Man schafft ein Problem und bietet hinterher die Lösung an.

EU-Staaten förderten in den letzten Jahren nach Kräften Russlands Rüstung und schwafelten sogar von einer möglichen Aufnahme Russlands in die NATO (!) sowie von einer Eurasischen Union von Lissabon bis Wladiwostok. Nun habe sich aber leider laut der deutschen Verteidigungsminsterin von der Leyen “das Sicherheitsumfeld seit dem Krisenjahr 2014 deutlich verändert.”

Dummerweise für den Steuerzahler und glücklicherweise für die europäischen Rüstungsfabrikanten sind bereits tausende Bundeswehrpanzer verschrottet worden und müssten quasi neu angeschafft werden.

Deutschland verfügt über stillgelegte Panzerbataillone die nur auf dem Papier existieren. Kürzlich sorgte die Verwendung eines angemalten Besenstils bei einem Maneuver für Spott. Wer erinnert sich an die Ritter in der Monty Python-Kömödie “Ritter der Kokosnuss” die zu Fuß reisten und dabei Pferdegeräusche machten? So ähnlich stellt man sich im Jahr 2015 deutsche Panzerbataillone vor; Soldaten die Brummgeräusche machen und auf einem Übungsplatz hin und herlaufen.

Falls es wirklich in naher Zukunft zu einer Panzerschlacht zwischen Bundeswehr und russischer Armee kommt, hätten unsere jungs ein Problem: Die Russen sind ausgebildet auf einem der modernsten Panzerübungsplätze der Welt im südwestlich gelegenen Mulino, verkauft vom deutschen Konzern Rheinmetall. Herzlichen Dank auch. 2011 erhielt Rheinmetall den Vertrag im Umfang von 140 Millionen $ um das Gefechtsübungszentrum zu bauen, das 30.000 Soldaten pro Jahr ausbilden kann. Es handle sich um eine Quasi-Kopie des Gefechtsübungszentrum des deutschen Heeres in der Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt. In normalen Manövern werden Standard-Schussbahnen verwendet und hinterher Manöverkritik geübt. Viel besser ist dagegen die moderne Technik mit der unter realistischen Bedingungen mit Laserwaffen gekämpf wird und die Software alles aufzeichnet, sogar den simulierten Verletzungsgrad von Panzerbesatzungen. Auf diese Weise lassen sich Streutkräfte optimieren. Das Trainingszentrum im russischen Mulino verfügt sogar über einen virtuellen Panzer, so spart man gleich noch Geld in der Ausbildung.

Auch andere EU-Länder drängten sich um den russischen Absatzmarkt: Transportflugzeuge aus Tschechien, Panzerfahrzeuge aus Italien, Wärmebildkameras für Panzer aus Frankreich. Renault Defence und Patria aus Finnland wollten gar mit den Russen zusammen Radpanzer bauen. Finnland ist eines der offensichtlichsten historischen Ziele russischer Expansionspläne.

Anfang Juli 2014 wurde bekannt, dass die meisten von Europas Top-Rüstungsexporteuren einen stillen Handelsstopp mit Russland implementiert hätten. Frankreich drückte schnell noch die Lieferung zweier supermoderner Mistral-Kriegsschiffe im Wert von 1,2 Milliarden Dollar nach Russland durch, bevor die EU ein offizielles, kollektives Embargo beschließen konnte.

Neben solchen klassischen Rüstungsobjekten gibt es noch den Markt für “Dual Use Items”, also Produkte die wichtig für die zivile Verwendung ist, aber auch für militärische Zwecke benutzt werden können. Der europäische Rüstungsgigant EADS stellt beispielsweise Komponenten für russische Spionagesatelliten her, eine US-Firma produziert Mikrochips für russiche Militärcomputer. Französische Firmen verkaufen wichtige Tiele füe russische Kampfbomber und Zielsystemtechnologie für russische Panzer und Bomber.

Jetzt, in diesem “veränderten Sicherheitsumfeld” sind die EU-Staaten einzeln genommen zu schwach, um sich zu verteidigen. Deutschland wollte die Zahl der Leopard II-Panzer auf ganze 225 reduzieren. Bei einer einzelnen Panzerschlacht können locker 30 oder 50 Panzer beschädigt oder zerstört werden, was bedeutet dass die Bundeswehr ungefähr eine Handvoll Panzerschlachten überstehen würde.

