Wie sie sicherstellen, dass sich eine alternative Kommune nicht in die Hölle verwandelt

Foto: Der „Lebensstandard“ abseits der Zivilisation von Alexander Benesch Die Vorstellung wird zum absoluten Renner: Das Leben in der Aussteiger-Kommune inklusive malerischer Mittelalterromantik, edler Landwirtschaft und Handwerk. Endlich kein...

Foto: Der „Lebensstandard“ abseits der Zivilisation

von Alexander Benesch

Die Vorstellung wird zum absoluten Renner: Das Leben in der Aussteiger-Kommune inklusive malerischer Mittelalterromantik, edler Landwirtschaft und Handwerk. Endlich kein Profitstreben mehr, keine Ausbeutung, keine sozialen Unterschiede zwischen den Menschen, keine lärmende und stinkende Industrie mehr. Stattdessen viel Natur, Geborgenheit und Stammesleben. Auf jeden Flecken auf dieser Erde erhebt zwar irgendeine staatliche Seite Ansprüche, trotzdem basteln immer mehr Menschen an ihren eigenen kleinen Welten parallel zu existierenden Systemen und versuchen, sich immer stärker abzukoppeln.

Der geostrategische Analyst Joel Skousen empfiehlt den amerikanischen Bürgern und der ganzen Welt, „Pockets of Liberty“ zu schaffen, alternative Gemeinschaften jeder Größenordnung auf Basis der modernen Rechtsprinzipien, individueller Freiheit und Marktwirtschaft. In Europa ist jedoch ein überwiegender Großteil von allem „Alternativen“, insbesondere die Aussteiger- und Selbstversorger-Szene, stark sozialistisch und esoterisch-theokratisch.

Was passiert tatsächlich in der Praxis, wenn Kommunen oder Gemeinschaften auf sozialistischen oder ähnlichen Ideologien aufgebaut werden? Was passiert konkret, wenn niemand so recht fähig ist, sich selbst und seine Mitmenschen psychologisch einzuschätzen?

Sie landen zu 100% im Mittelalter.

Rollback

Die Vordenker der politischen grünen Strömungen und der Neuen Weltordnung sehnen das Ende der modernen Zivilisation und des halbwegs emanzipierten Menschen herbei, sie wollen den Rollback ins Mittelalter für die Masse, während das Establishment aus der politischen Klasse in hypermodernen Megastädten lebt. Wenn sie jetzt an die Buchreihe „Tribute von Panem“ oder die Verfilmung denken, liegen sie genau richtig. Idiotische Frühsozialisten, verschwurbelte Theoretiker und Faulenzer ohne Realitätsbezug, hatten bereits vor Marx und der industriellen Revolution für ihre utopistischen Traktate über fiktive Bauern-Paradiese Papier und Tinte verschwendet.

Die Bauern, Handwerker und Dienstleister der „guten alten Zeit“ waren mangels kapitalistischer Freiheit und Organisation ausschließlich dazu in der Lage, ihr täglich Brot zu erwirtschaften plus Frondienste für den Adel, also Steuern. Es wurde der heutzutage verteufelte Profit nicht geschaffen, der Mehrwert. Kaum einer konnte sich irgendeinen ernsthaften, ausgedehnten Transport leisten, also produzierte und dienstleistete man lediglich für seine nächste Umgebung. Die einzigen die herumkamen, Innovationen möglich machten und weiterverzweigte Geschäfte ermöglichten, waren die Kaufleute.

Kaufleute schlagen sich nicht gegenseitig und schlagen sich nicht mit ihren Kunden, sie scheren sich nicht um Hautfarbe oder fremde Glauben, sie müssen diplomatisches Geschick besitzen sowie Kenntnisse über viele Kulturen und Sprachen außerhalb des kleindörflichen Muffs. Man hat Kaufleute wegen ihrer stabilisierenden, deeskalierenden Funktion oft verteufelt als Gegenbild zum „kriegerischen Helden“, als vaterlandslose Gesellen. Die Helden hingegen verreckten meistens für die Ambitionen irgendeines Herrschers auf den vielen Schlachtfeldern und hinterließen Witwen und Waisen, während Banker reich wurden.

Alle Menschen können Fleiß, Effektivität und Kreativität in einem freien System mit Privatbesitz schnell und konkret messen, der Profit ist die Restgröße, das was übrig bleibt wenn alle Rechnungen bezahlt sind. In der alten Agrargesellschaft war Wachstum kaum möglich, wenn dann nur extensives. Es konnte mehr produziert werden, aber nur unter erheblich vermehrtem Einsatz von Mensch und Material. Produktion steigt, die Produktivität steigt nicht. Intensves Wachstum liegt nur dann vor, wenn mehr unter Strich entsteht bei gleichem Einsatz oder weniger Einsatz. In den 50 Jahren zwischen 1850 und 1900 gab es dank Kapitalismus, dem freiwilligen Tausch und den freiwilligen Verträgen, eine höhere Steigerung des Lebensstandards als in den 500 Jahren zuvor.

In der Ukraine produzierten nach dem Zerfall der Sowjetunion privat bewirtschaftete Gartenparzellen, die insgesamt nur 14% des bebaubaren Bodens ausmachten, bald 95% der nationalen Kartoffelernte und 82% des Gemüses. Im Unterschied dazu fuhren die neuen Genossenschaften mit ihren altgedienten Partei-Apparatschniks noch miesere Ergebnisse ein als die alten Kolchosen und Sowchosen.

