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Kommentar

Ich habe eine glänzende Idee, um die Energiewende noch viel konsequenter umzusetzen: Jedes Windrad offshore lädt einfach eine dicke Batterie auf. So spart man sich die teure und anfällige Netzanbindung zum Festland. Menschen transportieren dann die Batterien in Ruderbooten ans Land, wo sie mit Pferdekutschen weitertransportiert werden. So spart man sich teure Trassen! Diese geladenen Batterien setzt man dann beispielsweise in Bayern in die Windräder ein um diese zum Laufen zu bringen. Der dadurch erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist. Genial!

Meine Ansicht zu der Sonnenfinsternis am heutigen Freitag lautete: Es wird wohl nicht zu größeren Stromausfällen kommen, aber die Situation ist an sich bereits peinlich genug für Deutschland und die gesamte Energiewende wird uns langfristig ruinieren. Diese Ansicht wird von denjenigen im Land geteilt, die sich der Öko-Gehirnwäsche entziehen konnten oder sich schlicht in der Materie auskennen.

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) schätzte laut Berichten, dass bereits jetzt schon in Deutschland mit rund 400.000 Vorfällen doppelt so viele Stromausfälle pro Jahr auftreten, wie die Bundesnetzagentur zugibt. Denn offiziell werden nur Ausfälle von mehr als drei Minuten gezählt. Alles darunter kann jedoch auch erhebliche Schäden in der Wirtschaft verursachen.

Im Vorfeld der Sonennfinsternis marschiert aber eine Phalanx an Beschwichtigern in den Massenmedien auf und versucht, alles und jeden niederzuknüppeln, der es wagt, ein schlechtes Wort über die Energiewende zu verlieren. Das Hamburger Abendblatt macht sich sogar lustig über die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK):

Sinnvoller erscheint mir bei diesem Szenario eine Waffe, um mich in der postapokalyptischen Welt nach dem dreistündigen Stromausfall gegen andere Überlebende zu verteidigen.

Der Redakteur soll mal bei einem dreitägigem oder länger anhaltenden Ausfall in einer deutschen Metropole schauen wo er bleibt. Wahrscheinlich wird er versuchen, mit Öko-Büchern auf angreifende Plünderer zu werfen. Die Folgen eines längeren Ausfalls wurden genauestens für die deutsche Regierung analysiert und sie sind verheerend.

Der Redakteur mokiert sich, das sei ja wie im Mittelalter, wenn hier PANIK verbreitet wird. Soso, ein bissche Notvorrat und Lampen besitzen gilt heute schon als Panikreaktion? Mir scheinen die ganzen Ökos Panik davor zu haben, dass tatsächlich ein paar Stunden heute der Strom ausfällt und die Bürger deshalb wütend werden. Spiegel Online berichtete über eine Studie der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR), laut der die Hauptstadt unzureichend vorbereitet sei auf einen länger anhaltenden Stromausfall:

Im Auftrag des Bundesforschungsministeriums wurde ein mehrtägiger Blackout simuliert. Ergebnis: Bei einem Stromausfall wie im Winter 2005 im Münsterland oder am 13. Juli in Hannover bliebe die Berliner Bevölkerung größtenteils ohne Information. […]  Plünderungen und Ausschreitungen wären die Folge. Hinzu kämen massive Infrastrukturschwierigkeiten. So reicht der Kraftstoff für die Notstromgeneratoren “überlebenswichtiger Einrichtungen” wie Polizei, Feuerwehr und Krankenhäusern für maximal 24 Stunden; Wasserwerke könnten nur zwölf Stunden laufen.

Tja, da landet man ganz schnell in Zuständen wie im Mittelalter. Das kommt eben davon, wenn die Ökos bei uns vorindustrielle Zustände etablieren wollen.

Lokale Blackouts können schnell massive Netzschwankungen auslösen die in einem Dominoeffekt größere Gebiete lahmlegen. Auch fortschrittliche Hackerattacken wie Stuxnet wären geeignet, Steuerungsanlagen von Kraftwerken zu manipulieren und betriebsunfähig zu machen. Der Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung “Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften –  am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung” analysiert die heikle Lage in der BRD.

