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Donnerstag, Mai 26, 2022

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Der schmutzige Meinungskampf um den Gaza-Konflikt

PolitikDer schmutzige Meinungskampf um den Gaza-Konflikt

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Ein Kommentar von Alexander Benesch

Israel könnte tatsächlich übergegangen sein von einer typischen Abwatschungsaktion zu einem Vertreibungskrieg. Dabei war der Führung von beiden Seiten doch das altgediente Modell recht und billig gewesen: Alle paar Jahre eine militärische Auseinandersetzung, damit beide Seiten international um Geld und Sonstiges (wie etwa atomwaffenfähige Uboote) bitten können. Außerdem besteuern die Israelis ihre Bürger bis zum Abwinken und indoktriniert die jungen Leute beim Kampf in Uniform. Genau wie die Hamas es mit ihren Leuten tut.

Ich weiß nicht, wer das PR-Department Israels führt oder wer die psychologische Kriegsführung leitet, aber der Mann gehört gefeuert. Nach den letzten rund 10, 15 Jahren ist der internationale Ruf im Eimer. Israel gilt als imperialistischer Haudrauf, dabei ist das Land kleiner als Äquatorial-Guinea und man will anscheinend hauptsächlich die Bewohner des mikroskopisch kleinen Gazastreifens loswerden. Israels Führung und ein guter Teil der Bevölkerung können die internationale Aufregung nicht verstehen aus folgenden Gründen:

Israel ist winzig. Kleiner als Äquatorial-Guinea. Die Moslems hingegen kontrollieren die ganze arabische Halbinsel, fast den gesamten mittleren Osten und Nordafrika. Aus Sicht vieler Israelis sollen die Moslems aus dem Gazastreifens woanders hingehen. Die Moslems haben unglaublich große Gebiete durch schiere Gewalt erobert. Die Israelis akzeptieren wiederum in ihrem winzig kleinen Israel nicht auch noch einen Gazastreifen voller Moslems. Israels vermeintlicher Imperialismus erstreckt sich, objetiv bestrachtet, auf ein Gebiet das so klein ist wie die Golfplätze arabischer Scheichs. Man darf natürlich aus solchen Übrlegungen heraus immer noch keinen strategischen Angriffskrieg führen und Verreibungen durchführen, aber wer hält sich international schon an irgendwelche Regeln? Das ist leider die Realität.

Eroberungen gelten in der gesamten Geschichte der Welt leider als völlig normal. Die Moslems haben mit Gewalt den gesamten mittleren Osten, die arabische Halbinsel, Nordafrika und Teile Asiens besetzt. Zeitweise auch Teile Europas. Das ottomanische Reich war gigantisch. Damals gab es noch nicht mal Israel. Die Juden hatten nicht einmal einen eigenen Staat.

Die allermeisten, die momentan gegen Israel schimpfen wegen Gaza, haben überhaupt kein Problem mit Eroberungen, die ihre eigenen Gruppen und Grüppchen durchgeführt haben. Die Moslems die gegen Israel schimpfen würden auch nicht freiwillig die eroberten Gebiete auf der Welt zurückgeben an Christen, Juden und frühe religiöse Gruppen die vom Islam verdrängt wurden. Die Moslems würden Israel keinen Deal anbieten: Hey, wir geben die arabische Halbinsel zurück bis auf Mekka und Medina, wenn ihr den winzige Gazastreifen in Ruhe lasst. Not gonna happen!

Fragen sie ruhig einen Moslem zu den Eroberungen des Propheten und dessen Nachfolgern! Da werden sie staunen. Dann gibt’s noch Neonazis und verkappte Faschisten und Mitläufer diverser rassistischer Strömungen. Diese Leute haben kein Problem mit den Eroberunsgfeldzügen der Nazis oder der Russen oder anderer Großreiche. Die träumen von Eroberungen ganzer Kontinente, von Glanz und Gloria. Und die regen sich jetzt über Israel auf.

Nochmal: Auch solche Übrlegungen machen aus einem strategischen Angriffskrieg kein Recht. Aber viele, die über Israel schimpfen, sollten besser die Klappe halten.

