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Alexander Benesch

Die Lobbyorganisation German Rifle Association versandte über 360 Briefe an die Kandidaten des EU-Parlaments mit der detaillierten Forderung nach einem Grundrecht auf Waffenbesitz, ähnlich wie es in den USA verankert ist mit dem zweiten Verfassungszusatz. Keine Polizei ist auch nur annähernd in der Lage, die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten in Millionen Wohnungen, Häusern und auf der Straße. Das Recht auf angemessene Selbstverteidigung wird deshalb als “selbst-evidentes Naturrecht” erachtet, was soviel bedeutet wie “jeder Trottel müsste das eigentlich einsehen”.

Nun, nicht alle sehen dies ein:

Der Spitzenkandidat der Grünen zur Europawahl 2014, Sven Giegold, war über die Fragen so empört, dass er unser Anschreiben mit Anlage und seine Antwort auf seiner Webseite platzierte und diese per Twitter und Instagram verteilte.

Von Tuten und Blasen keine Ahnung, trotzdem hat er natürlich eine Meinung zu dem Thema und eine politische Agenda. Lesen sie die Reaktion von Herrn Giegold und die Antworten der German Rifle Association hier.

Laut verschiedenen Schätzungen wurden alleine im 20. Jahrhundert bis zu 200 Millionen Menschen Opfer von Regierungen. In den allermeisten Fällen ging dem Völkermord eine systematische Entwaffnung der designierten Opfer voraus. Zum Opfer kann sowohl ein reicher Unternehmer als auch ein sparsamer Arbeiter werden, gleichermaßen ein Mensch mit “linksliberalen” oder “rechtskonservativen” Einstellungen. Die Schusswaffe ermöglicht eine Machtbalance, welche konventionelle Waffen nicht bieten. Patrick Henry nahm kein Blatt vor den Mund bei seinen Ausführungen über die Wichtigkeit von Selbstverteidigung:

“Bewache mit eifersüchtiger Aufmerksamkeit die öffentliche Freiheit. Verdächtige jeden der sich diesem Juwel nähert. Unglücklicherweise wird nichts außer glatter Gewalt es bewahren. Wann immer man diese Gewalt aufgibt, ist man unvermeidlich ruiniert.”

Patrick Henry, Ratifizierungsversammlung in Virginia, 5. Juni 1788

“Wo und wann existierte Freiheit wenn die Macht des Schwertes und des Geldbeutels von dem Volke aufgegeben wurden?”

Patrick Henry, Ratifizierungsversammlung in Virginia, 9. Juni,1788

Ron Paul über Waffenrecht:

“Niemand hat das Recht, ihnen vorzuschreiben, kein Buch veröffentlichen zu dürfen, weil sie vielleicht jemanden damit verleumden könnten. Niemand schreibt ihnen vor, dass sie kein Automobil besitzen dürfen, weil vielleicht damit ein Unfall passiert. Und niemand sollte ihnen vorschreiben, dass sie keine Schusswaffe besitzen dürfen, weil sie vielleicht missbraucht werden könnte.

Wenn jemand verleumdet wird, kann derjenige vor Gericht ziehen. Wenn jemand mit einem Automobil einen Unfall verursacht, kann das vor Gericht geklärt werden. Genauso ist es mit Schusswaffen. Wird eine missbraucht, ist es eine Angelegenheit für die Gerichte. Leider setzt die Regierung nicht das Gesetz um gegen jene Individuen, die Gewaltverbrechen begehen. 70 Prozent der Verbrechen in diese Land werden von Individuen begangen, die vorbestraft sind.”

“Dieses Gewehr sieht sicherlich gefährlich aus, ist aber nicht im geringsten tödlich, es sei denn ich richte es auf jemanden und betätige den Abzug. Mit den Worten von Thomas Jefferson: Wir sind “von unserem Schöpfer mit bestimmten, unveränderlichen Rechten ausgestattet” und unter diesen Rechten ist dasjenige, um sich selbst zu verteidigen, seine Familie und den eigenen Besitz.

Unglücklicherweise gibt es in jeder Gellschaft diejenigen, die zur Gewalt greifen um zu bekommen, was sie wollen. Man kann unmöglich einen Polizeibamten an jeder Ecke stehen haben um uns zu beschützen, deshalb ist es wichtig das wir auf dem Recht beharren, uns selbst zu verteidigen.

Ich denke es ist wichtig, dass wir den zweiten Verfassungszusatz im Kontext der gesamten Bill of Rights betrachten. Unsere Freiheiten basieren auf der sogenannten libertären Philosophie. Das heißt wir haben das Recht, alles zu besitzen was wir wollen, auch Schusswaffen, solange wir niemand anderem schaden.

Die Verfassung gibt uns dieses Recht. Der beste Weg um dieses Recht zu schützen, ist dessen Ausübung. Wenn wir unsere Freiheit für Sicherheit opfern, verlieren wir beides.”