Outline_Map_of_Crimea-640

Von G&P, aus dem Russischen übersetzt

Der erste Vertrag wurde unterschrieben. Die ersten 100 Hektar werden mit chinesischen Arbeitskräften bewirtschaftet, laut Vertrag. Dieses Gebiet werden über 2.5 Millionen Chinesen bewohnen. Diese Chinesen sind die Volksbefreiungsarmee!

Nicht weit von dem Kurort Saky wollen chinesische Investoren einen gigantischen Hafen bauen lassen. Das Wasserbecken soll eine tiefe bis zu 25 Meter haben. Dazu wird das Festland ausgebuddelt werden. Es sollen die größten Schiffe mit einer maximalen Tiefe andocken können, die die Ozeane durchqueren. Damit das möglich sein kann, ist ein 9 km langer Kanal nötig.

Am Ufer werden eine Reihe von Frachtterminals entstehen und das Wichtigste – Getreidesilos für 20 Millionen Tonnen. Der Bau startet schon in diesem Jahr. Der erste Teil des Projekts für 3 Milliarden Dollar soll in 4-5 Jahren beendet werden.

Aus offiziellen Stellen wird bekräftigt, dass der Hafen nicht nur auf Getreide spezialisiert wird – angeblich auch für Pkws und Ausrüstung, die in der Nähe vom Hafen hergestellt werden. Diese Industrie existiert nicht und wird wohl auch in Zukunft wohl kaum gebaut. China wird aber Krim und den Süden Ukraine in seine Rohstoff-Base verwandeln und daraus Getreide und Mais exportieren. Genauer gesagt, in eigene Wirtschaftskolonie.

“Der Hafen wird für den Export der Getreide aus Krim gebaut, wo man den Chinesen eine langfristige Verpachtung von rund 160 Tausend Hektar Land versprochen hat, wo diese Getreide und Mais anbauen werden,”

laut Politikwissenschaftler Sergej Kiselev. Die Pächter verkünden schon, dass man von dieser Fläche einen Ertrag von 8 Millionen Tonnen beabsichtige.

In Wirklichkeit erntete man in den besten Jahren auf ganz Krim etwas mehr als 2 Millionen Tonnen Getreide. Man erwarte nicht nur deshalb einen viel höheren Ertrag wegen Tröpfchenbewässerung, sondern weil man unglaubliche Mengen an Dünger hinzugeben wird – so wie an allen verpachteten Feldern der Welt. Im Endeffekt führt das zu einer völligen Erschöpfung der Erde, Ungleichgewicht von Chemismus (chemische Struktur bzw. Zusammensetzung), Verschmutzung des Trinkwassers usw.

[Ich hatte mit meinen Eltern Mal über Chinesen in Russland geguckt, die illegal gewohnt haben und Gemüse angebaut hatten. Die wurden hochgenommen. Die haben so viel Chemikalien in den Boden gedrückt, viele nicht zugelassen.]

Der kolonistische Port wird praktisch unsere ganze Kurorte zerstören.

“Für den Vergleich; für den ehemaligen Sowjet-Marinestützpunkt “Donuslaw” wurde der Kanal auf insgesamt 12 Meter vertieft. Der Kanal muss ständig gesäubert werden, da der Sand aus dem Meer diesen “verstopft”. Der 25 Meter tiefe Kanal wird aber sicherlich den westlichen Strand zerstören. In erster Linie wird der berühmte Ort Jewpatorija darunter leiden, denn die “Goldene Strände” bleiben uns dann nur in Erinnerung”, meint der stellvertretende Direktor des Instituts der GUS-Länder, Oleg Rodivilov.

Weiter meint man, dass das Ganze eine große Belastung für die Atmosphäre wäre.

Negativ haben sich auch Ökologie-Wissenschaftler ausgesprochen. Jegliche Vertiefung des Grundes wird die Strände zerstören. Schon jetzt sieht man negative Auswirkungen durch den See Donuslaw.

Das Bizarre ist, dass weder der Investor noch die Entwickler des Projekts auf dem Gebiet des Hafenbaus Erfahrung haben. Das zeigt auch die Auswahl des Gebietes für den Bau.

Man verriet, dass der Investor auch den Zuschlag für den Bau des “Panamakanal 2.0” (Nicaragua-Kanal) erhalten hat. Man will diesen Kanal durch die Süßwassersee Nicaraguasee bauen lassen. Dessen Gewässer sind die größten Mittelamerikas und 2. größten der Lateinamerikas. Greenpeace meint, dass die Süßwassersee dann “verloren” geht.

Zusätzlich gibt man den Chinesen eine Bucht und einen Fischerhafen.

Der Vizeminister der Krim macht schmackhaft auf neue Arbeitsplätze. Doch wer bekommt diese im Endeffekt? Derzeit gibt es nicht viele bereitwillige Bauern, obwohl die Agrarpolitik auf der Krim sehr schwach ist. Man schafft gerade so, die Saat zu säen. Geerntet wird von den Türken, die eigene Fahrzeuge und Maschinen bringen.

