Damon_350

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Matt Damon und John Krasinski bekamen bei der Produktion ihres Films „Promised Land“ große Probleme. Wie sie das Problem gelöst haben, sagt uns viel über Hollywood. Vor einiger Zeit haben sich die beiden Schauspieler entschlossen, einen Film über Fracking zu drehen – einer Methode, um ursprünglich nicht zugängliches Gas und Öl zu fördern, die ein enfant terrible vieler Umweltaktivisten ist. Die beiden haben ein Drehbuch geschrieben, von dem sie sagen, dass es um die „Amerikanische Identität geht … und was uns als Nation definiert“.

Es war das übliche Hollywood-Drehbuch. Wir kennen es alle: Damon spielt einen Mann, der für eine „böse“ Ölgesellschaft arbeitet. Er kommt in eine Kleinstadt im ländlichen Amerika und verkauft den Anwohnern eine gefährliche Fracht.

Er wird Bournes Eskapaden übertrumpfen müssen: Damon, diesmal in “The Bourne Ultimatum”, drückt sich vor den Fracking-Tatsachen.

Dann bekommt er zwei Probleme – sein kaltes Geschäftsherz wird durch eine attraktive Frau unter den Einwohnern geschmolzen, und Krasinski kommt als ein Umweltaktivist ins Spiel, der enthüllt, dass die Ölgesellschaft plant, auszubeuten, zu verschmutzen und wieder zu verschwinden.

Die erschrockenen Stadtbewohner fühlen sich betrogen. Damon steht im Zwiespalt – soll er weiter für die Gesellschaft und seine Karriere arbeiten, oder soll er seinem Herzen folgen und zurückfahren in seinem weißen SUV, seine Mitarbeit in der Gesellschaft aufkündigen und die Lage retten?

Die Filmemacher waren über dieses Drehbuch so erfreut, dass sie angekündigt haben, dieses Drehbuch als einen potentiellen Oskar-Gewinner zu vermarkten.

Aber dann begannen die Schwierigkeiten.

Ich habe die Neuigkeit aufgedeckt, dass es bei „Promised Land“ um Fracking geht, und jetzt kann ich enthüllen, dass in dem Drehbuch wegen der Beweise aus der wirklichen Welt, dass die Anti-Fracking-Aktivisten die wirklichen Bösewichte sind, einige sehr hastige Umschreibungen vorgenommen wurden.

In einer Gerichtsverhandlung nach der anderen wurde bewiesen, dass Anti-Fracking-Aktivisten des Betrugs und der Fehlinterpretation schuldig waren.

Da gab es die Ortschaft Dimock in Pennsylvania – die wahrscheinliche Inspiration für den Film „Promised Land“, der ebenfalls in Pennsylvania spielt. Von Dimock war in zahllosen Reportagen die Rede, wobei sogar Hollywood-Berühmtheiten 11 Familien mit Wasser versorgten, die behauptet hatten, dass Fracking ihr Wasser vergiftet und ihr Leben zerstört hätte.

Aber noch während der Produktion von “Promised Land” brach die Geschichte von Dimock zusammen. Der Staat untersuchte, und seine Wissenschaftler fanden nichts, was beanstandet werden müsste. Dann bestanden die 11 Familien darauf, dass Wissenschaftler der EPA den Fall untersuchten. Das haben sie auch getan – und sehr zum Missfallen der Umweltbewegung fanden sie heraus, dass das Wasser nicht vergiftet war.

Dann waren da die Wolf Eagle Environmental Engineers in Texas, eine Gruppe, die ein beängstigendes Video über brennende Wasserhähne produziert und behauptet hatte, dass eine Gasgesellschaft das Wasser vergiftet hätte. Aber ein Richter hat herausgefunden, dass das Video ein glatter Betrug war – Wolf Eagle hatte einfach die Gasleitung an einen Schlauch angeschlossen und das Wasser dann angezündet.

Andere Fälle von „Verschmutzung” kollabierten in Wyoming und Colorado. Selbst Josh Fox, der mit seiner Oskar-nominierten Dokumentation „Gasland“ als Erster Sorgen über brennbares Wasser erzeugt hat, hat zugeben müssen, Beweise dafür zurückgehalten zu haben, dass das Fracking dafür nicht die Ursache war.

Diese Betrügereien und Fehlinterpretationen führten zu massiven Problemen für das Drehbuch von Damon/Krasinski zum Thema „was uns als Nation definiert“.

Schließlich fanden sie dem Film nahe stehenden Kreisen zufolge eine Lösung – sie sagen einfach, dass die Anti-Fracking-Betrüger in Wirklichkeit Geheimagenten der Industrie der fossilen Treibstoffe sind, um die Umweltbewegung zu diskreditieren.

