Kommentar von AMD 2015

Es scheint mir sehr plausibel, dass die Tat des Andreas L. die typische Wut-Tat eines “verdeckten Narzissten” war, als Folge einer oder mehrerer sog. narzisstischen Kränkungen. Der “covert narcissist” (die schüchterne, eher unauffällige Variante des Narzissten), ebenso wie der “altruistischen Narzisst” stellt eine Sonderform dar und ist noch schwieriger zu entdecken.

Diese Art von Narzissten sind nur so lange “gut” und “nett” und “unauffällig” oder “verantwortungsgewusst”, wie diese Verhaltensweisen ihnen den Zugang zu genügend “narzisstischer Nahrung” sichern. Wenn aber eine oder mehrere ihrer “Quellen” versiegen oder aus dem Gleichgewicht geraten, oder er diese devaluiert, wei sie ihre innere Leere nicht füllen können und keine echten Emotionen ersetzen können (was bei Narzissten immer irgendwann der Fall ist), kann alles kippen.

Ich glaube, dass die “vorrangige narzisstische Quelle” von Andreas L. die Fliegerei und der Pilotenstatus waren. Diese hat er erst idealisiert, dann devaluiert und dann zerstört. Dabei waren die Passagiere und Kollegen für ihn immer nur “Objekte”, Mittel zum Zweck, sie hatten die Funktion, ihn in seinem Pilotenstatus zu stützen. Im Einzelnen:

Laut Medienberichten beschäftigte sich AL seit seiner Kindheit mit dem Traum Fliegen. Das ist allein für sich betrachtet nichts pathologisches. Aber es kommt eine obsessive Komponente dazu: Wir lesen heute, dass sein Zimmer voll mit Objekten/Symbolen/Memorabilia der Fliegerei war, sogar über seinem Bett hatte er diese angeordnet. Diese Art von obsessiver “Objektifizierung” und emotionaler Identifikation mit einer Sache und Objekten, die diese Sache verkörpern, ist typisch für Narzissten

http://www.youtube.com/watch?v=3pXDHKi15hY

Sein ganzes Streben war darauf ausgerichtet, Pilot zu werden, seit er ein Bub war: Das war die “Idealisation phase”. Dann beginnt er die Ausbildung, merkt vielleicht, dass auch als Pilot nicht alles perfekt ist, dass die Tatsache, Pilot zu sein, ihn nicht von seiner (möglichen) inneren Leere/seinen inneren Kindheitswunden befreit und ihn nicht wirklich “größer” macht, als er selbst ist. Vielleicht hatte er sich besonders Ansehen, Erfolg bei Frauen, eine herausragende Stellung, *Besonderheit* davon versprochen, die nicht eingetreten ist – oder die nicht reichte, weil er ein übersteigertes, idealisiertes Bild davon aufgebaut hatte (“gradiose image”). Er erkennt, dass Traum und Realität irgendwie nicht zusammenpassen werden (“gradiosity gap”), dass ihn die Fliegerei möglicherweise nicht “erheben” oder “erfüllen” wird und gerät in eine erste, für Narzissten ganz typische depressive Phase: “depression and mania of the narcissist due to the waxing and waning of narcissistic supply” – Sam Vaknin: https://www.youtube.com/watch?v=b0WKL9oA5XU . Er macht eine Pause, nimmt eine “Auszeit”, die sog. “narcissistic hibernation phase”.

