Wahlplakat_2013_Die_Linke_640

Alexander Benesch

Die Hessin Janine Wissler soll die neue werden und Sahra Wagenknecht beerben. Wagenknecht hatte das Erfolgsmodell vorgeführt: Sich nach außen von der stalinistischen Vergangenheit distanzieren und bei Maybritt Illner sagen, dass die wohlhabende Mittelschicht Deutschlands nicht im Ernstfall wie in Zypern per Enteignung geschröpft werden sollte, sondern nur die “wirklich Reichen”, Millionäre und Milliardäre die ihre “Finanzmarkt-Party” feiern.

Jetzt will Wissler das ähnlich machen. Sie stammt aus der trotzkistischen Strömung Marx21, vermeidet aber in der Öffentlichkeit den Namen Trotzkis. Der Verfassungsschutz sieht das Ziel der Arbeit in der Schaffung einer “kommunistischen Gesellschaftsordnung” mittels einer Revolution.

Die bayerische Landesbehörde für Verfassungsschutz stuft marx21 als offen extremistische Vereinigung ein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft marx21 als linksextreme Vereinigung und aktivste trotzkistische Organisation ein. Es bezichtigt marx21 außerdem des sogenannten Entrismus, der Infiltration anderer linker Gruppen.

Der Vorläufer von marx21 war die Organisation Linksruck, die sich als Internationale Sozialisten bezeichneten. Mit der Verschärfung der Krise der SPD im Jahre 2004 richtet sich das Interesse von Linksruck auf die WASG. Am Zustandekommen des Bündnisses der WASG mit der Linkspartei.PDS zur Bundestagswahl 2005 waren Linksruck-Mitglieder maßgeblich beteiligt. Janine Wissler war interessanterweise Gründungsmitglied der WASG. Auch bei der großen linken NGO attac war sie unterwegs.

Im Chemnitzer Programm von DIE LINKE hieß es:

“Freiheit ist der Bezugspunkt sozialistischer Politik.”

“Freiheit ist nicht als egoistisches Haben, sondern als solidarisches Tun zu erreichen.”

In den sog. Eckpunkten wird erklärt, dass eine solche “Freiheit” kein Individual- sondern ein Kollektivrecht sei. Dieter Klein schrieb:

“Individuelle Freiheit ist nur unter den Bedingungen sozialer Gleichheit möglich.”

Das heißt, wenn alle gleich arm und entrechtet sind, seien die Leute frei und gleich.

Selbst die angeblichen PDS-”Reformer” verknüpften diese wirre Freiheitsdefinition mit Pflichten, wie die “Wahrnahme sozialer und ökologischer Aufgaben”. Letztendlich definiert dann der Staat, was “Freiheit” sein soll. Mit Wagenknechts beschwichtigender Rhetorik hinsichtlich der Guthaben des Bürgertums präsentiert sich die Linke abermals als “normale” Partei und als Haudrauf-Opposition.

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8 comments

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äxel schulz 9. Mai 2014 at 18:04

“Die bayerische Landesbehörde für Verfassungsschutz stuft marx21 als offen extremistische Vereinigung ein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft marx21 als linksextreme Vereinigung und aktivste trotzkistische Organisation ein.”

na und? wenn der verfassungsschutz “verschwörungstheoretiker” und “recentr” als “extremistisch” einstuft nehmen wir das auch nicht ernst oda? come on alex! deine linken-hetze wird langsam langweilig.

peace und take it easy!

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Daniel 10. Mai 2014 at 11:05

@äxel

Hey! Enteignung als solidarisches Tun .

Take this shit easy , or ya aint gonna have peace with it

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Duderich 9. Mai 2014 at 17:47

Die Linke lacht – bitterböse – über Kommunismus und Satire von 1917-1989 (PDF). Das tut wegen deren Programm echt weh, alterfalter! Zeigt doch wie sehr Die Linke eigentlich die Freiheit verhöhnt und dem Sozialismus und co. verharmlost.. ^.^

http://www.dielinke-potsdam.de/fileadmin/potsdam/Texte/DIE%20LINKE%20lacht….pdf

“Putin sitzt in seinem Büro, den Kopf in die Hände gestützt. Da erscheint Stalins Geist. Putin erzählt ihm von der Unfähigkeit seiner Untergebenen im Kreml. „Das lässt sich leicht beheben“ sagt Stalin. „Erschieß die schlechten Leute, und male die Mauern des Kreml blau an. „Warum blau?“ fragt Putin. „Ich wußte doch, dass du nur nach den blauen Mauern fragst“.”