Nur im Verbund einer EU-Armee ergibt sich zusammengenommen ein Heer von 1 Million Mann, ein Umfang den man eigentlich von einem einzelnen Land erwarten würde, das sich auch gegen zwei Feinde gleichzeitig wehren können möchte. Ob bei Bedrohungen von außen oder von innen, ob bei Aufständen oder Unabhängigkeitsbestrebungen; nur die EU-Armee würde das Volumen und das Gerät haben, um Kontrolle zu sichern und den politischen Willen der EU-Komission notfalls mit Gewalt umzusetzen. Rechnen wir anhand der militärisch wichtigsten EU-Länder auf, was die EU-Armee ungefähr an Mann und Gerät zur Verfügung hätte:

  • Bundeswehr (Deutschland): Die neue Verteidigungsministerin Deutschlands, Ursula von der Leyen, ist ausgerechnet in Brüssel geboren und ihr Vater war jahrelang Insider bei den Vorläuferorganisationen der Europäischen Union. Es dienen derzeit 185.921 aktive Soldaten (0,23% der Gesamtbevölkerung). Während des Kalten Krieges verfügte die Bundeswehr noch über eine Sollstärke von etwa 495.000 Soldaten. Als Nachfolge und Ersatz der Reserve stellt die Bundeswehr seit 2012 Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte in Kompaniestärke auf. Rund 90.000 Reservisten sind heute eingeplant. Seit 2011 gibt es keine Wehrpflicht mehr. Das Militärbudget von 33,26 Milliarden Euro (1,35% Anteil am Bruttoinlandsprodukt) reicht hinten und vorne nicht aus. Die Bundeswehr ist geplagt von problematischen und überteuerten neuen Anschaffungen. Die Stimmung ist schlecht, immer wieder wird erhebliche interne Kritik an der Ausbildung laut. Die Attraktivität der Berufslaufbahn ist gering. Die ärmliche Ausrüstung vom Stand 2011: 67 Flugabwehrpanzer, 29 Flugabwehrraketensysteme, 460 Hubschrauber, 350 Kampfpanzer, 148 Panzerhaubitzen, 83 Pionierpanzer, 55 Raketenwerfer, 523 Schützenpanzer, 1558 Transportpanzer, 273 Kampfflugzeuge, 15 Fregatten, 5 Korvetten, 20 Minenabwehrfahrzeuge, 10 Schnellboote, 8 Seeaufklärer, 4 Unterseeboote. Dazu kommen in den nächsten Jahren: 140 Mehrzweckkampfflugzeuge Eurofighter, 40 Transportflugzeuge Airbus A400M, 57 Kampfhubschrauber Eurocopter Tiger, 82 Transporthubschrauber NH90, 18 Marinehubschrauber MH90, 16 unbemannte Luftfahrzeuge SAATEG der MALE (Medium Altitude Long Endurance)-Klasse, 350 Schützenpanzer Puma, 272 Radpanzer GTK Boxer, 4 Fregatten F125, 6 Korvetten vom Typ Mehrzweckkampfschiff 180 und 2 Joint Support Ships (JSS).
  • Les forces armées françaises (Frankreich): 227.000 Mann (0,57% Anteil an der Gesamtbevölkerung) plus Reserve. Keine Wehrpflicht mehr. Jährliche Ausgaben von 38,445 Milliarden € (1,9% des Bruttoinlandsprodukts). Man verfügt über das viertgrößte Nuklearwaffenarsenal der Welt (hinter den USA, Russland und China). Das Heer verfügt über 54 Kampfpanzern (Leclerc), 3.700 gepanzerte Fahrzeuge, 1.192 Artilleriegeschütze, 374 Kampf- und 277 Transporthubschrauber. Die Luftwaffe hat 530 Kampfflugzeuge, 131 Transportflugzeuge sowie 86 Hubschrauber. Die Marine hat 66 Kriegsschiffe und 162 Flugzeuge – davon 138 Kampfflugzeuge, unter anderem auch vom Typ Dassault Rafale. Flaggschiff der Marine nationale ist der Flugzeugträger Charles de Gaulle. Neben Russland ist Frankreich als einziges europäisches Land mit einem CTOL-Flugzeugträger mit Fangseilen und Startkatapulten ausgestattet, ähnlich den US-amerikanischen Trägern. Bestandteil der Marine sind auch sechs atomgetriebe Jagd-U-Boote (SNA) und vier Atom-U-Boote mit Interkontinentalraketen (SNLE). Wichtigste Anschaffungsprojekte bis 2012 sind 250 Leclerc-Panzer, 650 Schützenpanzer vom Typ Véhicule Blindé de Combat d’Infanterie, 80 Kampf- und 130 Transporthubschrauber sowie 25.000 moderne Kampfanzüge vom Typ FÉLIN. Die Marine soll 18 Zerstörer und Fregatten, sechs Atom-U-Boote und eine Fliegerstaffel erhalten.