Er fängt sich aber wieder, vielleicht mit Hilfe einer Liebesbeziehung oder einer anderen “narzisstischen Quelle”, auf die er zurückgreifen kann, re-idealisiert die Fliegerei (was auch typisch ist: https://www.youtube.com/watch?v=UTMtunCwnEM , siehe auch “narcissistic hoovering”). Er macht weiter, und 2013 “verwirklicht er seinen Traum” jetzt auch formal – er besteht die Lufthansa-Ausbildung. Aber er muss vlt. erkennen, dass der so viele Jahre angestrebte Status als Pilot ihn nicht zu einem innerlich heilen, “größeren” Mann macht. Vielleicht erkennt er, dass er nach wie vor ein ganz normaler Mann ist. Er muss auch erkennen, dass die anderen Kollegen keine Helden, sondern ganz normale Menschen sind. Dies führt nach und nach dazu, dass er seine zuvor idealisierte/angestrebte Quelle – die Fliegerei/der Pilotenstatus – devaluiert. Und schließlich seine Beziehung zu dem, was er ursprünglich idealisierte, zerstört. Das wäre eine absolut typische narzisstische Reaktion.

Daher: Die Tat des Andreas L. könnte aus meiner Sicht sehr wohl als narzisstische Wut-Tat nach einer oder mehrfacher sog. narzisstischen Kränkung: Der Narzisst schwankt zwischen Selbstüberschätzung/übersteigertem Ego und Selbsthass (“self-loathing”) hin und her. Er baut sich im Laufe der Zeit ein “Falsches Selbst” auf, ist sich aber immer wieder auch des Widerspruchs zwischen dieser “Fassade” und seinem eigentlichen, tief verletzten Ich bewusst. Dieses Spannungsverhältnis (“gradiosity gap”) ist für ihn kaum auszuhalten, führt oft zu Depressionen und Erschöpfungszuständen. Er braucht auch immer eine “Quelle” – narcissistic source of supply” – um sein inneres Gleichgewicht zu halten. Dafür benutzt er meist Menschen, manchmal aber auch eine Sache, eine Tätigkeit, eine Mission oder ähnliches. Auf eine Phase der Idealisierung dieser “Quelle” folgt irgendwann zwangsläufig eine Abwertung und schließlich eine totale Ablehnung, bis hin zur Zerstörung der “Quelle” – d.h. des Menschen, der Berufung, der Mission, was auch immer m Fokus stand, um dem Narzissten sein inneres Gleichgewicht zu ermöglichen: “narcissistic idealisation-devaluation-discard cycle”. Das ist typisch für einen narzisstischen Zyklus: Der Narzisst zerstört, was er zuvor “geliebt” (oder richtiger: idealisiert) hat. Die meisten Narzissten suchen sich allerdings dann eine andere, neue Quelle und zerstören nicht sich selbst, sondern die alte Quelle. Da sie aber durch den Zwang, nach aussen das falsche Selbst zu erhalten, um begabt, grandios, perfekt, gut, toll usw, zu erscheinen, viel Energie verbrauchen (auch, um die Lügen im Griff zu behalten, die sie dafür brauchen), geraten sie zunehmend selbst in einen Teufelskreis von Lügen, Selbstbetruf, Erschöpfung usw. Dann kann es im Extremfall passieren, dass sie nicht nur Angstzustände und Depressionen entwickeln, sondern sogar Paranoia – sie blicken selbst nicht mehr durch ihr eigenes Wirrwarr durch. Wenn dann noch jemand anfängt, ihre Integrität/Genialität/ihr Talent o.ä. anzuzweifeln, hinter die Fassade zu schauen oder sie kritisiert, dann kommt es zu einer narzisstischen Kränkung, die der Narzisst mit einer 100% zerstörerischen narzisstischen Wut zu kompensieren versucht.

