Politik

F.A.Q. Die am häufigsten gestellten Fragen

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Die häufig gestellten Fragen samt Antworten! Dieser Faktencheck wird regelmäßig aktualisiert und sie finden ihn dauerhaft oben in der Navigationsleiste verlinkt.

Wer betreibt alles Recentr?

Seit 2010 betreibe ausschließlich ich, Alexander Benesch, zusammen mit meiner Frau Sonja alle Bereiche von Recentr selbstständig als Unternehmen. Ohne Fremdkapital, ohne Abhängigkeiten. Ich bin in keiner Partei oder sonstigen politischen Organisation Mitglied, bin nicht Mitglied irgendeiner Gewerkschaft. Von den Gewinnen aus unserem Einzelhandel bezahlen wir die Medien, die wir verschenken.

Hat dich dein Elternhaus politisch geprägt?

Nein. Der Vater war Ingenieur, die Mutter Buchhalterin. Keiner hatte ein Parteibuch. Immerhin lagen viele interessante Bücher Zuhause in den Regalen wie etwa von Solschenizyn über den russischen Gulag-Komplex. Ich erfuhr auch, dass Mitglieder der Familie im Zuge der bolschewistischen Revolution im Gulag landeten oder von den Nationalsozialisten wegen einer Körperbehinderung von Euthanasie-Beamten abgeholt wurden. Mir war also früh bewusst, wie irrational und gefährlich Politik sein kann. Mein Cousin war Feuerwehrmann in New York gewesen und wurde krank nach den 9/11-Rettungsarbeiten. Mein Vater hatte wenig erfreuliche Erfahrungen mit der pharmazeutischen Industrie. Solche Erfahrungen trugen dazu bei, dass ich abseits von Ideologien alle möglichen Themen möglichst nüchtern betrachten konnte.

Was war dein Einstieg in investigative Berichterstattung?

Ein Dokumentarbeitrag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen namens “Deckname Artischocke” im Alter von ca. 17 oder 18 Jahren. Das dazugehörige Buch von Egmont Koch und Michael Wech führte mich zu weiterer Literatur über die amerikanischen Geheimdienste. Im Nachhinein betrachtet hätten die Autoren herausarbeiten müssen, dass die Amerikaner eben nicht die Sowjets völlig überschätzt hatten was die Kapazitäten und Forschungen über Bewusstseinskontrolle anbetrifft. In Wirklichkeit besaßen die Russen ausgedehnte Programme. Die (zweifellos unmoralische) amerikanische Arbeit als Resultat von Paranoia darzustellen, nährt die typische Einseitigkeit, die von sehr vielen investigativen Autoren gepflegt wird.

Welche klassische Bildung besitzt du?

Das bayerische Abitur mit einem Schnitt von 2,7. In der Hauptprüfung im Fach Deutsch sowie in Englisch bestand ich mit Bestnoten, ohne viel dafür extra gelernt haben zu müssen. Meine Facharbeit drehte sich um verdeckte Operationen der CIA. In Bayern ist das Abitur mit Abstand am Schwersten. Es folgte ein Studium der neueren und neuesten Geschichte, Politikwissenschaft und Spanisch an der Universität Eichstätt. Leider fehlt in diesen Studiengängen jede journalistische Praxis. Den Diplomstudiengängen Journalistik fehlt hingegen das notwendige historische Wissen. Als ich in einem Kurs über die Sklaverei in Mittel- und Südamerika nichts hörte außer Schiffsrouten und Jahreszahlen, fällte ich die endgültige Entscheidung, das Studium abzubrechen und mich selbstständig zu machen. Die Studiengänge sind in höchstem Maße politisiert und unterliegen ungeschriebenen Gesetzen, wie die bedingungslose Akzeptanz des EU-Bundestaates über Deutschland, globaler Regierungsmechanismen und weiterer Elemente des Wunschzettels von Bertelsmännern und einflussreichen Politikern.

Woher hast du all deine Infos?

Es gibt glücklicherweise eine Menge Literatur zu einer Vielzahl an Themen.

Welche Bücher hast du gelesen?