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vollbremsung 9. Mai 2014 at 14:58

“Freiheit ist nicht als egoistisches Haben, sondern als solidarisches Tun zu erreichen.” Ein schönes Beispiel für Orwell´s Neusprech, wie auch “War Is Peace, Freedom Is Slavery…”

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Liberty 9. Mai 2014 at 16:13

Freiheit ist Sklaverei, Sklaverei ist Freiheit.

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Soma 9. Mai 2014 at 10:20

Ich habe einen interessanten Politthriller von 1969 gesehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Z_-_Anatomie_eines_politischen_Mordes

Ist sehenswert.

Der Stream auf Cine24 funktioniert…

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ein mensch 10. Mai 2014 at 15:21

ha…den hatte ich vor kurzem auch noch aufm schirm 🙂 gavras hat ganz nette filmchen gemacht…zu empfehlen wären da noch music box oder der stellvertreter 😉

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Soma 9. Mai 2014 at 9:55

Abartig…

Hier auch ein Artikel von Vera Lengsfeld:
http://ef-magazin.de/2014/05/08/5310-1-mai-bekannte-bilder

Das ist grausam. Wie wird man bloss so???

Henning Lindhoff hatte auch was ausgegraben.
Ein ziemlich eindeutiger interviewverlauf in der NSU Sache auf Deutschland Kulturradio:

http://ef-magazin.de/2014/05/07/5309-journalismus-buddeln-verboten

Mit weiterführendem Link:
http://www.deutschlandradiokultur.de/justiz-ein-jahr-nsu-prozess.1008.de.html?dram:article_id=284533

Ich habe auch menen Senf dazu gegeben.

Eben hatte ich auch nochmal versucht eine bitterböse Antwort auf einen dämlichen Kommentar von so einem “Meyn” zu schreiben, der gerne seine Rundfunkgebühr zahlt. Wurde natürlich nicht veröffentlicht.
Sowas macht mich einfach nur sauer.

Ich schrieb:

Ist das Ihr Ernst?

Es ist ja nicht so, dass dies die einzige Ungeheuerlichkeit, oder gar ein Einzelfall ist. Gerade in der NSU Sache, gab es über 60 sog. Pannen in den Behörden. Von Aktenvernichtung, über das Verschwinden von Beweismitteln und das Hinzufügen falscher Beweise. Die Justiz und unsere bestbezahlten Medien, welche jetzt sogar mehr (Steuergelder) Einahmen vorweisen können, als das privatwirtschaftliche Hollywood, gehen geschlossen gegen sachliche Aufklärung der Verbrechen vor.

Die Staatsanwaltschaft, sieht sich nicht veranlasst, in Richtung der Behörden zu ermitteln.

Warum? Weil der Staat an diesen Verbrechen involviert ist und es absolut naiv ist, zu glauben, das es sich in den über 60 Pannenfällen um Zufall handeln muss. Nur das es sich niemand zu sagen traut.

Mit Lippenbekentnisse gebe ich mich jedenfalls nicht zufrieden!
In einem Rechtstaat wähne ich mich auch nicht mehr.

Die Regierung hat auf ganzer Linie versagt und muss zurücktreten.
Die Verantwortlichen müssen ermittelt und abgestraft werden.
Die GEZ Zwangsbeiträge müssen erstattet und abgeschafft werden.

Darunter geht es nicht.

Sie werden bald bemerken, das das Interview mit kritischer Fragestellung natürlich nicht wiederholt wird, sondern es bei Lippenbekenntnissen bleiben wird. Davon bin ich überzeugt.

Hoffe das ich hier so stehen lassen, Alex, ohne das es für Dich Probleme gibt, wenn nicht, dann nicht.

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