Es würde mich nicht wundern, wenn bald herauskäme, dass sich L. in so einem Zyklus befunden hat, als er diesen 149-fachen Mord beging. Denn genau das war es: 149-facher Mord. Dieser Mord ist bar jeglicher Empathie, er ist ein Akt eines Menschen, der die Realität seines Handeln offenbar komplett aus dem Blick verloren hat und er garantiert ihm genau das, was Narzissten anstreben: Unendlich große Aufmerksamkeit (wobei es völlig gleichgültig ist, dass es negative Aufmerksamkeit ist – Sam Vaknin: “ANY attention, good or bad, is narcissistic supply!”), jahrelanges Im-Mittelpunkt-stehen (negative posthume Bekanntheit). Narzissten betrachten Menschen als Objekte, die ihnen entweder Bewunderung/Aufmerksamkeit/ein gutes Gefühl geben, oder zumindest eine (wie auch immer geartete) *Bedeutung* und *Sichtbarkeit* – selbst wenn diese negativer Art ist. Aber: sie haben KEINERLEI Empathie für diese Menschen. Menschen sind nur “narcissistic supply”. Der Narzisst hasst seine Abhängigkeit von Aufmerksamkeit anderer Menschen, er kann sich selbst innerlich keine Ruhe, Bedeutung, Selbstliebe entgegenbringen, weil er in seiner Kindheit keine integre Persönlichkeit entwickeln konnte. Er ist innerlich zerfressen von Selbstzweifeln, Scham, Schuldgefühlen, Zerrissenheit. Sein grandioses, falsches Selbst – die Fassade (z.Bsp. der Pilotenstatus) – kann ihm nur kurzfristige Erleichterung von diesen negativen Gefühlen, diesem inneren Konflikt verschaffen: er ist innerlich eigentlich leer. Er weiß, dass er nicht dem Bild entspricht, dass er nach außen spiegelt. Diese schlechten, inneren Gefühle (“narcissistic shame”) projiziert er daher immer aeirgendwann auf andere Menschen/Systeme/Dinge/Tätigkeiten – typischerweise auf genau die, die er früher idealisiert hat. Im Extremfall muss er daher alles zerstören, was er sich (objektiv betrachtet) Positives aufgebaut hat.

Natürlich sind dies alles nur Vermutungen, es ist noch viel zu früh, diese These komplett abzulehnen oder komplett zu befürworten. Alles, was ich hier schreibe, ist nur meine persönliche, derzeitige Einschätzung der bislang vorliegenden Fakten und Indizien. Ich behaupte nicht, dass L. tatsächlich ein Narzisst war. Ich habe mich lediglich bemüht darzulegen, warum es durchaus möglich bleibt. Auf jeden Fall geht es mir darum, dass die Ermittler diese Möglichkeit im Blick behalten – und dass in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein entsteht, dass die narzisstische Persönlichkeitsstörung SEHR gefährlich ist, sehr schwer zu erkennen und von anderen Erkrankungen zu unterscheiden ist, da die Betroffenen unglaublich geschickt sind, ihre Fassade, ihr falsches Selbst um jeden Preis aufrecht zu erhalten.

Ich freue mich im übrigen darauf, das Gespräch mit Ihnen fortzusetzen, da ich in deutschen Blogs eher wenige Menschen gefunden habe, die sich (ganz allgemein) mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung auseinandersetzen und es daher interessant finde, dass Sie auf dieses Thema in diesem Zusammenhang – so schrecklich er auch ist – eingegangen sind!

Wichtig finde ich auch, sehr genau zwischen Depression als Grunderkrankung und den depressiven Phasen eines Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung zu unterscheiden! Sonst entsteht bald ein Generalverdacht gegenüber allen depressiven Menschen, was sehr unfair wäre. Narzissten durchlaufen manisch-depressive Zyklen, die von dem “flow” des “narcissistic supply” abhängen – also von dem, was sie von außen bekommen (oder eben auch nicht) – und hat keine direkte endogene Ursachen, wie bei “normalen” depressiven Erkrankungen. Zwar leiden fast alle Narzissten unter bipolaren Störungen/Depressionen, aber Menschen, die unter Depressionen leiden, sind keinesweg alle Narzissten und sie leiden keinesfalls alle unter einer Persönlichkeitsstörung!

Schließlich: ich denke jeden Tag an die Opfer und ihre Angehörigen, es beschäftigt mich sehr und sie tun mir unendlich leid. Umso wichtiger ist es, dass irgendwann möglichst klar wird, was passiert und und warum. Dazu gehört auch, eine sehr genauen Blick auf die offensichtlich schwer gestörte Persönlichkeit dieses Täters zu werfen. Der Hinweis auf eine “absolute Ausnahme-/Einzeltat”, der jetzt ständig wiederholt wird, hilft m.E. insoweit überhaupt nicht weiter.