  • Forze Armate Italiane (Italien): 177.000 Soldaten plus 100.000 Carabinieri. Keine Wehrpflicht. 20,702 Milliarden € jährlicher Etat (1,3% des Bruttoinlandsprodukts). 200 Ariete (Kampfpanzer), 240 Centauro (Radkampfpanzer), 200 Dardo (Schützenpanzer), 249 Freccia (Radschützenpanzer, in Auslieferung), 80 Feldhaubitzen FH-70 (155mm) (weitere 80 in Reserve), 120 Panzerhaubitze M109/L (weitere 60 in Reserve), 70 Panzerhaubitzen PzH 2000, 22 MLRS Raketenwerfer, 56 A129 CBT (Kampfhubschrauber), 2 Flugzeugträger, 4 Zerstörer, 12 Fregatten, 16 Korvetten und Patrouillenschiffe, 6 U-Boote, 10 Minensucher, 16 AV-8B+ Harrier II (Kampfflugzeug, ehemals 18), 22 EH-101 (Mehrzweckhubschrauber), 12 SH-3D (Mehrzweckhubschrauber in Ausmusterung, ehemals 36), 40 AB-212ASW (Hubschrauber in Ausmusterung, ehemals 67), 50 NH90 (Mehrzweckhubschrauber, bestellt) 96 Eurofighter (Kampfflugzeug, im Zulauf), 75 Tornados (Kampfflugzeug, davon 15 ECR; ehemals 100), 67 AMX (Kampfflugzeug, ehemals 138), 82 MB 339 (Trainer und leichtes Erdkampfflugzeug), 21 C-130J (Transportflugzeug und Tanker), 12 C-27J (Transportflugzeug), 4 Boeing 767 (Tank- und Transportflugzeug), 24 HH-3F (Rettungs- und Transporthubschrauber in Ausmusterung), 32 AB-212 (Rettungs- und Transporthubschrauber in Ausmusterung), 49 NH 500 (Ausbildungs- und leichter Kampfhubschrauber), 10 Predator (Drohne) (davon 4 Predator B/MQ-9 Reaper)
  • Fuerzas Armadas Españolas (Spanien): 127.000 aktive Soldaten, keine Wehrpflicht. Etat von 10 Milliarden € (0,9% des Bruttoinlandsprodukts). Ca. 570 Kampfpanzer, ca. 2200 gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge (Jagdpanzer, Schützenpanzer, Spähpanzer, Transportpanzer), 46 Kampfhubschrauber, 24 Eurocopter Tiger (6 in Dienst, 18 im Zulauf), 1 Flugzeugträger, 17 AV-8B Harrier II Plus Kampfflugzeuge, 3 U-Boote, 11 Fregatten, 7 Minenabwehrfahrzeuge, 3 Landungsschiffe, ca. 160 Kampfflugzeuge, keine Nuklearwaffen.
  • Her Majesty’s Armed Forces (Großbritannien): 227.000 Soldaten, 174.800 Reservisten. Keine Wehrpflicht. Etat von ca. 55 Milliarden € (2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts). 400 Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 und ca. 400 Geschütze. 940 Flugzeugen und Hubschraubern. 90 Kriegsschiffen.  4 U-Boote mit nuklearen ballistischen Interkontinentalraketen der Vanguard-Klasse, 1 Flugzeugträger der Invincible-Klasse die HMS Illustrious, 1 Hubschrauberträger (HMS Ocean), 8 Zerstörer und 17 Fregatten.
  • Si?y Zbrojne Rzeczypospolitej Polskiej (Polen): 120.000 Mann, keine Wehrpflicht. 8 Milliarden € Etat. 586 T-72, 432 PT-91, nach 2002 auch 128 Leopard 2A4, 222 HMMWV, 1298 BMP-1, 890 Patria AMV, 28.200 Honker Marine: 5 U-Boote, 2 Fregatten, 3 Korvetten, 5 Landungsschiffe und 40 Patrouillenboote Luftwaffe: 149 Kampfflugzeuge (45 MiG-29, 48 Su-22, 48 F-16)