Die deutsche Bundesnetzagentur erklärte: Die Stromversorgung für Süddeutschland ist im Winter 2017/18 nicht mehr sicher genug. Um gewaltige Stromausfälle zu verhindern, soll nun in Windeseile ein neues Reservekaftwerk gebaut werden, das Energiekonzerne oder Übertragungsnetzbetreiber im Auftrag des deutschen Staates betreiben. Den Winter 2015/16 retten soll der Import von französischem Atomstrom.

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19 comments

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rob_111 21. März 2015 at 10:45

schon mal gefragt warum z.B. in einer Reihe Länder ein Haufen neuer Kernkraftwerke gebaut werden? Wenn das alles so wahnsinniger,unverantwortlicher Selbstmord ist?Das sind bestimmt alles Irre.Jeder der Grundschulmathematik erlernt hat sollte an einer Hand abzählen können das Wind/Sonnenenergie untauglich ist eine Industrienation zu versorgen. Der deutsche Atomausstieg führt letzlich zur Deindustrialisierung.vmtl.eine Art moderner Morgenthauplan..

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abgelehnt83 21. März 2015 at 10:22

Na, wenn das nicht unser guter alter TOS ist, der sich verfolgt fühlt, wenn man was pöhses über Psychopathen spricht:
http://recentr.ipbhost.com/index.php?/topic/1609-faq-das-rumgebitsche/?p=18338

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abgelehnt83 20. März 2015 at 18:31

Welche Sonnenfinsternis? Musste arbeiten. War da was?
Aber einigen Leuten war wohl langweilig…
Als ob ich es geahnt hätte, kein Stromausfall, da werden all die Klugscheißer und Sabotageignorierer mal schön hier einfallen und sagen “haha, doch kein Weltuntergang”, aber nunja, selbst die ARD hatte das als Thema…
Zumal es ja wirklich seit der Energiewende mehr Stromausfälle gab, Freigeist hat ja auch mal gemeint, wir sind am Arsche des Propheten was das angeht, sei’s drum…
Die Trolle haben gesprochen! hugh
Ach wisst ihr noch, vor drei Jahren, als ich hierher gekommen bin, da gab es als Trolle nur den Sozi Guido und den Analphabet 9 11 Pirat…
mittlerweile geben sich hier Psychopathen, Nervensägen, Narzissten, Trunkenbolde, Zeckenzicken, bezahlte Agitpropwichser u.a. die Klinke in die Hand
Und wer ist schuld? vllt der abgelehnt83
Ich würde die ja alle mal fragen, was deren Scheißproblem mit Recentr ist, aber diese Trutherdeppen und Klugscheißer sind dann gleich wieder ganz fürchterlich “zensiert”, “gehetzt”, aber hauptsächlich überfragt

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Bradbury 21. März 2015 at 1:09

Du verfolgst IK erst seit 3 Jahren und meinst alles zu wissen?
Witzig.
Wenn Alex sich an angeblichen “Psychopathen, Nervensägen, Narzissten, Trunkenbolde, Zeckenzicken, bezahlte Agitpropwichser u.a.” nicht stört, warum dann ausgerechnet Du?!
Wer bist du?

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Bradbury 20. März 2015 at 15:41

Über deutsche Kohlekraftwerke freuen sich wohl am meisten die Russen.
Die verkaufen jährlich für ca. 1 Milliarden Euro ihre Steinkohle an uns.
Davon könnte sich Russland 8! hochmoderne Gefechtsübungszentren von Rheinmetall bauen lassen. Jedes Jahr.

In Deutschland wurden seit Kriegsende 45.000 Menschen teils zwangsumgesiedelt, um Platz für den Kohleabbau zu schaffen. Etliche Jahrhunderte alte Höfe, Dörfer, Kirchen und Friedhöfe wurden bereits zerstört. 700 Jahre Geschichte? Nichts wert, wenn sie auf Kohle steht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/braunkohleabbau-in-sachsen-kampf-gegen-umsiedlung-des-ortes-poedelwitz-a-919485.html

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Soma 20. März 2015 at 18:38

SpalLter!!!

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Soma 20. März 2015 at 18:39

@ abelehnt83
verrutscht… 😉

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Bradbury 21. März 2015 at 1:12

Schon Recht. Ist natürlich alles nur antideutsche Propaganda.
Unsere russischen Freunde haben sich die 1 Milliarden Euro jährlich immerhin hart verdient.