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18 comments

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Leif 28. März 2015 at 1:44

GROßE MEDIENPRÄSENS UND GANZ NEBENBEI JETZT pkw-maut DURCHGEWUNKEN!!!!!!!!!!!

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Manuel 28. März 2015 at 1:06

Der mit Abstand schlechteste Artikel, den ich jemals auf dieser Plattform gelesen habe. Wobei ich lesen eigentlich in Anführungszeichen schreiben müsste, denn ich habe es leider nicht geschafft ihn zu Ende zu lesen, da er im Grunde nur aus Mutmaßungen besteht. Unerträglich sich so etwas anzutun.

Niemand weiß, was wirklich in dem Flugzeug abging. Man kann Denkanstöße geben, in jede Richtung, kein Problem. Aber sich so etwas zusammen zu spinnen, find ich wirklich bedenklich.

Wir haben psychopatische Strukturen in unserer Gesellschaft. Keine Frage. So etwas färbt ab. Hab ich heute erst wieder erlebt an einer Tankstelle, lol, hab ich durch Herrn AMD 2015 gelesen uns auch Andreas Lubitz war bestimmt davon ohne Zweifel befallen. Aber so etwas über einen Toten abzulassen und sich zusammen zu spinnen aufgrund einer Tonbandaufnahme, hammerhart! Das schafft nicht einmal die Bild-Zeitung.

Ich habe die Angewohnheit unter richtig schlechten Artikeln eigentlich immer den Spruch: „Was immer der Autor auch geraucht hat, ich möchte auch etwas davon haben“ zu schreiben. Unter diesen Artikel kann ich nur posten: „Was immer AMD 2015 auch geraucht hat, er sollte das Kraut so schnell wie möglich entsorgen“.

Auch wenn uns die Medien etwas anderes suggerieren. Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung. Und diese muss nach dem einzigen bisherigen „Beweis“, einem TONBAND einfach gegeben sein, mein Freund. Es gibt nicht ein einziges Indiz, nicht eine einzige Aussage der Staatsanwaltschaft die auch nur annähernd in das KrankheitsMUSTER eines Psychopaten passt. Und so lange es diese nicht gibt gehört er allerhögschtens zu den restlichen 95% die durch diese Strukturen zu leiden haben und dadurch Kopf kaputt ist. Mehr aber auch nicht. Gute Besserung!

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ein mensch 28. März 2015 at 9:20

und dann ist da ja auch noch das riesige trümmerfeld ( 2 quadratKILOmeter)…wenn son flieger wo gegen kracht ist es recht unwahrscheinlich dass die teile kilometerweit fliegen…nene, das trümmerfeld kann eine „smoking gun“ sein 😉

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Manuel 28. März 2015 at 22:52

@EIN MENSCH: Schon mal dran gedacht, dass es bei so einem Ereignis für die Verantwortlichen oftmals keine andere Möglichkeit gibt als zu Lügen bis sich die Balken biegen, schon allein aus Rücksicht zu den Hinterbliebenen der Opfer? Klar, ein Staatsanwalt stellt sich vor die Presse und posaunt Lubitz hätte ne Durchsage gemacht, dass es jetzt steil nach unten geht und die Opfer hätten acht Minuten lang in Todesangst um ihr Leben geschrien was zweifelsfrei auf den Tonbändern zu hören wäre.