Schlechte PR

Israels militärische und politische Führung verhält sich fanatisch-religiös. Viele junge Leute haben, wie woanders auch, nicht so viel Lust an den ganzen Ritualen und auf Militarismus. Durch Militärdienst und Kampfeinsätze werden sie jedoch auf Linie gebürstet. Chef der Streitkräfte war lange Zeit Avichai Rontzki, der quasi offen einen Glaubenskrieg propagiert hatte. Sein Vorgänger war Rabbi. Das ist ungefähr so als würde ein fanatischer katholischer Priester die Bundeswehr anführen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Avichai_Rontzki

Doch kommen natürlich immer wieder verschiedene internationalen Medien Israel zu Hilfe.

Mainstream-Konservative

Westliche Journalisten dürfen nicht die gefährliche Mischung aus extremer Religiösität, Militarismus und ABC-Waffen im Bezug auf Israel herausarbeiten. Sie dürfen auch nicht wirklich zeigen, was für krasse Militärführer krasse Dinger bringen. Die pseudokonservative Presse macht große Aufhänger mit Schauspielern und Politikern und Slogans „Gegen Judenhass“. Als wäre jeder, die Kriegsführung kritisiert, automatisch verdächtig. Sowas hilft nicht dabei, dass sich vernünftigere Leute durchsetzen können in Israel. Man hilft damit auch den Juden weltweit nicht sonderlich viel. Die einflussreichen konservativen deutschen Kreise haben natürlich eine brisante Vergangenheit prä-1945.

Die Linken

Dann springen natürlich die Linken Israel zu Hilfe. Man beruft sich auf die eigene antifschistische Tradition. Dennoch hat der real existierende Sozialismus auch Bande geknüpft mit islamischen Ländern und Gruppen wie der PLO, hat Waffen und Training geliefert. Deshalb stützen manche Linke eher die Hamas und sorgen für ein Rumoren.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130725609/Antisemitismus-Streit-im-Hort-des-Wahnsinns.html

Die richtig hart indoktrinierten Linken haben ein verzwicktes Problem: Einerseits müssen sie ihre antifaschistische Tradition hervorkehren und sich mit den Juden solidarisieren, andererseits repräsentieren Juden eigentlich genau das, was richtige Marxisten-Leninisten nicht ausstehen können, nämlich:

  • Starke Religiösität, starke Familienbewusstsein
  • Starke Homogenität in der israelischenBevölkerung
  • Nationalstaatlichkeit, Territorium
  • Kapitalismus, Unternehmertum. Damit gemeint ist nicht das Klischee, sondern Unternehmertum, unzählige kleine Unternehmen

Wie erging es Juden eigentlich im real existierenden Sozialismus der UdSSR? Schauen sie nach. Nicht sonderlich gut.

Die Neue Rechte

Es gibt manche faulen Eier in der sogenannten „Neuen Rechten“. Echte Faschisten die sich als Erzkonservative tarnen und sich öffentlich pro-Israel bekennen. Die Neue Rechte hat auch starke Verbindungen zu Russland. Russland poltert seit jeher gewaltig in der Propaganda gegen Juden und fördert extrem rechte Gruppen, auch in Europa. Antisemitismus made in Russia:

http://recentr.com/2013/07/die-russische-desinformation-und-die-bizarre-geschichte-des-modernen-antisemitismus/

Auch Neonazis können nicht auf der DNA jüdischer Menschen genau aufzeigen, wo genau das Böse denn nun liegen soll. Viele Rassisten versuchen es mit einer fehlerhaften empirischen Argumentation, sie beten Namen aus dem Gedächtnis herunter von mächtigen kriminellen Individuen, welche angeblich jüdisch sind um ihren Punkt zu beweisen. Das Problem damit ist, dass es a) komplex definiert ist was einen Juden ausmacht und b) dass alle Verbrechen, die Juden angelastet werden, in allen Zivilisationen zu allen Zeiten in allen Hautfarben und Religionen existiert haben. Sogar tausende Jahre früher, als es noch keine Juden gab, sind ethnische Säuberungen, Tyrannei und Bankenabzocke überliefert.