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Soma 20. März 2015 at 15:21

Seltend so innovative Ideen gehört Alex. Ich bin begeistert, fantastisch.

Damit schlägst du sogar 2 Fliegen mit einer Klappe.
Es fehlt nur noch eine fette Steuer obendrauf und du hättest neben der Lösung der Energiewenden-Problematik,
wenn man das überhaupt sagen darf, auch noch eine 1a Arbeitsmarktreform, in Form neuer Grüner Jobs hingelegt.
Jobbezeichnung ist dann sowas wie, Öko-Amphibisches-Energie-Akkumulations-Einheiten-Transfer-Management,
oder so ähnlich. Paddler oder Galeerensklave klingt auch nicht so autentisch und lässt auch noch den Mindestlohn schmal aussehen…

Da würde ich doch schnell noch ein Patent drauf anmelden gehen, bevor mir irgendso ein Linker oder Grüner
die Idee wegschnappt und zum nächsten Wirtschaftsweisen avanciert! 🙂

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H0L0gr4mm 20. März 2015 at 13:33

Aber ich frage mich: was ist nun richtig? Wäre es okay einen Mix zu haben an Energie, sollen wir alle komplett auf Kohlekraftwerke setzen? Nein das ist alles nix, besser wären es mehrere kleinere “Kraftwerke”. Am Besten eine absolut dezentrale Energieversorgung. Man kann ja dennoch vernetzt sein, dagegen spricht ja nix, aber doch bitte keine riesigen Kraftwerkskomplexe. Sowas macht nur sinn, wenn man eine stärkere Kontrolle aufbauen will, kleinere Kraftwerke sind einfach praktischer.

Und da kann man ja dann schauen was bei einem Günstig ist. Jemand der am Meer wohnt, wird sich warscheinlich selbst freiwillig Windkraft aufbauen, weil es dort einfach rentabel ist, jemand der in windruhigen Orten lebt, wird vll. eher auf Kohle, Pellets oder Sonne setzen. In Gegenden mit mehr Sonne (Ländern) könnte man ja auf Solarthermie setzen. Das ist wesentlich einfacher und günstiger als Solarzellen. Überschüssige Energie kann man dann in Wasserstoff oder andere chemiche Energieträger umsetzen und dieses dann, wie Treibstoff verkaufen. So würde das auch eine unabhängikeit von Öl schaffen, was ja eigentlich jeder LIberitärer beführworten sollte.

Denkt doch nicht so eng in vorgegebenen Schranken, es gibt nicht nur 2 Seiten, sprich es gibt nicht nur die Option 100 %”Öko(wobei das sogenannte “Öko” eher wehnig mit Umweltschutzt zu tuhen hatt) oder 100% fossile Brennstoffe, aber beide Seiten haben nunmal eine starke Lobby. Ich mein bitte bei Russland und Amerika wurde hier doch auch schon richtig erkannt, das beide seiten Mist sind und uns beide letzendlich nur unterdrücken, warum macht man das nicht auf bei dem Thema Energie? Wie Alex schon richtig erkannt hat, gibt es ja diese negativen Individuen, aber sind diese denn etwa nicht auch in der Energiebranche vertreten? Und man erkennt mit logik, das beide Seiten wie gedruck lügen, betrügen und manipuliern. Das sind alles ar*** und kleine hinterhältige Narzisten.

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AlexBenesch 20. März 2015 at 13:36

Ich kenn Firmen die wollten ihr eigenes Windrad um direkt Strom zu liefern aber das durften die nicht wegen 50 Vorschriften…..

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H0L0gr4mm 20. März 2015 at 14:20

Ja das glaub ich dir und ich vermute es wird sogar noch schlimmer werden.