Die Rockefellers und andere Raubbarone haben die freie Marktwirtschaft sehr genau studiert. Nicht weil sie sich der Herrschaft des Rechts unterwerfen und auf faire Weise Geld verdienden wollten, sondern weil sie genau erkunden wollten, wie man die Freiheit am besten sabotieren konnte. Auch in kleinen Kommunen gilt unter sozialistischen, kollektiven Prinzipien Arbeitspflicht. Das heißt bei den Selbstversorgern: 12-Stunden-Arbeitstage oder schlimmer, rauhe Feldarbeit mit oft unzureichenden Werkzeugen, stinkende Viecher, Berge von Exkrementen, blutiges Schlachten, ewige sture Routine, körperliche Abnutzungserscheinungen, hohe Verletzungsgefahr.

Arbeitsverweigerern oder denen, die inmitten von Ineffizienz und Mangel in Gewerkschaftlermanier angenehmere Zeiten und Bedingungen fordern und mit Streik drohen, blühen ernste Strafkonsequenzen. Wenn in der ach so idyllischen Selbstversorgerkommune das Essen ausgeht, diskutiert niemand mit ihnen beim Glas Wein die Feinheiten sozialistischer Literatur. Der freie Mensch, der genug Profit erwirtschaftet, kann sich hingegen Freizeit leisten und sich Freizeit nehmen.

Foto: God bless capitalism!

Lesen sie die idiotischen Frühsozialisten aus Frankreich und fragen sie sich, was das mit der Realität zu tun hat. Vairasse entwarf das fiktive Land der Sevaramben, wo einfach die „Weisesten und Ältesten“ herrschen. Alt bedeutet nicht automatisch kompetent, und der Beweis für Weisheit ist für Vairasse ganz einfach, dass diese Männer einer Führungsposition haben. So etwas nennt man einen Zirkelschluss, dieser kommt ohne Beweise aus, klingt aber für den Mittelalterbürger schlüssig. Jemand hat die Machtposition, weil er weise ist und er ist weise, weil er die Machtposition hat?!? Sklaven aus dem Ausland leisten die schmutzigsten und gefährlichsten Aufgaben, es werden wie durch Zauberhand massig Überschüsse produziert, die dann wie mit der gesegneten Gieskanne an die Menschen umverteilt werden.

Achten sie auch bei der Kommune der sie vielleicht beitreten wollen, auf die Hinweise für eine zentral geplante Zwangserziehung der Kinder. Wenn nicht bereits Kinder ein gesundes Verständnis für Ursache und Wirkung anerzogen bekommen, wird die nächste Generation mitten ins Desaster laufen.

Der Kommunen-Horror

Sie können sich darauf verlassen, dass fast niemand jemals irgendwo erfolgreich über längere Zeit ein wirklich sozialistisches Aussteiger-Projekt hinbekommen hat. Sie werden bei Selbstversorger-Dörfern und Ähnlichem mit ein bisschen Nachforschung schnell entdecken, dass zum Beispiel einiges Geld oder anderweitiger Besitz von Gönnern oder Mitgliedern zugeschossen wird und dass dieses Kapital letztendlich von irgendwem irgendwann unter marktwirtschaftlichen Bedingungen in der realen Welt erarbeitet worden war.

Eines der größten Warnzeichen ist, wenn die Kommune trotz langatmiger Selbstbeweihräucherung keine ganz konkreten Angaben darüber macht, welche Rechte und vor allem Pflichten man dort hat und vor allem: Wie die Einhaltung von beidem in der Praxis umgesetzt wird.

Viele, die noch nicht die ernüchternden und traumatischen Erfahrungen mitgemacht haben, glauben dass alle Aussteiger die einem oberflächlich ähnlich erscheinen, schon irgendwie anständige Menschen wären, die ihre Fähigkeiten und Motivation mitbringen. Stattdessen bringt jeder einzelne auch seine persönlichen Probleme und Schwächen mit und einige kommen einfach nirgends klar, hoffen allerdings dass innerhalb des Aussteigerprojekts „alles einfach anders“ wäre, dass die physikalischen Gesetze aufgehoben wären und sie „neu anfangen“ können, obwohl sie die alten geblieben und unfähig sind, sich weiterzuentwickeln.

Echte Anführer, echte Macher, können sich selbst einschätzen und übernehmen soviel Verantwortung wie sie stemmen können. Sie reißen sich nicht darum, Entscheidungen zu treffen die (noch) ihre Fähigkeiten übersteigen.

Alle Menschen haben die gleichen Rechte, aber die Menschen sind bei weitem nicht alle gleich. Manche sind moralunfähig und tyrannisch, andere sind unterwürfig und anhänglich, wollen Tyrannen. Ist man ein freies Individuum, hat man die Mittel, sich diese Typen vom Hals zu halten. Im Kollektiv erreicht der Abschaum vielleicht eine Mehrheit und kann gegen das Individuum Zwang ausüben.

Libertäre wissen, dass jeder einzelne jeden Tag wechselnde Bewertungen vornimmt, welche Waren, Dienstleistungen oder andere Dinge ihm persönlich wieviel wert sind. So entstehen Preise, nicht durch Planwirtschaft. Man schließt freiwillig Verträge, diese sind einzuhalten sonst folgen Sanktionen. Wer faul, unkooperativ oder narzisstisch ist, mit dem wird bald niemand mehr Verträge abschließen. Jeder hat seinen privaten Besitz den man pflegt und möglichst effektiv einsetzt, um einen Mehrwert zu schaffen.