Unter anderem Bamfords Werke über die NSA, Tim Weiner und andere Autoren über die CIA, diverse Werke über den KGB, Der Reichstagsbrand von Alexander Bahar, Enttarnt von Koch, Geheimdienstbücher von Eenboom, mehrere Bücher über Wikileaks und die Hacker-Szene, mehrere Werke über Motorrad-Gangs, viel über den Sozialismus, rund 10 Bücher von Jürgen Roth über das organisierte Verbrechen, James Webbs dicke Wälzer Bücher über irrationale Glaubenssysteme im 19. und 20. Jahrhundert, Nicolas Goodrick Clarkes Werke über Rechtsextremismus, fast alles von Roland Baader, einige weitere libertäre Klassiker, einiges über den Islam inklusiver der führenden Koranübersetzung, mehrere Standardwerke über die RAF, viele Klassiker von Antony Sutton und Gary Allen, Bücher von russischen Überläufern, rund 20 Analysen der Wirtschaftskrise, viel über den Nationalsozialismus, Bücher über politische Attentate, mehrere wissenschaftliche Werke über Drogen, Analysen von Russland nach 1990, Survival-Stories und Survival-Guides, diverse historische Bücher über Kriege, Werke über Psychologie mit Schwerpunkt Psychopathologie, sehr viel über Gesundheit, einige Biografien und Autobiografien und noch vieles weitere mehr.

Was waren die ersten Berührungspunkte mit “Verschwörungstheorien” und warum?

Das erste Mal hörte ich von kiffenden Mitschülern am Gymnasium (natürlich Lehrerkinder) die altbackenen Verschwörungsmythen über Area 51, gemixt mit narzisstischer Esoterik. Ich hatte keinerlei Interesse, mich darin einzulesen.

Zählst du selbst zu den Verschwörungstheoretikern?

Kaum. Wenn man wie ich New Age-Esoterik komplett ablehnt, Sozialismus, Rassismus, Putins Russland und weitere irrationale Denk- und Glaubensrichtungen, dann passt der Begriff einfach nicht. Zudem bin ich strikter Vertreter der freiheitlichen Republik. Die allermeisten Verschwörungstheoretiker finden mich unglaublich frustrierend.

Welche Bedeutung hatte Alex Jones auf deine Arbeit?

Alex Jones gelang es einerseits, durch harte Arbeit ein eigenständiges, tragfähiges Medienunternehmen aufzubauen. Desweiteren gab es bei ihm (zumindest früher) keinerlei Esoterik, keine UFO-/Alien-Mythen, keinen Rassismus und keinen weiteren Blödsinn. Dahingehend war er ein deutlicher Einfluss auf mich. Seine späte Öffnung für Esoterik und weitere irrationale Inhalte sowie sein bizarrer Wandel im Bezug auf Putins Russland waren für mich in Verbindung mit anderen inkompetenten Entscheidungen und Handlungen völlig inakzeptabel. Ich konnte 2011 in der Schweiz mit seinen zwei wichtigsten Reportern arbeiten und feststellen, dass ich den Beruf besser beherrschte als sie.

Wieviel verdient man mit Medien?

Praktisch nichts. Internet-Medien sind kaum noch monetisierbar. Andere Schreiber prahlen mit mehreren zehn Millionen “Zugriffen” oder “Klicks” in einem Zeitraum von ein paar Jahren und halten sich schon alleine deshalb für bedeutende Personen der Zeitgeschichte. Versuchen diese Blogger allerdings, ihren Blog zu monetisieren oder anderen Support für Projekte zu gewinnen, sind sie überrascht und perplex, wie wenig Unterstützung da eigentlich kommt. Was hat es nun mit den tollen Zahlen auf sich? Die kurze Antwort lautet: Das Meiste ist fake und viele wissen es auch. Wer halbwegs kompetent über mehrere oder gar viele verschiedene Themen schreiben will, der hat eine Menge vor sich. Das ist einfache Mathematik. Pro Woche 15 Stunden Bücher-Recherche plus 15 Stunden Zeitungs/Netzrecherche, was ein nacktes Minimumpensum ist, macht zusammen schon 30 Arbeitsstunden. Dann hat man aber noch nicht eine einzige Sache geschrieben. Kommen noch 15 Stunden pro Woche Schreibzeit dazu, sind das 45 Stunden. Also ist man schon bei 45 Stunden Journalisten-Arbeit die dir niemand bezahlt. Dazu noch 40 Stunden Arbeit irgendwo anders, um die Rechnungen zu bezahlen, macht rein rechnerisch 85 Stunden pro Woche oder 12,14 Arbeitsstunden netto pro Tag. Nicht miteingerechnet sind Pausen, Zur Arbeit fahren und zurück.