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[email protected] 20. März 2015 at 12:22

War doch für viele nur ein Grund raus an die Sonne zu gehen 🙂
Die Stromproduktion durch Photovoltaikanlagen war 20 min um 0,05 – 0,5% reduziert 😀

Fall´s gerade kein Energie-Experte in der Nähe ist, die Befürchtung war “Stromausfälle wegen Notabschaltungen bei Überlastung”…
wenn die Solarzellen wieder in der Sonne sind ^^

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Gedächtnis 20. März 2015 at 11:03

Weils so schön ist auch hier nochmal:
*Ironie-ON* An alle verstrahlten Energie-Experten: Jetzt heisst es FESTHALTEN, ANSCHNALLEN und schonmal LAUTHALS RUMHEULEN – denn GLEICH bricht hier alles zusammen und die ganze Energie-Infrastruktur der zivilisierten Welt geht unter! – *LOL* – 😀 – *Ironie-OFF*
Wer Live dabei sein will, aber gerade nicht auf den Färöer-Inseln rumhängt, der kann sich das Spektakel im Live-Stream angucken, wenn er mag:
http://www.tagesschau.de/multimedia/livestreams/livestream-zwei100.html
Schöne Grüße von E.ON & Co. !! – 😀

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schimmelbub 20. März 2015 at 10:03

Na da wurde aber ordentlich zurückgerudert.
im letzten Artikel über die Sonnenfinsternis war zu lesen dass uns jetzt erhebliche Schwierigkeiten erwarten. Und das relativierst du hier wieder.

bitte antworte mal auf mein Kommentar in dem anderen Artikel…
Danke.

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AlexBenesch 20. März 2015 at 10:10

Im letzten Artikel schrieb ich: “Aller Wahrscheinlichkeit nach wird nichts Dramatisches passieren, weil die Politik eine solche Peinlichkeit vermeiden will, allerdings ist jetzt bereits klar, wie verwundbar wir gemacht wurden.”

Also nix mit zurückrudern.

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Gedächtnis 20. März 2015 at 10:57

Du hast auch geschrieben “Anstatt also Strom günstig lokal in Kohlekraftwerken zu erzeugen, soll Windstrom durchs ganze Land transportiert werden.” – … und diesen Satz kann ich unterschreiben, bis auf ein klitzekleines Detail: Nämlich das Wort “Kohlekraftwerke”. – Dir ist schon klar, dass das ganze Ding seit Jahren subventioniert ist – mit DEINEN Steuergeldern? – 😀 – Und da Du immer gerne mit offiziellen Dokumenten der Regierung kommst, auf die Du sonst so gerne schimpfst, hab ich Dir mal was rausgesucht – und da lesen wir: “Das Gutachten des Wuppertal Instituts belegt, dass – entgegen aller Aussagen aus der Branche – Braunkohle kein subventionsfreier Energieträger ist.” – Hier, auf Seite 3 – überzeug Dich selbst: http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3572.pdf
Wenn Du also das Wort “Kohlekraftwerke” in Deinem oben von mir zitierten Satz ersatzlos streichen würdest, wäre ich bei Dir. – SO wie der Satz da steht aber nicht. Warum habe ich nun dargelegt.
Was sagst Du nun? – 🙂 – Gefällt Dir doch sicher auch nicht, dass mit DEINEN Steuergeldern hier Energie-Gewinnung subventioniert wird, oder?
Meine Meinung dazu: Wir müssen weg von den fucking Energie-Konzernen, hin zu möglichst autarken LOKALEN Energie-Gewinnungsmethoden – und genau das war die Halbwahrheit, die in Deinem von mir zitierten Satz drin steckt!

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Soma 20. März 2015 at 15:41

Wieso sollte man die Kohlekraft subventionieren, bei solch gewaltigen Kohlevorkommen?
Es gibt soviel von dem Zeug, das die Kosten für den Abbau nicht so hoch sein sollten
und Kohle zu den billigsten Ressourcen gehört.

Interessant wäre aber auch mal die Gegenrechnung,
was dem Endverbraucher billiger käme.
Die subventionierte Energiewende oder die subventionierte Kohlekraft?

Ideal wäre natürlich, Privatleute am Wettbewerb teilnehmen zu lassen und das jeder Stromproduzent
seinen Strom legal anbieten dürfte, sowie unentgeldlich für sich selber nutzen.

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Bradbury 21. März 2015 at 4:04

“Wieso sollte man die Kohlekraft subventionieren, bei solch gewaltigen Kohlevorkommen?”
Weil der deutsche Bergarbeiter anständige Löhne verlangt und Kohlekraftwerke ohne staatliche Subventionen im freien Wettbewerb nur miese machen würden.
Die einmaligen Landschaften und Dörfer, die im Schlund des Kohleabbaus verschwinden, mal ganz außen vorgelassen.

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