In der linkssozialistischen Kommune ist das anders. Oft erinnert die Organisationsform an das Buch Lord of the Flies. Lesen sie dieses Werk bevor sie einer Aussteigergemeinschaft beitreten, oder sehen sie den Film „The Beach“.

Man soll meist seinen persönlichen Besitz irgendwie in die Gemeinschaft einbringen, das heißt auf irgendein Konto überweisen oder anderweitig auhändigen. Ist man neu in einer Gruppe, wird man häufig mit Zuneigung und Aufmerksamkeit bombardiert.

Foto: Was wie eine Postkartenidylle aussieht, ist die staubige, kratzige Heuernte bei 35 Grad Celsius

Es ist wie eine Verliebtheitsphase in der das kritische Denken ausgeschaltet wird. Genau dann soll man irgendwelche Dinge unterschreiben oder mündliche Abmachungen eingehen die meist sehr einseitig sind: Man gibt seinen Besitz und seine Rechte ab, geht große Risiken ein und bekommt im Gegenzug leere Versprechungen, die man im Ernstfall nicht juristisch eintreiben kann.

Wird einem gar eine Selbstversorgerparzelle mit Hütte zugewiesen oder verkauft, sollte man auch ganz genau klären, ob und wie man dort einfach hinausgeworfen werden oder zu welchem Preis man wieder verkaufen kann. Konsultieren sie lieber vorher den Anwalt ihres Vertrauens, um die vielen offenen Fragen einschätzen zu können. Besser sie investieren diese Kosten, bevor sie sich in ein idiotisches Abenteuer stürzen, bei dem sie schnell alles verlieren können.

Fallen sie nicht auf die alten Tricks herein vom „Gemeinschaftseigentum“, das angeblich allen gehören würde. Letztendlich kommt es immer darauf an, wer Entscheidungsbefugnis über die Verwendung von Ressourcen und wer welche Konsequenzen zu tragen hat, wenn dabei Fehler gemacht werden.

Denken sie nicht nur daran, was sie mit den an sie umverteilten Gütern anstellen wollen sondern fragen sie: Was passiert konkret in der Praxis wenn jemand versagt, Inkompetenz gezeigt hat? Wer misst wie den Erfolg oder Misserfolg? Vor allem: Wer kann wie die einflussreicheren Entscheidungsträger überwachen und im Fall der Fälle zur Rechenschaft ziehen? Wenn sie keine überzeugende Antwort und keine handfesten, einklagbaren Zusicherungen bekommen, lassen sie es bleiben! Wenn man ihnen gesunde Zweifel als „negatives“ Denken oder schlechte Schwingungen auslegt, lassen sie es bleiben!

Wissen sie wieviele Gruppierungen, deren Mitglieder nicht ein hohes Maß an Reife und psychosozialer Kompetenz aufweisen, früher oder später zu einem Unterdrückungsapparat degenerieren? Alle. Der Autor kennt persönlich mehrere Menschen, die auf der ganzen Welt Jahre in verschiedenen solchen Gemeinschaften gelebt haben und sie hätten genug Material für 100 Romane und Kinofilme. Gemeinschaften mit esoterischer Tradition wo weibliche Kritiker geschlagen und isoliert wurden. Wo Widerspruch als Dämonenbesessenheit bezeichnet wurde. Wo für das konstante Versagen des Führers und seiner Familie die schlechten Schwingungen anderer, Chemtrails und unbelegbare Verschwörungen verantwortlich gemacht wurden. Wo gutgläubige Naivlinge notfallmedizinische Behandlung ablehnten und heute unter der Erde verrotten. Wo erbärmliche Versager immer neue Opfer anlockten mit blumigen Kontaktanzeigen in esoterischen und ökologischen Zeitschriften. Wo ein Vater von drei kleinen Kindern, ehemals Unternehmer, von einer Kuh an den Kopf getreten wurde und an einer Hirnblutung starb.

Der typische Kommunenführer, der Guru, hat sein Startkapital, welches ihm neben anderen Faktoren seine Macht verleiht, wahrscheinlich einfach geerbt oder er hat es ehemaligen oder gegenwärtigen leichtgläubigen Rekruten unter massig leeren Versprechungen abgeschwatzt. Manchmal wurde es natürlich auch mit „profanen“, mehr oder minder zweifelhaften Geschäften verdient. Der Guru ist unglaublich ineffektiv oder faul, gibt aber vor, pausenlos zu arbeiten. „Seinem“ niederen Volk überlässt er alles was schmutzig, eintönig und gefährlich ist.

Sein Ziel ist nicht wie er behauptet, eine bessere kleine Welt zu bauen, sondern endlich einmal selbst eine kleine Welt zu beherrschen, in der er seine Persönlichkeitsstörung ausleben, Zwang ausüben, Bewunderung einheimsen und jungen Mädchen nachsteigen kann. Vielleicht hat er schon 8 Kinder in die Welt gesetzt und bekommt achtfach Kindergeld und andere Leistungen von dem Staat, den er in der Öffentlichkeit verteufelt. Zeugt er mit Kommunenmitgliedern weitere Kinder, wird er den Teufel tun und nachts aufstehen und Windeln wechseln.

