George_Bush_china

Foto: George H.W. Bush als inoffizieller US-Botschafter in China

Alexander Benesch

George Herbert Walker Bush symbolisiert Verschwörung. Einflussreiche Kreise. Abstruse Geheimpläne.

Bereits in der High School in Massachussetts ergatterte er jede Führungsposition die es gab: Klassensprecher des Abschlussjahres, Sekretär des Schülerrates, Vorstandsmitgliedschaft der Schulzeitung und Kapitän der Baseball und Fußball- (nicht Football) Mannschaften. 1942 wurde er mit nur 18 Jahren Pilot der US Navy und kämpfte im asiatischen Raum gegen die Japaner, Chinas Erzfeinde.

Bereits vor seiner Militärkarriere bekam er das Angebot, an der Elite-Universität Yale zu studieren. Nach seinem Ausscheiden aus der US Navy konnte er in Yale seinen Abschluss in einem Blitzprogramm in nur zweieinhalb Jahren statt vier vollenden. Das Geheimnis seines Erfolges ist die Geheimgesellschaft Skull & Bones. Diese sollte ihn später nach China führen.

Die Geheimorganisation an der Eliteuniversität Yale nimmt seit ihrer Gründung nur 15 neue Mitglieder pro Jahr aus der Studentenschaft auf. Gründer im Jahr 1832 war General William Russell, dessen Transportunternehmen später die amerikanische Seite des chinesischen Opiumhandels dominierte.

Foto: Skull & Bones-Gebäude

Die Universität Yale wurde gegründet von dem Kaufmann walisischer Abstammung Elihu Yale, der als Gouverneur der Britischen Ostindienkompanie sein Vermögen machte. Berüchtigt als narzisstischer Tyrann, erhob er in Madras horrende Steuern und bestrafte Eingeborenenrevolten mit härtesten Mitteln.

Die Britische Ostindien-Kompanie (British East India Company) entstand durch einen Freibrief, den Königin Elisabeth verschiedenen reichen Londoner Kaufleuten am 31. Dezember 1600 ausstellte. Im Jahr 1711 errichtete die Kompanie eine Handelsniederlassung in Kanton, China.  Ihren kritischen Mangel an Barmitteln zum Erwerb von Tee behob die Gesellschaft durch den Export von in Indien hergestelltem Opium nach China. Die Anstrengungen Chinas, diesen Handel zu unterbinden, führten zum ersten Opiumkrieg mit Großbritannien.

Skull and Bones rekrutierte die meisten wichtigen Familien aus New England, die ebenfalls am Opiumhandel verdienten, darunter die Coffins, Sloanes, Tafts, Bundys, Paynes und Whitneys. Die Bush-Familie ist eine der in der Öffentlichkeit bekanntere, aber nicht sonderlich ranghohe dieser “Old Money”-Familien von der Ostküste. Nach dem Studium kam George H.W. Bush unter bei einem Tochterunternehmen der berüchtigten Investmentbank Brown Brothers Harriman. Die Harrimans waren selbstverständlich Skull&Bones-Mitglieder und hatten ihre Finger in der Finanzierung der bolschewistischen Revolution in Russland und der NSDAP in Deutschland.

George H.W. Bush war nach seiner Business-Karriere als frischgebackener Millionär prompt der der erste inoffizielle diplomatische US-Abgesandte, der 1973 an die Volksrepublik China geschickt wurde. Winston Lord, der US-Botschafter für China während der Reagan-Bush-Administration war auch Bones-Mitglied, genauso wie sein Vater und mehrere andere Verwandte. Auch der Botschafter für China James Lilley und dessen Bruder. Abgesehen von der Carter-Administration war jeder US-Botschafter für China seit Henry Kissingers Deal mit Mao ein Mitglied von Skull and Bones.

Es erschienen Bücher über Bushs Zeit in China wie zum beispiel “The China Diary of George H.W. Bush”. Im Vorwort erklärt der Ex-Präsident, dass seine “lange Geschichte mit Deng Xiaoping und den anderen Führern” dazu beitrug, Krisen zu bewältigen ohne die chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu belasten. Ohne ihn wären die Beziehungen im “Desaster” geendet. Was bedeutet, dass ohne Bush China nicht in den folgenden Jahren zur Produktionsstätte westlicher Industriegüter geworden wäre.

Genosse Mao war ein Bones-Agent

1903 startete die “Yale Divinity School” eine Anzahl an Schulen und Krankenhäuser in China, die man generell als ‘Yale in China’ bezeichnete. Hinter ‘Yale in China’ verbarg sich aber ein Geheimdienstnetzwerk, um für das angloamerikanische Establishment die republikanische Bewegung von Sun Yat-sen zu zerstören. Die chinesischen Kommunisten kamen gerade recht, da sie China in ein ineffektives Unrechtssystem überführen und den Opiumhandel fortführen wollten. Einer der bedeutendsten Studenten von ‘Yale in China’ war Mao.