Dies ergibt zusammengenommen: Rund 1 Million Soldaten und einen Etat von 164 Milliarden € jährlich. Eine einheitliche EU-Armee mit Soldaten und Offizieren ohne Nationalbewusstsein wäre gruseligerweise in der Lage, es mit Abweichler-Staaten aufzunehmen.

Wie ist im Vergleich zu der EU der Nachbar Russland aufgestellt? 1 Million Soldaten plus 1,5 Millionen Reservisten. Gültige Wehrpflicht, was bedeutet dass weitere Millionen Männer militärisch ausgebildet wurden und im Notfall schnell wieder eingezogen werden können. Nicht dazugerechnet sind die Menschen in ehemaligen Sowjetstaaten wie der Ukraine, die sich erneut dem Einflussbereich Moskaus unterwerfen. Der Etat von 60 Milliarden € jährlich  entspricht 2,9 % vom Bruttoinlandsprodukt. Gleichzeitig gibt es eine große einheimische Rüstungsindustrie, die zu Discount-Preisen produziert und an die Regierung liefert. Russlands Luftwaffe und Marine sind im Hinblick auf die Ausrüstung eher mau. Die größte Trumpfkarte ist das immer noch erhebliche Nuklearwaffenarsenal. Die EU-Staaten wursteln zwar deshalb an einem Raketen-Schutzschild, dieser kann aber nicht schützen gegen die neuesten Raketen mit Geschwindigkeiten bis Mach 10.

EU-Armee

Auch wenn dies immer noch gleugnet wird, eine einheitliche EU-Armee unter dem Kommando von Brüsseler Bürokraten ist das Ziel. „Es braucht eine europäische Armee“, sagte der grüne EU-Politiker mit der zweifelhaften Vergangenheit Daniel Cohn-Bendit kürzlich.

“Ich will eine Europäische Republik […] mit der EU-Kommission als Exekutive und zwei Kammern, das Europäische Parlament und einen europäischen Senat, in dem die Regierungen vertreten sind.”

Die Notwendigkeit für einen neuen Konvent beschleunige sich, meinte er im Interview mit der österreichischen “Kurier”.

“Nach der EU-Wahl läuft so ein Prozess an.”

Die beiden Polit-Opas Joschka Fischer und Helmut Schmidt verlangen gar polemisch “einen Putsch in Europa”. Wurde die deutsche Armee deshalb in den vergangenen Jahren so stark geschliffen? Weil eine eigenständige und schlagkräftige Landesverteidigung den Brüsseler Plänen und Vostellungen der Bilderberger widerspricht? Die Antwort eines SPD-Strategiepapiers auf diese Fragen ist ein deutliches “Ja”. Der Titel des Papiers lautet “Auf dem Weg zu einer europäischen Armee“:

“[Das] klassische Szenario einer nationalen Verteidigung, eines Großangriffs auf Europa mit Armeen, Panzern und Kampfbomberflotten, ist unwahrscheinlich geworden”.

Nationale Armeen seien “Relikte des vergangenen Jahrhunderts”. Wer ist der Feind?

  • 1.) Die “strategische Bedrohung” durch den internationalen Terrorismus”, genauer: “fundamental-islamistischer Terror”
  • 2.) Die “Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und Raketentechnologie”
  • 3.) Die “Instabilität die durch regionale Konflikte hervorgerufen wird sowie die sogenannten gescheiterten Staaten”
  • 4.) “Die Gefahren die aus dem organisierten Verbrechen resultieren”, da jene Gefahren eine “externe Dimension” besitzen: “Waffenschmuggel, Drogenschmuggel und Menschenschmuggel, Verbindungen zum internationalen Terrorismus.”
  • 5.) Europa müsse als Einheit handeln, um sich angesichts der “wachsenden Mächte China und Indien” zu bewähren

Nachdem David Rockefeller und Henry Kissinger dafür gesorgt hatten, dass China und Indien zum Billiglohnsklaven-Eldorado für jeden westlichen Konzern werden konnten, soll nun die Bilderberg-Gruppe um Rockefeller und Kissinger mit ihrem Projekt namens EU uns vor der chinesischen Konkurenz retten?