Der Guru braucht immer frisches Geld um die ständigen Verluste seiner inkompetenten Organisation auszugleichen, also bedrängen er und seine ideologisch stramm gefestigten Co-Tyrannen jeden, irgendwoher neues Geld heranzuschaffen. Das heißt Konten plündern, Sachwerte verhökern, den Eltern Geld abschwatzen. Ist ein Kommunenmitglied verletzt und benötigt kostenintensive Behandlung? Dafür ist dann kein Geld da. Oder es könnte ungewollte staatliche Aufmerksamkeit auf den Unfall lenken. Dagegen frönt der Guru dem Luxus und weil er zwei linke Hände hat, fasst er nichts an was scharf oder spitz ist. Schlägt er seine Frau, benutzt er Gewalt gegen Kritiker, wird das zum wütend verteidigten Staatsgeheimnis.

Hüttenkoller und Fronarbeit

Der Guru ist neidisch und missgünstig gegenüber jedweder Loyalität, die seine Untertanen untereinander pflegen, deshalb wird das Spitzeltum gefördert, Misstrauen und Verehrung des Führers. Die Privatsphäre und Freizeit der Untertanen werden auf ein Minimum reduziert. Ein müdes Volk ist kein aufmüpfiges Volk. Isolation ist ein weiterer bedeutender Faktor. Wenn jede höhere Zivilisation, jeder moderne Luxus, jede andere Lebensweise als dekadent und schlecht gilt, hat man irgendwann keine Vergleichsmöglichkeiten mehr um zu beurteilen, wie schlecht man es eigentlich hat. Je mehr Zeit, Geld und Energie bereits investiert wurden, umso mehr fürchtet man, die Gruppe wieder zu verlassen. Also schuftet man weiter auf den Feldern. Die Mitglieder der Jonestown-Sekte waren in ihrem Delirium noch stolz darauf, eigentlich kaum noch zu schlafen.

Politik über die Kommune hinaus

Der Kommunenguru weiß, dass er nicht die Truppen aufbieten kann, um sich und sein Reich für völlig unabhängig zu erklären. Weil er nie wieder seine Ausbeuter-Position aufgeben will, ist er bereit sich und alle Prinzipien die die Kommune nach innen und außen propagiert, über den Haufen zu werfen und sich in ein größeres Machtgeflecht einzureihen. Aus der „unabhängigen“ Gemeinschaft wird schnell die vom obersten Sowjet (Rat) verwaltete Sklavenparzelle.

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Zivilschutz
45 Comments on this post.
  • Lily
    22 Dezember 2013 at 2:45
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    Der Artikel sugeriert, dass ich das Geld für mein Land nicht selber erarbeitet hätte wie Alle? Dass ich faul, ein Guru und Tyrann bin? Dass zusammenleben in einer Gruppe ein Muff ist? Dass meine Tiere und Lamas stinken? Und warum reicht es nicht, wenn man hat was man braucht? Wenn ich 6 mal soviel nehme wie ich brauche; wird dann unser Planet Erde auch 6 mal so gross?

    Vor Jahren habe ich Land gekauft und meine Eltern, mein Bruder und nahe Freunde eingeladen ebenfalls hinzuzuiehen. Jeder hat seinen eigenes kleines Häuschen oder Wohnwagen und darum herum „sein Gärtchen“. Die Gebäude zu reparieren, den Boden fruchtbar zu machen und Erfahrungen zu sammeln, braucht jedoch Zeit und Geld. So dass bis jetzt Alle von uns ihre bisherigen Jobs noch behielten; mehrere haben reduziert. – Ja, man steckt sicher beim Kompfort ein und hat eine Doppelbelastung. Aber es macht auch Spass und das eigene Gemüse schmeckt einfach toll! Ich geniesse es auch um meine Tiere herum zu sein, durch den Wald zu streifen… Der Tag richtet sich nach Sonnenauf-und untergang. – Ausserdem braucht man auch Ruhe und Erholung. (Was meint der Artikel mit: „12 und mehr Stunden arbeiten“… aussert bei dringender Ernte – unterbinden wir soetwas!)

    Meine bisherige Erfahrung in der Gemeinschaft ist folgende:
    A) Es ist extrem wichtig, den Zweck, Motivation und Philosophie des Projektes genau zu Kommunizieren.
    B) Jeder braucht seine Privatsphäre, seinen Besitz etc
    C) Es ist sehr wichtig die Motivation und Anschung der Einzelnen für das Mitmachen zu verstehen.
    D) Da das Ziel des Projektes nicht 100% mit dem der verschiedenen Parteien übereinstimmen kann, sollten die Differnezen/Kompromisse gemeinsam diskutiert werden.
    E) Es sollte „neutrale“ Plätze/Orte geben, an denen man zusammen kommen kann (aber nicht muss), z.B. zum Essen oder für einen „Schwatz“.
    F) Es wird zu Konflikten kommen die man nicht so einfach mal beim Abendessen in gemeinsamer Runde lösen kann. – Wie werden diese gelöst? Abstimmung? Welche Regeln? Nicht ganz einfach… Die Lösung sollte dann notiert werden, damit dise verbindlich festgehalten ist.

    Ich persönlich glaube, dass in der Selbstversorger-Lebensweise der Schlüssel für diese Probleme liegt. Ausserdem steigert es die selbständige Initiativen und das Verantwortungsgefühl. Ich fühle mich auch sicherer und ruhiger seit wir das Land haben.

    Leute die fragen ob sie dazu kommen könnten, empfehle ich, sich Land in der Umgebung zu kaufen, damit man Wissen und Unterstützung/Werkzeuge austauschen kann.

