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Ein Kommentar von Alexander Benesch

Die chinesischen Kommunisten verehren ihn heute noch als ihren Sektenführer. Salonbolschewisten im Westen nennen ihn immer noch ihren Genossen. Unternehmer und Bürger aus aller Welt haben ihn vergessen.

Ich nenne ihn das krankeste Stück Scheiße das unsere Spezies hervorgebracht hat. Die Rede ist von Mao.

Altkanzler Helmut Schmidt meinte im Ernst:

„Ich bin nicht gegen das System Maos. (…) Mao hat die Toten nicht gewollt.“

Schmidt, bleib bei deinen Zigaretten und deinen Smalltalks mit Henry Kissinger.

Die staatlichen Funktionäre überall im Land hatten tatsächlich aus Panik herbeifantasierte Produktionssteigerungen von bis zu 100% nach oben gemeldet. Wunderbar dachte sich der Führer, dann konnte man ja die Hälfte der Produktion abschöpfen und die Menschen hätten immer noch so viel wie vorher. In der Realität blieb den Leuten kaum noch etwas zu essen.  Wer aufmuckte, galt als Revolutionsfeind und bekam erst recht nichts. Hier von einem Betriebsunfall zu sprechen, ist aber eine verheerende Sichtweise, die uns noch alle den Kopf kosten kann. Inzwischen gibt es die deutsche Fassung des Berichts vom holländischen Sinologe und Historiker Frank Dikötter namens „Maos Großer Hunger“.

Maos Motto: „Es ist besser, die Hälfte der Menschen sterben zu lassen, damit die andere Hälfte genug zu essen hat.“ In Moskau erklärte der Genosse, bei einem Verlust von einer Hälfte der Weltbevölkerung wäre der Imperialismus ausgerottet, und die ganze Welt würde sozialistisch werden.

Mao stammte wie alle prominenten Monster des 20. Jahrhunderts aus einfachen Verhältnissen und wurde wie Hitler und Stalin eher wegen seiner Defekte als seinen Fähigkeiten aus britisch-amerikanischen Elitezirkeln unterstützt. Der anfängliche Revolutionserfolg durch britische und amerikanische Munitions- und Goldlieferungen machte Mao in seinem eigenen Kopf unfehlbar.
Mao war in wirtschaftlichen wie auch anderen Belangen völlig inkompetent: Er entschied sich für die landwirtschaftlichen Techniken des sowjetischen Akademikers Trofim Lysenko, der nichts von der Vererbungslehre hielt und empfahl, Reis möglichst dicht anzubauen weil die Pflänzchen sich im Kollektiv „wohlfühlen“ würden. Für stramme Sozialisten gab es lange Zeit keine biologisch codierten Eigenschaften, der Gedanke war pfui, man dachte stattdessen dass sich die Pflänzchen schon umerziehen lassen.

Unnötig zu erwähnen, dass die Empfehlungen des russischen Theoretikers völlig wertlos waren und im Desaster endeten. Zusammengepfuschte technische Ausrüstung rostete nutzlos vor sich hin, während extrem teure Bewässerungssysteme nicht funktionierten, für die man extrem hohe Teile des Bruttosozialprodukts umverteilt hatte.

Wie reagierte man in den Zentren der Macht auf das grenzenlose eigene Versagen? Indem Zahlen gefälscht wurden und noch mehr Brutalität zum Einsatz kam, bis die Menschen dermaßen fertig waren dass sie immer häufiger nicht mehr physisch in der Lage waren, den angebauten Reis zu ernten, was die Situation noch verschlimmerte. Hilfsangebote aus den USA lehnte man stolz ab und verkaufte stattdessen lieber noch Getreide an die Sowjetunion, während die Leichen sich im eigenen Land stapelten.

Es wird geschätzt dass die sozialistische Regierung 70% des Massensterbens zu verantworten hat, der Rest geht auf das Konto von unglücklichen Wetterbedingungen.

Darauf eine Zigarette, Helmut Schmidt, oder gleich eine ganze Schachtel.