Ich sage nur das ich gar nichts über diesen Vorfall wissen kann und wir in der Vergangenheit meistens bei ähnlichen Ereignissen selbstverständlich auf die ein oder andere Art belogen wurden. Oft sogar aus guten Gründen, manchmal aber aus schändlichen Gründen. Und jemanden aufgrund einer Tonbandaufnahme vorzuverurteilen, was ja zu diesem Zeitpunkt das angeblich einzige Beweisstück war ist zutiefst schändlich, aber auch einfach nur dumm. Es gibt sehr gute Gründe, weshalb Tonbandaufnahmen als alleiniges Beweissmitel vor deutschen Gerichten nicht ausreichend sind. Vielleicht hält man uns einfach auch nur Fakten zurück. Aber aufgrund der wenigen Indizien die uns als FERNSEHZUSCHAUER vorliegen, sollten wir uns davor hüten, einen Toten zu verurteilen.

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Libertus 28. März 2015 at 0:05

Andreas L. soll sein Vorhaben schon 2014 angedeutet haben

Die „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe) zitiert eine Ex-Freundin von Andreas L., die 2014 fünf Monate mit dem Copilot liiert gewesen sein soll. Die Flugbegleiterin sagt, L. habe sein Vorhaben letztes Jahr bereits angedeutet: „Als ich vom Absturz hörte, ging mir immer wieder ein Satz durch den Kopf, den er sagte: ‚Eines Tages werde ich etwas tun, was das ganze System verändern wird, und alle werden dann meinen Namen kennen und in Erinnerung behalten.“ Ich wusste nie, was er damit meinte, aber jetzt ergibt es einen Sinn“, sagte die Frau zu „Bild“.

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früh am morgen 28. März 2015 at 12:08

Die Geschichten in BILD sind frei erfunden, das weiß jedes Kind, wie dumm bist du eigentlich ?

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Libertus 28. März 2015 at 12:25

Heul doch, mich interessiert dieses ganze Rumgebitche unter den „Truthern“ oder Anhänger der einen oder anderen Seite eh nicht.
Alternativ gegen Alternativ gegen Massenmedien und immer schön alles rausrotzen…was ich hier alles so lesen muss.
Etwas mehr Abstand ist gefragt, schraubt mal die Emotionen runter.
Als ob du besser wüsstest was WAHRHEIT und was Propaganda ist…

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Martian 27. März 2015 at 23:42

McConnell (30 year airline and 22 year military pilot; 23,000 hours of safety) believes that Serco agents issued Lubitz (630 hours) with visas for six months of flight training in Arizona in 2010 and a last visit to the United States in 2014, prior to profiling him as an unconscious actor in the Base One honeypot which camouflages Black Hand navigation of Flight 9525 into the French Alps.

McConnell claims that Serco ordered former patent lawyer Hillary Clinton to set up Base One as the protege operator of Department of State honeypots in the Bronx in 1994 where Black Hand navigators have apparently adopted the British „Crown Rights“ rule to practice whatever patents are issued by sovereign state (cf. „uninterruptible“ autopilot developed by Boeing and patented in Canada.)

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H0L0gr4mm 27. März 2015 at 22:48

Sehr schön geschrieben, solche Leute die so denken, für so welche gibt es diese Plattform (auch für andere, aber das ist jetzt erstmal egal)