  • Tino Ermisch
    24 Juli 2013 at 10:02
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    Aua, dass tut einfach alles nur weh!

    • Thom
      6 Dezember 2013 at 13:24
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      “ Es wurde der heutzutage verteufelte Profit nicht geschaffen, der Mehrwert. “

      Der Profit bzw. Mehrwert wird zurecht verteufelt.
      Er ist nämlich die Grundlage dafür, das Faulenzer, Gurus, Tyrannen, Märkte und Kapitalismus usw. überhaupt existieren können.
      Nachhaltig und dauerhaft ohne Gurus und Tyrannen existieren nur Gemeinschaften, die keinen Mehrwert produzieren, die sich irgendwer aneignen kann.
      Sobald eine Gemeinschaft/Gesellschaft darauf ausgelegt ist, einen Mehrwert zu produzieren, werden sich zwangsläufig Schmarotzer einstellen.

  • Jay
    15 Juli 2013 at 17:12
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    Sehr guter Artikel, der einige der größeren Probleme von „Scheinautarken Kleingesellschaften“ deutlich aufzeigt.

    Eine kleine Anmerkung aber zu diesem Satz:
    „In den 50 Jahren zwischen 1850 und 1900 gab es dank Kapitalismus, dem freiwilligen Tausch und den freiwilligen Verträgen, eine höhere Steigerung des Lebensstandards als in den 500 Jahren zuvor.“

    Ich streite nicht ab, dass die Errungenschaften der Industrialisierung Folgen des Kapitalismus waren, aber die enorme Steigerung des Lebensstandards ging eben primär von der Automatisierung (die in den 5000 Jahren Kapitalismus zuvor nicht erreicht werden konnte) aus.

    Will heißen -> hätten wir die Dampfmaschine 200 Jahre früher oder später „erfunden“, hätte eben genau dann die Steigerung des Lebensstandards eingesetzt. Mit Kapitalismus an sich hat das nur sekundär zu tun.

  • Hans Steinle
    23 Januar 2013 at 7:05
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    Ein gemütliches Leben in einer Sippschaft oder ähnliches funktioniert nur wenn man ein freies Energie (Raumenergie) gerät zusammenbastelt und auf übermässigen Fleischverzehr verzichtet. Das heisst von einer Gartenlandschaft (Permakultur) überwiegend lebt und nur Kleinvieh akzeptiert. Ziege, Huhn und Fisch.

    Raumenergie kann schon ein einfacher Flettnerrotor auskoppeln. Siehe Internet. In einer kleinen Gruppe braucht man auch keinen Führer. Ausgenommen in einer Notsituation. Geistige Reife und Selbstverantwortung kann ein Erziehungsprogramm sein. Geld braucht man in einer übersichtlichen Gruppe nicht. Für den Gelderwerb einer Gruppe kann man ein gemeinschaftliches Projekt aufziehen wo jeder vielleicht 10 Stunden in der Woche gemeinschaftliches Geben praktiziert. Gib so wird dir gegeben in der Praxis.

    Es gibt schon viele funktionierende Beispiele wo man sich anregen lassen kann. Also nicht gleich aufgeben. Ohne Visionen wird die Welt nicht besser werden. Und ohne experimentelles Handeln schon gar nicht.

    • Freigeist
      24 Januar 2013 at 21:55
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      Für alle anderen: Er startet gleich mal mit Unbewiesenem(Raumenergie), der Versprechung anstrengungsloser Quellen für Wohlstand und geht dann zum nachhaltigkeits Kollektivismus ergo ,alle dürfen nicht übermäßig Fleisch essen. Wie das Wort Übermäßig‘ definiert wird, findet man erst heraus, wenn man aus der Geschichte nicht mehr so leicht rauskommt.

      Finger weg von solchen Kandidaten.

      • Guido
        25 Januar 2013 at 0:39

        Prof. Turtur ist kein Betrüger.

      • Liane
        27 Januar 2013 at 3:05

        Man braucht Irrtümern auch nicht zwingend Arglist zu unterstellen 😉

  • malatesa
    21 Januar 2013 at 7:53
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    Gute und realistische Einschätzung. Lesenswert

  • blechtrommler
    20 Januar 2013 at 19:32
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    Noch ist aber nicht aller Tage Abend. Und ist der (Zwischen-) Handel erst abgeschafft, weil keiner mehr die Zahlung leisten kann (und Highfeedprodukte und Bundeswehrstiefel verzehrt) werden wir schon sehen, ob der Niesreiz beim Heueinfahren oder das stinkende Vieh nicht ein Labsaal sind für affektierte Nas‘!

    • blechtrommler
      20 Januar 2013 at 19:36
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      …und ist es unstatthaft, Kommunenleben mit einer agrarisch dominierten Diktatur („Guru“, etc.) zu vergleichen. Pappkameraden

    • Tony Ledo
      20 Januar 2013 at 21:11
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      Was sind denn „Nas“? Habe ich noch nie gehört. Ich kenne „Schmocks“, „Krawatten“, und … fälltm8ir gerade nix mehr ein.

      • blechtrommler
        21 Januar 2013 at 10:59

        Nasen, ich Nase…

  • forward
    20 Januar 2013 at 17:26
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  • ASTRO-WOLF
    20 Januar 2013 at 16:34
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    Die Realität spielt sich irgendwo in der Mitte ab – es ist weder völlig negativ noch absolut positiv. Tatsache ist leider, dass etliche ziemlich naiv auf der Suche nach einer ERSATZFAMILIE vorgehen – und dann recht schnell einem „Hinterhof-Adolf“ auf den Leim gehen….

