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Ein Kommentar von Alexander Benesch

Die „Welt“ fragt ganz verschwörerisch: „Liegt das Gold der Bundesbank wirklich in New York?“

Hinter den Kulissen tobte derweil ein Kleinkrieg zwischen Bundesbank und Bundesrechnungshof über die Inventur der deutschen Goldbarren. Die obersten Finanzkontrolleure des Bundes hatten vorab durchblicken lassen, dass sie ganz und gar nicht mit der von der Frankfurter Bundesbank seit Jahren geübten Praxis des vornehmen Wegschauens einverstanden seien.

Sogar Mitglieder des Haushaltsausschusses bekamen nur einen in wesentlichen Teilen zensierten Rechnungshof-Bericht zu sehen. Was gibt es zu verbergen im Hinblick auf die deutsche Goldreserve in den Tresoren der New Yorker Fed? Verschweigt die hohe Politik möglicherweise, dass der Euro-Bailout eine große Menge Gold gekostet hat? Denn ausgerechnet die Fed stützte Europa in einer Phase, in der uns die Gemeinschaftswährung beinahe um die Ohren geflogen wäre.

Der US-Kongressabgeordnete Ron Paul warnte seinerzeit, dass US-Steuerzahler zweifach zur Kasse gebeten wurden, um Europa vor dem Untergang zu bewahren: Mit einem Anteil von 20% (57 Milliarden Dollar) am Bailout durch den Internationalen Währungsfonds sowie durch die Bedingungen des Credit Swap Deals der US-Notenbank Federal Reserve mit der EU. Paul betonte, dass nicht nur Steuerzahler den Bailout für Europa mitschultern müssen, sondern wegen der Inflation auch „jeder der irgendetwas kauft“.

„Die Preise steigen bereits, die Kosten für Produzenten steigen und die Lebenskosten werden steigen was dazu führt, dass jeder in Amerika und letztendlich die ganze Welt darunter leiden wird weil wir nicht die ganze Welt mit unserem Dollar stützen können,“

meinte Paul gegenüber Fox Business. Paul erklärte anschließend wie die Europäische Zentralbank ihr Versprechen gebrochen hat, keine Schulden zu monetisieren, und wie Bernanke sein Verprechen gebrochen hat, US-Dollars nicht für diesen Zweck zu verwenden.

„Als ich das letzte Mal mit Bernanke im Komitee gesprochen habe, meinte er er hätte nicht die Absicht, Griechenland zu retten, aber das ist genau das was sie tun; durch den IWF sowie durch die Öffnung von Swap-Möglichkeiten für die ganzen Zentralbanken, also müssen der amerikanische Steuerzahler und unser Dollar dafür geradestehen. Wir halten also ein sehr sehr schlechtes System am Laufen und das ist überhaupt keine Lösung.“

Paul stimmte mit dem Moderator überein, dass der Bailout nur Zeit erkaufen soll und nicht das zu Grunde liegende Problem des europäischen Sozialismus löst, dem das Geld ausgeht um sich zu erhalten.

Zero Hedge demonstrierte bereits im Juni 2011 beim QE2 der FED, dass das neue Geld nicht an US-Banken ging, sondern an Tochterinstitute von ausländischen Banken in den USA:

Wir fordern Leser dazu auf, den wöchentlichen Status von H.8 zu prüfen wenn er Freitag Abends veröffentlicht wird, inbesondere Zeile 25 auf Seite 18. Wir haben das beklemmende Gefühl dass die Fed mit ihrer Geldschöpfung von 85 Milliarden Dollar pro Monat eine bestimmte Sache im Sinn hat: Das Geld durchreichen an die immer noch hoffnungslos insolventen europäischen Banken. Wie die folgenden Charts zeigen, hatten wir recht.


Ein weiterer Weg um zu demonstrieren was geschehen ist: In nur 4 Wochen hat die Fed rekordverdächtige 237 Milliarden Dollar Cash in ausländische Banken gesteckt, die Zugang zu den Überschuss-Reserven der Fed haben.

Es war die Intervention von niemand geringerem als Mario Draghi notwendig, um den massiven Anstieg des Euros in den letzten zwei Monaten zu bremsen. Die Absicht war, den Rest von Europas Exportwirtschaft vor dem Untergang zu bewahren. Der einzige, dem das grenzenlose Quantitative Easing der amerikanischen Fed nützt, sind europäische Banken.

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