Sechs bis zehn Millionen Menschen wurden direkt von chinesischen Regierungskräften getötet, mehrere zehn Millionen landeten in langer Haft, 20 Millionen davon starben. Rund 40 Millionen Tote gab es dann beim „großen Sprung vorwärts“ zwischen 1959 bis 1961. Man wärmte auch bizarrste Strafen aus längst vergangenen Jahrhunderten wieder auf, wie das zwangsweise Verfüttern eines Menschen an dessen Angehörige. Kinder verwendete man als Dünger.

Das war schon immer so

In China konkurrierten wechselnd völlig verschiedene Ideologien und Psychen miteinander, wie der auf Besonnenheit festgelegte Konfuzianismus und die klassische Tyrranei. Der erste Kaiser Qin Shi (221 – 210  v.Chr.) vernichtete in einem Aufwasch mal eben 20.000 Adelige, ließ alle klassische Literatur verbrennen und fortan deren bloße Erwähnung mit dem Tod bestrafen. Mit seinem Führungsstil und seinem Wesen kamen hunderttausende ums Leben während der Konstruktion der großen Mauer.

Die Han-Dynastie brachte den Konfuzianismus und mehr psychische Normalität zurück und die Exzesse endeten. In Folge wurde jedoch von verschiedenen Seiten wieder Kritik laut, dass man zu weich und nachsichtig sei, und insbesondere die europäischen Systeme mächtiger und dadurch überlegen seien.

Das britische Imperium fütterte China mit Gewalt und Psychopathie. Ironischerweise ist vieles der angelsächsischen Militärkultur und Geheimdienstkunst auf so manche chinesischen Strategen zurückzuführen. Die Britischen adeligen Clans nannten ihr militärisches Unterfangen ganz frech einfach einen „Konzern“: Die East India Company. Als China das Produkt Opium nicht erlauben wollte, sprachen die Waffen.

Heute ist jedem mit zwei Gehirnzellen klar, dass es in China keine „Konzerne“ nach moderner Definition gibt, sondern nur staatlich-militärische Unterfangen. Alles im Kommunismus hat eine militärische Bedeutung, genauso wie im Empire der Kings and Queens.

Historisch bedeutend für das Hin- und Herschwingen des Pendels sind die Massentötungen aus den Jahren nach 1120. Die Verantwortlichen interpretierten das Ganze als positiven Akt, als Umsetzung des „Dharma“ (buddhistisches Gesetz), die Befreiung der Seelen aus dem Körper und dem Diesseits.

Das „neue“ China

Irgendwann wurde entdeckt oder von ausländischen Gönnern empfohlen, dass gezielte stille Tötungen und ein bürokratisiertes Arbeitslagersystem effektiver sind als öffentliche Hinrichtungen und das öffentliche Schreddern von Leichen. Abseits von den Augen der Öffentlichkeit konnte man die Arbeitskraft der Insassen nutzen oder experimentierfreudig neue Dinge ausprobieren wie das Verfüttern eines Mixes aus 70% Mehl und 30% Papierpaste, was in Verstopfungen und Todesfällen resultierte.

Erst als man ab 1961 wieder etwas lokalen kapitalistischen Markt zuließ, ein klein bisschen Freiheit und kleinere Einheiten, ging es wieder bergauf. 1981 distanzierte sich die Partei von Mao, dessen „Revolution“ mit allen verbundenen Errungenschaften wie dem Lagersystem Laogai blieb jedoch unangetastet.

Laogai bedeutet in etwa „Reform durch Arbeit“, Erinnerungen an den Slogan „Arbeit macht frei“ liegen auf der Hand. Über 1000 riesige Lager plus unzählige kleine Haftanstalten waren lange Zeit das Staatsgeheimnis schlechthin. Die „Jingzhou industriellen Bleichmittelwerke“ sind eigentlich Gefängnis Nummer 3 der Hubei Provinz. Die Yingde Tee-Plantage ist in Wirklichkeit das Arbeits-Umerziehungslager 7 der Guangdong-Provinz.