Aber das er am Ende kein Statement dazu abgegeben hatte, fand ich dann doch eigenartig. Ich meine er wollte das was er glorifiziert hatte zerstören, wie jemand der vll. nen Spiel in die Ecke wirft, was ihn enttäucht hatte. Die Passagiere sind ja Teil dieser „Glofifizierung“, also wurden diese mit zerstört, genauso wie das flugzeug und die Crew. Aber hätte er dann nicht dafür gesorgt, das alle noch erfahren, warum er das macht? Er gibt sich selbst ja nicht die Schuld, es waren aus seiner Sicht ja dann die Fluggesellschaft, seine Kollegen, die Medien, die Passagiere und einfach alle anderen Menschen drumm herum die daran Schuld waren, das seine Idealvorstellung nicht so war, wie er es sich halt erhofft hatte. Aber dann hätte er vorher vll. noch die Besatzung angeschriehen oder die Passagiere und den Tower, also das die ihn alle Enttäucht hatten. Warum ich das denke? Naja es gibt ja diese Situationen, in denen jemand, seinen Partner sowie seine Kinder tötet und danach sich selbst. Das ist aber oft deswegen so, weil er davon überzeugt ist, es wäre für alle das Beste zu sterben. Bei einem Fall hatt der Mann die Frau und die Kinder im Schlaf getötet und sie dann alle zusammen ins Bett gelegt,er ging dabei, wie gesagt wurde, äusserst „Sanft“ vor, er sah das also anscheinend als eine art „Gnadentat“ an), aber es gibt sicherlich auch Fälle, die das „Projekt Familie“ als gescheitert sehen und deswegen das Projekt und alle Beteiligten daran „beseitigen“. Diese Leute geben aber vorher meistens noch allen anderen die Schuld, auch ihrem Partner, sowie dem Umfeld, nur sich selbst halt nicht. Und diese wichtige Komponennte fehlt bei dem Co-Piloten.

Das einzigste was noch sein könnte, wäre das er sich vorher Beschwert hatte, das er vll. in Foren anderen die Schuld für etwas gegeben hatte, danach müsste man nun schauen. Denn bei der ganzen Sache wäre die Gefahr viel zu hoch, das es einfach als Unfall abgetahn geworden wäre.

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Cyberpunk 27. März 2015 at 22:07

Interessanter Kommentar.
Darf man fragen wer „AMD 2015“ ist?
ich möchte keinen Namen wissen. Nur: Ist es ein Leser, ein Spezialist, ein Arzt, ein anderer Blogger … ?

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Agent Orange 27. März 2015 at 23:54

AMD leidet an Stiefelleckerei oder an Selbstbeweihräucherung. Is vielleicht ein schizo-Narzisst oder eine multible Person, wer weiß?

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Besorgter 28. März 2015 at 0:11

@Alex B.
Ich finde es ja gut, dass hier kaum (oder gar nicht) zenziert wird. Aber könnte man nicht das Hausrecht verwenden um wenigstens die übelsten Trolle, welche nur mit absolutem Nonsens und Provokation aufwarten, einfach mal zu sperren? Das verdirbt einem echt die Laune und ist unproduktiv…

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Edwin 27. März 2015 at 19:23

Das ist gut geschrieben. Ich ringe mit mir und der wenigen Zeit die man hat auch mal was darüber zu schreiben was mich sehr beschäftigt.

Natürlich ist das eine große Tragödie, die mal wieder passiert ist und immer wieder passieren wird. Vermutlich solange die Bevölkerung selber die Warnzeichen von Anfang an nicht erkennt und sich im Kreis dreht. Ich denke da an die „immunisierung“ wie sie in der Ponerologie beschrieben steht. Aber ob das mal erreicht wird kann ich nicht sagen, aber darauf hoffen alle male! Wie wäre es auch u.a.mit einer psychologischen Eignungsprüfung bei Piloten, weil in ihren Händen u.a. die sichere Landung liegt. „Klar“ versteckt sich hinter einigen netten Gesichtern etwas was man nie erwartet, weshalb oft gesagt wird. dass man sowas von jemanden nie gedacht haben würde, da man die Person so nicht kenne. Mich beschäftigt das auch die Tage, als ich den von Alex verlinkten englischen Artikel mir im groben durchlaß. Und dann bei der schwangeren Frau ankam überkam es mich.

Allerdings überwiegt derzeit die Nachricht von einem jungen Freund der einen bösartigen Krebs hat, weshalb ich mir weil das näher ist und geht eher darum Gedanken mache wie man ihn helfen kann, auch wenn er keinen Besuch empfangen will und sich aufgibt. Dabei gibt es Möglichkeiten den Geist zu stärken und andere Sachen die hilfreich sein könnten. Aber deshalb schreib ich ja nicht, nur so am Rande weil ich mir deshalb letztens beim Lesen über Krebs auf die Zähne beißen musste..