Wieso die Umbenennung von Infokrieg in Recentr?

Infokrieg war ursprünglich der geeignete Name um zu zeigen, dass die breite Linie mit Alex Jones’ Infowars vergleichbar ist. Sobald Infokrieg populär war, stürzten sich verschiedenste Figuren, die meine Linie nicht ausstehen konnten, auf den Namen um dadurch bessere Google-Plazierungen zu bekommen. Irgendwann war der Name nicht mehr tragbar. Recentr ist unsere ganz eigene, geschützte Marke.

Bist du Freimaurer, Reptil, Jesuit, CIA oder Ähnliches?

Nein, nein, nein, nein und nein. Es ist eine interessante Erfahrung, wenn plötzlich über einen selbst Verschwörungstheorien zirkulieren. Meist verbreiten sich diese Erfindungen mangels Beweise nur sehr begrenzt. Vielleicht bin ich aber doch Repto-Jesus:

RaptorJesus2

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9 comments

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weltfremd 11. März 2020 at 17:22

“Als ich in einem Kurs über die Sklaverei in Mittel- und Südamerika nichts hörte außer Schiffsrouten und Jahreszahlen, fällte ich die endgültige Entscheidung, das Studium abzubrechen und mich selbstständig zu machen.” hahaha dasselbe in grün in heidelberg seinerzeit und tschüüüüß hieß es 😛

auch geil das mit den “kiffenen lehrerkindern” das erinnert mich auch daran, wie gewisse druffis mir jan van helsing andrehen wollten^^

gibt schon lustige parallelen
außer abi 2,4 aber halt nur eines aus bawü 😉

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Agent Orange 30. Juli 2014 at 22:56

… bin ausserirdisch, du hast schon recht …. :mrgreen:

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Toxi1965 30. Juli 2014 at 7:33

@Agent Orange

Ich kann das verstehen , wie ich schon sagte , ich würde auch lachen wenn ich sowas nur erzählt bekommen hätte.
Also mir ist klar das ich Spott bekommen werde den ich auch nicht übel nehme .
Ich stehe nicht auf dem Standpunkt nur weil ich es gesagt habe ist es wahr . Ich kann auch allen scheiss erzählen .
Das sind Sachen die man nachprüfen kann und jeder muß das für sich selber entscheiden ob er das macht .

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Agent Orange 29. Juli 2014 at 23:40

Mann, du hast dich chanelln lassen! …. Hätte, hätte, hätte …. Auf der Sitzung haste nix erlebt und gesehen – außer Täuschung und Zwang. Glaubste dem, der dir was erzählt hat?

no wiki …… 🙁

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desert_tigerstripe 29. Juli 2014 at 17:46

bist du Reptil… Roflmao 🙂 das war die beste aller Fragen …. Hail to Raptor Jezuz ^^

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Justmy2cents 29. Juli 2014 at 15:37

“Von den Gewinnen aus unserem Einzelhandel bezahlen wir die Medien, die wir verschenken.”

Wird nicht umgedreht ein Schuh draus? Ohne die Medien würde der Shop doch gar nicht funktionieren. Kleine Onlineshops im Nichenbereich müssen bloggen und ihre Produkte anders als über die normalen Marketingkanäle anpreisen. Ohne Recentr hätte der Shop kaum ein Überlebenschance…

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dirac-delta 30. Juli 2014 at 22:22

Zwar sind wohl die meisten Kunden durch die Medienarbeit beworben, aber an den Worten die du zitierst kann ich nichts falsches erkennen.

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Phrontistes 29. Juli 2014 at 15:13

“Wieviel verdient man mit Medien?

Praktisch nichts.”

Da drängt sich mir doch die Frage auf: Warum tust du es dann? Purer Altruismus? Dann wärst du tatsächlich einer der besten Menschen auf der Welt.

Wirst du das hier dein Leben lang machen?

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patrik 29. Juli 2014 at 18:34

ich denke, er hat sein hobby zum beruf gemacht. als ik-radiohörer der ersten stunde, ist das die einzige logische erklärung für mich.
Bist du Freimaurer, Reptil, Jesuit, CIA oder Ähnliches?

hab gut gelacht 😀

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