Wau Holland

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Gupta

Er hielt er die erste Sitzung des Chaos Computer Clubs in Deutschland am ehemaligen Tisch der kommunistischen Kommune 1 in den Redaktionsräumen der linken Zeitung taz. Die Kommune 1 hatte sich zunächst in der leerstehenden Wohnung des Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger getroffen, der sich dann mitten im Kalten Krieg und kurz nach der Ära Stalins, zu einer „Studienreise“ nach Moskau begeben hatte.

Mit in der Freien-Liebe-Gruppe dabei war eine Neunjährige namens Tanaquil, deren Namen klingt wie ein amerikanisches Beruhigungsmittel.

Langhans, Teufel und die anderen trugen auf Betreiben der Kommunefrauen hin lange Haare, Perlenketten, Armeemäntel oder Mao-Anzüge. So stieg die Kommune auch auf die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, um hunderte Mao-Bibeln von oben herunterzuwerfen. Sie wissen schon, das rote Drecksbuch des von der CIA geholfenen Diktators der rund 50 Millionen Menschen umbrachte.

Ab 1983 arbeitete Wau Holland als Kolumnist bei der Berliner Kommunisten-Tageszeitung (taz) die unter Moskau-Freund Hans-Christian-Ströbele Millionen sammelte für „Waffen für El Salvador“.

Die FAZ kritisierte 2011 die taz, indem sie ihr zuschrieb, „Päderasten“ eine Plattform gegeben zu haben, um „Kinderschändung ideologisch zu legitimieren“. Ebenso wie in einem Bericht der Frankfurter Rundschau wurde in diesem Zusammenhang von positiven Einstellungen gegenüber der Nürnberger Indianerkommune, welche etwa ein Recht auf freie Sexualität von Erwachsenen mit Kindern forderte, in der taz zu dieser Zeit gesprochen.

Bevor er mit 49 Jahren an einem Schlaganfall starb, verbrachte Wau Holland seine letzten Jahre in einem Jugendzentrum in Jena, wo er „Kindern die ethische Seite des Hackens nahebrachte“. Die sog. Hackerbibel erschien im Verlag Grüne Kraft, dem auf Psychedelika spezialisierten Kleinverlag des ehemaligen LSD-Dealers Werner Pieper.

Lebenslüge

Der amerikanische Netzaktivist Ethan Zuckerman erwähnte auf der RE:PUBLICA genau die Lebenslüge, die längst nicht mehr aufrechterhalten kann, nämlich dass das Internet ein ganz eigenes Ding sei, welches von den Nerds bestimmt wird, das nicht zensiert werden könne und für das sich Regierungen kaum interessieren:

„Wir haben jede Menge Blödsinn geglaubt!“

In Wirklichkeit gab es die heimlichen stillen Herrscher des Internets von Anfang an. Sie wussten bereits in den 1970er Jahren, wie die Zukunft aussehen sollte. Und wir alle sollten denken, es sei unser Netz. Was an der offiziellen Geschichte der Entstehung des Internets auffällt, ist dass nirgendwo die NSA auch nur erwähnt wird. Lediglich DARPA, die Forschungsabteilung des Pentagons, wird historisch kurz aufgeführt, mit dem frühen Versuch, verschiedene Systeme miteinander zu verbinden.

Weitere Tarnorganisationen des Militärs, nämlich die National Aeronautics and Space Administration (NASA), die National Science Foundation (NSF) mit Sitz im Spionagehimmel Arlington/Virginia sowie das Department of Energy (DOE), entwickelten Mitte der 80er Jahre das erste Wide Area Networks, basierend auf dem neuen Universalstandard TCP/IP.

TCP/IP ist das Rückgrat des Netzes. Sicherlich waren die Entwickler doch keine Spione? Vinton Cerf, der Daddy des Internets, hatte einst ein Stipendium von einem Kampfflugzeugbauer bekommen und machte den Bachelor of Science, ging dann zu Satans Computershop, auch bekannt als IBM. Später machte er seinen Doktor bei einem Typen der vielleicht für die Israelis spioniert hatte. Er arbeitete zusammen mit Robert „Bob“ Kahn, dessen Vater für die RAND Corporation an der Wasserstoffbombe werkelte, das Hudson Institut mitbegründete (Finanzierung durch Monsanto, DuPont, Eli Lilly, Cargill & Co.) und Vorbild gewesen sein soll für Stanley Kubricks „Dr. Seltsam“.

Ab Frühling 1973 wurde Bob unterstützt von Vinton G. Cerf, den er noch als Doktorand 1969 bei Tests des ersten Arpanet-Knotens an der UCLA kennengelernt hatte und der nun Assistenzprofessor in Stanford war. Als Cerf 1976 zur DARPA kam, übernahm dieser von Kahn bis 1982 die Führungsrolle im Internet-Projekt und leitete die Weiterentwicklung von TCP. Kahn wurde 1979 Direktor des Information Processing Techniques Office (IPTO) der DARPA. In dieser Position startete er die eine Milliarde US-Dollar teure Strategic Computing Initiative der USA, das bis dahin größte staatliche Projekt in der Computerforschung und -entwicklung.

1980 wurde TCP/IP vom amerikanischen Verteidigungsministerium als Standard anerkannt, und am 1. Januar 1983 wurde die NCP-Protokollsuite des Arpanets bei dessen Trennung vom MILNET wieder unter der Leitung Kahns auf TCP/IP umgeschaltet und damit die Grundlage des modernen Internets gelegt. Ein Jahr später gab Kahn das Internet-Projekt erneut ab, diesmal an Barry Leiner.

Das an der Entwicklung des Internets (ARPANET, MILNET, CSNET, and NEARNET) maßgeblich beteiligte Rüstungsunternehmen Bolt Beranek and Newman (BBN), ging später auf in den Internet Service Providern Verizon und Level 3 Communications und gehört seit 2009 zum Rüstungskonzern Raytheon.

1995 war es dann soweit, kommerzieller Traffic konnte endlich weltweit hin und hergehen und die Menschen fütterten ihr Leben und ihr Business in die Maschinen, die zugunsten der NSA endlich alle am Netz hingen. Maßgeblich beteiligt an der technischen Infrastruktur des modernen Internets waren Dienstleister und Hersteller mit engen Kontakten zur NSA wie IBM, Dell, Bell, AT&T oder Cisco.

Zu behaupten, die NSA hätte erst später ein System des „freien Marktes“ in ein „Überwachungsinstrument“ verwandelt, ist ungefähr so als würde man erklären, das Militär wäre erst spät auf den Zug der Nuklearwaffenforschung aufgesprungen um die Atombombe zu entwickeln.

Hier sehen sie, wie Schulkinder schon in den 90er Jahren ganz erwartungsvoll waren, mit dem Internet endlich mehr für die Schule lernen zu können über „den Regenwald“ und „den Planeten Jupiter“:

Bei der Zeit, als diese Kinder älter waren, luden sie sich das Anarchist Cookbook herunter und meldeten sich auf frühen Pro-Ana-Messageboards an

1993 stellte das Internet nur 1% des gesamten Datenverkehrs, im Jahr 2000 waren es bereits 51% und 2007 sind wir bei 97% angelangt! Was wären wir alle ohne PORN, Youtube, Facebook und Filesharing.

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