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Ein Kommentar von Alexander Benesch

Die BILD beruft sich auf Quellen aus Sicherheitskreisen und behauptet, der ehemalige SPD-Starpolitiker hätte kinderpornografisches Material der Kategorie 1 besessen, was Aufnahmen von sexuellen Handlungen oder sexuellen Posen mit Kindern und Jugendlichen bedeuten würde. Besonders heikel: Es laufen Ermittlungen wegen Geheimnisverrat, solche Interna sollten eigentlich nicht zuerst in der Presse landen.

Treffen die Informationen zu, die zuvor schon in ähnlicher Form von der Süddeutschen und einem öffentlich-rechtlichen Sender berichtet wurden, hätte Edathy in seinem großen SPIEGEL-Interview eiskalt gelogen.

Der Spiegel hatte den getürmten Edathy in einer “südeuropäischen Kleinstadt” aufgetrieben. Dort lamentierte er, durch die Bank weg ungerecht behandelt zu sein. Ein “Gegner” von Kinderpornographie sei er doch zum Beispiel. Und zudem nicht einmal pädophil:

“Ich bin nicht pädophil. In der Kunstgeschichte hat der männliche Akt, auch der Kinder- und Jugendakt, eine lange Tradition. Man muss daran keinen Gefallen finden, man darf es aber.”

Edathy hatte sich aber nicht Kunstbände von Michelangelos David oder irgendwelchen alten Ölgemälden von nackten griechischen Göttern bestellt, sondern billige Schundvideos von nackten kleinen Jungs aus Osteuropa von Azov Films. Georg Streiter, der stellvertretende Sprecher von Angela Merkel, kommentierte laut einem Bericht vom Handelsblatt auf Facebook: „Ich habe noch keinen gesehen, der sich im Museum einen runterholt.“

In den USA gab es auch einen Kunden der Azov-Kinder-Nacktfilme aus der höheren Politik, bei dem letztendlich härteres Material gefunden wurde. Über diesen Fall wird in der deutschen Presse hartnäckig geschwiegen:

Ryan Loskarn, der Stabschef des US-Senators Lamar Alexander, beging Selbstmord, nachdem auf seinen Computern Hardcore-Kinderpornografie gefunden wurde. In seinem Abschiedsschreiben gab er an, selbst als Kind missbraucht worden zu sein. Die Behörden hatten seine Tür eingebrochen und seine Behausung in Washington D.C. durchsucht. Ermittler erklärten, Loskarn hätte noch versucht, eine Festplatte über ein Dachfenster auf seinem Dach zu verstecken. Zu seinen Sammlungen gehörten Videos mit Titeln wie “6-jähriges Mädchen entführt und in den Wäldern vergewaltigt”.

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