In dem überarbeiteten Drehbuch stellt Damon Krasinski als Betrüger dar – nur um feststellen zu müssen, dass die von Krasinski verkörperte Figur tief undercover für die Ölindustrie arbeitet, um die Gegner des Fracking zu beschmutzen.

Hollywood macht sich Sorgen über die abnehmende Zahl von Kinobesuchern; es macht das Internet und die Rezession dafür verantwortlich. Aber das wirkliche Problem könnte viel näher liegen.

Damon und Krasinski sagten, dass sie einen Film produzieren, der „uns als Nation definiert“. Dann aber bugsierten sie Ideologie in das Drehbuch – und als die Ereignisse in der realen Welt zum Problem wurden, bugsierten sie noch mehr Ideologie hinein.

Die einfache Wahrheit bzgl. Fracking ist, dass sehr viel der Opposition dagegen von überführten Lügnern, Scharlatanen und Betrügern getrieben wird – einige getrieben durch Zelotismus, andere durch die Gier, einen großen Gerichtsprozess zu gewinnen.

Ein Krieg ist in einigen Gebieten von Amerika im Gange zwischen verarmten Anwohnern und urbanen Eliten. Diese Eliten greifen zu Betrug, Übertreibung und zur Macht von Prominenten, um ländliche Gemeinden daran zu hindern, durch Bohrungen nach Gas zu erblühen.

Das klingt nach einem großartigen Korsett für einen Film. Unglücklicherweise für Amerika wird aber Hollywood irgendwann demnächst keinen solchen Film produzieren.

Phelim McAleer is a journalist and the director of “FrackNation,” a documentary about fracking.

Link: http://www.nypost.com/p/news/opinion/opedcolumnists/for_his_next_escape_x46uFSONrAaCey67ZzZV0I

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3 comments

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Schimmelbub 28. Juni 2014 at 8:38

Also ich würde niemals nur für einen günstigen Energiepreis unseren Boden oder das Grundwasser verschmutzen oder auch nur die Gefahr eingehen dass es verschmutzt werden könnte.
WOFÜR AUCH?
Dass ein bis maximal 2 Generationen billige(re) Energie haben und die nachfolgenden Menschen (deine und meine Enkel) dann teuer dafür zahlen müssen?

Und glaubst du allen erstes dass die Energieriesen uns was schenken? Nee neee du…

Unser Grundwasser und unser Boden sollte uns das wichtigste sein und das gilt es zu schützen!

Ich muss allerdings zugeben dass ich mich weder ausreichend Informiert habe bezüglich des Frackings aber mir erscheint das Risiko zu gross.
Und ich wittere Lobbyisten wo immer einer das Fracking lobt.
Von daher will ich mich diesbezüglich garnicht informieren.
Denn wem soll ich trauen?
Dem Öl-Lobbyist oder dem Fracking-Lobbyist?

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asdf 6. August 2014 at 9:37

Wenn du dich nicht informieren willst, woher willst du dann eine vernünftige Entscheidung treffen bezüglich deines Standpunktes? Lobbyisten können reden so viel sie wollen. Beide Seiten haben welche. Wenn du aber rein Faktenorientiert arbeitest und dich in dem Bereich Naturwissenschaften richtig bildest bekommst du einen sehr guten Überblick. Wind und Solarkraft sind nicht so Scheisse wie man meinen könnte. Sie sollten nur nicht subventioniert werden. Fracking birgt so sehr das Risiko der Umweltverschmutzung wie jede andere Technologie auch. Es kommt auf den Umgang damit an. Ich persönlich würde es aber trotzdem bevorzugen ohne Fracking zu leben, da es leicht ist Verschmutzungen an der Oberfläche zu beseitigen. Wenn aber über hunderte Quadratkilometer eine Kilometerdicke Schicht Material beispielsweise verseucht ist mit irgendeinem Dreck, dann wird es schwierig diesen zu beseitigen.

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Mike 21. Juni 2014 at 8:03

Wenn ich in Estland übernächste Woche bin werd ich dort mal meinen Bekannten fragen wie das dort läuft und ob ähnliche Probleme bekannt sind die hier so arg hochgepusht werden. Estland bezieht zu über 90 % seines Strombedarfs laut Wiki via Fracking (Schiefergasförderung) und ist somit relativ unabhängig diesbezüglich. Ach ja der Durchschnittlicher Strompreis pro KW/h liegt dort bei 5-6 cent.
Da bin ich echt mal gespannt ob es dort nachweisbare Umweltschäden gibt (in einem Land das sehr viel aus Naturschutzparks & co besteht).

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