    Bedenken wir aber, dass sich nach dem kommenden Crash aus Not zahllose bunt zusammen gewürfelte „Schicksalskommunen“ ergeben werden, da ein Großteil der Menschen sich weder Haus noch Wohnung leisten werden können. (10 Singles unter einem großen Dach spart richtig!)

    In den letzten Jahrzehnten wurden wir IM INTERESSE DER WIRTSCHAFT in unzählige Single-Haushalte getrennt – und sind vielfach sehr einsam und unglücklich. Der Mensch ist eben ein soziales Wesen – aber eben kein sozialistisches….

    Somit wird die Kommune (m.E.) wie in alter Zeit DIE boomende Lebensgemeinschaftsform der Zukunft sein!?!

  • forward
    20 Januar 2013 at 16:24
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  • Guido
    20 Januar 2013 at 14:12
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    Der Libertäre ist so hoffnungslos in dem inszenierten Links-Rechts-Denken gefangen.

    „Protest!! Das sind doch die anderen. Ich bin doch gar nicht Rechts.“

    Ok, dann ist er eben im Links-Mitte-Schema gefangen.

    • Oliver
      20 Januar 2013 at 14:42
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      Wenn du dich mal klar ausdrücken würdest, könnte man ungefähr verstehen, worauf du hinaus willst.

      • Guido
        20 Januar 2013 at 21:24

        Die Menschen sind ideologisiert und mittels psychologischer Methoden in verschiedene Lager aufgespalten. Sie suchen den Feind jeweils in der anderen Ideologie. Das ist das Teile-und-Herrsche-Prinzip. Die Linken mögen die Rechten nicht und umgekehrt.

      • Guido
        25 Januar 2013 at 0:28

        @Freigeist
        „grün verdrehten Schwachsinn“

        Dann waren die Menschen wohl hunderttausende Jahre lang schwachsinnig.

    • blechtrommler
      20 Januar 2013 at 18:14
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      Ich habs verstanden, und stimm Dir zu. Wieder nur Verhinderungsideologie…

      • blechtrommler
        20 Januar 2013 at 18:17

        Das Theoretisieren dreht sich fruchtlos im Kreise

  • Guido
    20 Januar 2013 at 13:49
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    Für den geübten Ureinwohner ist die Nahrungssuche kaum aufwändiger als ein Gang zum Kühlschrank. Danach bastelt er noch etwas an seinem Haus herum. In 1h ist alles erledigt und es bleiben noch 23h zum Musikmachen.

    Arbeitsteilung und modernste Maschinen ermöglichen es uns heute, die Arbeitszeit um das Dutzendfache auszudehnen. Oder habe ich hier irgendwas nicht verstanden?

    • Oliver
      20 Januar 2013 at 14:40
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      Dein geübter Ureinwohner kennt keinen Winter, denn er wohnt wahrscheinlich in den Tropen, wo an jedem zweiten Baum eine reife Mango hängt und es so wenige Konkurenzureinwohner gibt, daß sich keine Zwei um die gleiche Mango streiten müssen.

      • Guido
        20 Januar 2013 at 21:08

        Der Mensch ist sehr flexibel, was Nahrung betrifft. Mit einfacher Verarbeitung wie kochen oder mixen kann er das Nahrungsspektrum nochmal erheblich erweitern. Auch Blätter und Gräser sind möglich, die es bekanntlich überall gibt. Man muss wissen, was auf welche Weise essbar ist. Jedes Tier weiß das, ausgenommen der zivilisierte Mensch.

      • Oliver
        21 Januar 2013 at 10:23

        Mal ehrlich, kannst du dir 80 Millionen Menschen vorstellen, die im Winter auf der Suche nach Gras und Baumrinde sind? Sie würden als erstes all Viecher aufessen und dann würde mancher im Sommer darauf kommen, daß es schlau wäre für den nächsten Winter vorzusorgen. Er müßte also im Sommer soviel Mehr produzieren (vielleicht das Doppelte), daß es für den Winter reicht… Denn wer will schon von Ort zu Ort ziehen wie eine Herde Reentiere?

      • Guido
        21 Januar 2013 at 13:28

        Warum umherziehen? Man benutzt einfach die unzerstörte Natur um sich herum als Nahrungsquelle. Die meisten Flächen sind jedoch durch Land-und Forstwirtschaft zerstört bzw. nicht im ursprünglichen Zustand. Diese Flächen kann man in eine Art Permakultur verwandeln. D.h. ein System mit großer Artenfielfalt, an die Natur angelehnt, das sich nur mit minimalem Pflegeaufwand selbst erhält und für jeden als Nahrungsquelle dient. Und wer keine Lust hat, Äpfel zu pflücken, kann einen Bauern beauftragen, der dann für 100 Leute die gewünschte Nahrung aus dem Wald holt.
        Ja, für den Winter sollte man auch Nahrung einlagern, zumindest in bestimmten Breitengraden.

