action-foto-hunting

Ein Kommentar von Alexander Benesch

Nachdem ein attraktiver, 17-jähriger weiblicher Fußballfan von den Fernsehkameras eingefangen wurde und eine Model-Karriere in Aussicht gestellt bekam, wurden Bilder von ihr gefunden bei der Großwildjagd. Sofort gab es einen Sturm der Entrüstung, ihre Model-Karriere ist wohl erst einmal auf Eis. Die Entrüstung führte auch dazu, dass ihre sehr populäre Facebook-Seite deaktiviert wurde. Der Konzern L’Oreal distanziert sich.

Es soll also der höchste Ausdruck von Weiblichkeit sein, sich chemische Plörre überall draufzuschmieren und für den Fotografen zu posieren, aber das Benutzen einer Waffe zum Abschießen einer Gazelle soll sie untragbar machen für das gesuchte Frauenbild? L’Oreal hatte erst Geld gespendet um nicht in die Nähe von Tierversuchen gerückt zu werden. Der Firmengründer war interessanterweise ein “antisemitischer Faschist” und Vichy-Kollaborateur, dessen Gruppe unter anderem Waffen besorgt und Brandanschläge auf Synagogen durchgeführt hatte.

Wichtigste Anteileignerin von L’Oreal mit 30,8 % ist Liliane Bettencourt, die Tochter von Gründer Eugène Schueller. 41,1 % dieses Anteils hat sie ihrer Tochter Françoise Bettencourt-Meyers übereignet, jedoch ohne die damit verbundenen Stimmrechte. Zweitgrößter Gesellschafter ist der Nestlé-Konzern mit 29,6 %. Die Familie Bettencourt und Nestlé haben sich bis Ende 2013 gegenseitig ein Vorkaufsrecht für ihre Anteile eingeräumt.

Liliane Bettencourt steht mit einem Vermögen von 30 Milliarden US-Dollar auf Platz 9 der Forbes-Liste der reichsten Personen der Welt. Im Sommer 2010 geriet Bettencourt in die Schlagzeilen, als Vorwürfe in den Medien von illegalen Parteispenden an Präsident Nicolas Sarkozy und an Arbeitsminister Éric Woerth aufkamen. Dies führte zur Bettencourt-Affäre.

Währenddessen sind Facebook-Nutzer dumm genug, um ein altes Jurassic Park-Set-Photo von Steven Spielberg mit einem mechanischen Dinosaurier für das Poser-Foto eines Jägers zu halten. Im Ernst. Ein Dinosaurier.

In Deutschland wollen jetzt zig Gruppen das Ende der Jagd. Katja Triebel berichtet: In Nordrhein-Westfalen haben sich BUND und NABU mit ausgewiesenen Jagdgegnern verbündet und als Reform getarnt ihreForderungen aufgestellt.

Jagdliche Eingriffe in Natur und Landschaft seien “nur noch zu rechtfertigen, wenn unnötiges Leiden ausgeschlossen, eine sinnvolle Verwertung der getöteten Tiere nachgewiesen und eine Beeinträchtigung geschützter Arten und Lebensräume ausgeschlossen werden kann”.

Die 10 Forderungen:

  1. Verbot von Lebend- und Totschlagsfallen im Rahmen der Jagd!
  2. Verbot von Fütterungen aller Art im Rahmen der Jagd!
  3. Verbot des Haustierabschusses!
  4. Verbot der Baujagd!
  5. Jagdzwang beenden!
  6. Keine Jagd mehr auf Schnepfe, Schwan, Dachs und Co!
  7. Jagdzeiten für alle jagdbaren Arten auf die Monate September bis Dezember zu konzentrieren!
  8. Kein Aussetzen jagdbarer Tierarten!
  9. Beizjagd verbieten!

Solange es von dem bundesdeutschen Dachverbänden des NABU und BUND kein Kontra gegen die Verbündeten und Stellungnahmen der beiden Landesverbände gibt, solange müssen wir davon ausgehen, dass trotz aller wohlmeinenden Worte die beiden sich für die Abschaffung der Jagd aus ideologischen Gründen einsetzen.

BUND und NABU vertreten mitnichten das Volk

Das Markforschungsinstitut Bremer + Partner GmbH hatte im Jahr 2011 im Auftrag des DJVeine Umfrage mit den folgenden Fragen gestellt:

  1. Haben Sie in letzter Zeit Beiträge über Jagd oder Jäger gelesen, gesehen oder gehört?
  2. Stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?
    • Jäger lieben die Natur
    • Es ist gut, dass Jäger im Winter Wild füttern
    • Jäger investieren viel Zeit in den praktischen Naturschutz
    • Jäger helfen vielen selten gewordenen Arten
    • Jäger jagen nur aus Lust am Töten
    • Zu große Wildbestände müssen durch die Jagd reguliert werden
    • Durch die Jagd wird Wald und Feld auch vor Wildschäden geschützt

Die Mehrheit, der Befragten – 88 Prozent – stimmt der Aussage zu, dass Jäger die Natur lieben. Fast 90 Prozent glauben nicht, dass Jäger aus der Lust am Töten zur Jagd gehen. Eine deutliche Mehrheit erkennt das Engagement der Jäger für Wildtiere und Umwelt an.

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