Schätzungen aus den 80er Jahren zufolge wurden bis zu jenem Zeitpunkt bislang 50 Millionen Menschen durch das System gejagt. 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung pro Jahr wanderten ein, bei einer Sterblichkeitsrate von 5% und mit pausenloser Gehirnwäsche.

Das Fiese: Selbst nach Ende der offiziellen Haftzeit von manchmal nur ein paar Jahren verblieb man trotzdem im Strafvollzugssystem. Es gab keine Heimkehr, die eigene Frau war (auch auf Drängen der Partei) längst geschieden, man blieb als geächteter Ex-Knacki irgendwo und ackerte für einen Mini-Lohn, der gerade einmal für Essen und Kleidung reichte.

Das Modell China ist die neue Weltordnung

Vom Ödland, das idiotische Kommunisten hinterlassen haben, zur Wirtschaftsmacht Nummer 1. Wie ist das möglich? Natürlich wieder durch Technologietransfers und Know How aus dem Westen. Der amerikanische Bau-Gigant Bechtel gründete Bechtel China Inc. um Aufträge für die chinesische Regierung zu übernehmen hinsichtlich Entwicklung, Technologie und Bauwesen. Bechtel arbeitete an Studien für die China National Coal Development Corporation und die China National Offshore Oil Corporation – beides natürlich chinesische kommunistische Organisationen. Es scheint dass Bechtel eine ähnliche Rolle spielte wie einst Albert Kahn Inc. aus Detroit, die Firma die 1928 die ursprünglichen Studien und Planungen unternommen hatte für den ersten Fünf-Jahres-Plan der Sowjetunion. Der ehemalige CIA-Direktor Richard Helms arbeitete für Bechtel, genauso wie Ex-Außenminister George Shultz und Ex-Verteidigungsminister Caspar Weinberger.

Es gibt einige sehr bedeutende Mineralien, die man als seltene Erden bezeichnet. Sie sind unerlässlich für die Konstruktion von Elektromotoren und Hybridbatterien. Die Welt hat nicht genug davon und man kann sie nicht ersetzen. Letztlich steht fest, dass die seltenen Erden für die Konstruktion von Windturbinen und Solarmodulen unbedingt erforderlich sind. Ohne Neodym ist eine Windturbine weit weniger effizient, und die von ihr erzeugte Energie ist entsprechend viel teurer. Gleiches gilt für eine Vielzahl elektronischer Geräte.

Auf persönlicher Ebene haben wir uns daran gewöhnt, dass die Preise für Elektroartikel immer weiter sinken. Jede neue Produktgeneration ist leistungsfähiger und kostet weniger als die letzte. Aber die sinkenden Preise werden nicht für immer Bestand haben, egal ob es sich dabei um Handys, Laptops oder Flachbildfernseher handelt, wenn wir einen Rückgang der seltenen Erden annehmen, die man für die Herstellung dieser Geräte benötigt. Im Gegenteil: Viele heute allgegenwärtige Geräte könnten auf dem besten Weg sein, Luxusgüter zu werden.

Selbst die Überlegenheit der US-Armee bei Waffensystemen könnte auf wichtigen Gebieten bald infrage gestellt werden, weil es an diesen wichtigen Rohstoffen mangelt. Ohne die seltenen Erden gibt es keine Präszisionsmunition, Laser-Zielgeräte, Luftfahrtsysteme, Radarsysteme, Nachtsichtgeräte, Satelliten- und Kommunikationssysteme.

Die Förderung von diesen Mineralien ist unwirtschaftlich und giftig. China ist das einzige Land, das nennenswerte Mengen dieser Mineralien fördert. Derzeit beträgt sein Weltmarktanteil bei seltenen Erden 97 Prozent. Das bedeutet: Wenn die USA seltene Erden benötigen, müssen sie sie aus China importieren.

Ein weiteres Beispiel ist Europium, das man für optische Geräte, Laser und Lampen auf LED-Basis benötigt. Cerium und andere seltene Erden werden als Katalysatoren bei der Rohölverarbeitung eingesetzt, erhöhen die Erträge und und reduzieren den Energieaufwand bei der Raffinierung von Erdöl.