Kissinger_Mao-500

Foto: Mao mit Henry Kissinger

Während des zweiten Weltkriegs war ‘Yale in China’ das benötigte Instrument des amerikanischen Geheimdienstes Office of Strategic Services (OSS) um die Maoisten an die Macht zu bringen. Diese Mission wurde vom OSS-Agenten und Skull&Bones-Mitglied Reuben Holden geleitet, dem Ehemann von George H.W. Bushs Cousine. Bush leitete später in seiner Karriere den OSS-Nachfolger CIA. Die Maoisten verwandelten China in den weltgrößten Opiumproduzenten. ‘Yale in China’ hatte Verbindungen zu dem New Yorker Union Theological Seminary, ein Zentrum für die amerikanische Unterwanderung Asiens. Union Theological wurde 20 Jahre lang dominiert von Henry Sloane Coffin, ein führender US-Nachrichtendienstfunktionär aus den Familien Sloane und Coffin. Er war Mitglied von Skull and Bones wie auch ein Dutzend seiner Verwandten.

Der brilliante Historiker und Wirtschaftsforscher Dr. Antony Sutton dokumentierte in seinen Büchern wie Skull and Bones das kommunistische System in China aufbauten. China stieg nicht zur Weltmacht auf, das Land wurde auf den Status gehoben. Sutton erläutert wie die Skull&Bones-Projekte Nazi-Deutschland und Sowjetunion in einen zweiten Weltkrieg eskaliert wurden und wie eine fortschreitende Zentralisierung der Welt erreicht wurde mit u.a. COMECON, NATO, UNESCO, Warschauer Pakt, SEATO, CENTO und der Trilateral Commission. China war ein weiteres “Projekt”:

Der chinesische Regierungsfunktionär Chin-tung Liang schrieb über [US-]General Joseph W. Stilwell, den wichtigsten US-Repräsentanten in China von 1942 bis 1944: “Vom Blickwinkel des Kampfes gegen den Kommunismus aus betrachtet […] hat [Stilwell] China einen großen Bärendienst erwiesen.” Dabei hatte Stilwell nur seine Befehle aus Washington umgesetzt, von General George C. Marshall. Admiral Cooke sagte gegenüber dem US-Kongress: “1946 benutzte General Marshall die Taktik der Vorenthaltung von Munition, um unsichtbar die chinesischen Streitkräfte zu entwaffnen.”

Wenn wir General Marshall betrachten, müssen wir uns daran erinnern, dass in den USA der zivile Flügel das letzte Wort hat in militärischen Angelegenheiten und das bringt uns zu dem damaligen Kriegsminister Henry L. Stimson, Marshalls Vorgesetzter und Mitglied im Orden von Skull and Bones (Eintritt 1888).

Während dieses Buch in Druck geht (Anfang 1984) hat der Bechtel-Konzern eine neue Firma gestartet, Bechtel China, Inc., um Aufträge für die chinesische Regierung zu übernehmen hinsichtlich Entwicklung, Technik und Bauten. Der neue Präsident von Bechtel China, Inc. ist Sydney B. Ford, ehemals Marketing Manager von Bechtel Civil Minerals, Inc. Gegenwärtig arbeitet Bechtel an Studien für die China National Coal Development Corporation und die China National Offshore Oil Corporation – beides natürlich chinesische kommunistische Organisationen. Es scheint dass Bechtel nun eine ähnliche Rolle spielen wird wie Albert Kahn, Inc. aus Detroit, die Firma die 1928 die ursprünglichen Studien und Planungen unternommen hatte für den ersten Fünf-Jahres-Plan der Sowjetunion.

Das kommunistische China wird ungefähr im Jahr 2000 eine “Supermacht” sein, geschaffen von amerikanischer Technologie und Fähigkeiten. […]

Es besteht kein Zweifel daran dass Bechtel die Aufgabe erfüllt hat. Der ehemalige CIA-Direktor Richard Helms arbeitete für Bechtel, genauso wie Ex-Außenminister George Shultz und Ex-Verteidigungsminister Caspar Weinberger.

Recentr /wikipedia (Creative Commons Attribution-ShareAlike License)

Liked it? Take a second to support AlexBenesch on Patreon!

Related posts

Die offizielle Bilderberg-Teilnehmerliste 2013: Lindner (FDP), Lauk (CDU)

AlexBenesch

Der russische Mafiaboss Alimzhan Tochtachunow und seine Sportsfreunde

AlexBenesch

Der Fall Otto Warmbier: Eine naive Reise für ein paar Selfies

AlexBenesch

4 comments

Avatar
Barraco Barner 7. Mai 2014 at 18:05

@Liberty

“Dass China ohne den Westen heute nicht mal ansatzweise da wäre wo es tatsächlich ist, ist doch völlig klar.”