Der Pachtvertrag beläuft sich auf mindestens 50 Jahre. Nach dem Ablauf bis Unendlichkeit.

Das ist der Investor

Chinese will Tiefwasserhafen auf der Krim bauen

http://www.youtube.com/watch?v=3ydfJhryPdg

Original-Artikel

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22 comments

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Anti-Desinform 17. März 2014 at 12:29

Daß die Chinesen überall auf der Welt Ackerland kaufen ist nicht neu. Daß die Chinesen Tiefwasswerhäfen benötigen auch nicht. Schließlich haben die Chinesen den USA einen der dort ganz wenigen Tiefwasserhäfen abgekauft und dazu ein Landgebiet dahinter, daß unüberschaubar groß ist.

Daß Russland nun auf der Krim einen Tiefwasserhafen bauen läßt, ist wohl als Ersatz gedacht für den geplanten Tiefwasserhafen bei Jeisk im asowschen Meer.
Ihre Besorgnisse um die Umwelt, die Sie im Falle von Fracking für Hysterie halten, teile ich. Ich mache mir Sorgen um die Umwelt durch diese Entwicklung wie ich mir ums Fracking anderswo Sorgen mache.

Es ist aber doch eine interessante Frage, weshalb die Chinesen nun plötzlich solche Großinvestitutionen tätigen wollen. Weshalb taten sie das nicht vor Monaten, Jahren? Wollten die USA es nicht? Wenn die entsprechenden Gelder schon nicht an sie gegangen wären?

Tiefwasserhäfen sind immer auch von militärischer Bedeutung.

@AlexBenesch 16/03/2014 at 16:12 –
„Da gibt’s nichts zu entschuldigen. Ich wünschte ich könnte russisch.“
Kann man die Sprache, ist man dem Land zugetan. Man erkennt seine Ähnlichkeit mit den Fremden und nimmt sie nicht mehr als Objekte wahr. Das können Sie doch nicht ernsthaft wollen.

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Empath 16. März 2014 at 22:08

Den Chinesen wird wärmstens “nahegelegt” sich von Russland zu distanzieren, ansonsten…Uigurenterror,Al-Qaida, Anschläge ohne Ende

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G&P 17. März 2014 at 10:40

Werden in letzter Zeit nicht öfters Attentate in China verübt?
Natürlich sind das auch Menschen, die Schnauze voll haben vom Regime. Aber vielleicht könnte das Zunehmen an Anschlägen auch zusammenhängen..

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Anti-Desinform 17. März 2014 at 12:44

Warten wir mal ab, was aus dem mysteriösen Flugzeug wird, das nach Peking unterwegs war und dann angeblich nach Westen abwich und dabei viel zu hoch stieg.

Die Systempresse will einfach nicht damit aufhören zu behaupten, das Flugzeug hätte nach Kasachstan fliegen können.

Warum nicht Rußland? Wär doch was. Putin, der Flugzeugentführer. Oder in den Iran. Mit Dingen, die für China unbedenklich gewesen wären, aber gerade nicht für den Iran?

Und wenn man dann hört, daß schon wieder alle möglichen Geheimdienste antanzten, als es noch sicher schien, es sei abgestürzt, dann wurde aus “nach Osten” vielleicht so eben schnell auch mal “nach Westen”. Zu Kim Yong Un z.B.

Und wer weiß schon, was das Plane über einer großen chinesischen Stadt tatsächlich vor hatte.

Ganz bestimmt weiß man mehr. als man sagt und ein “irrer” Pilot, überhaupt irgendein Irrer, darf bei Regierungsterror nie fehlen. Der absoluten Irrationalität wegen, die den Blick auf rationales Handeln abdeckt.

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Orendel 16. März 2014 at 21:19

Der westliche Machtblock ist ineffektiv, korrupt und ineffektiv. In die Lücke drücke dann natürlich andere herein. Ist auch in Ordnung. Wer jetzt sagt.. he wir sind sooo frei und haben soviel Konsumgüter, ergo Wohlstand, wobei auf das Wort Wohl und Stand schon gar keine Rücksicht mehr genommen wird, der vergißt eines, ausgebeutet wird man in jedem System.

In einem System ist Kinderlosigkeit und Debilierung der Preis, im anderen Freiheit und Debilierung. Nur eines ist klar, die anderen haben nach einem Reset noch eine Chance, da sie noch vorhanden sind. 😀

Einstmals große Nationen sind nicht mehr in der Möglichkeit, ihre Interessen wahrzunehmen, das ist traurig. Ich denke nicht, daß man in Madrid, Paris, oder Berlin es nötig haben sollte, in den Arsch von Washinton zu kriechen, vor allem weil man den Dollar und somitdas dortige Regime einfach durchfüttert.

Eine Stärkung der Kommis bedeutet automatisch eine Schwächung der “Schutzmacht” und das ist gut so, denn Freiheit ist mit dieser nicht möglich.

