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Alexander Benesch

Der Focus berichtet über einen brisanten Zeugen, der bereits vor 10 Jahren Nacktfotos von Kindern auf Sebastian Edathys Bundestags-Computer gefunden haben will. Es handle sich um einen IT-Experten, der sich an seinen Vorgesetzten gewandt hätte, der wiederum die Sache der Bundestagsverwaltung mitgeteilt habe. Passiert war offenbar nichts.

Im Jahr 2004 war Edathy bereits seit sechs Jahren Bundestagsabgeordneter für die SPD. Im darauffolgenden Jahr wurde er zum Vorsitzenden des Innenausschusses des Bundestags.

Im Februar des aktuellen Jahres kontaktierte der IT-Experte dann die Staatsanwaltschaft Hannover. Es gibt bisher weder Statements der Staatsanwälte, noch von Edathys Anwalt, noch von dem damals zuständigen IT-Vorgesetzten.

Der Spiegel hatt kürzlich den getürmten Noch-SPD-Politiker in einer „südeuropäischen Kleinstadt“ aufgetrieben. Dort lamentiert er, durch die Bank weg ungerecht behandelt zu sein. Ein „Gegner“ von Kinderpornographie sei er doch. Und zudem nicht einmal pädophil:

„Ich bin nicht pädophil. In der Kunstgeschichte hat der männliche Akt, auch der Kinder- und Jugendakt, eine lange Tradition. Man muss daran keinen Gefallen finden, man darf es aber.“

Edathy hatte sich aber nicht Kunstbände von Michelangelos David oder irgendwelchen alten Ölgemälden von nackten griechischen Göttern bestellt, sondern billige Schundvideos von nackten kleinen Jungs aus Osteuropa von Azov Films. Es ist noch nicht genau enthüllt worden, welche Streifen aus dem breiten Sortiment es genau waren, aber in anderen Ländern wurde entschieden, dass letztendlich doch rechtliche Grenzen überschritten wurden. Azov ist ein Relikt aus den alten Wild-West-Tagen des Internets. Die Betreiber und die Kunden waren naiv genug zu glauben, dass die Legalität gesichert sei. Im Zuge der Ermittlungen weltweit gegen Azov-Kunden stellte sich heraus, dass die Personen ohne Bedenken mit ihren eigenen Kreditkarten und Adressen die Filme bestellt hätten, jedoch oft auch viel härteres Material mit konspirativen Methoden beschafft hatten.

Sebastian Edathy hatte nach der Razzia gegen Azov wohl gehofft, die Sache stillschweigend aus der Welt schaffen zu können. Sein Anwalt habe frühzeitig den Kontakt zu den Behörden gesucht. Später war ein Streit entbrannt um die Frage, wer vom BKA und aus der Politik was wann genau wusste. Die Staatsanwaltschaft rechtfertigte die Durchsuchungen von Edathys privaten und geschäftlichen Räumen mit dem Argument, es gäbe durch die Käufe bei Azov den Verdacht, dass vielleicht noch härteres Material zu finden sei. Die Beschwerden gegen die Durchsuchungen wurden inzwischen abgewiesen.

In den USA gab es auch einen Kunden der Azov-Kinder-Nacktfilme aus der höheren Politik; über diesen Fall wird in der deutschen Presse hartnäckig geschwiegen:

Ryan Loskarn, der Stabschef des US-Senators Lamar Alexander, beging Selbstmord, nachdem auf seinen Computern extremste Kinderpornografie gefunden wurde. In seinem Abschiedsschreiben gab er an, selbst als Kind missbraucht worden zu sein. Die Behörden hatten seine Tür eingebrochen und seine Behausung in Washington D.C. durchsucht. Ermittler erklärten, Loskarn hätte noch versucht, eine Festplatte über ein Dachfenster auf seinem Dach zu verstecken. Zu seinen Sammlungen gehörten Videos mit Titeln wie „6-jähriges Mädchen entführt und in den Wäldern vergewaltigt“. Auch er nahm wohl an, für die Beschaffung der Azov-Filme keine besonderen konspirativen Maßnahmen zu benötigen und bestellte auf seine eigene Adresse.

Loskarns Boss, der Senator Lamar Alexander, war früher einmal Gouverneur von Tennessee und Bildungsminister unter George H.W. Bush, verantwortlich ausgerechnet für die Schulen im Land. Er ist außerdem der Mitbegründer von Bright Horizons Family Solutions, einer Einrichtung die weltweit mehr als 700 Kinderbetreuungszentren betreibt.

Bruce Downsbrough, der ehemalige CEO der University of Tennessee Foundation, bekannte sich 2013 schuldig, Azov-Filme gekauft und Jungs missbraucht zu haben. George Downsbrough Sr. leitete eine Firma (HRB Singer Raytheon) die Technologie an die NSA geliefert hatte. Nachdem ein wichtiger Pädo-Ring in Nebraska in den Fokus von Ermittlungen gerückt war (Franklin-Fall), soll das Netz nach Tennessee umgezogen sein.

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3 comments

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Rolf 9. April 2014 at 2:59

zum Einstieg:

die Kommentare bei:
http://www.publikative.org/2014/04/02/nsu-komplex-braune-familienbande/

die Anmerkungen zu den FAHRRÄDERN
(beste NSU Lach- und Sachgeschichte ever) bei:
http://www.medienanalyse-international.de/doenermorde.html

Reply
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Rolf 8. April 2014 at 4:46

http://friedensblick.de/10995/generalbundesanwalt-range-log-nsu-bundestag/#comment-1916

Generalbundesanwalt Harald Range und BKA-Präsident Jörg Ziercke haben den Bundestags-Innenausschuss seit dem 21.11.2011 angeloggen: Mundlos habe Ruß in der Lunge gehabt, also Böhnhardt erschossen, Feuer gelegt und sich danach selbst gerichtet.

Das war eine Lüge. KEIN Ruß in Mundlos Lunge, und die Leichenfreigabe erfolgte am 18.11.2011, also 3 Tage vor der Ausschuss-Sitzung.

Hätte der Erfurter NSU-Ausschuss nicht vor 2 Wochen die Obduktionsberichte ENDLICH bekommen, würden sie noch heute lügen.

PROBLEM: Die Massenmedien verschweigen die Sensation.

Die alternativen Medien versagen ebenfalls, das ist sehr traurig.

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antifa ist profa 7. April 2014 at 13:00

„Loskarns Boss, der Senator Lamar Alexander, war früher einmal Gouverneur von Tennessee und Bildungsminister unter George H.W. Bush, verantwortlich ausgerechnet für die Schulen im Land. Er ist außerdem der Mitbegründer von Bright Horizons Family Solutions, einer Einrichtung die weltweit mehr als 700 Kinderbetreuungszentren betreibt.“

– Ich seh da zu oben keinen Zusammenhang!

Zu unten kann ich ihne erahnen, aber was interessiert sich schon ein Gouvernante für sowas, der hat doch das FBI dafür!

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