Rassisten sind meist Kultmitglieder. Als die amerikanischen Eugeniker in den 1930er Jahren die deutschen Nationalsozialisten besuchten, waren sie schockiert daüber dass Leute aus der „unteren Mittelschicht“ an die Macht gekommen waren und behaupteten, die Herrenrasse zu sein.

Weltverschwörung?

Kontrolliert Israels Führung bzw. die „jüdischen Führung“ Länder wie die USA? Es gibt Verschwörungshypothesen, laut denen die Führung von Saudi-Arabien, oder von der Türkei in der Zeit zwischen Atatürk und Erdogan heimlich jüdisch sei oder gewesen sei. Das Problem mit solchen Hypothesen ist, dass sie praktisch unmöglich zu beweisen sind. Viele Leute sind da viel zu leichtgläubig. Da werden Fotos gezeigt wo Staatschefs sich zum PR-Termin mit jüdischen Führungsfiguren ablichten lassen und das soll dann ein „Beweis“ dafür sein, dass der jüdische Rabbi dem Politiker die Befehle gibt. Dabei repräsentieren Staatschefs nur eine größere Gruppe an einflussreichen Leuten aus ihrem Land und müsen ständig solche Fototermine wahrnehmen, um sich all die verschiedenen Gruppen warmzuhalten.

Dann gibt es echte und gefälschte und aus dem Zusammehhang gerissene Zitate von einflussreichen jüdischen Regierungsfunktionären oder Gläubigen, die sich dann zu Aussagen versteigen wie zum Beispiel: Wir kontrollieren die USA oder wir kontrollieren das Freimaurertum, oder was auch immer. Solche Aussagen sind keine Beweise für irgendwas. Es ist enorm schwierig bis unmöglich, herauszufinden, wer wem Befehle gibt und wie sich Machtverhältnisse in den hcöhsten Ebenen verschieben.

Es ist Hochstaplerei wenn Leute behaupten, sie wüssten das alles ganz genau und könnten das komplett beweisen. Am Ende werden dann sowieso nur die Protokolle von Zion zitiert oder Ähnliches. Man darf sich nie herunterziehen lassen auf eine reine Betrachtung von Machtverhältnissen durch die Rasse-Brille oder die Religions-Brille. Menschen sind Menschen, wir sind genetisch alle so gut wie identisch. Diese Himmel-und-Hölle- und Dämonen-und Teufel-Argumente sind aus dem Mittelalter wo Leute noch dachten, der Himmel sei ein Dach und Hexen ruinieren die Ernte mit böser Magie. Das Böse auf der Welt an Rassemerkmalen und Religion festmachen zu wollen, ist eine Sackgasse. Und das seit tausenden von Jahren. Die Juden sind natürlich NICHT die Erfinder von Ausbeutung und Bankenabzocke. Jede Zivilisation die jemals existiert hat, lange bevor es überhaupt Juden gab, kannte Ausbeutung und Abzocke durch Banken, Steuern und Währung. Hitler ließ die Deutschen Ausbeuten durch staatliche Planwirtschaft, Mefo-Wechsel und andere inflatonäre Methoden. Die Israelis werden ausgenommen wie die Weihnachtsgänse von ihren Finanzämtern.

Niemand wird jemals die Welt zu einem moralischeren, besseren Ort machen, indem man Gut und Böse festmacht an oberflächlichen genetischen Unterschieden oder an einer Religion. Menschen erfinden und kultivieren Religionen. Also schauen wir lieber auf die Menschen und die Faktoren in Gehirn und Psyche die das Handeln beeinflussen. Die wichtige Frage ist nicht: Welche religiöse „Rasse“-Gruppe ist der ewige Teufel? Die wichtige Frage ist: Wie können wir allgemeingültige Moralstandards entwickeln und dafür sorgen, dass deren Einhaltung weltweit befolgt wird?

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