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Iain Campbell 16. März 2014 at 14:18

Alex, ‘Der erste Vertrag wurde unterschrieben’ von wem und wann? Was sagt das bezüglich den Verhältnissen und langzeitigen Pläne zwischen 2 großen kommunistischen Kräfte?

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G&P 16. März 2014 at 16:03

“Alex, ‘Der erste Vertrag wurde unterschrieben’ von wem und wann?”

http://en.wikipedia.org/wiki/Xinjiang_Production_and_Construction_Corps

Hat in diesem Gebiet das Land gepachtet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Dnipropetrowsk

In den Videos (vor allem russischsprachigen) hört man, dass man schon 2013 erste Verträge abgeschlossen haben. Weitere folgten..

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G&P 16. März 2014 at 20:49

In 2013 schloss man einen Vertrag über 3 Milliarden Dollar für 5% Ukrainas Land. Vertrag gilt 50 Jahre. Das Land soll für Getreide und Schweinezucht genutzt werden.

Verpächter: KSG Argo
Pächter: Xinjiang Corp.

Für mehr Infos in Suchmaschine eingeben:
Chinese-Ukrainian Business Forum

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Alexander Hamilton 16. März 2014 at 13:54

uhhhh pfui die Chinesen bauen Infrastruktur …dass mag der treue Bircher überhaupt nicht.Dann doch lieber Mad Max in Utah spielen.lmao…die Krise hat ihre guten Seiten.Die Spreu trennt sich vom Weizen und recentr hat sich als Black Propaganda der NATO enttarnt. 🙂

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Algiz 16. März 2014 at 13:59

Quatsch mit Soße. NATO/US etc Verbrechen wurden hier schon sehr ausgiebig behandelt.

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Liberty 16. März 2014 at 14:09

Das weiß der kleine Kommi, aber das interessiert ihn nicht. Er sieht nur das was er sehen will, und das ist nur Putins A…., wo er mit seinem Kopf drinsteckt.

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AlexBenesch 16. März 2014 at 14:30

Offenbar du doch erst mal wer du wirklich bist und wo deine Interessenkonflikte oder Bildungslücken liegen.

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Toxi1965 16. März 2014 at 11:42

Ich wollte damit die Leistung von G&S nicht runter machen .Das kann man missverstehen was ich gerade geschrieben habe .

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Irmtraud 16. März 2014 at 11:13

Entschuldigung, aber ist der Artikel eine “Google Translater” Übersetzung aus einer Fremdsprache? Dieses Deutsch ist ja schlicht fürchterlich…

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Toxi1965 16. März 2014 at 11:35

@Irmtraud

Das steht aber da 😉

Von G&P, aus dem Russischen übersetzt

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Irmtraud 16. März 2014 at 13:34

Ah, danke für den Hinweis. Hab ich nicht gesehen.

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G&P 16. März 2014 at 16:09

Ich entschuldige mich dafür.

Was hättest du denn zu verbessern? Ich meine das im Ernst. Wenn dir deine Zeit und Mühe dafür nicht zu schade ist, bitte. Kannst gerne via Forum mitteilen.
Ich möchte nicht behaupten, dass es toll geworden ist, aber so schlecht? Hmm..

Würde mich freuen. 🙂

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AlexBenesch 16. März 2014 at 16:12

Da gibt’s nichts zu entschuldigen. Ich wünschte ich könnte russisch.

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Irmtraud 16. März 2014 at 17:36

Gibs doch Herr Benesch zum gegenlesen. Die Übersetzung wird ja nicht falsch sein, nur die Formulierungen sind teilweise in sehr holprigem Deutsch, oder es gehen Worte vergessen. Meist passiert das wenn man den Text zu wörtlich übersetzen will. Nur so als Ratschlag. Manchmal muss man sich halt mehr auf die Lesbarkeit als auf die exakte Übersetzung konzentrieren.

Ich meine solche Sachen:

“Genauer gesagt, in [eine] eigene Wirtschaftskolonie.”

“Der Vizeminister der Krim macht schmackhaft auf neue Arbeitsplätze.”

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G&P 16. März 2014 at 20:25

Gut. Ist einleuchtend.

Aber ich hätte nichts gegen, wenn Alex vor dem Veröffentlichen den Text verändert hätte. Oder hätte mich fragen können via PM oder im Thread.

Ich bin nicht hier geboren. Ich kam nach Deutschland mit fast 11 Jahren. Ich denke, für meine Verhältnisse beherrsche ich jetzt nicht so schlecht die deutsche Sprache. Vor allem schriftlich. Wollte mich nicht rechtfertigen, aber zur Klarstellung.

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Toxi1965 17. März 2014 at 2:12

@G&P

Neee, alles prima , hast du eins-A gemacht ,. ich hatte mich unglücklich ausgedrückt .

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G&P 17. März 2014 at 10:35

Toxi1965, danke. Werde versuchen mich zu steigern. Jeder fängt Mal klein an und ist “unerfahren”. 🙂

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