Das Thema das mich nun seit zwei Jahren beschäftigt ist der Demozid. Als ich von Rudolf Rummel der auch letztes Jahr verstorben ist, das einzige seiner in deutscher Übersetzung erhältliche Buch – das kaum in Deutschland bekannt ist – laß, habe ich wegen der Genauigkeit der Grausamkeiten mehrmals innehalten müssen, ehe man weiterlesen konnte. Das ist ein Blick auf die Hölle auf Erden zumal die Demozidtoten allein schon ohne die Kriegstoten des 20. Jahrhrunderts einen eigenen Kontinent haben könnten, jedoch heute keine Denk- und Mahnmale besitzen.

Kurzum ging mir wegen meiner familiären Herkunft (die genauer irgendwann erforscht wird) bzw. der Vertreibung der Deutschen aus Polen und wie es in Deutschland u.a. nach dem Krieg war, alles so zu Herzen, weshalb ich den Demozid wie darin beschrieben, autodidaktisch lernen und lehren will. Das ist aber ein hartes Unterfangen, zumal Rummel nach Jahren seiner Forschung eine fast nachvollziehbare Erleichterung verspürte.

Es ist für mich hart das so zu sagen, aber wenn man an die Debatte in Deutschland denkt in der es um das Abschießen von Flugzeugen ging, was – egal wieviele Menschen sich in dem Flugzeug befinden – moralisch nicht vertretbar ist, frag ich mich allerdings was schon die Hundert gegen Millionen sind? Weil eben nach denen in unseren Schulen und in den Medien kaum ein Hahn kräht. Man kann doch die anderen nicht ausblebend als gab sie es nicht. Als ich jedenfalls bei einer musikalischen Vernanstaltung mit einem Lehrer letztes Jahr ein paar Worte wechselte, bis er sagte „keine weiteren Fragen“, hat er immerhin gesagt, dass in den Schulen nun wohl auch über Stalin seine Verbrechen geredet werden würde. Wenn das denn so ist, ist das natürlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber was ich hier noch erwähnen will, ist, dass wie Infowars nun darauf aufmerksam machen, in dem letzen vergangenen Jahrzehnt des Krieges im mittleren Osten einem Bericht nach (von IPPNW Germany und Physicians for global Survival, den Physicians for Social Responsibility?) über 2 Millionen Menschenleben, die in den Medien noch kaum bis keine Beachtung finden, ebenso über den Jordan geschickt wurden, obwohl die ebenso noch das Leben vor sich hatten. Nicht in der Vergangenheit vor Jahrzehnten, sondern heute. Der Mensch ist aber keine Zahl in einer Statistik! Mensch ist Mensch und schwer wird es dennoch sein sich die größendimensonen klar werden zu können, zumal das mehr Leid beherbergt als man es jemals durch nur einer toxischen Person erleben „könnte“, wenn hier und da ein Scherbenhaufen hinterlassen wird.

Doch nun ist die Zeit schon weit vorangestritten. Also. Infowars zitiert aus dem Bericht der Physicians for Social Responsibility :

„This investigation comes to the conclusion that the war has, directly or indirectly, killed around 1 million people in Iraq, 220,000 in Afghanistan and 80,000 in Pakistan, i.e. a total of around 1.3 million. Not included in this figure are further war zones such as Yemen. The figure is approximately 10 times greater than that of which the public, experts and decision makers are aware of and propagated by the media and major NGOs. And this is only a conservative estimate. The total number of deaths in the three countries named above could also be in excess of 2 million, whereas a figure below 1 million is extremely unlikely.“

http://www.infowars.com/globalist-wars-killed-over-2-million-people-in-last-decade/

LG, Edwin

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Graf Zahl 27. März 2015 at 18:47

Während ihr hier über einen kranken Piloten redet, findet in den USA ein riesen Drill statt. „Jade Helm 15“ ist eine große Sache, mach doch bitte darüber mal einen Bericht.

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