    • Tony Ledo
      20 Januar 2013 at 15:00
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      @Guido – für welchen geübten Ureinwohner? Den in Sibirien? Wohl kaum! Den also im Amazonas-Gebiet, schätze ich. Leider nicht auf unsere Breitengrade übertragbar, auch geht es nicht um die Cro Magnon-Menschen, die nach Schätzungen von Experten etwa 4 Stunden zur Nahrungsbeschaffung täglich aufwenden mußten, was vor Allem mit ihrem Nomaden-Leben zu tun hatte, das sie immer in Nähe der wandernden Tierhorden hielt. Landwirtschaft ist aber etwas ganz anderes. Versuche einmal durch Landwirtschaft einen ausreichenden Winter-Vorrat für dich und deine Tiere zu beschaffen, dann weißt du, dass das mit ein oder zwei Sunden täglich nicht zu machen ist. Berechne mal auf 10 Jahre witterungs- und dummheitsbedingte Ernteausfälle und Schäden durch unsachgemäße Lagerungen, dann bekommst du ein Gefühl dafür, was es heißt, überaktiv vor Hunger zu werden. Ganz zu schweigen von der Vorsorge für die Heizung in den Kälteperioden.

      Dennoch, davon bin ich überzeugt, kann ein gut organisiertes und gründlich betriebenes Leben auf Grundlage einer Substenzwirtschaft befriedigender sein, als tägliche 8 – 10 Stunden monotone Kopfarbeit in einem Büro-Job, der zum Sinn des eigenen Lebens nichts beiträgt außer der Befriedigung aus der seltsamen Sinnverdrehung für den quantitativen Verbrauch von Lebenszeit Geld bekommen zu haben mit dem Zweck, sich Feierabends vermeintlich qualitative Lebenszeit kaufen zu können.

      „Arbeitsteilung und modernste Maschinen ermöglichen es uns heute, die Arbeitszeit um das Dutzendfache auszudehnen. Oder habe ich hier irgendwas nicht verstanden?“

      Eigentlich auch eine Verdrehung. Instinktiv würde ich mit „Ja“ antworten,- leider falsch verstanden! In Einzelfällen mag das aber so sein, dass Arbeitszeit ausgedehnt wird – gilt wahrscheinlich nur für Beamten-Apperate. Ein Unternehmer wäre ja total bescheuert die Arbeitszeit seiner Angestellten und Arbeiter künstlich zu verlängern.

      Den Sinn des Artikels von Alex habe ich derweil immer noch nicht durchschaut.
      .

      • Guido
        20 Januar 2013 at 20:12

        Dass mit der ‚ausgedehnten‘ Arbeitszeit war ironisch gemeint. Wir arbeiten heute mehr trotz moderner Maschinen.

        Und was Landwirtschaft betrifft, so ist die effektivste Landwirtschaft gar keine Landwirtschaft.

      • Unschubladisierbarer
        21 Januar 2013 at 22:16

        Ob wir heute mehr arbeiten, kommt darauf an, womit man vergleicht und was genau man damit meint. Quantitativ und/oder qualitativ, also mehr Stunden und/oder höhere Leistung je Zeiteinheit?

        Gegenüber 1950 hat sich die Lebensarbeitszeit (wo dann auch späterer Eintritt ins Erwerbsleben, mehr Jahresurlaub, Frühverrentung usw. miteingerechnet ist und nicht nur die Verkürzung der Wochenarbeitszeit) nach meiner überschlägigen Berechnung (die Datenbasis ist stellenweise recht dürftig) um 30-35 % verringert.

        Die Produktivität je Erwerbstätigenstunde (inkl. Selbständige) ist seit 1950 vor allem wg. Automatisierung auf etwa das 8,5-fache gestiegen (lt. stat. Bundesamt)! Gute Frage: Warum arbeiten wir heute mehr als ein 8,5-tel der Stunden unserer Grosseltern 1950??? (Bei angenommenen 50 Std. 1950 wären das gerade mal ca. 6 Std., pro Woche wohlgemerkt!!)

        Die Antwort ist mir grossteils bekannt und einigermassen komplex, nur soviel: Rational und ökonomisch ist hier das wenigste, vielmehr sozio- und sonstwie psychologisch (Stichworte: Selbstdefinition, Selbstwert, protestantische Arbeitsethik, mangelhafte Kompetenz, Autonomie und Disziplin in Bezug auf Lebenszeiteinsatz als zentraler Faktor der Lebensführung).

        Dass 1950 Wiederaufbau, beginnendes Wirtschaftswunder und ungesättigte Märkte vorlagen, heute jedoch gesättigte Märkte, Krise und Rezessionen, verschärft die Diskrepanz in dieser Betrachtung noch.

      • whatever
        27 Juli 2013 at 15:17

        ich versteh den text von alex als eine kritik/distanzierung an den sogenannten gutmenschen/ pseudo-weltverbesserern und vor allem spirituell-geöffneten menschen, letzterer wird als besonders gefährdet betrachtet…

        alex ist (vermtl. aus leicht verständlichen gründen, die sein beruf mit sich bringt) schon sehr dominiert von einer fixierung auf sachinhalte/fußnoten und lässt nicht viel platz für diese seltsamen spinner, die von reiner logik/“vernunft“ nicht satt werden wollen und sich daher in nicht abgesicherte bereiche begeben müssen, auf der suche nach der klärung ihrer existenziellsten fragen.

  • Specht
    20 Januar 2013 at 12:52
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  • Guido
    20 Januar 2013 at 12:36
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    Viel IDEOlogische Phrasendrescherei. Was ein Libertärer mit ’sozialistisch‘ meint, weiß ich bis heute nicht. Wohl was schlechtes. Das hört man raus. Ist eine Familie eigentlich sozialistisch? Ist eine Urgesellschaft sozialistisch oder doch eher kapitalistisch?

