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1. Narzissten

Auf Facebook und Co. kann sich jede Person quasi selbst neu erfinden: Das reicht vom Benutzen falscher Fotos die man irgendwo im Netz gefunden hat, über das Ausklammern von gruseligen Vorstrafen bis hin zum Vortäuschen, man sei weiblich, um leichter Kontakte zu knüpfen oder unter 18, um mit Teeangern zu chatten.

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Foto: Fantasie und Realität

Leute beginnen sich für Prominente zu halten, wenn ihnen Freundesanfragen geschickt werden von Leuten die sie nicht kennen bis die Freundesliste voll ist mit 400 fremden Leuten. Genauso wie mit Bloggern, die ihre Klickzahlen nicht interpretieren können und größenwahnsinnig werden.

Eine Studie der Universität von Michigan vom Juni 2013 untermauert diese Annahmen: Facebook und andere soziale Netzwerke lassen Leute mit geringem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl demnach ein künstliches Bild von sich selbst generieren und benutzen Facebook für “Scheiß, der niemanden interessiert.”

Immer öfter kommt es gerade in den USA vor, dass Menschen die Aufsicht über Kinder vergessen, weil sie an Facebook kleben, wobei es sogar zu Todesfällen kommt. Ich wiederhole: Kinder landeten im Pool weil die Nanny vor Facebook hing.

2. Frauen die nackte Selfies von sich schießen mit ihren Smartphones

Moment, was rede ich da? Wer halbwegs hübsch ist, sollte möglichst viele Nudie-Bilder und Videos von sich machen. Wer Promi ist, erst recht.

Der Shit landet magischerweise doch irgendwie immer auf Facebook. Das ist wie das Gesetz der Gravitation.

3. Attention Whores

Zu den Unterkategorien zählen u.a. Cam Whores, AnCaps und arbeitslose Reichsbürger-Hobos.

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Foto: Ein von Sozialhilfe lebender Ex-Soldat mit posttraumatischer Belastungsstörung und einem Drogenproblem, der sich darüber wunderte dass die Androhung einer “bewaffneten Revolution” mitten in Washington D.C. den Besuch eines Sondereinsatzkommandos nach sich zog

4. Kriminelle

Der recht aktuelle Film “Bling Ring” basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt, wie weibliche Einbrecherinnen im Teenageralter Fotos von sich schossen mit dem Besitz von Promis.

In Gefängnisse geschmuggelte Handys machen es Kriminellen sogar möglich, Bilder direkt aus ihren Zellen auf soziale Netzwerke zu laden, wo sie sich in Szene setzen, Drogen nehmen oder mit gefängnistypischen Waffen posieren.

Justin Walker, der wegen dem Mord an einem Sheriff in einem Bundesgefängnis sitzt, postete im Ernst von sich selbst diverse Fotos auf Facebook, wie er in seiner Zelle Drogen nimmt und Waffen besitzt. Aus den Fotos geht anscheinend auch hervor, dass die Mitglieder der Arischen Bruderschaft gerne Drogenparties mit ihren farbigen Mitgefangenen veranstalten.

Polizisten lieben natürlich Smartphones wegen den Positionsdaten. Der mordverdächtige John McAfee (der Charlie Sheen der Technologiewelt) wurde auf der Flucht gestellt weil VICE-Reporter vergessen hatten, die Geodaten eines Fotos zu entfernen.

Antonio Olalde, ein Auftragskiller der unter dem Namen Broly Banderas für das mexikanische Tempelritter Kartel tätig ist, fotografierte sich mit einer Geisel. In einem Interview, dass über Umwege an die Narco-News Seite Borderlandbeat gekommen war, antwortete er auf die Frage, warum er Auftragskiller wurde folgendes:

Weil ich sterben wollte, damals als ich eingestiegen bin, hat mein Leben nichts bedeutet. Ich mochte die Lebensweise die ich hatte nicht. Vorher war ich sehr schüchtern, ich konnte kein gutes Gespräch führen mit Frauen, aber jetzt mit Facebook will die ganze Welt mit mir reden und es macht mich gleichwertig, mit so vielen Leuten, so viele Leute die mit mir chatten wollen. Vorher war ich sehr einsam und für mich war das sehr traurig und um ehrlich zu sein, ich will diese Person nicht wieder sein, es war entwürdigend und traurig.

Manchmal kündigen sogar Leute Morde an, begehen die Tat und veröffentlichen anschließend mit einem Geständnis ein Foto davon.

In dem Interview zeichnet sich eine Persönlichkeit ab von einem suizidalen, ängstlichen Kind das sich über die ganzen dummen Bitches freut, die mit einem psychophatischen Irren Sex haben wollen. Frauen standen auch Schlange um den Serienkiller Ted Bundy zu treffen. Frauen, darunter Mitglieder der Jury die ihn verurteilt haben, kämpften miteinander für Besuchszeit mit dem absoluten Vollpsycho Richard Ramirez, den die Medien den “Night Stalker” nannten. Auch ein Charles Manson hat noch ein dumme junge Frau gefunden die ihn auf seine hoffentlich letzten Tage heiraten wird.