Foto: Michel Gilliand/GFDL 1.2

Der Air-France-Flug 1611 war am 11. September 1968 während eines Fluges von der Insel Korsika zu der südfranzösischen Stadt Nizza über dem Meer abgestürzt, nicht weit von dem Ort, an dem gestern ein Germanwings-Flug einen Berg rammte.

Gegen 10:30 Uhr meldeten die Piloten Probleme und dass sie den Flughafen direkt anfliegen wollten. Das wurde vom Fluglotsen genehmigt. Eine Minute später meldeten die Piloten einen Brand im Flugzeug und dass sie eine Notlandung in Nizza durchführen wollten. Der Fluglotse forderte die Piloten daraufhin auf, auf 2000 Fuß zu sinken. Um 10:32 Uhr funkten die Piloten: „On va crasher si ça continue.“ (Wir werden abstürzen, wenn es so weiter geht.). Das war der letzte Funkkontakt mit Flug AF1611. Gegen 10:34 Uhr stürzte die Caravelle ins Mittelmeer. Alle 95 Insassen starben.

Nach Untersuchung der Trümmer wurde festgestellt, dass es im hinteren Kabinenteil, Bordküche und der rechten Toilette, zu einem Brand gekommen war, dessen Ursache nicht ermittelt werden konnte. Laut einem Bericht des BBC Radio 4 vom 26. November 2007 wurde der Absturz von AF1611 durch eine Bombe oder Raketenangriff verursacht. Die französische Regierung hätte den Vorfall vertuscht.

Auch in mehreren TV-Dokumentationen wird die These vertreten, dass die Caravelle während einer Übung des französischen Militärs von einer unscharfen Standard Missile getroffen wurde.

https://youtu.be/rgvGAOVk6eQ

Der gestern abgestürzte Germanwings-Flug begann über dem Mittelmeer einen seltsamen Sinkflug.

Unfälle mit militärischen Raketensystemen sind keine Seltenheit. 1988 gab es den Abschuss eines Airbus A300 der Iran Air durch eine Boden-Luft-Rakete eines US-Kriegsschiffs, das sich in iranischen Hoheitsgewässern befand. Die Schiffsbesatzung ignorierte, dass der Transponder des Airbus diesen als Zivilflugzeug kenntlich machte und verließ sich auf ein neues automatisiertes Kampfsystem, das ihn fälschlich als Kampfflugzeug auswies.

1996 explodierte in den USA Flug 800 der Trans World Airlines in der Luft und stürzte in den Atlantik. Die Behörden erklärten einen technischen Defekt für verantwortlich. Viele Behörden verhielten sich seltsam, viel Beweismaterial wurde ignoriert oder unter Verschluss gehalten. Gerüchten zufolge handelte es sich um eine irrtümlichen Abschuss durch die Marine oder durch Terroristen.

Über den aktuellen Crash einer Germanwings-Maschine wird weltweit in den Medien spekuliert, von Sicherheitsproblemen über einen plötzlichen Druckabfall oder beschädigte Frontscheiben. Über die Piloten wird bisher der Mantel des Schweigens ausgebreitet. Ob die Untersuchungsbehörden und die Medien mögliche Spuren eines versehentlichen Abschusses durch französische Streitkräfte öffentlich behandeln würden, ist angesichts der Geschichte um Air France 1611 aus dem Jahr 1968 höchst fraglich.

Laut staatlichen Funktionären wurden Kampfjets der Germanwings-Maschine hinterhergeschickt.