Man könnte annehmen, dass die USA aktiv werden, um ihre Versorgung mit diesen immer wichtiger werdenden Ressourcen zu sichern. Das Gegenteil ist der Fall. Das Land fördert keine seltenen Erden mehr. In den 80er Jahren wurden sie noch in den USA gefördert, aber China begann damit, weit unter den Kosten der amerikanischen Minen zu verkaufen. China verfügte nicht nur über den Vorteil billiger Arbeitskräfte, sondern das Thema Umweltverschmutzung spielte dort so gut wie keine Rolle. Wenn eine Mine seit langer Zeit geschlossen ist, kann man sie nicht so einfach wieder der Produktion zuführen. Alle Unternehmen, die die zusätzlichen Arbeiten an den Rohstoffen durchgeführt haben, existieren nicht mehr.

Toyota tat sich kürzlich mit einem Bergbauunternehmen aus Vietnam zusammen, um seine Versorgung mit Neodym und Lanthan zu sichern. Beide Elemente sind für den Bau von Elektroautos unersetzlich. Der Motor eines Toyota Prius enthält 2.2 Pfund Neodym, in jeder Batterie stecken 22 Pfund Lanthan. Eine 3-Megawatt-Windturbine enthält etwa zwei Tonnen seltene Erden.

Wie kam es dazu, dass China die Produktion dieser wichtigen Elemente vollständig beherrscht? Indem es eine rücksichtslose Preispolitik verfolgte. In Ländern mit freier Wirtschaft ist Gewinn die Motivation, etwas zu produzieren. Aber in einem vom Staatskapitalismus beherrschten Land gelten andere Regeln.

Chinas Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat angekündigt, ab 2001 Vorräte an seltenen Erden anzulegen. In einem Berichtsentwurf des MIIT heißt es, das Land werde den Export der schweren seltenen Erden Dysprosium, Lutetium, Terbium, Thulium und Yttrium in den kommenden Jahren komplett einstellen und die Exporte von Neodym, Europium, Cerium und Lanthan auf ungefähr 15.000 Tonnen pro Jahr begrenzen, während es 2008 noch 38.189 Tonnen und 2004 48.040 Tonnen waren. Das liegt weit unter dem aktuellen weltweiten Bedarf und droht die Entwicklung zahlreicher neuer Technologien anzuwürgen, darunter Supraleiter, Hochleistungsmagneten und Katalysatoren.

Die amerikanische Armee ist sich der Wahrscheinlichkeit kritischer Versorgungsmängel bei wichtigen Mineralien bewusst, die sie für die Landesverteidigung braucht. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die größten strategischen Reservedepots aber verkauft. Die Versorgung von Verteidigungssystemen, früher von der Regierung dominiert, wird heute von der zivilen Industrie angetrieben, die immer stärker von der globalen Versorgungskette für ihre Materialien abhängig ist. Während eines größeren Konflikts könnte sich diese Praxis als katastrophal erweisen.

Chinas militärische Entwicklung ist ganz offensichtlich dem gesamten wirtschaftlichen Fortschritt des Landes untergeordnet. Aber es gibt gute Gründe zu glauben, dass sich China auf den Tag vorbereitet, an dem es willens und in der Lage sein wird, seine wirtschaftlichen Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Zwar verkündet Peking ein jährliches Militärbudget, das offiziell etwa zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht, aber unter China-Experten, darunter auch das amerikanische Verteidigungsministerium, ist allgemein bekannt, dass die Verteidigungsausgaben des Landes viel höher sind und etwa dem Dreifachen der offiziellen Zahlen entsprechen. Das ist ein höherer Anteil als in den USA. Aber selbst das ist nicht die ganze Geschichte.

Die Regierung kann nach Belieben und innerhalb kürzester Zeit Ressourcen vom zivilen in den militärischen Bereich verlagern. Zudem handelt es sich bei den Zahlen, die Chinas Militärausgaben beschreiben, um nominale Angaben. Passt man die Ausgaben des Landes der Kaufkraftentwicklung an, so erhöhen sich die Militärausgaben um 80% oder mehr.

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