Absolut richtig, auch hat zB Bill Clinton damals Raketentechnologie nach China verkauft im Gegenzug für Parteispenden (einfach mal bei google suchen).

Was ich mich jedoch Frage is WIESO? WOZU?

Wieso, wozu hat der Westen China dermassen aufgebaut ?

GENAU so war es ja auch schon mit der Sowjet Union: während dem Krieg gab’s Lend Lease und nach dem Krieg verkauften die Engländer ihre high tech Rolls Royce Nene Triebwerke usw.

Wieso, wozu das Ganze und nicht nur einmal sondern zweimal??????

“Entweder sind solche Typen strunzehackeblöd oder es sind bezahlte Einflussagenten, die gegen Bezahlung lügen.”

Es gibt in der Tat paar Leute vom Kaliber Engdahls.

Daniele Ganser in der Schweiz, Lyndon LaRouche und Daniel Craig Roberts in Amerika, Alain Soral in Frankreich usw.

Kann gut sein dass Sie bezahlt werden (Soral zB hat in einem Youtube videovöllig offen behauptet vom Iran finanziert gewesen zu sein), wohl ist auch ein bissel Dummheit/Naivität mit im Spiel…Aber das ist mMn nicht der springende Punkt.

Der springende Punkt ist dass diese Leute meistens ehemalige Kommunisten (von welcher Unterart auch immer) sind.

LaRouche war Trotskyist, Roberts war als Austauschstudent in Moskau währen dem Kalten Krieg, Soral war lange Zeit Mitglied der französischen KP und bekennender Stalinist…

Reply
Avatar
vollbremsung 8. Mai 2014 at 12:08

Warum?

Die Antwort gibt George Orwell´s 1984 direkt in der Einleitung: Minute 1 bis ca. 3

http://www.youtube.com/watch?v=AhfQexLfW3E

Reply
Avatar
H0L0gr4mm 7. Mai 2014 at 14:38

Also ich vestehe auch garnicht, was so schlimm daran wäre, wenn China seine Stellung verliert. Also was dort an Menschenrechtsverletzung jede Minute begangen wird (und zwar richtige Menschenrechtsverletzung) und als Umweltzerstörung, das ist einfach nicht mehr normal.

Reply
Avatar
Liberty 7. Mai 2014 at 13:50

Dass China ohne den Westen heute nicht mal ansatzweise da wäre wo es tatsächlich ist, ist doch völlig klar. In den vergangenen 25 Jahren haben Tausende westlicher Konzerne Fabriken in China errichtet, teilweise sogar mit den dazugehörigen Forschungseinrichtungen. Und das obwohl die Konzerne wussten, dass sie mit chinesischen Firmen Joint-Ventures eingehen mussten, und dass diese chinesischen Firmen höchstwahrscheinlich unter Kontrolle der KP stehen. (Genauso wie die westlichen Konzerne unter der Kontrolle des Banken-Establishments stehen).

Sie wusste also, dass sie sich die Wirtschaftsspionage direkt ins Haus holen und dem “Feind” dadurch Aufbauhilfe verschaffen. Von den gigantischen Produktionskapazitäten, die in China entstanden sind und über die die KP im Kriegsfall für eigene Zwecke verfügen kann, mal ganz abgesehen. Genauso wussten natürlich die westlichen Führer, die CFR-Bonzen etc. was sie damit anrichten. Dennoch haben sie es zugelassen oder sogar angeordnet, diesen Weg zu gehen und damit China zur Supermacht aufzubauen.

Im krassen Gegensatz dazu steht das Gesülze eines William Engdahl mit seinem neuen Reißer “China in Gefahr”, wo er dem Leser allen ernstes einreden will, das westliche Establishment, “die Amis”, wollten jetzt China angreifen und platt machen. Und das nachdem das westliche Establishment China überhaupt erst aufgebaut hat! Entweder sind solche Typen strunzehackeblöd oder es sind bezahlte Einflussagenten, die gegen Bezahlung lügen. Auf jeden Fall ist es vor dem Hintergrund wie China tatsächlich mächtig wurde, eine lächerliche Propagandaente. Vermutlich direkt von Moskau oder Peking aus in die Welt gesetzt.

Selbst wenn die westliche Führung tatsächlich beabsichtigt, China erst aufzubauen um es dann in einem Krieg zu bekämpfen (was tlw. mit dem Dritten Reich ja auch geschah, siehe die Aufbauhilfe durch Standard Oil, ohne die Hitler gar keinen Krieg hätte führen können, oder die Spenden für die NSDAP durch amerikanische Geldgeber), so wäre es zumindest eine krasse Verzerrung der Tatsachen, was Leute wie Engdahl oder die deutschen Kreml-Schoßhündchen so abliefern.

Reply

Leave a Comment

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie einverstanden sind, benutzen Sie die Seite weiter und klicken auf „OK“. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung. OK Datenschutz