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Jeff Nyquist berichtet:

Die Zeitung Japan Times brachte am 8. März die Schlagzeile „China signalisiert härteren Standpunkt über territoriale Streitigkeiten“. China gebe weit mehr Geld aus für High-Tech-Waffen und militärische Mobilisierung. Ein weiterer Artikel aus Foreign Policy „Black Box of China’s Military“ erklärt:

„Peking gibt hunderte Milliarden Dollar für Verteidigung aus, aber niemand weiß so recht, was sie vorhaben.“

Experten schätzen dass China weit mehr für das eigene Militär ausgibt als was offiziell angegeben wird. Ein amerikanischer Regierungsfunktionär wird zitiert mit den Worten:

„Wir haben praktisch keinen Einblick darüber, wie die PLA (Volksbefreiungsarmee) ihre Entscheidungen trifft.“

Dieses Eingeständnis signalisiert unseren strategischen Bankrott. Seit 1991 hat man uns einen ständigen Strom an Lügen über Russland und China vorgesetzt, der zwar die Business-Community beruhigt, aber den Westen in eine schwache strategische Position gebracht hat.

Russland und China können nur dann den dritten Weltkrieg beginnen wenn sich diese beiden nicht vertrauenswürdigen Partner auf eine gleichzeitige militärische Offensive einigen. Wenn der eine nach vorne stößt, und der andere zögert, kann derjenige der zuerst losgeschlagen hat, schnell isoliert werden und militärisch unterlegen sein. Es geht nur, wenn beide sich wirklich gemeinsam festlegen. Seit dem 10. März plant Russland, tiefer in die Ukraine vorzustoßen. China und/oder Nordkorea müssten dann gleichzeitig Ärger machen im fernen Osten. Wenn der eine Partner zu weit geht ohne dass der andere mitzieht, riskiert er im Stich gelassen zu werden.

Die gegenwärtige militärische Krise zwischen China und Japan kann eine Art Vorspiel sein.

Der Streit um die Senkaku-Inseln wäre für sich genommen lächerlich, es kann aber der Start eines Kriegsausbruchs im Pazifik sein, was auch einen Krieg zwischen Nord- und Südkorea bedeuten würde.

Die Senkakus sind eine unbewohnte Inselgruppe auf dem Festlandsockel im Ostchinesischen Meer, die als militärische Brückenköpfe genutzt werden können. In den Jahren 1968/69 wurden mögliche größere Erdöl- und Erdgasreserven rund um die Inseln entdeckt. Ab 1995/96 begann die Volksrepublik China nahe den Inseln mit Bohrschiffen erste Tiefenbohrungen auf der Suche nach Erdöl. 1996 erklärten sowohl Japan als auch China die Inseln zu ihrer Ausschließlichen Wirtschaftszone.

Am 19. Oktober 2012 waren laut Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua während eines Marinemanövers elf Schiffe, acht Flugzeuge und mehrere Hubschrauber vor den Inseln im Einsatz.[36]

Wegen des Konflikts um die Senkaku-Inseln, aber auch wegen der Territorialkonflikte um die Paracel-Inseln und Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer, entsandten die USA am 20. Oktober 2012 den Flugzeugträger USS George Washington (CVN-73) vor die vietnamesische Küste.

Der Stapellauf des japanischen Helikopterträgers Izumo im August 2013 könnte dazu beitragen, den Konflikt zu verschärfen.

Am 23. November 2013 gab China die Einrichtung einer Air Defense Identification Zone (ADIZ) bekannt, die den Luftraum der Senkaku-Inseln, aber auch den des mit Südkorea strittigen Socotra-Felsens einschloss. Jeder Überflug müsse fortan in China angemeldet werden.[42] Vorher waren die Inseln bereits seit 1945 Teil der erst von US-Besatzungsbehörden und dann von Japan verwalteten japanischen Air Defense Identification Zone.

In einer offiziellen Stellungnahme des US-Außenministers John Kerry sprach dieser von einem Versuch Chinas, den status quo im Ostchinesischen Meer zu ändern. Dies würde nur zu verstärkten Spannungen mit dem Risiko eines ernsthaften Vorfalls führen. Es müsse weiterhin gewährleistet bleiben, dass Flugzeuge, die nicht in den chinesischen Luftraum eindringen, die Flugüberwachungszone ungehindert durchqueren könnten, wie auch die USA ihre ADIZ-Maßnahmen nicht auf Flugzeuge (zivil und militärisch) anderer Staaten anwenden, wenn diese die US-ADIZ lediglich durchqueren.

Am 25. November 2013 flogen zwei vom amerikanischen Stützpunkt Guam gestartete, laut offiziellen Angaben unbewaffnete B-52-Bomber durch die ADIZ, ohne die chinesische Regierung vorher zu informieren. Später durchflogen auch Maschinen der japanischen und südkoreanischen Streitkräfte die chinesische ADIZ. In Reaktion darauf kündigte China am 28. November 2013 die Entsendung von Kampfflugzeugen in die ADIZ an.

Einen Tag später gab ein Sprecher der chinesischen Luftwaffe bekannt, dass chinesische Kampfjets innerhalb der ADIZ mehrere ausländische Militärflugzeuge verfolgt hätten, um diese zu identifizieren. Das chinesische Außenministerium erklärte, die chinesische Luftwaffe sei in „hohe Alarmbereitschaft“ versetzt worden, um „gegen jede Bedrohung vorzugehen“. Zugleich drohten chinesische Staatsmedien mit einem Kalten Krieg in der Region und verkündeten, ihr Land sei bereit, sich „auf eine lange Konfrontation mit Japan einzulassen“.

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