    Was in der ’sozialistischen‘ Kommune der Guru ist, ist in der sogenannten Marktwirtschaft, der Anführer eines kriminellen Netzwerkes. Letzteren kann ich aber gar nicht bekämpfen, weil er im Verborgenen agiert.

    • Oliver
      20 Januar 2013 at 14:55
      Leave a Reply

      Du hast anscheinend keine Ahnung vom Sozialismus. Man muß nicht libertär sein, um zu wissen was mit Sozialismus gemeint ist. Im Wesentlichen sind es drei Dinge: 1. Abschaffung eines intakten Preisfindungsmarktes (Planwirtschaft), 2. Abschaffung von unternehmerischem Privateigentum in beliebiger Größe (Volkseigentum an Produktionsmitteln) und 3. „Vollbeschäftigung“ und Sozialisierung von Risiken aller Art (Kollektivismus)

      1. führt dazu das die Qualität aller Produkte zum Kotzen ist
      2. führt dazu, daß niemand auch nur im Ansatz seine innovativen Ideen der Gesellschaft preisgibt (wofür auch)
      3. führt dazu, daß jeder nur so wenig wie möglich „arbeitet“ und ziemlich regelmäßig die etwas besseren Dinge „vom Hänger fallen“ werden (für das innovative Privatleben)

      • Niko
        21 Januar 2013 at 18:44

        sehr schön zusammengefasst

  • Guy Fawkes
    20 Januar 2013 at 11:50
    Leave a Reply

    Vielen Dank – sehr guter Artikel und trifft zu 100% zu.

    Besonders der Vergleich zum „Herr der Fliegen“, genau so isses!

    Ich schließe mit Ayn Rand:

    Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren.

  • Tonxy Ledo
    19 Januar 2013 at 22:11
    Leave a Reply

    Warum sollte ein halbwegs bei klaren Sinnen befindlicher Mensch überhaupt einer mittelalterlich lebenden Kommune beitreten wollen?

    So hört sich das doch an: „Foto: Was wie eine Postkartenidylle aussieht, ist die staubige, kratzige Heuernte bei 35 Grad Celsius“

    Au Backe – Heuernete mit Pferd und Heuwagen. Aber mal dazwischen gefragt, wäre das schlimm fürden gemeinen Libertären, wenn Arbeit auch mal wehtut?

    Doch zurück zur anfänglich gestellten Frage – also, offensichtlich etwas verrückte Leute, die einer mittelalterlichen Kommune beitreten wollen, gucken die recent,r? Ich glaube kaum. Wer von denen, die recent.r frequentieren, würden das tun wollen und warum schauen sie dann recent.r? Ich meine, so leben zu wollen, wie das hier dargestellt wird – “ Das heißt bei den Selbstversorgern: 12-Stunden-Arbeitstage oder schlimmer, rauhe Feldarbeit mit oft unzureichenden Werkzeugen, stinkende Viecher, Berge von Exkrementen, blutiges Schlachten, ewige sture Routine, körperliche Abnutzungserscheinungen, hohe Verletzungsgefahr.“ – heißt auch in einer Art Sekte leben,die sich von den Möglichkeiten des „normalen“ Lebens bereits verabschiedet hat und den Anschluss nicht mehr sucht.

    Appeliert der Beitrag an die Naiven unter vielleicht 2% an recent.r-Zuschauern und ist das überhaupt alles so ein Problem, dass das einen ganzen Artikel erfordert?

    Mir ist das jedenfalls alles egal und ich habe gerade eigentlich nur Langeweile …..

  • Renaturierer
    19 Januar 2013 at 21:06
    Leave a Reply

    Blödsinn der gesamte Beitrag. Warst du schon mal auf eine funktionierenden Hof, Kommune oder wie immer du das nennen möchtest. scheinbar nicht, solltest du mal tun.

    • Geran
      20 Januar 2013 at 8:30
      Leave a Reply

      Bitte den Artikel genau lesen. Im oberen Absatz steht eindeutig die Aussage das Alternativen funktionieren, wenn die unten von Alex genannten Gefahren erkannt und die aufgezählten Fehler eben NICHT gemacht werden. Seine Absicht ist ja gerade den Menschen zu HELFEN nicht immer wieder die gleichen Fehler zu machen. An dieser Stelle: DANKE ALEX! Wieviele sind so mutig und freiwillig bereit seinen Mitmenschen zu helfen ?

      • blechtrommler
        20 Januar 2013 at 19:51

        Oh Gott Geran, wenn Dir schon dies half, wieviel Hilfe hast Du erst noch nötig!

      • Geran
        21 Januar 2013 at 15:54

        Oh Gott Blechtrommler,

        Wie kannst Du denn helfen ?
        Oder ist es nur Blech was trommelt ?

      • blechtrommler
        21 Januar 2013 at 22:27

        Ja, war nur das Blech; war frustriert über A. B. und habs an „Dir“ ausgelassen;

      • Niko
        21 Januar 2013 at 18:42

        Ja , das steht im obersten Absatz , der Artikel klingt aber ganz anderst und diese Einleitung ist wohl mehr oder weniger nur ein Schutz vor Kritik in die Richtung….

  • Wahnuel
    19 Januar 2013 at 19:34
    Leave a Reply

    Mir ist ein Minityrann, gegen den ich einen wütenden Mob mit Mistgabeln aufhetzen kann immer noch lieber, als einer, der unsichtbar und dazu noch unangreifbar ist… nur so am Rande…

  • forward
    19 Januar 2013 at 16:23
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