Wenn die vorgeschobenen Feinde und Probleme also in Wirklichkeit alle der globalen Elite nützen, wer bleibt dann übrig als tatsächlicher Gegner für die neue EU-Armee? Ganz recht: Die gegen die neue Weltordnung aufbegehrenden Bürger Europas und des Rests der Welt. Die Definition des Aufgabenbereichs der EU-Armee hätte wohl kaum umfassender ausfallen können:

“Falls ein Mitgliedsstaat auf seinem Territorium das Opfer einer bewaffneten Aggression wird, haben die anderen Mitgliedsstaaten die Pflicht, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen um zu helfen.”

Hatten die Deutschen vormals noch das Recht unter dem deutschen Grundgesetz zum Widerstand “falls andere Abhilfe nicht möglich ist”, kann zukünftig unter der EU-Verfassung jede gewaltsame Niederschlagung eines Bürgeraufstandes durch die EU-Armee als “rechtmäßig” abgenickt werden. Nach den von den Geheimdiensten inszenierten Terroranschlägen von Madrid im Jahr 2004 hatte man genügend Vorwand um die sogenannte “Solidaritätsklausel” zum EU-Verfassungsvertrag hinzuzufügen:

“(1) Die Union und ihre Mitgliedsstaaten sollen gemeinsam im Geiste der Solidarität handeln falls ein Mitglidsstaat das Ziel eines Terroranschlages oder das Opfer einer natürlichen oder durch Menschenhand geschaffenen Katastrophe wird. Die Union soll alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente mobilisieren, inklusive der den Mitgliedsstaaten zur Verfügung gestellten militärischen Ressourcen, um
(a) die terroristische Bedrohung in dem Gebiet der Mitgliedsstaaten zu verhindern, demokratische Institutionen und die Zivilbevölkerung vor einem Terroranschlag zu schützen, einem Mitgliedsstaat auf Bitte dessen politischer Führung zu assistieren im Falle eines Terroranschlags
(b)einem Mitgliedsstaat auf Bitte dessen politischer Führung zu assistieren im Falle einer natürlichen oder von Menschenhand geschaffenen Katastrophe
(Article I-43)

In Osteuropa foltert man schon ahnungslose Muslime und kleine Nummern des irakischen Widerstandes so lange bis sie alles zugeben was man ihnen andichten möchte. Die Formulierungen machen es möglich, Truppen aus jedem EU-Einzelstaat in einem anderen Einzelstaat einzusetzen. Die meisten Deutschen verhaften, foltern und töten eher ungern andere Deutsche, deswegen schickt man die deutschen Truppen eben woandershin und lässt beispielsweise rumänische Soldaten in Deutschland aufmarschieren.

Die “Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik Europas” soll sich “nicht auf die militärische Sphäre beschränken”, sondern auch “zivile Komponenten” beinhalten. Die

“Mixtur von zivilen und militärischen Ressourcen, zusammen mit der Überzeugung dass derzeitige Bedrohungen nicht ausschließlich militärischer Natur sind, (…) ist ein Markenzeichen europäischer Politik”.

Es wird die Schaffung einer “Europäischen Lufttransportkontrolle” gefordert, ein “echter Rat der Verteidigungsminister”, eine elitäre “Europäische Militärakademie oder -Universität” zur Gleichschaltung der “Ausbildungs- und Trainingsstandards für zukünftiges Führungspersonal in den europäischen Streitkräften”, ein “europäisches Verteidigungsministerium” und vieles mehr.

Man hat auch schon geplant, wie man dem zu erwartenden Widerstand gegen die Pläne beikommt: Man lässt zuerst nur ein paar EU-Staaten einer “Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion” beitreten und wenn der Fisch den Köder erstmal gefressen hat, dann ist der Rest nur noch ein Kinderspiel.